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04 Mai 2026

58 - 2026 / Coco Eberhardt - Konstantins Erbe


Das hier vorgestellte Buch "Konstantins Erbe" von Coco Eberhardt ist 2022 bei BookRix erschienen.


Es ist der erste Band der Bestatter Konstantin Schwarz Reihe.


Zum Inhalt:

„Hallo Konstantin, kannst du mal runter kommen? Da wartet eine Frau auf dich. Ihr Mann hat sich heute Nacht erschossen.“ Diese Nachricht bringt Konstantin Schwarz nicht aus der Ruhe. Er ist 32 Jahre alt und musste nach dem Tod seines Vaters mehr oder weniger freiwillig das familiengeführte Bestattungsinstitut in München übernehmen, was er auch mittlerweile halbwegs auf die Reihe bekommt, im Gegensatz zu seinem Leben. Er ist therapieerfahren, bekämpft seine Schlafstörungen gerne mal mit Tabletten, raucht zu viel und immer wieder spricht seine tote Großtante, die zu Lebzeiten Tante Fanny genannt wurde, mit ihm. Der Mann, der sich in der Nacht zu Beginn des Lockdowns erschossen hat und dessen Beerdigung er übernehmen soll, ist der Virologe Henning Kalischek. Als dessen Witwe, die immer noch attraktive Mittvierzigerin Florentina Kalischek, vor ihm sitzt, verlässt er bald die geschäftliche Ebene und befindet sich schneller, als er es begreifen kann, in einem Albtraum aus Lügen, Geheimnissen, seltsamen Verstrickungen und tödlicher Gefahr... Schwester Chrissy und sein unorthodoxer Kumpel Leichen-Franz helfen ihm dabei, aus dem Schlamassel, in den er da unfreiwillig geraten ist, wieder rauszukommen.

Mein Leseeindruck/Fazit:
 Ihr letztes Auto ist immer ein Kombi!

 In „Konstantins Erbe“ entführt uns Coco Eberhardt in eine außergewöhnliche Welt zwischen Leben und Tod, und das mitten in der außergewöhnlichen Corona-Zeit. Im Zentrum steht Konstantin, ein Bestatter mit Ecken und Kanten: Schlaflos,  Kettenraucher und durchaus dem einen oder anderen Gläschen zuzuneigt. Besonders macht ihn jedoch die ständige Begleitung durch die Stimme seiner verstorbenen Tante Fanny, die ihn mal mehr, mal weniger hilfreich durch seinen Alltag begleitet.

Die Handlung nimmt an Fahrt auf, als Konstantin einen ganz besonderen Auftrag erhält, der nicht nur seine Arbeit, sondern sein ganzes Leben gehörig durcheinanderbringt. Dabei schafft es die Autorin meisterhaft, das beklemmende Gefühl der Pandemie mit ihren Masken und Ausgangssperren in die Geschichte einzubauen ohne dass es je schwerfällig oder zu ernst wirkt. Stattdessen verbindet Coco Eberhardt geschickt absurde, fast schon bizarre Situationen mit humorvollen Momenten, die das Lesen zu einem echten Vergnügen machen.

Die Charaktere wirken dabei authentisch und lebendig. Konstantin ist kein typischer Held, eher ein Mensch mit Macken und Schwächen, was ihn umso sympathischer macht. Manchmal etwas überdreht, aber eben genau dadurch so richtig nah am Leben.

„Konstantins Erbe“ ist somit viel mehr als nur eine Geschichte über einen Bestatter. Es ist ein Spiegelbild einer besonderen Zeit mit all ihren skurrilen und ernsten Facetten, erzählt in einem unterhaltsamen, flüssigen Stil, der niemals langweilig wird. Wer auf schräge Charaktere und überraschende Wendungen steht, findet hier definitiv eine neue Lieblingskrimireihe.


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐

07 März 2016

✒ Rezension (Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit / Britta Keller)


- Klappentext -

Die langjährigen Freunde Andrew und Brian aus Edinburgh erhalten von der neuen Geschichtslehrerin, die ihnen sehr geheimnisvoll erscheint, einen Auftrag über eine Semesterarbeit. Sie suchen nach ihrer Empfehlung in der Bibliothek Bücher über das Mittelalter. Sie finden auch ein rotes Buch, das unterwegs seinen Titel wechselt. Es verspricht ein Abenteuer. Mit Jillian, Andrews jüngerer Schwester, erleben die beiden darauf die Geschichte näher, als ihnen lieb ist. Findet Jillian dabei endlich den Mut, ihrem geheimen Schwarm Brian näher zu kommen? Können die drei wieder zurückkehren? Wen treffen sie in der Vergangenheit?


- Mein Leseeindruck -

Hui....was war das denn? Erste Schreibversuche? Aber ich beginne mal von vorn.

Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich sehr gerne Zeitreisen Romane lese. Ich bin im Laufe der Jahre ein echter Fan davon geworden, da ich mich gerne gedanklich in eine andere Zeit "beamen" lasse. Leider erlebt der erfahrene Leser es immer öfter, dass Neu- oder Jungautoren sich an "den Großen" messen wollen und ihre Gedanken ebenfalls zu einer Geschichte formen. Das Geld für Lektorat und Korrektorat wird dann leider gespart. In dem vorliegenden Buch scheint es nun wieder so ein Fall zu sein.

Eigentlich ein toller Grundgedanke der Geschichte, nur leider schlecht umgesetzt. Vielleicht hätte hier ein Lektorat weiter geholfen. Die Sätze klingen sehr holprig und unausgereift. Es ist der Gedanke der Autorin zu erkennen, jedoch schafft sie es nicht, diese Gedanken in Worten zu fassen. Immer wieder trifft man auf kurze, abgehackte Sätze, die zudem auch unlogisch oder verworren sind. Wie bereits geschrieben, der Gedanke der Autorin ist erkennbar, jedoch nicht umgesetzt.

Die Protagonisten blieben für mich die ganze Zeit über sehr blass. Es wurden sehr wenig über die jeweiligen Charakteren ausgesagt, so dass ich keinerlei Bezug zu ihnen finden konnte.

- FAZIT -

Ich würde vorschlagen, dass vor einer weiteren Neuauflage, die gesamte Geschichte nochmals neu überdacht und umgeschrieben werden sollte. Auch im Hinblick darauf, dass eine Geschichte, einen Anfang und ein Ende hat. Einen Anfang, um den Leser langsam mit den Protagonisten vertraut zu machen und zur Geschichte zu führen. Aber auch ein Ende, um alles abzurunden.
Auf mich wirkte dieses Buch lediglich wie ein Schreibversuch, aber nicht als ernst zunehmendes Buch.
 


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit
  • Originaltitel: Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit
  • Autor: Britta Keller
  • Verlag: BookRix
  • Ausgabe: ebook
  • Genre: Jugendroman
  • Seitenzahl: 144 Seiten
  • ISBN: 978-37378629248
  • Erscheinung: Januar 2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -