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30 September 2026

98 - 2026 / Lucy Foley - Mord im Grand Alpine Hotel

 


Der hier vorgestellte Krimi "Mord im Grand Alpine Hotel" von Lucy Foley ist 2026 im Penguin Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

1950, Schweizer Alpen: Miss Marple gönnt sich mit ihrer Freundin Mrs. Bantry in dem eleganten Grand Alpin Hotel , einem exklusiven Wintertraum hoch oben in den Schweizer Alpen, eine Auszeit. Das Hotel thront auf einem von Kiefern umgebenen Felsvorsprung und ist nur über eine kleine Zahnradbahn erreichbar, die die Gäste den Berg hinauf und hinab bringt. Miss Marple atmet tief durch und erfreut sich am Blick über die schneebedeckten Gipfel. Dann geschieht ein Unglück. Ein Mann möchte den Tag mit einer Skitour beginnen und steigt in die Bahn – doch als diese oben ankommt, ist er tot. Kurz darauf zieht ein Schneesturm auf und der Tunnel der Zahnradbahn stürzt ein. Das Hotel ist vom Rest der Welt abgeschnitten. Ist das alles Zufall oder das Ergebnis eines tödlichen Plans?

Mein Leseeindruck/Fazit:
Die Bergwölfe

Die Autorin, Lucy Foley, entführt uns in ihrem Krimi "MORD IM GRAND ALPINE HOTEL" in die faszinierende Welt der 1950er-Jahre und lässt dabei eine ganz besondere Ermittlerin auftreten: Miss Marple.

Gemeinsam mit ihrer Freundin und Gesellschafterin reist die rüstige Hobbydetektivin in die Schweizer Alpen. Das luxuriöse Grand Alpine Hotel, umgeben von verschneiten Bergen und atemberaubender Natur, beherbergt zahlreiche Gäste von Rang und Namen. Doch hinter der eleganten Fassade brodelt es gewaltig: Intrigen, Geheimnisse und schließlich ein Verbrechen sorgen für Aufregung.
Miss Marple wäre natürlich nicht Miss Marple, wenn sie nicht sofort ihre berühmte Spürnase einsetzen würde. Gemeinsam mit ihrer Gesellschafterin beginnt sie, Motive zu hinterfragen, Verdächtige unter die Lupe zu nehmen und so dem Täter immer näherzukommen.

Schon nach den ersten Seiten ist der unverwechselbare Charme der Klassikerfigur spürbar. Das winterliche Hotel-Setting bietet die perfekte Kulisse für einen raffinierten Mordfall, während die vielseitigen Charaktere wunderbar in die Geschichte passen.

Ein unterhaltsamer Krimi mit nostalgischem Flair, der modern erzählt ist und dennoch mitten in die 1950er-Jahre versetzt. Miss Marple bei der Ermittlungsarbeit zu begleiten, macht einfach großen Spaß. Bitte mehr davon!





22 September 2026

96 - 2026 / Margot Mühlfellner - Die Akte Graz


Der hier vorgestellte Krimi "Die Akte Graz" von Margot Mühlfellner ist 2024 im Kampa Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Der international renommierte Fotograf Gustav Zierach stellt im Kunsthaus Graz weibliche Aktfotografien aus. Am Morgen nach der Vernissage wird eines der Models ermordet aufgefunden; Alexandra Walfrads Leiche wurde genauso inszeniert wie auf dem Foto, das in der Ausstellung hängt: Nackt steht sie auf der berühmten Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg, die weißblonden Haare fallen in Locken auf ihre porzellanfarbene Haut, ein Bogen der Treppe streckt sich wie der Flügel eines Engels in die Höhe. Als eine weitere Frau verschwindet, die für den Fotografen Modell stand, wächst die Angst. Treibt ein Serienmörder sein Unwesen? Sind die anderen Models in Gefahr? Marlene Kranz, gebürtige Steirerin, wurde nach erfolgreichen Jahren als leitende Sonderermittlerin in Wien erst vor wenigen Monaten nach Graz versetzt. Ihr Team nimmt sie als freundlich und fair wahr, allerdings auch als sehr distanziert; den Grund für ihre Versetzung kennen die Kollegen nicht. Als neue Leiterin der Landeskriminalabteilung muss Kranz ihre Vergangenheit hinter sich lassen und diplomatisches Geschick beweisen – und dabei greift sie auch mal zu unkonventionellen Methoden.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Der Treppenengel

Mit dem Krimi "DIE AKTE GRAZ" führt uns die Autorin, Margot Mühlfellner, in die Künstlerszene zu einem sehr bizarren Mordfall.

