Montag, 16. Juli 2018

68/2018: Römermaske (Simone Dorra)

Mit Römermaske lässt die Autorin Simone Dorra den neigschmeckten Kommissar in seinem zweiten Fall ermitteln.

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    Titel: Römermaske
    Reihe: Malte Jacobsen (2)
    Autor: Simone Dorra
    erschienen im Silberburg Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 312 Seiten 
    ISBN 978-3-8425-2087-5

    Erscheinung: 29. Mai 2018
 
 
 
 
 
 
Zum Inhalt:
 
Als Kommissar Malte Jacobsen das römische Ostkastell in Welzheim besichtigt, stolpert er geradewegs in seinen nächsten Mordfall: Im Kastellbrunnen wurde eine Leiche vergraben. Jacobsen und seine Kollegin bekommen es mit zwei Römervereinen zu tun, die sich nicht grün sind, und mit einem Sensationsfund, einer römischen Helmmaske. Es stellt sich heraus, dass der Tote der Experte war, der die Echtheit des Fundes bestätigt hatte …
 
Mein Leseeindruck:
 
Nachdem ich kürzlich den ersten Band "Nachtruhe" gelesen hatte, wollte ich nun unbedingt wissen, ob sich Malte schon im Schwäbischen eingelebt hatte. Wohnte er noch bei seiner Schwester? Hatte sich womöglich mit seiner Kollegin ein Techtelmechtel ergeben? Nun, wie dem auch sei.... ich war gespannt.

Mit Erstaunen habe ich dann von Lukas gelesen. Dachte ich doch eigentlich, dass seine Rolle mit dem ersten Band erledigt war, so tauchte er hier wieder auf. Wenngleich ich auch nicht verstanden hatte, weshalb er mit Malte zum Römerkastell fahren wollte. Er schien nicht das Bedürfnis zu haben, mit Malte sprechen zu wollen, sondern ist dort eher seinen eigenen Weg gegangen. Seltsam! Immer wieder pirscht er sich so ein bisschen an Malte ran. Ich habe mir oft die Frage gestellt, ob er vielleicht im Kommissar einen Vaterersatz erhofft. 

Da ich ein großer Fan von historischen Festen bin, fand ich das Thema "Römertage" natürlich sehr spannend. Schade, dass es dieses Fest aus Kostengründen nicht mehr gut. So geht viel Kultur, Wissen und Spaß verloren. Sollten die Römertage doch irgendwann mal wieder stattfinden, liebe Weilheimer, sagt mir bitte Bescheid. Ich möchte es mir auf keinen Fall entgehen lassen.


Lesespaß oder Lesefrust:
 
Ein toller Krimi mit einem interessanten Thema, sehr ansprechender Handlung, stimmigen Protagonisten und viel Lokalkolorit. Ein Krimi, der einfach Spaß macht.
Ich bitte um eine schnelle Fortsetzung!
 
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Vielen Dank an #SimoneDorra, dem #SilberburgVerlag und #lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die Durchführung der Leserunde.
 
 

Freitag, 6. Juli 2018

67/2018: Nachtruhe von Simone Dorra

Mit NACHTRUHE startet SIMONE DORRA die neue Baden-Württemberg Krimi Reihe mit Malte Jacobsen.

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Titel: Nachtruhe             
Reihe: Malte Jacobsen (1)
Autor: Simone Dorra
   
erschienen im SIlberburg Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Krimi
Seitenzahl: 256 Seiten 
ISBN 978-3-8425-1430-0
Erscheinung: 1. Okt. 2015







Es war genau 11.0 Uhr an einem wolkenverhangenen Samstagmorgen in Hamburg, als Kriminalhauptkommissar Malte Jacobsen das Mädchen im Seitenspiegel sah. (1. Satz)

Zum Inhalt:

Das Leben des Hamburger Kriminalkommissars Malte Jacobsen steht kopf: Nach einem schwierigen Fall wird er wegen Burnouts »zur Erholung« versetzt – ausgerechnet ins schwäbische Waiblingen. Kaum angekommen, muss er sich um einen neuen Fall kümmern: Der Leiter eines kleinen Backnanger Pfadfinderbundes wurde beim Zeltlager an einem Baum erhängt aufgefunden. Schnell ist klar: Das war kein Suizid, sondern Mord!Gemeinsam mit seiner neuen, attraktiven Kollegin beginnt Jacobsen zu ermitteln, aber er findet niemanden, der einen Groll gegen den scheinbar perfekten, allseits geliebten und geachteten Ehemann, Familienvater und Pfadfinder gehegt hätte. Dann wird eine 14-jährige Pfadfinderin aus derselben Gruppe tot aufgefunden. Ob die Fälle zusammenhängen? Hartnäckig kratzt Jacobsen am glänzenden Renommee des ersten Opfers. Und obwohl Erinnerungen an seinen letzten, verstörenden Fall aufbrechen, dringt er unerbittlich vor in ein verzwicktes Labyrinth voller alter und neuer schrecklicher Geheimnisse und tragischer Missverständnisse …

Mein Leseeindruck:

Ich liebe regionale Krimis, und wenn sie dann auch noch aus meiner Gegend kommen, kann meistens auch nicht mehr schief gehen. Auch im vorliegenden Krimi lässt sich einiges an Lokalkolorit finden. Da wäre zum Einen die dialektische Sätzen. Obwohl ich diesen Dialekt tagtäglich höre, finde ich es immer wieder seltsam, ihn zu lesen. Es sieht geschrieben so unwirklich aus. Aber bei Schwierigkeiten kann man ja die Sätze vorlesen. Denn oft wird es beim Hören etwas einfacher. Wie dem auch sei, ich habe dieses Problem nicht und konnte mich direkt in den Krimi fallen lassen und mit auf Ermittlungssuche gehen.

