Der hier vorgestellte Krimi "Nur ein Sterbenswort" von Britt Reissmann ist 2025 im Saga Egmont Verlag erschienen.
Zum Inhalt:
Wenn Gewalt unsichtbare Narben hinterlässt … Ihr erster Fall in Stuttgart bringt die Stralsunder Kommissarin Meike Masur an ihre Grenzen: Die Theaterstudentin Katie liegt stranguliert in ihrer Wohnung – eine intime Form von Gewalt, doch es gibt keinen Hinweis auf den Täter. Ihre Ermittlungen führen Meike ans Set einer erfolgreichen Serie, in der Katies Rolle hart umkämpft schien. In der ersten Staffel war sie noch durch eine andere Studentin besetzt, die aber zu alldem schweigt. Hat es etwas mit dem Unidozenten zu tun, der angeblich für gefragte Rollen gewisse Gefälligkeiten erwartete? Bald verhärtet sich allerdings Meikes Verdacht, dass die Frauen gar nicht wissen, was mit ihnen geschah – und wer anzuklagen ist. Die Kommissarin muss einen Balanceakt wagen, auch mit dem zuständigen Staatsanwalt …
Mit „NUR EIN STERBENSWORT“ entführt uns Britta Reissmann in die pulsierende Landeshauptstadt Stuttgart – ein Schauplatz, der dem Krimi eine authentische und lebendige Atmosphäre verleiht. Die Protagonistin Meike Masur, frisch von Stralsund nach Stuttgart gezogen, steht nicht nur vor der Herausforderung, sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden, sondern auch mit der eigenwilligen Mentalität und der schwäbischen Mundart klarzukommen. Diese kleinen kulturellen Hürden geben dem Plot einen sympathischen, oft humorvollen Unterton und machen Meikes Figur besonders greifbar.
Der erste Fall, den Meike übernimmt, stellt sie auf eine harte Probe: Eine junge Schauspielstudentin wird brutal erwürgt aufgefunden. Von Anfang an spürt man die beklemmende Spannung, die sich durch die Suche nach Täter und Motiv zieht. Besonders gelungen ist es der Autorin, aktuelle Themen wie Netflix-Serien und sogar das Münchhausen-Syndrom geschickt in die Handlung einzuflechten. Diese Elemente wirken niemals aufgesetzt, sondern fügen sich nahtlos in die Story ein und erhöhen die Spannung auf faszinierende Weise.
Britta Reissmanns Schreibstil zeichnet sich dadurch aus, dass er die einzelnen Szenen lebendig und authentisch erscheinen lässt. Die Emotionen der Figuren sind spürbar nah, was es dem Leser schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. „NUR EIN STERBENSWORT“ ist somit nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein unterhaltsames Leseerlebnis, das auf eine Fortsetzung regelrecht hoffen lässt. Wer Lust auf eine packende Mischung aus nervenaufreibendem Thriller und charmanten Alltagsbeobachtungen hat, kommt hier voll auf seine Kosten.
Cover: ⭐⭐⭐⭐⭐
Erzählstil: ⭐⭐⭐⭐⭐
Handlung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