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09 Dezember 2024

✒ Rezension (Die Toten von Marnow / Holger Karsten Schmidt)

  Fazit: 480 Seiten voller Spannung und Action


 Das hier vorgestellte Buch  "Die Toten von Marnow" von Holger Karsten Schmidt ist im Oktober 2024 im KiWi Verlag erschienen.  Es ist der Reihenauftakt um Lona Mendt und Frank Elling.



Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 978-3462007817  
Sprache: Deutsch
Ausgabe:  TB mit 480 Seiten
Erscheinungstermin:  10.10.2024

Dieses Buch habe ich von durch Netgalley erhalten.  Meine Bewertung hat keinen Einfluss auf den Erhalt des Buches oder Weitere des Verlages.


Zum Inhalt:

Je weiter Elling, der treu sorgende Familienvater, der auf recht großem Fuß lebt, und Mendt, die Unnahbare, die in ihrem Wohnmobil geheimnisvolle Besuche empfängt, in ihren Ermittlungen kommen, desto größer werden die Hindernisse, die sie überwinden müssen. Und desto häufiger lassen sie sich selbst zu moralisch fragwürdigen Handlungen hinreißen. So zwingen die Ereignisse Frank Elling und Lona Mendt, einander blind zu vertrauen – nicht zuletzt, um ihre eigene Haut zu retten.

Mein Leseeindruck/Fazit:


In diesem Buch präsentiert der Autor, Holger Karsten Schmidt, seinen Reihenauftakt um die beiden Ermittler Lona und Frank. Die Serie wurde bereits für das ARD verfilmt.


                                                                     ***

Es war dieses düstere Cover, das mich dazu verleitet hatte, mich mit dem Krimi näher beschäftigen zu wollen. Ein Krimi, oder doch ein Thriller? Die Inhaltsangabe ließ auf viel Spannung hoffen.

Diese Hoffnung wurde absolut erfüllt. die düstere Atmosphäre des Covers begleitet den Leser durch die Seiten, ebenso die actionreichen Abschnitte, die den Spannungsbogen immer wieder aufrecht erhalten und die Neugier auf das Wer und Warum stets in den Vordergrund stellt. Die Einblicke in das Privatleben der sehr unterschiedlichen Ermittler, sind sehr gut ausgearbeitet und platziert. Auch die detaillierten Beschreibungen lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Lesen Zeit und Raum vergessen lassen kann. 
Der Autor zeigt viel Empathie bei seinen Protagonisten und durch den bildhaften Schreibstil fällt es dem Leser leicht, sich in die Gedanken der Ermittler einzufinden und Handlungen nachvollziehbar zu machen. 
Der Krimi hat mich sehr gut unterhalten, so dass ich nun schon sehr gespannt auf die Fortsetzung bin, die bereits erschienen ist.

Meine Empfehlung für Leser von Krimis mit viel Action.

Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐⭐


Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram und Facebook Seite würde ich mich sehr freuen. Ihr findet mich dort ebenfalls unter dem Namen Chattys Bücherblog.

28 Februar 2022

✒ Rezension (Gezeitenmord / Dennis Jürgensen)

 


Gezeitenmord ist der erste Band der Reihe um das Deutsch-Dänische Ermittlerteam "Lykke Teit und Rudolph Lehmann von Dennis Jürgensen. Die Reihe startete im März 2022 im KiWi Verlag. 


Allgemeines:
Deutsche Erstveröffentlichung: 10.03.2022 als TB mit 336 Seiten
ISBN: 978-3462002416 für 16,00 €  
und am 01.02.2022 als ebook für 4,99 €
Originaltitel: Mand uden ansigt
Übersetzt durch: Ulrich Sonnenberg
Der Termin für die Erscheinung des deutschen Fortsetzungsbands ist noch nicht bekannt. 


Klappentext:

Bei einem Spaziergang im Watt machen der Lehrer Lasse und sein elfjähriger Schüler Villads im dichten Nebel einen grausamen Fund: Im festen Sand des Meeresgrundes steckt die Leiche eines Mannes. 

