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29 Juni 2026

77 - 2026 / Anne Stern - Die weisse Nacht

 


Der hier vorgestellte Roman "Die weisse Nacht" von Anne Stern ist 2026 im Piper Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Der erste Fall für Lou & König: Ein Nachkriegskrimi, historisch präzise, bewegend und extrem spannend! Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näherrückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.

Mein Leseeindruck/Fazit:

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mit ihrem Nachkriegskrimi "DIE WEISSE NACHT" entführt uns Anne Stern in das düstere Berlin der Nachkriegszeit. Eine Stadt geprägt von Hunger, Elend und Hoffnungslosigkeit. Die Lebensmittelknappheit hat die Menschen fest im Griff, ausgemergelte Körper und traurige Kinderaugen erzählen vom harten Alltag, in dem das Überleben zum täglichen Kampf wird.

Im Mittelpunkt steht Lou Faber, eine Fotografin mit einem besonderen Gespür für ungewöhnliche Motive. Ihr instinktives Auge entdeckt eine Frauenleiche im Schnee – ein Fundort, der mehr Fragen aufwirft, als Antworten liefert. Wurde die Frau hier tatsächlich gemordet? Kriminalkommissar König übernimmt die Ermittlungen, doch schnell wird klar: Lou ist ihm eine unverzichtbare Verbündete. Gemeinsam tauchen sie ein in die dunklen Ecken Berlins, wo Verbrechen und Verzweiflung Hand in Hand gehen.

Der Roman beeindruckt durch seine sorgfältige Recherche, die nicht nur das Berliner Umfeld authentisch abbildet, sondern auch medizinische Details lebendig werden lässt. Anne Stern schafft es, das Leben in der Nachkriegszeit so eindringlich zu schildern, dass man sich als Leser mitten im Geschehen wähnt.

Allerdings schiebt sich die spannende Krimihandlung manchmal etwas in den Hintergrund, da die ausführlichen Beschreibungen des Alltags und der Umstände viel Raum einnehmen. Ein wenig mehr kriminalistischer Spürsinn hätte dem Buch gutgetan, um die Spannung durchgehend zu halten. Trotzdem bietet "DIE WEISSE NACHT" einen atmosphärisch dichten Einblick in eine schwierige Zeit. Perfekt für alle, die historische Krimis mit Tiefgang mögen.


Cover:           ⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐




22 Juni 2026

72 - 2026 / Thea Lehmann - Blüten für eine neue Welt


Der hier vorgestellte Roman "Blüten für eine neue Welt" von Thea Lehmann ist 2026 bei Tinte & Feder erschienen.


Zum Inhalt:

Dresden 1865: Während in Sachsen immer mehr Schornsteine die Luft mit Ruß füllen, entwickelt sich in einer kleinen Grenzstadt ein völlig anderes Gewerbe. Hunderte von böhmischen Blumenmädchen fertigen in Sebnitz Seidenblumen. Die junge Carla ist eine von ihnen, doch sie träumt zwischen Stoffblumen und Kleister von mehr als dem bescheidenen Los einer einfachen Blumenarbeiterin. Mit dem Geschick ihrer Mutter und kühnen Ideen wagt sie es, die Grenzen ihrer Zeit zu überwinden.
Doch der Erfolg hat seinen Preis: Die Gesellschaft verurteilt eine Frau, die nach Selbstständigkeit strebt. Der einzige Mann, der sie auf ihrem Weg unterstützt, ihr Jugendfreund Raimund, bittet sie, mit ihm fortzugehen, denn sein Vater, der evangelische Pastor der Stadt, billigt keine Ehe mit einer katholischen Einwanderin. Carla will ihre Mutter nicht alleine zurücklassen und Raimund verspricht, wiederzukommen. Jahrelang hört Carla nichts von ihm, bis sie sich nach New York aufmacht, um neue Kunden zu gewinnen – und Raimund zu suchen.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Rosen, Tulpen, Nelken...