Chefinspektorin Marlene Kranz wagt in Graz einen Neuanfang. Doch viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ihr nicht. Auf der kunstvoll verschlungenen Doppelwendeltreppe der Grazer Burg wird eine nackte Leiche entdeckt – arrangiert exakt wie auf einer Fotografie des Kunstfotografen Gustav Zierach, dessen Ausstellung am Vorabend im Grazer Kunsthaus eröffnet wurde. Alles nur ein Zufall?

Marlene nimmt sofort die Ermittlungen auf und folgt einer Spur, die sie kreuz und quer durch Graz führt. Dabei lernt man nicht nur die steirische Landeshauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten kennen, sondern erfährt ganz nebenbei auch viel Wissenswertes über ihre Geschichte.

Die Autorin legt mit ihrem Reihenauftakt einen unterhaltsamen und spannend erzählten Fall vor. Verdächtige gibt es zunächst reichlich, doch Marlene arbeitet sich beharrlich durch widersprüchliche Aussagen, wechselnde Alibis und verborgene Zusammenhänge. Auch wenn sie zwischendurch Zweifel plagen, verliert sie weder den Überblick noch den roten Faden. 

Ein atmosphärischer Graz-Krimi mit einer sympathischer Ermittlerin, überraschenden Wendungen und hohem Lesetempo. Ideal für alle, die Spannung und Stadtflair gleichermaßen genießen.




11 September 2026

93 - 2026 / Andreas K. Buchholz - 15.35 Uhr ab Niebüll


Der hier vorgestellte Krimi "15.35 Uhr ab Niebüll" von Andreas K. Buchholz ist 2026 erschienen.


Zum Inhalt:

Grete Engels kennt Kommissare, Tatorte und die menschlichen Abgründe. Nach Jahrzehnten im Büro einer Mordkommission bringt sie so schnell nichts aus der Ruhe. Dieser Sommer auf Sylt wird die Ausnahme.
Eigentlich wollte Grete nur ihrem Cousin Paul in seiner Pension in Munkmarsch unter die Arme greifen. Doch schon ihre Zugfahrt, 15:35 Uhr ab Niebüll, endet abrupt: Im Nachbarabteil liegt eine Tote - zwischen Reisegepäck und Labradoodle. Unfall oder Mord?
Statt Dünen, Klatsch und Halbpension ermittelt Grete schon bald auf eigene Faust. Ihre Spurensuche führt von der schillernden Kunstszene in Kampen bis aufs dänische Festland. Dabei stößt sie auf Geheimnisse, die manche lieber im Meer versenkt hätten – und bringt sich prompt selbst in die Schusslinie.

Mit trockenem Humor und messerscharfem Spürsinn jagt Grete einen Mörder. Zwischen Pensionsalltag und Mordermittlungen kreuzt plötzlich auch eine alte Liebe ihren Weg.

Mein Leseeindruck/Fazit:
In „GRETE SYLT. DÜNEN, MORD & HALBPENSION - 15.35 AB NIEBÜLL“ entführt der Autor, Andreas K. Buchholz, seine Leser auf eine ebenso charmante wie spannende Reise nach Sylt.

Grete Engels soll ihren Cousin unterstützen, der eine Pension auf der Insel führt. Doch bereits während der Anreise stößt sie auf eine Tote. Als Sekretärin in einem Polizeikommissariat verfügt Grete über Erfahrung, Neugier und detektivisches Gespür – beste Voraussetzungen also, um selbst Ermittlungen aufzunehmen. Zum Glück bleibt sie dabei nicht lange allein.

Der Autor schreibt so anschaulich, dass man sich mitten im Geschehen wähnt: Man riecht förmlich den Zitronenkuchen, hört das Meer rauschen und spürt die besondere Atmosphäre der Insel. Trotz des Titels, der zunächst an einen Agatha-Christie-Klassiker erinnert, entwickelt sich die Handlung angenehm eigenständig.

Besonders gelungen sind die Figuren, die wunderbar miteinander harmonieren. Sympathien und Antipathien entstehen schnell, und Grete wächst einem sofort ans Herz.

Mir hat dieser Reihenauftakt ausgesprochen gut gefallen. Ein unterhaltsamer Inselkrimi mit viel Atmosphäre, liebenswerten Charakteren und einem spannenden Fall. Ich freue mich schon auf Gretes nächsten Einsatz im Wallhof!


