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08 Juni 2026

70 - 2026 / Susanne Arnold - Bei Kirmes Mord

 


Der hier vorgestellte Krimi "Bei Kirmes Mord" von Susanne Arnold ist 2026 im KBV Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Die Dorfmusik erklingt – doch der Tod spielt falsch Im beschaulichen Immenberg laufen die Kirmesvorbereitungen auf Hochtouren. Der Musikverein Schöne Töne probt emsig, um seinem Namen bis zum alljährlichen Frühschoppen wieder gerecht zu werden. Doch die streitlustige Dorfbewohnerin Henriette Bachmann will dem Fest wegen angeblich fehlender Genehmigungen den Zapfhahn abdrehen. Das kann Rita, die zweite Vorsitzende der Schönen Töne, natürlich nicht hinnehmen. Als Henriette tot im Bach gefunden wird, gerät Rita schnell ins Visier der Koblenzer Kommissare Deppert und Trottmann. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln und den wahren Mörder zu finden. Zum Glück hat sie gute Freundinnen, die ihr dabei helfen. Doch je tiefer die Frauen graben, umso mehr Verdächtige tauchen auf, die ein Motiv gehabt hätten, Henriette für immer zum Schweigen zu bringen …

Mein Leseeindruck/Fazit:
In Vino Veritas – Spannung und Dorfleben in „Bei Kirmes Mord“

Susanne Arnold entführt uns mit „Bei Kirmes Mord“ in das idyllische Dörfchen Immenberg, wo eigentlich jeder jeden kennt und das Leben beschaulich vor sich hinplätschert. Doch die Ruhe trügt: Henriette sorgt für reichlich Unruhe, immer mit spitzer Zunge und dem Drang, andere bloßzustellen. Die bevorstehende Kirmes wird von allen mit gemischten Gefühlen erwartet. Was wird Henriette diesmal zu meckern haben? Das Unerwartete geschieht jedoch: Henriette taucht nicht auf der Kirmes auf und kurz darauf findet man sie tot.

Nun beginnt ein spannender Dorfkrimi: War es ein Unfall oder steckt ein Mord hinter ihrem Tod? Und wer könnte ein Motiv gehabt haben? Denn scheinbar hat jeder im Dorf einen Grund, Henriette nicht zu vermissen.

Susanne Arnold, bislang bekannt für ihre britischen Cosy Crime Geschichten, wagt mit diesem Roman einen charmanten Ausflug ins Rheinland. Dialekt, lokale Eigenheiten und liebevoll gewählte Namen verleihen dem Buch einen besonderen Flair. Dabei stehen starke Frauen im Mittelpunkt, die mit viel Charakter und Herz das Geschehen prägen. „Bei Kirmes Mord“ ist nicht nur ein Krimi, sondern auch eine warmherzige Erzählung über Dorfgemeinschaft, Zusammenhalt und neue Freundschaften, die durch die tragischen Ereignisse entstehen.

Besonders gelungen: Im Anhang wartet das Rezept für Bäckers Uschis Nussecken – natürlich nicht diese staubigen Varianten, sondern echte Leckerbissen! Ein rundum gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr Abenteuer in Immenberg macht.


Cover:           ⭐⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐


17 August 2023

✒ Rezension (Blaues Blut / Ralf Kramp)

 


Der hier vorgestellte Eifel-Krimi von Ralf Kramp ist der 11. Band der Herbie Feldmann Reihe und 2023 im KBV Verlag erschienen


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3954416110
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch mit 320 Seiten

Inhaltsangabe:

Herbie und Julius rütteln am Stammbaum des Eifeler Landadels Von Anfang an hat Herbie Feldmann ein mulmiges Gefühl, als sein Kumpel Köbes ihn mit einer Ladung Luxus-Küchenmaschinen zweifelhafter Herkunft auf den Hillesheimer Flohmarkt schickt. Als die Polizei auftaucht, kann er sich gerade noch aus der Affäre ziehen und lernt dabei ein Trödler-Ehepaar kennen, das ihm einen Job der besonderen Art anbietet: Im Hellenthaler Land soll er helfen, eine mittelalterliche Burg leerzuräumen. Während er beginnt, Kisten und Kartons zu packen, geben sich Antikhändler, Heimatkundler und Erbschleicher die schmiedeeiserne Klinke in die Hand. Zu Herbies Überraschung ist jedoch Vico von Fahrenfels, der letzte Spross des alten Eifeler Adelsgeschlechts, noch gar nicht verblichen. Einsam und gebrochen trauert er seiner Frau hinterher, die bei einem tragischen Unglück ihr Leben verlor. Doch dieser Autounfall, so ist sich der Graf sicher, war gar keiner. Und ehe sich’s Herbie versieht, ist er bei flackerndem Kerzenschein auf Mördersuche im alten Gemäuer.