Es ist Lykke Teits erster eigener Fall – endlich darf sie die Ermittlungen in einem Mordfall leiten. Dass sie den Toten kannte und er sich verfolgt fühlte, verschweigt sie. Da die Leiche im Watt auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland gefunden wurde, wird ihr Rudi Lehmann aus Flensburg zur Seite gestellt. Die beiden sehr ungleichen Ermittler verstehen sich auf Anhieb. Ihre Untersuchungen konzentrieren sich auf das kleine Dorf Melum, in dem jeder jeden kennt. Lykke und Rudi ermitteln nicht nur in diesem Mordfall: Villads ist seit dem Fund der Leiche spurlos verschwunden. Es ist nicht das erste vermisste Kind im Dorf. Wer weiß was? Und konnte sich Villads wie sein Lehrer vor der einsetzenden Flut an Land retten?

Die neue Reihe um die beiden sympathischen Ermittlerfiguren beginnt so spannend, dass man diesem Roman bereits mit der ersten Seite rettungslos verfällt. Reinlesen und nicht mehr aufhören können.


Mein Leseeindruck / Fazit:

Das Cover zeigt einen Strand bzw. deutet die Gezeiten an. Die Farbgestaltung ist ansprechend, hätte aber meiner Meinung nach auch gerne etwas heller und somit ansprechender sein dürfen. Aufgrund der Farbgestaltung, wird das Cover in der Vielzahl der Krimi/Thriller nicht unbedingt wahrgenommen. (Was sehr schade wäre)

Der Deutsch-Dänische Krimi startet direkt mit dem ersten Kapitel, also ohne Einführung oder Prolog. Obwohl ich skandinavischen Krimis etwas verhalten gegenüberstehe, war ich sofort im Geschehen. In jedem Satz war eine Spannung zwischen den Zeilen spürbar. Ein gewisses Kribbeln lag die ganze Zeit über in der Luft. 

Die beiden Ermittler harmonieren perfekt miteinander und obwohl der Fall Länderübergreifend ist, scheinen die beiden keine Probleme mit Kompetenzgerangel zu haben. Ganz nebenbei erfährt der deutsche Leser auch noch ein bisschen etwas über Dänemark, die Essensgewohnheiten etc.

Fazit:

Mit dem Reihenauftakt "Gezeitenmord" startet der Autor eine spannende Krimireihe mit einem deutsch-dänischen Ermittlerteam. Schon im ersten Satz ist eine gewisse Spannung zu spüren, die sich dann auch über die kompletten 336 Seiten fortsetzt. Die beiden Ermittler glänzen durch ihre Kompetenz, ohne jedoch dem Anderen diese absprechen zu wollen. Spannung und gute Unterhaltung ziehen sich durch den Krimi, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ich würde mich über eine baldige Fortsetzung sehr freuen.


Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐⭐


Einen kleinen Hinweis habe ich noch: Ich habe zur Bildbearbeitung ein Foto von Pixabay gewählt. An dieser Stelle, vielen Dank an Pixabay für die kostenlosen Fotos und dem Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Buchcovers.

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25 Februar 2021

✒ Rezension (Kim Jiyoung, geboren 1982 / Cho Nam-Joo)



Jiyoung, geboren 1982 von Nam-Joo Cho ist im Februar 2021 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen.



Über die Autorin (lt. Verlag):

Cho Nam-Joo war neun Jahre lang als Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Ihr Roman »Kim Jiyoung, geboren 1982« hat sich weltweit über zwei Millionen Mal verkauft und wurde bereits erfolgreich verfilmt. Sie lebt in Korea.



Über das Buch (lt. Verlag):