In dem historischen Roman „BLÜTEN FÜR EINE NEUE WELT“ entführt uns die Autorin Thea Lehmann in das Jahr 1865, genauer gesagt nach Sebnitz bei Dresden. Die Zeiten sind alles andere als einfach: Geld ist knapp, die Hungersnot lastet schwer auf den Menschen, und die Unstimmigkeiten im Land sind überall spürbar. Mitten in diesem Chaos wagt die junge Carla zusammen mit ihrer Mutter einen mutigen Schritt. Sie erweitern ihr Geschäft und gründen eine Seidenblumenmanufaktur. Der Wettbewerb auf dem Markt ist hart, doch Carla beweist nicht nur Geschäftssinn, sondern auch ein großes Talent fürs Knüpfen von Kontakten. So entwickelt sich ihr Unternehmen überraschend gut.

Was die Lektüre besonders spannend macht, ist Carlas innerer Zwiespalt: Einerseits zieht sie ihre Arbeit und das finanzielle Polster, das sie sich aufbauen möchte, an; andererseits wartet da noch ihre große Liebe Raimund, von dem niemand weiß, wo er sich gerade aufhält. Soll sie auf ihr Herz hören oder auf den Verstand? Diese emotionale Spannung fesselt von der ersten Seite an.

Mir persönlich hat dieser Roman richtig gut gefallen. Ich mag Geschichten mit starken Frauen, die sich gegen alle Widrigkeiten behaupten – und Carla ist genau so eine Figur! Thea Lehmanns Schreibstil ist dabei so lebendig und flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Charaktere sind wunderbar facettenreich und harmonieren trotz ihrer Unterschiede perfekt miteinander. Kleine liebevolle Details sorgen dafür, dass jede Szene lebendig und greifbar wird.

Ein rundum gelungener historischer Roman, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn am Ende bleiben einige Fragen offen, die unbedingt beantwortet werden müssen!

Cover:           ⭐⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐



16 März 2026

37 - 2026 / Kaja Grimme - Fräulein Renée und das kartografische Komplott




Das hier vorgestellte Buch "Fräulein Renée und das kartografische Komplott" von Kaja Grimme ist 2026 im Südpol Verlag erschienen.


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN:  97839365943780   
Sprache:  Deutsch
Ausgabe:  Hardcover mit 420 Seiten
Erscheinungstermin:  09.03.2026


Zum Inhalt:

Ein rätselhafter Mordfall im Schatten der ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft – Fräulein Renée und ihr Chronist ermitteln Deutschland, 1908: Der junge Dichter Caspar Schütze antwortet aus purer Verzweiflung auf eine seltsame Stellenanzeige – und landet als „Chronist“ bei der 17-jährigen Renée Graf, einer unerschrockenen Abenteurerin mit wachem Geist, einer metallenen Armprothese und einem Herzen, das gegen jede Konvention schlägt. Als die beiden in einem verfallenen Forsthaus eine Leiche entdecken, geraten sie in ein Geflecht aus Täuschung, kolonialer Macht und Habgier: Die Spur führt zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg, deren Mitglieder nicht nur von Expeditionen und Wissenschaft, sondern auch von Ruhm und Reichtum träumen. Während Renée sich mit Leidenschaft in die Ermittlungen stürzt und zugleich ihrer ersten Liebe, der selbstbewussten Lisbeth Kaufmann, begegnet, wird Caspar zunehmend mit seiner eigenen Identität konfrontiert: seiner Aromantik, seinem tiefen Bedürfnis, sich die Welt poetisch zu erschließen und seinem Wunsch, dem Zwang des Elternhauses zu entkommen. Dass Renée und Caspar versuchen, über eine Mitgliedschaft in der Geographischen Gesellschaft an Informationen über die Tote zu gelangen, bleibt indes nicht unbemerkt … 

Mein Leseeindruck/Fazit:
Der Durst nach Abenteuer

In einer alten Villa, beginnt für Caspar Schütze ein ungewöhnliches Abenteuer. Er hat sich als Chronist bei der doch sehr unkonventionellen Renee anstellen lassen, und landet direkt im Abenteuer seiner Lebens. Gemeinsam mit Renèes ehemaligem Kindermädchen sind sie einem ganz gewieften Verbrechen auf der Spur.