Mein Leseeindruck/Fazit:


Für alle Eifelliebhaber und Eierlikörtrinker 

Vorab sei gesagt, dass es sich hierbei um den elften Band der Reihe um Herbie Feldmann handelt.  Das Buch kann gänzlich ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da der Autor Szenen aus der Vergangenheit wiederholt und sie dem Neuling der Reihe somit erklärt und den erfahrenen Leser der Reihe wieder in Erinnerung ruft. Kleine Anspielungen auf die zurückliegenden Fälle sollen natürlich auch den Neuling animieren, die Vorgängerbände zu lesen.

Da es mein erstes Buch des Autors war, und ich somit auch die Reihe bzw. die Vorgängerbände nicht kenne, war der Schreibstil schon etwas speziell. Gerade mit Julius, der imaginären Person, hatte ich so meine Probleme. Möglicherweise aber auch nur, da ich bislang noch nicht so viele Berührungspunkte mit Geistwesen hatte.
Der Autor schreibt lockerleicht, so dass eine gewisse Unterhaltung vorgegeben war. Spannung? Na ja, ich würde sagen, dass diese temporär vorhanden war. 

Witzig fand ich die Hinweise auf die Sendung "Bares für Rares" und dem 80-Euro-Waldi. Wer die Sendung kennt, weiß von wem hier die Rede ist.

In "Blaues Blut" wird der Leser mit dem Eifeler Landadel bekannt gemacht. Alles erscheint glaubwürdig und nachvollziehbar (ausser Julius, siehe oben), bis dann am Ende ... Nein, mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. 


Fazit:  320 Seiten voller Geheimnisse, Irrungen und Wirrungen


Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐



Einen kleinen Hinweis habe ich noch: Ich habe zur Bildbearbeitung ein Programm von textonphoto gewählt. An dieser Stelle vielen Dank an den Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Buchcovers.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram und Facebook Seite würde ich mich sehr freuen. Ihr findet mich dort ebenfalls unter dem Namen Chattys Bücherblog.

22 Juli 2019

✒ Rezension (Schwaben-Hass / Klaus Wanninger)

Liebe Blogleser und Freunde regionaler Krimis,

der vierte Band der Braig und Neundorf Reihe von KLAUS WANNINGER ist am 01.10.2001 als Taschenbuch im KBV VERLAG erschienen und trägt den Titel SCHWABEN-HASS.







Und hier ist meine Rezension dazu: 

02 November 2017

✒ Rezension (Umkehrschuss / Martina Kempff)

Schon zum achten Mal wird MARTINA KEMPFFS eigenwillige Ermittlerin in einen Kriminalfall verwickelt.

Zur Story:


Auf dem Friedhof im Grenzörtchen Kehr liegt eine Leiche. Nicht, wie sich das gehört, ordentlich im Sarg, sondern mitten auf dem Rasen. Mit einem Loch in der Brust. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Niemand kennt den Toten, nichts weist auf seine Identität oder Herkunft hin. Wie kann man ohne jeglichen Hinweis den Täter ermitteln? Doch dann führt die erste Spur ausgerechnet in Katja Kleins Restaurant Einkehr: Im Magen des Toten finden sich Bestandteile des schrägen Menüs vom Vorabend. Wer hat dem schönen jungen Mann die Henkersmahlzeit serviert?
Für Katjas Freund, den belgischen Polizeiinspektor Marcel Langer, ist das Grund genug, die deutsche Polizei mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden zu unterstützen. Schon zum achten Mal wird Martina Kempffs eigenwillige Ermittlerin in einen Kriminalfall verwickelt.
 
Mein Leseeindruck:
 
Sehr ansprechend ist die Karte, die die Kehr darstellt. Die einzelnen Punkte, sei es nun Auf dem Gericht mit dem angedeuteten Galgen oder auch das Zollhaus, lassen auf eine historische Gegend schließen. interessant ist auch die Aufteilung durch die Bundesländer.

Gekonnt arbeitet MARTINA KEMPFF die Liste der Protagonisten in die Ortsbeschreibung von Kehr ein. Denn ja, Kehr gibt es wirklich.
Oh, aber nicht nur das wirkt sehr ansprechend, sondern auch die Rezepte, die unter den Kapitelüberschriften erwähnt werden. Also mal ehrlich, einen Krimi lesen und dabei noch zum kochen inspiriert werden... kann es besseres geben? 😃

Deutlich hebt die Autorin die Zerrissenheit von Ostbelgien hervor. Manche Abschnitte gleichen deshalb auch mehr einer Geschichtsstunde denn eines Krimis, aber lehrreich und unterhaltsam sind die Ausführungen trotzdem.
Allerdings waren mir die Ausführungen über das Deutsch/Belgische Grenzland, die Übernahme der Deutschen usw. schon stellenweise etwas zu ausführlich und langatmig, was aber wohl auch daran lag, dass diese Geschichte immer und immer angesprochen wurde.

Der witzige, locker, leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Man wird nahezu von Kapitel zu Kapitel geschleudert und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Da ich die ganze Zeit mitgerätselt hatte, wer denn nun der Mörder sein, war ich am Ende sehr überrascht. Zusammen mit einem großen Showdown wurde die Lösung präsentiert.

Alle Protagonisten waren hervorragend ausgearbeitet, so dass ich mir schnell ein Bild von ihnen vor mein geistiges Auge zaubern konnte. Ihre Handlungen waren nachvollziehbar und stimmig.


Fazit:

Wie in den bisherigen Bänden der Reihe, so trägt auch dieser Band den Namen jenes Ortes in sich, in dem die Handlung erfolgt. Genau, nämlich Kehr. Bei der Titelvergabe zeigt sich großes kreatives Geschick, was sich auch in der Handlung widerspiegelt. Sehr gekonnt wurden Spuren gelegt, wieder revidiert, neue Informationen gestreut bis endlich.... tja, der grosse Showdown eben.

Ich finde den Krimi zwar wirklich toll, aber 10,95 € für ca. 260 Seiten? Das finde ich schon etwas grenzwertig, zumal die Schrift auch noch sehr groß gehalten ist.


Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier: KBV Verlag

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank der Autorin und dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

31 Juli 2015

✒ Rezension (Galgenhohle / Eva Brhel)


Galgenhohle
von Eva Brhel
erschienen im KBV Verlag
ISBN  978-3-95441-232-7
Taschenbuch 350 Seiten
Erstausgabe: 01.05.2015
Bewertung: ✔✔✔✔✅



2. Fall für Hannah Henker

Klappentext:

Ein tiefer Weg, umsäumt von einer Kathedrale aus Bäumen und Büschen. „Die Galgenhohle“, flüsterte er … Das ist kein Suizid, ist Hannah Henkers erster Gedanke, als sie den erfolgreichen Manager Philipp Waldhoff erhängt im Krankenhaus in Bruchsal findet. Sie kannte den Toten und weiß, dass er im Begriff war, seinen Boss anzuzeigen. Also nimmt sie gemeinsam mit ihrem Team die Ermittlungen auf und stößt auf einen Kollegen Waldhoffs, der ein halbes Jahr zuvor auf den Bahamas ermordet wurde. Auf seine linke Hand hat der Sterbende damals noch ein letztes Wort gekritzelt: Galgenhohle. Noch versteht Hannah diese Botschaft nicht. Sie begreift nicht, was all das mit seltsamen religiösen Ritualen und alten Seilschaften zu tun hat. Sie erkennt nicht, dass sie sich längst in große Gefahr begeben hat.

Meine Meinung:

Schon allein der Name der Protagonistin "Hannah Henker" hat mich sehr neugierig gemacht. Und als ich dann noch gelesen habe, dass der Krimi sozusagen bei mir vor der Haustüre spielt war klar, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen.

Nicht nur, dass ich Örtlichkeiten, Straßenzüge, Gebäude etc. kannte, nein auch der Titel Galgenhohle hatte mir als Fan historischer Romane sofort zugesagt.
Die Autorin beschreibt in ihrem vorliegenden zweiten Krimi, nach Abtsmoor, die Abgründe der Menschheit. Machtspielchen, Intrigen, Skrupellosigkeit. All dieses findet man in dieser Geschichte wieder.

Leider fand ich es stellenweise auch etwas zu langatmig und zäh.

Fazit:

Ein durchaus spannender und lesenswerter Krimi, nicht nur für Kraichgau Bewohner. Übrigens, der Kraichgau wird auch als die badische Toskana bezeichnet. Dann kann es doch nur gut sein, oder??? :-)