Cho Nam-Joo hat mit ihrem Roman einen internationalen Bestseller geschrieben. Ihre minimalistische und doch messerscharfe Prosa hat nicht nur viele Leserinnen weltweit begeistert, sondern auch Massenproteste in Korea ausgelöst. In einer kleinen Wohnung am Rande der Metropole Seoul lebt Kim Jiyoung. Die Mitdreißigerin hat erst kürzlich ihren Job aufgegeben, um sich um ihr Baby zu kümmern – wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Doch schon bald zeigt sie seltsame Symptome: Jiyoungs Persönlichkeit scheint sich aufzuspalten, denn die schlüpft in die Rollen ihr bekannter Frauen. Als die Psychose sich verschlimmert, schickt sie ihr unglücklicher Ehemann zu einem Psychiater. Nüchtern erzählt eben dieser Psychiater Jiyoungs Leben nach, ein Leben bestimmt von Frustration und Unterwerfung. Ihr Verhalten wird stets von den männlichen Figuren um sie herum überwacht – von Grundschullehrern, die strenge Uniformen für Mädchen durchsetzen; von Arbeitskollegen, die eine versteckte Kamera in der Damentoilette installieren und die Fotos ins Internet stellen. In den Augen ihres Vaters ist es Jiyoung’s Schuld, dass Männer sie spät in der Nacht belästigen; in den Augen ihres Mannes ist es Jiyoung’s Pflicht, ihre Karriere aufzugeben, um sich um ihn und ihr Kind zu kümmern. »Kim Jiyoung, geboren 1982« zeigt das schmerzhaft gewöhnliche Leben einer Frau in Korea und gleichzeitig deckt es eine Alltagsmisogynie auf, die jeder Frau – egal, wo auf der Welt – nur allzu bekannt vorkommt.


Allgemeines:

Erschienen am 11.02.2021 als HC mit 208 Seiten für 18,00 € und 
als ebook für 14,99 €
aus dem koreanischen übersetzt von Ki-Hyang Lee


Mein Leseeindruck:

Äußerlich betrachtet besticht das Buch durch seinen durchdringenden Rotton. Das Cover möchte auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregen.

Kommen wir zum Inhalt und damit auch zum ersten bzw. dem Einleitungssatz: "Kim Jiyoung ist 33 Jahre alt, 34 nach koreanischer Zählung, denn in Korea gilt ein Kind in seinem Geburtsjahr bereits als einjährig und wird am darauffolgenden Neujahrstag zwei."
In den folgenden Kapiteln beschreibt die Autorin sehr eindrucksvoll, mit welchen Schwierigkeiten eine junge Frau in Korea zu rechnen hat. 
Der Roman beleuchtet die Vergangenheit von Jiyoung bis hin zum Druck bei der Geburt unbedingt einen Sohn gebären zu müssen. Sehr deutlich wird die Rollenverteilung im Land erörtert und ich, als Leser, kam oft aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ein Land, das eigentlich als technisch fortschrittlich gilt, zeigt sich hier von erstaunlicher Borniertheit und man spürt, wie die Regierung die Bildung der Menschen klein hält. Die Ungerechtigkeit die in diesem Roman verdeutlicht wird, lässt mich oft fassungslos zurück.


Fazit:

Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-Joo Cho ist ein gesellschaftlich kritischer Roman, die in gewisser Weise mit der Politik des Landes abrechnen. Anhand der jungen Frau Jiyoung erhält der Leser Einblicke in die Ungerechtigkeiten und anderen Sicht- und Handlungsweisen. Auf über 200 Seiten schafft die Autorin eine Atmosphäre, die den Leser erstaunt, verärgert aber auch ratlos zurücklässt. Ich fühlte mich durchgängig gut unterhalten, wenngleich es kein Unterhaltungsroman ist.


Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐


Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach meinen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram Seite würde ich mich sehr freuen. Du findest mich dort ebenfalls unter Chattys Bücherblog.

Weitere Informationen zum Buch und Verlag findest du hier.

19 August 2019

✒ Rezension (Lost in Fuseta: Spur der Schatten / Gil Ribeiro)

Liebe Blogleser und Freunde spannender Kriminalreihen,

der zweite Band der Leander Lost Reihe von GIL RIBEIRO ist am 12.04.2019 als Taschenbuch im KIEPENHEUR & WITSCH VERLAG erschienen und trägt den Titel SPUR DER SCHATTEN.


Bildrechte beim Verlag
 
 
Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte?
 
Also mal ehrlich, wer kann diesem Cover schon widerstehen?! Strahlend blauer Himmel, weiße Hausfassaden...Urlaub und Erholung pur! Aber da ich bereits den ersten Band der Leander Lost Reihe gelesen hatte, wußte ich, dass dieser Schein auch trügen kann. Ich war gespannt, welchem Abenteuer sich der autistische, deutsche Kommissar dieses Mal in Portugal stellen musste.
 

