15 September 2026

94 - 2026 / Lori Kilian - Die Leuchtturmschwester

 


Der hier vorgestellte Roman "Die Leuchtturmschwester" von Lori Kilian ist 2026 bei dtv erschienen.


Zum Inhalt:

Liebe im Bann der Gezeiten 1923, Schottland: Nach Jahren fern der Heimat kehrt Eliza als Krankenschwester auf die windgepeitschten Äußeren Hebriden Schottlands zurück. Dort soll sie die abgelegen wohnenden Leuchtturmwärterfamilien versorgen – und sie hofft, ihrer Schwester Màiri wieder nahe zu sein. Doch die raue Inselwelt, das Misstrauen der Bewohner und die Erinnerungen an eine Nacht, die ihr Leben für immer veränderte, stellen sie auf die Probe. Dann begegnet sie Aidan, einem Arzt, der sich nach einem Kriegstrauma als Leuchtturmwärter in die Einsamkeit geflüchtet hat. Zwischen Stürmen, gefährlichen Einsätzen und stillen Stunden am Meer muss Eliza lernen, Schuld loszulassen – und entscheiden, ob sie den Mut hat, ihrem Herzen ein zweites Mal zu vertrauen.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Solange das Licht nicht erlischt ...

Mit ihrem Roman "DIE LEUCHTTURMSCHWESTER" entführt uns die Autorin, Lori Kilian, auf die schottischen Hebriden. Das Leben dort ist einfach und das raue Meer gehört zum Alltag. Gerade dann sind kleine Lichtblicke etwas ganz besonderes und wertvoll.

So lernen wir Eliza kennen. Sie kehrt nach Jahren der Ausbildung wieder in ihre alte Heimat zurück um dort als Krankenschwester zu arbeiten. Sie kümmert sich um die abseitslebenden Familien der Leuchtturmwärter und hofft zugleich, ihrer Schwester Màiri wieder näherzukommen. Nach und nach wird deutlich, dass Eliza einigen Ballast aus ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt, den es ebenfalls aufzuarbeiten gilt.

Auch Aidan ist kein unbeschwerter Mensch. Seine Erfahrungen im Krieg haben Spuren hinterlassen, weshalb er bewusst zurückgezogen lebt. Zwischen ihm und Eliza entwickelt sich langsam eine Verbindung. 
Die Handlung ist insgesamt ruhig erzählt, was perfekt zur abgeschiedenen Umgebung passt.  Trotzdem  gab es einige Stellen, an denen ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte. 

Dennoch habe ich Eliza sehr gern begleitet. Ihre Arbeit, die Beziehung zu ihrer Schwester und die Begegnung mit Aidan geben dem Roman ganz besonderes. Dazu kommt die eindrucksvolle Landschaft Schottlands, die beim Lesen stets präsent ist.

Alles in allem war es eine schöne, angenehm zu lesende Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat und auch ein bisschen Lust auf die Hebriden macht.