Caspar und Renée sind eigentlich zwei Außenseiter, die sich gegen die engen Mauern der Gesellschaft stemmen, vereint in ihrem Streben nach Verständnis und Freiheit. Ihre Ermittlung führt sie auf die Spur einer mysteriösen kartografischen Gesellschaft, die nicht nur Rätsel aufgibt, sondern auch ihre eigenen inneren Dämonen ans Licht bringt und ein Farbenspiel entfacht.



Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐


14 Februar 2026

22 - 2026 / Kai Bliesener - Hotel Silber


Das hier vorgestellte Buch "Hotel Silber. Neue Zeit, alte Schuld" von Kai Bliesener ist 2024 im Emons Verlag erschienen.



Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 9783740821234    
Sprache:  Deutsch
Ausgabe:  Taschenbuch mit 256 Seiten
Erscheinungstermin:  26.09.2024


Zum Inhalt:

Ein vielschichtiger Kriminalroman über ein bisher nicht erzähltes Kapitel Nachkriegsgeschichte. Stuttgart 1945. Der Polizeibeamte Paul Kramer muss mithelfen, im berüchtigten Hotel Silber die neue Kriminalpolizei aufzubauen – genau an jenem Ort, an dem er wenige Tage vor Kriegsende noch von der Gestapo gefoltert wurde. Doch Hass und Ideologie sind mit der Kapitulation nicht verschwunden. Als die ersten Verbrechen aufgeklärt werden müssen, zeigt sich schnell, wer auf welcher Seite steht – und Pauls Ermittlungen werden für ihn selbst zur Gefahr.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Die im Dunkeln sieht man nicht

Paul Kramer steht vor einer neuen Herausforderung: den Aufbau der Kriminalpolizei in Stuttgart, die im berüchtigten Hotel Silber untergebracht ist. Dieses einstige Symbol des Schreckens und der Folterlager aus der Zeit des Nationalsozialismus wird zum Schauplatz seiner Ermittlungen. Doch die Erinnerungen an seine eigenen Leiden sind noch frisch, und die Gespenster der Vergangenheit greifen nach ihm.

Als er den Fall einer vermissten Frau übernimmt, die einst in diesen Mauern festgehalten wurde, wird die Situation zunehmend brenzlig. Kramers Kollegen scheinen von den Idealen der Vergangenheit nicht loszukommen und stehen ihm eher feindlich gegenüber. Wem kann er noch vertrauen, wenn die Schatten der Geschichte noch immer über Stuttgart liegen?

Der Roman bietet einen eindringlichen Blick auf die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte und beleuchtet die Schwierigkeiten, eine neue Ordnung zu schaffen, während alte Gespenster in Machtpositionen verweilen. Die Beschreibungen der Gräueltaten im Hotel Silber lassen einem das Blut in den Adern gefrieren; sie sind so realistisch, dass man beim Lesen Gänsehaut verspürt.

Die Charaktere sind facettenreich, vom Opfer bis zum Täter, und zeigen die Abgründe der menschlichen Seele in jener Zeit. Die gekonnte Mischung aus packender Erzählweise und tiefgründiger Recherche macht diesen Kriminalroman nicht nur zu einem spannenden Lesevergnügen, sondern regt auch zum Nachdenken über Schuld und Verantwortung an. Ein absolutes Muss für alle, die sich für die dunkle Vergangenheit Deutschlands interessieren!


Fazit: 256 Seiten voller Schrecken und Erinnerungen

24 November 2025

📖 Finessensepperl / Leonhard Michael Seidl

 


Das hier vorgestellte Buch "Finessensepperl" von Leonhard Michael Seidl ist 2025 im Gmeiner Verlag erschienen.

Handlungsort:   München, Bayern


06 November 2025

🖋 Rezension (Das schwarze Geheimnis von Maulbronn / Norbert Weimper)

 


Das hier vorgestellte Buch "Das schwarze Geheimnis von Maulbronn" von Norbert Weimper ist 2025 im Gmeiner Verlag erschienen.