Und hier ist meine Rezension dazu: 

02 August 2019

✒ Rezension (Der Zopf meiner Großmutter / Alina Bronsky)

Liebe Blogleser und Freunde außergewöhnlicher Romane,

nachdem die Autorin ALINA BRONSKY mit ihren außergewöhnlichen und berührenden Romanen einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat, ist nun ihr neues Werk am 09.05.2019 als Hardcover beim KIEPENHEUER & WITSCH VERLAG erschienen und trägt den Titel DER ZOPF MEINER GROßMUTTER.


Bildrechte beim Verlag
Und hier ist meine Rezension dazu: 

06 Juni 2019

✒ Rezension (Schneewittchensarg / Vossen & Danielsson)

Liebe Blogleser und Freunde spannender Krimireihen,


das inzwischen 7. Band der Nyström und Forss Reihe von ROMAN VOSSEN und KERSTIN SIGNE DANIELSSON  ist am 6. Juni 2019 mit dem Titel SCHNEEWITTCHENSARG als Taschenbuch im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen.


Bildrechte beim Verlag

 
Warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte?
 
Ich hatte schon vieles über diese Reihe gelesen und wollte mich nun von der Handlung und dem Schreibstil überzeugen. Zudem hatten mir der Titel und auch das Cover mit der Libelle und dem blauen Hintergrund neugierig gemacht.
 

 
Und hier ist meine Rezension dazu: 
 

04 Oktober 2018

✒ Rezension (Alchimie einer Mordnacht / Benjamin Black)

Liebe Blogger und Freunde historischer Kriminalromane,

heute darf ich euch das Buch ALCHIMIE EINER MORDNACHT vorstellen. Ein durchaus
interessanter Krimi um den exzentrischen Kaiser Rudolf II.

Solltet ihr neugierig geworden sein, dürft ihr hier gerne weiterlesen.

23 Mai 2018

✒ Rezension (Lost in Fuseta / Gil Ribeiro)

  
Bildrechte beim Verlag

 

    Titel: Lost in Fuseta
    Reihe: Leander Lost - Band 1
    Autor: Gil Ribeiro
    erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 400 Seiten 
    ISBN 978-3-462-04887-2   
    Erscheinung: 31. März 2017
    hier geht es zur Leseprobe - klick








Lesen heißt durch fremde Hand träumen. (Fernando Pessoa)

21 Oktober 2017

✒ Rezension (Tod im Schärengarten / Viveca Sten)

Bildrechte beim Verlag



 Titel: Tod im Schärengarten
 Autor: Viveca Sten

 Verlag: Kiepenheuer & Witsch
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 368 Seiten 
 ISBN  978-3-462-04302-0

 Erschienen am: 18.04.2011
 Leseprobe: hier









»Viveca Sten hat ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, das es keiner brutalen Szenen bedarf, um einen spannenden Roman zu schreiben.«
Oberösterreichische Nachrichten


Klappentext:

Konzentrierte Spannung vor dem Start zur berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln. Alle erwarten, dass das neue Boot von Oscar Juliander vorne liegen wird – doch fällt es gleich nach dem Startschuss zurück. Juliander, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft, ist erschossen worden – zeitgleich mit dem Startschuss und vor den Augen des  Regattapublikums.

Kommissar Thomas Andreasson hatte sich darauf gefreut, bei der bekannten Segelregatta hautnah dabei zu sein – doch nun ist er Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen führen ihn ins Milieu der Vornehmen und Reichen, der Yachtbesitzer und Adeligen. Warum musste Juliander sterben? Motive gibt es zuhauf: Juliander betrog seine Ehefrau, er düpierte seine Partner und spielte mit Mandanten Katz und Maus.  Während sich Thomas an der vornehmen Gesellschaft die Zähne ausbeißt und auch privat nicht alles rund läuft, hat Nora, seine Freundin aus Kindertagen,  andere Probleme: Sie möchte das gerade ererbte Haus auf Sandhamn behalten, das ihr Mann unbedingt verkaufen will. Während ihre Ehe zu zerbrechen droht, geschieht ein neuer Mord...


