29 Oktober 2026

118 / 2026 Turid Müller - Unter dem Strand

 


ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟 - 𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘 

𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗺 𝗦𝘁𝗿𝗮𝗻𝗱 𝘃𝗼𝗻 𝗧𝘂𝗿𝗶𝗱 𝗠ü𝗹𝗹𝗲𝗿

Der eigenen Geschichte kann niemand entkommen. - Oder doch?


In "UNTER DEM STRAND" verbindet die Autorin, Turid Müller, einen Kriminalfall mit einem verdrängten Kapitel deutscher Geschichte. 

Aber beginnen wir von vorn. 

Die Journalistin Cay soll über ein historisches Unglück in der Lübecker Bucht schreiben. Als sie jedoch eine tote Frau findet, beginnt eine gefährliche Recherche, die bis in die letzten Kriegstage führt.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2025 verfolgt Cay die Spuren des mysteriösen Todesfalls, und 1945 erleben viele tausend Menschen absolute Grausamkeit im Konzentrationslager. 

Der Schreibstil schwankt manchmal zwischen ausführlichen Beschreibungen und fehlender Spannung, so dass ich oft überlegt hatte, ob ich denn wirklich einen Krimi lesen würde oder es sich eher um einen zeitgenössischen Roman handelte.

Trotz dieser Schwächen ist "UNTER DEM STRAND" ein nachdenklicher (Kriminal-)Roman, der Erinnerungskultur und Spannung interessant verbindet. Er zeigt eindrucksvoll, dass Geschichte keineswegs vergangen ist – manchmal liegt sie nur knapp unter der Oberfläche.


𝙄𝙘𝙝 𝙝𝙖𝙗𝙚 𝙙𝙖𝙨 𝘽𝙪𝙘𝙝 𝙫𝙤𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝘼𝙪𝙩𝙤𝙧𝙞𝙣 𝙯𝙪𝙧 𝙍𝙚𝙯𝙚𝙣𝙨𝙞𝙤𝙣 𝙚𝙧𝙝𝙖𝙡𝙩𝙚𝙣.𝙑𝙞𝙚𝙡𝙚𝙣 𝘿𝙖𝙣𝙠 𝙙𝙖𝙛ü𝙧.

ᴳᵉˡᵉˢᵉⁿ ᵃᵐ ²⁹·¹⁰·²⁰²⁶