Sehr interessiert habe ich die Ausführungen über die Pfadfinder gelesen. War die Autorin selbst bei den Pfadfindern? Oder kann all das Wissen wirklich nur angelesen sein? Wie dem auch sei, ich fand es sehr spannend und habe mit Erstaunen gesehen, dass es in meinem Wohnort ebenfalls eine Pfadfinder Gruppe gibt. "Den Stamm VCP Landstreicher" und den "Pfadfinder Stamm Askola".

Die Autorin hatte es geschafft, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hoch zu halten. Der Spannungsbogen war somit durchgängig gegeben. Durch die sehr interessante Spurensuche, in der immer wieder kleine Details zum Vorschein kamen, wurde es in der Story nie langatmig.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken.
Das Cover zeigt die Schlinge, die hervorragend zur Story gewählt wurde. Sehr stimmig, auch von der Farbgestaltung. Der Klappentext macht neugierig. Er verrät nicht zuviel oder zuwenig, gerade so, dass man unbedingt mal in dem Buch blättern möchte und schwupps...schon hängt man in der Geschichte fest.

Lesespaß oder Lesefrust?

Für mich war es Lesegenuß pur, insofern auch Lesespaß. Ich habe einiges über die Pfadfinder gelernt und konnte auch mitraten, da die wahren Motive bis zum Schluß im Unklaren blieben. Zwar war der Täter bekannt, aber wie und weshalb sich alles so zugetragen hatte, wurde erst im Laufe der zweiten Hälfte des Krimis klar.
Spannung auf 256 Seiten und das für 9,90 €, da kann man nichts falsch machen.
Einen Tipp möchte ich dennoch geben. Liebe Leser, lasst euch nicht von dem Titel "Nachtruhe" blenden. Es geht keinesfalls ruhig zu. Und nachts würde ich ihn auch nicht lesen, da ihr ansonsten eine ziemlich schlaflose Nacht haben werdet.

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Donnerstag, 5. Juli 2018

66/2018: Die Frauen am Fluss (Katherine Webb)

In Die Frauen am Fluss beschreibt Katherine Webb drei Frauen, die allesamt das große Glück finden wollen.
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    Titel: Die Frauen am Fluss      
    Reihe:    -
    Autor: Katherine Webb

    erschienen im Diana Verlag
    Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 496 Seiten 
    ISBN 978-3-453-29207-9 
    Erscheinung: 14. Mai 2018
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zum Inhalt:
 
England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.
 
Mein Leseeindruck:
 
Am Anfang hatte ich große Probleme mich mit den vielen Namen zurecht zu finden, was wohl hauptsächlich daran lag, dass die einzelnen Szenen ineinander übergehen. Hier hätte ich mich eine Trennung bzw. Kennzeichnung gewünscht. Sei es durch einen Absatz, oder auch nur durch eine neue Zeile. Erst so nach und nach kristallisierte sich heraus, um wen es hier hauptsächlich ging und was nur Nebenschauplätze waren.

Eindrucksvoll fand ich die Beschreibungen der Papierfabrik bzw. die Herstellung des Papiers. Hierzu scheint die Autorin wirklich gut recherchiert zu haben.

Insgesamt fand ich die Protagonisten, speziell die weiblichen, sehr gut und detailliert charakterisiert. Sie hatten alle ihren gewissen Charme und wirkten an manchen Stellen sehr natürlich und ihre Handlungen nachvollziehbar. Witzig fand ich den Namen einer Protagonistin: Pudding. Ganz ehrlich, ich hatte diesen Namen noch nie bei einer Person gehört. Irgendwie hatte ich auch bei der Erwähnung ihres Namens immer sofort die Süßspeise vor dem geistigen Auge. Schokopudding...mhhhh....lecker.
Hier würde mich wirklich interessieren, weshalb die Autorin ausgerechnet diesen Namen gewählt hatte.

Aber noch etwas hatte mich überrascht, nämlich die kleine kriminalistische Handlung, die sich durch den gesamten Roman zig. Sie ist zwar nie vordergründig, schwingt aber stets im Hintergrund, sehr dezent mit, und belebt zeitweise auch die Story.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext loswerden.
Das Cover wirkt sehr ansprechend. Es verspricht eine leichte Unterhaltung mit einer faszinierenden Geschichte. Ich denke, dass das Cover im Buchladen auf jeden Fall neugierig macht.
Der Klappentext macht neugierig und wird jeden Romanleser, wohl aber mehr Frauen, direkt ansprechen, auch wenn es nur einen klitzekleinen Auszug aus der Lebensgeschichte einer Protagonistin widergibt.

 
Lesespaß oder Lesefrust?
 
3 Frauen, die eigentlich alle das Gleiche wollen, nämlich ihr Glück finden. Jede auf ihre eigene Art.

Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, dass ich zusätzlich zum Buch, auch noch das Hörbuch gehört habe. Neben der sehr angenehmen Stimme von Frau Thalbach, die in den entsprechenden Szenen durch Betonungen oder unterschiedliche Klangfarben in ihrer Stimme, dem Roman eine gewisse Würze gegeben haben, fiel mir auf, dass das Hörbuch in andere Kapitel unterteilt ist und auch zwischen den Kapiteln springt. Hier wird die Geschichte zusammenhängender als im Buch erzählt.
 
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Vielen Dank dem #DianaVerlag für das Rezensionsexemplar.