Handlungsort: Kloster Maulbronn und Umland


29 Oktober 2025

🖋 Rezension (Tod am Semmering / Beate Maly)


Das hier vorgestellte Buch "Tod am Semmering" von Beate Maly ist im Oktober 2016 im Emons Verlag erschienen.

Es ist der Auftakt zur Ernestine Kirsch & Anton Böck Reihe.


08 September 2025

🖋 Rezension (Fanny Leicht / Günther Thömmes)


Das hier vorgestellte Buch "Fanny Leicht. Eine Frau und ihr schwäbisches Bierimperium" von Günther Thömmes ist im September 2025 im Gmeiner Verlag erschienen.


29 August 2025

🖋 Rezension (Das Lied des Vogelhändlers / Ralf H. Dorweiler)


Das hier vorgestellte Buch 
"Das Lied des Vogelhändlers" von Ralf H. Dorweiler  ist im August 2025 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen.  


20 März 2025

✒ Rezension (Das Pestmädchen / Silvia Stolzenburg)


Das hier vorgestellte Buch "Das Pestmädchen" von Silvia Stolzenburg ist im Februar 2025 im  Gmeiner Verlag erschienen.  


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3839208403        
Sprache: Deutsch
Ausgabe:  Taschenbuch mit 496 Seiten
Erscheinungstermin:  12.02.2025

Dieses Buch habe ich selbst gekauft.  Meine Bewertung hat keinen Einfluss auf den Erhalt des Buches oder Weitere des Verlages.


Zum Inhalt:

Augsburg, 1462: Das Totengeläut reißt nicht ab. Die Pest wütet in der Stadt und tötet Hunderte. Die junge Magd Lina pflegt im Heilig-Geist-Spital aufopferungsvoll die Kranken, bis sie sich selbst ansteckt. Mit der Hilfe des Wundarztes Ulrich, der sein Herz an Lina verloren hat, übersteht sie die Seuche als Einzige im Spital. Böse Zungen behaupten bald, sie sei mit dem Teufel im Bunde. Als ein reicher Jüngling ermordet wird, fällt der Verdacht auf sie. Lina muss ihre Unschuld beweisen, sonst droht ihr das Schwert des Henkers …

Mein Leseeindruck/Fazit:


Mit diesem Buch startet die erfolgreiche Autorin einen Auftakt zu einer neuen Spätmittelalter-Trilogie, die sich mit dem großen Sterben im Mittelalter befasst. Kein schönes, aber sehr interessantes Thema, wie ich finde.


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              Das große Sterben
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Handlungsort:  Augsburg
Wir lernen Lina kennen und erleben, dass sie von einer Schwierigkeit in die Nächste stolpert. Aber nicht nur das, auch die Liebe scheint Lina fest in Griff zu haben. Die Liebe zu Gott oder Ulrich?

Ich lese gerne historische Romane, deren Handlungsort in Deutschland liegt. Das machen die Geschichten für mich etwas greifbarer. So bin ich dann auch zu diesem Roman gekommen. Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin und wusste deshalb auch über Schreibstil und Plotführung Bescheid. 

Durch den mitreißenden Klappentext war ich natürlich gespannt, wie die Pest in Augsburg gewütet hatte und wie die Menschen mit dieser Krankheit, dem Leid und der Angst umgegangen sind. Tja, nun komme ich aber auch schon zu dem Aber.  Leider musste ich sehr lange warten, bis diese (man beachte den Klappentext und den Titel des Buches) überhaupt thematisiert wurde. Bis Seite 134 war davon gar keine Rede. Eher davon, dass Lina die Liebe zum Wundarzt entdeckt, dass ihr eine andere Pflegekraft sehr übel mitspielt, ach ja, und da war ja auch noch das Hochwasser. Hm? Wo war das Totengeläut? Bislang (also bis Seite 134) war nur vom Hochwasserglöckchen die Rede. Aber okay, es ist ja auch erst ein Viertel des Romans.  Somit habe ich weitergelesen, denn irgendwann musste ja mal die Pest auftauchen, wenn sie schon so groß angekündigt wird. 
Da, bei Seite 135 ist zum ersten Mal von der Pestilenz zu lesen. Nun konnte es endlich losgehen, und der Klappentext würde zur Geschichte passen. 
Leider waren auch die restlichen Seiten nicht der Burner. Nichts neues, alles schon so oft gelesen!  Durch die kurzen Kapitel versucht die Autorin zwar etwas Spannung zu schaffen, aber leider bleibt der Spannungsbogen sehr flach. Ja, ich bin enttäuscht! Ich hatte mir wirklich mehr erhofft.
Da es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, werde ich wohl auf die Folgebände verzichten. 