Die Frauenstimme auf Funkkanal sechzehn zählte langsam rückwärts. (1. Satz)


Mein Leseeindruck:

Da ich mit dem ersten Band so meine Probleme hatte, wollte ich der Reihe aber nun doch nochmal eine Chance geben. Sehr gelungen nimmt VIVENCA STEN immer wieder Bezug auf den Vorgängerband, jedoch ohne zuviel Vorkenntnisse zu verlangen. Kleine Hinweise werden gesetzt, die jedoch auch ohne den ersten Band zu kennen, durchaus verstanden werden. Für den Kenner des ersten Bandes sind es kleine Wiederholungen, um nochmals an die Protagonisten zu erinnern, oder auch den zurückliegenden Fall.

Wer hier einen blutrünstigen Krimi erwartet, wird leider etwas enttäuscht werden. VIVENCA STEN schreibt eher ruhig, aber nicht ohne Spannung, nur eben, dass kein Blut fließt.
Auch das Privatleben der Ermittler, Nora und Thomas, kommt nicht zu kurz. Die Freundschaft zwischen den beiden wird sehr deutlich, überlagert aber nicht die Geschichte.

Man spürt, dass VIVENCA STEN sich im Bereich des Segeln auskennt und viel Wissen mit in die Story legt. So bringt sie zum Beispiel dem Leser Luv und Lee nahe, ohne schulmeisterlich zu wirken.

Durch die vielen Irrungen und Wirrungen wird das Lesen zum Genuss und der TOD IM SCHÄRENGARTEN wird zu einem spannenden Leseerlebnis. Mich hat es jedenfalls so begeistert, dass ich mir unbedingt auch den Nachfolgeband zulegen möchte.  Im Gegensatz zu Band 1, fand ich diese Fortsetzung absolut gelungen.

Spannung: 📖 📖 📖 📖       Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

17 Juni 2016

✒ Rezension (Der Kaffeedieb / Tom Hillenbrand)

Hier geht es zur Verlagsseite - klick

- Mein Leseeindruck -

Zugegeben, ich bin ein Kaffeegenießer, deshalb ist mir wohl auch dieses Buch sofort ins Auge gestoßen. Oder lag es doch am Cover, auf dem es unendlich viel zu sehen und erkennen gibt? Sehr schön wird eine Schiffsszene dargestellt, die den Leser schon etwas in das Kommende einstimmt.

Das Kommende? Na ja, wie sollte es anders bei dem Titel auch sein, geht es natürlich um Kaffee.
Wir versetzen uns in die Zeit um das 17. Jahrhundert. Kahve ist gerade erst richtig in Mode gekommen. Aufgrund des Klimas gibt es jedoch nur bestimmt Regionen in denen die Pflanze richtig wachsen kann.
Obediah, der seinen Lebensunterhalb mit Diebstählen bestreitet landet in einem Gefängnis und lässt sich dort von der Ostindien-Kompanie anwerben, um die Kaffeepflanzen den Osmanen zu stehlen. Er gerät dabei in unliebsame Gefilde und hat einige Abenteuer und Gefahren zu bestreiten. Und am Ende ....

Na ja, dieses Ende erzähle ich jetzt nicht. Es soll ja spannend bleiben.

Tja, und da wäre ich auch schon bei meiner ersten und dringlichsten Kritik: Die Spannung. Es ist eine durchaus nette Geschichte, mit allerlei historischer Begebenheiten, aber leider ist die Spannung etwas auf der Strecke geblieben.
Ein durchaus netter Abenteuerroman mit historischem Hintergrund erwartet den Leser auf den fast 500 Seiten.

Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte,  stolperte ich immer wieder über sehr langatmige und ausschweifende Szenen, die den Lesegenuss bzw. - spaß doch sehr getrübt haben.
Aufgrund der vielen Nebenstränge, blieb meines Erachtens die Hauptgeschichte - der Diebstahl - leider etwas auf der Strecke. Schade, denn genau hierauf hatte ich mich am meisten gefreut.

Sehr schön fand ich allerdings die farbigen Karten zu Beginn und am Ende des Buches.

Abschließend kann ich nun sagen, dass mich das Buch bzw. die Geschichte etwas enttäuscht hat. Ich liebe historische Romane, aber ein bisschen mehr Struktur und die Eine oder Andere spannende Szene hätte diesem Buch bestimmt sehr gut getan.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Kaffeedieb
  • Autor: Tom Hillenbrand
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
  • Genre: historischer Roman
  • Seitenzahl: 480Seiten
  • ISBN: 978-3-462-04851-3
  • Erscheinung: 10. März 2016


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