Fazit:  496 Seiten, die mich leider nicht berührt haben

Meine Empfehlung entfällt!

Meine Bewertung:  ⭐⭐


Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram und Facebook Seite würde ich mich sehr freuen. Ihr findet mich dort ebenfalls unter dem Namen Chattys Bücherblog.

28 Oktober 2024

✒ Rezension (Der Fluss der Zeiten / Ulrike Renk)

 Fazit:  544 Seiten voller Energie und geschichtlicher Details




Der hier vorgestellte Roman "Am Fluss der Zeiten" von Ulrike Renk ist im September 2024 im Bastei Lübbe Verlag erschienen. 


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3757700669    
Sprache: Deutsch
Ausgabe:  Hardcover mit Schutzumschlag mit 544 Seiten
Erscheinungstermin:  27.09.2024

Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde erhalten.  Meine Bewertung hat keinen Einfluss auf den Erhalt des Buches oder Weitere des Verlages.


Klappentext:

1551: Elze wächst mit ihren Geschwistern als Eigenbehörige auf dem großen Hof Kalmule auf. Die harte Arbeit auf den Feldern ist ihr Alltag. Doch ihr Leben wandelt sich von Grund auf, als sie ihre Familie verlassen muss und ihren Pflichtdienst als Küchenmagd in der Stadt Münster antritt. Eines Tages wird sie jedoch mit einer Magd der Herren von Oer getauscht und muss künftig auf der Wasserburg Kakesbeck leben, auf der ein Fluch liegt. Dort trifft sie auch Jacob wieder. Aber um den Müllerssohn ranken sich geheimnisvolle Gerüchte. Soll sie diesen Glauben schenken? Und wird Elze nun Teil der alten Prophezeiung werden, um den Fluch der Familie von Oer zu brechen?

Mein Leseeindruck/Fazit:


In diesem Buch präsentiert die Autorin, Ulrike Renk, auch bekannt durch ihre Ostpreußen und Australiensaga, den Reihenauftakt zum Kalmule Hof. 

"Ulrike Renk macht Geschichte lebendig. In Geschichten , wie sie nur das Kleben schreiben kann. " So beginnt die Kurzbeschreibung des Klappentextes und macht schon mal deutlich worauf die Schwerpunkte in diesem Roman liegen.

                                                                     ***
Es war der Titel der mich neugierig machte. Was würde sich wohl hinter diesem Fluss der Zeiten verbergen? Schon zu Beginn des Reihenauftaktes fallen die vielen Protagonisten auf, die rund um den Hof agieren. Jeder hat seine Aufgabe und seine Berechtigung. Schnell sind auch Sympathien verteile und andere fallen beim Lesen direkt schon in Ungnade. Das Buch hat zwar "nur" 544 Seiten, zeigt aber viel geschichtliche Hintergründe und beleuchtet das Leben auf dem Bauerhof zur Zeit um 1551. Die wetterbedingten Widrigkeiten werden beschrieben, aber auch die Repressalien, die das Volk unter den Lehnsherren zu befürchten hatte. 

Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Lesen nicht nur unterhält, sondern auch bildet. 
Die Autorin zeigt viel Empathie und durch den bildhaften Schreibstil fällt es dem Leser leicht, sich in die Zeit und die Protagonisten hineinzuversetzen.
Der Roman hat mich sehr gut unterhalten, so dass ich nun gespannt auf die Fortsetzung warte.

Meine Empfehlung für Leser von geschichtlichen Romanen mit greifbaren Handlungsorten.

Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐


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22 August 2024

✒ Rezension (Die Witwen von Weimar / Bernd Köstering)

 Fazit:  400 Seiten voller Informationen, aber leider wenig Spannung 





Der hier vorgestellte historische Roman "Die Witwen von Weimar", von Bernd Köstering ist im August 2024 im Gmeiner Verlag erschienen.


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3839206911   
Sprache: Deutsch
Ausgabe:  TB mit 400 Seiten
Erscheinungstermin:  14.08.2024

Dieses Buch habe ich vom Autor bzw. dem Verlag zur Rezension erhalten. Meine Bewertung hat keinen Einfluss auf den Erhalt des Buches.


Klappentext:

Weimar 1804: Der Tischlergeselle Wilhelm entdeckt einen geheimnisvollen Brief. Darin wird behauptet, zwei reiche Witwen seien kurz nach ihrer erneuten Vermählung ermordet worden. Wilhelm ist neugierig, er geht dem Verdacht nach. Als er erkennt, dass ihm der Standesdünkel Grenzen setzt, kommt er auf die waghalsige Idee, Louise von Göchhausen, die erste Hofdame der Fürstin Anna Amalia, als detektivische Partnerin zu gewinnen. Wird sie ihm helfen?
Zugleich versucht Wilhelm, sich von seinem Elternhaus zu lösen. Und er lernt Annette kennen.

Mein Leseeindruck/Fazit:

In diesem Buch präsentiert der Autor, nicht nur eine kleine historische Krimihandlung, sondern viele Persönlichkeiten mit Rang und Namen.

"Ein ungleiches Paar" So beginnt die Kurzbeschreibung des Romanes, des durch Krimis bekannt gewordenen Autors. Wie man aus dem Einleitungssatz und dem Titel bereits erkennen kann, spielen Frauen in diesem Roman eine entscheidende Rolle.

                                                                     ***

Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Roman nicht gleich Roman ist und Geschichte nicht immer romantauglich bzw. unterhaltsam.
Aufgrund des Covers und des Klappentextes war ich sehr neugierig, was sich zwischen den 400 Seiten für eine historische Geschichte verbergen würde, schließlich mag ich historische Krimis sehr. Bereits auf den ersten Seiten wurde ich von Wirrungen empfangen. Okay, da gab es wohl Tote, aber wo waren die Ermittlungen hierzu? Viel "fürnehmes Geschwafel", das immer wieder vom Geschehen ablenkt. Leider haben die vielen Protagonisten nicht zur Klärung oder Beschleunigung beigetragen. Stattdessen wurde ausführlich über deren Arbeit, ihre Erfindungen, ihre Stellung in der Gesellschaft schwadroniert, gespickt mit etwas sächsischem Dialekt.
Aufgrund der vielen Randgeschehnisse war es nicht einfach, dem roten Faden zu folgen bzw. ihn überhaupt zu erkennen.
Der Autor hat sich sehr viel Mühe mit Recherche und Ausführungen gegeben, für mich war es leider etwas zuviel des Guten.
Für mich bleibt hier leider nur zu sagen: 
"Manchmal ist weniger mehr" (Zitat: Ludwig Mies van der Rohe)

Meine Empfehlung für Goethe-Liebhaber

Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐


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03 August 2024

✒ Rezension (Das Strandhotel auf Borkum: Aufbruch in eine neue Zeit / Ocke Aukes)

 Fazit:  400 Seiten voller Inselfeeling und Geheimnisse



Der hier vorgestellte Roman, "Das Strandhotel auf Borkum: Aufbruch in eine neue Zeit", von Ocke Aukes ist im April 2024 im CW Niemeyer Verlag erschienen.
Er ist der Reihenauftakt zur Strandhotel Reihe.

Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3827193162   ‎  
Sprache: Deutsch
Ausgabe:  TB mit 400 Seiten
Erscheinungstermin:  17.04.2024

Dieses Buch habe ich selbst gekauft. Somit hat meine Rezensionen keinen Einfluß auf den Erhalt des Buches.


Klappentext:

Borkum 1888: Gerade einmal 15 Jahre alt ist Hermine Flessner, als man sie als Saisonkraft auf die Insel schickt. Sie soll ihre Familie in Leer finanziell unterstützen und wird vom Seniorchef im Hotel Bakker angestellt. Willem Bakker lernt Hermines Loyalität zu schätzen. Doch die Anwesenheit der jungen Frau ist einigen Familienmitgliedern ein Dorn im Auge. Ungewollt gerät sie zwischen die Fronten der Streitereien um Liebe, Geld und Macht. Dass Willem seine schützende Hand über Hermine hält, sorgt zusätzlich für Unmut. Auch sein Plan, ein Grundstück für ein neues Hotel direkt am Strand zu erwerben, gefällt den Nachfahren des alten Bakker nicht. Sie verfolgen eigene Interessen und fürchten, dass sich der Senior übernimmt. Aber Willem hat sich längst bei der Gemeinde um das Grundstück beworben, wie die meisten anderen Borkumer Hoteliers. Jeder möchte das Sahnestück für sich und arbeitet mit allen Mitteln. Keine List, kein Risiko scheint zu groß, um bei der Ausschreibung das Rennen zu machen. Doch dann setzt Bakker Hermine ein, um seine Mitbewerber auszuspionieren und ihnen etwas vorzugaukeln. Damit gerät sie in das Visier weiterer Feinde.

Mein Leseeindruck/Fazit:

In diesem Buch präsentiert die Autorin, nicht nur eine interessante Hotelgeschichte, sondern gewährt auch Einblicke in die Inselwelt mit all ihren Geheimnissen und Intrigen

"Zwischen den Fronten: Wird ein junges Mädchen "Bauernopfer" im Spiel um Geld und Macht" So beginnt der CW Niemeyer Verlag die Kurzbeschreibung des auf der Nordseeinsel Borkum spielenden Romans. Wie man aus dem Einleitungssatz des Verlages und dem Titel bereits erkennen kann, spielen nicht nur die  Hotelgeschichten sondern auch Intrigen um Macht und Reichtum eine Rolle.

                                                                                   ***

Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass ein Roman sich nicht nur um die familiären Probleme handeln muss. In diesem Buch verwebt die Autorin gleich mehrere Handlungsstränge. Da wären die Hotelgeschichten rund um die Gäste, eine leichte Krimihandlung und ganz viel Inselcharme. 
Schon nach den ersten Seiten war ich Urlaubsgast in einen wunderschön detailliert beschriebenen Hotel, dessen weiße Fassade ich fast schon im Sonnenlicht glitzern sah.  Alles wurde so genau beschrieben, als wäre man Zuschauer und nicht Leser. Interessante, feine Kleinigkeiten wurden in die Geschichte eingefügt, so dass neben dem Urlaubsfeeling auch eine gewisse Spannung zu erkennen war. Man spürt in jeder Zeile, dass sich die Autorin auf der Insel sehr genau auskennt und akribisch recherchiert hat. Bei den Protagonisten sticht natürlich Hermine besonders hervor. Sie ist die Hauptakteurin, anfangs noch ein kleines, schüchternes und auch naives Mädchen, später dann ziemlich geradlinig und tough. Aber auch die anderes Protagonisten fügen sich perfekt in die Geschichte ein. Am Ende bleiben ein paar Frage, aber da die Autorin auf eine Fortsetzung hinweist, warte ich nun geduldig ab und freue mich jetzt schon auf weitere Hotelgeschichten und Abenteuer auf Borkum.

Meine Empfehlung für Leser von Familiengeschichten mit Inselfeeling.

Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐⭐


Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram und Facebook Seite würde ich mich sehr freuen. Ihr findet mich dort ebenfalls unter dem Namen Chattys Bücherblog.