09 September 2026

92 - 2026 / Elisabeth Florin - Merano Infernale


Der hier vorgestellte Krimi "Merano Infernale" von Elisabeth Florin 
ist 2026 im Emons Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Ein fast perfektes Verbrechen Frühling in Meran – und das Leben könnte nicht schöner sein. Ispettore Emmenegger und seine Verlobte Eva Marthaler haben gerade Hochzeit gefeiert, als ein brutaler Mord die Idylle überschattet. Eine Frau wird grausam getötet. Niemand weiß, wer sie ist. Erst als Südtirols Skandalblatt ein Foto des Opfers veröffentlicht, kommt Bewegung in den Fall. Und dieser führt in Emmeneggers eigene Vergangenheit – in dunkle Ecken, die er längst vergessen glaubte.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Im vierten Fall für das Ermittlerduo Emmenegger und Marthaler "MERANO INFERNALE" von Elisabeth Florin, wird es turbulent: Gerade frisch verheiratet, dürfen die beiden nicht länger in derselben Dienststelle arbeiten. Eva Marthaler übernimmt deshalb die Leitung der Carabinieri in Meran und wird von ihrem neuen Team alles andere als freundlich empfangen. Als eine Frau ermordet wird, müssen Eva und Emmenegger dennoch zusammen ermitteln. Doch interne Rivalitäten zwischen den beiden Dienststellen erschweren die Ermittlungen massiv. Schließlich werden beide suspendiert und ermitteln heimlich weiter – unterstützt von unerwarteten Verbündeten bzw. alten Bekannten.

Besonders spannend fand ich das ausgeprägte Kompetenzgerangel zwischen den beiden Polizeikräften. Marthaler und Emmenegger geraten dadurch in immer weitere Probleme, wobei zusätzlich noch Emmeneggers Vergangenheit als Mitglied einer Motorradgang nicht gerade förderlich ist. Die Autorin, Elisabeth Florin, legt zahlreiche Spuren, führt ihre Leser geschickt in die Irre und lässt manche Verdachtsmomente als Sackgassen oder Manipulationen enden. Die Auflösung ist schlüssig, und der Täter war für mich nicht unbedingt der naheliegendste Verdächtige.

Sehr gefreut hat mich außerdem, dass Commissario Pavarotti, Emmeneggers Mentor und Vorgänger, wieder auftaucht. Sein Erscheinen macht neugierig auf die Fortsetzung dieser unterhaltsamen und spannenden Krimireihe.

03 September 2026

91 - 2026 / Carla Capellmann - Tödliche Eifelpfade

 


Der hier vorgestellte Krimi "Tödliche Eifelpfade" von Carla Capellmann ist 2026 im Emons Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Privatdetektivin Ellen Engels freut sich auf ein Abenteuerwochenende auf einem abgelegenen Hof in der Eifel – doch der Spaß endet tödlich: Die Veranstalterin der »Schmugglerspiele« wird mit einem Pfeil im Bauch gefunden. Im Kreis der Verdächtigen: Ellen, denn es ist ihr Pfeil, der in der Toten steckt. Ebenfalls verdächtig: der Partner der Toten, der früher Ellens große Liebe war. Um ihre – und seine – Unschuld zu beweisen, stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Aber bei Rollenspielen, alten Feindschaften und verschwundenen Lkw-Ladungen verschwimmen schnell die Grenzen zwischen Spiel und Ernst .... . 

Mein Leseeindruck/Fazit:
𝙀𝙞𝙣 𝙎𝙥𝙞𝙚𝙡, 𝙙𝙖𝙨 𝙣𝙞𝙚𝙢𝙖𝙣𝙙 𝙜𝙚𝙬𝙞𝙣𝙣𝙩

Mit "TÖDLICHE EIFELPFADE" entführt uns die Autorin, Carla Capellmann, im zweiten Band ihrer Ellen-Engels-Reihe in die idyllische Eifel – genauer gesagt ins Grenzgebiet zu Belgien, wo eine spannende Schmugglertour geplant ist.

Doch zur gebuchten Tour kommt es nicht, denn die Veranstalterin wird tot aufgefunden; getötet durch einen Pfeil. Schnell steht fest, dass hier mehr als ein tragischer Unfall dahintersteckt. Ellen Engels wird misstrauisch und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt sie auf Geheimnisse, verdächtige Spuren und so manche Überraschung.

𝔻𝕖𝕣 𝕒𝕝𝕝𝕖𝕣𝕞𝕖𝕚𝕤𝕥𝕖 𝕊𝕔𝕙𝕞𝕦𝕘𝕘𝕖𝕝 𝕨𝕚𝕣𝕕 ü𝕓𝕖𝕣 𝕕𝕚𝕖 𝔾𝕣𝕖𝕟𝕫𝕖𝕟 𝕕𝕖𝕤 𝔸𝕟𝕤𝕥𝕒𝕟𝕕𝕤 𝕘𝕖𝕥𝕣𝕚𝕖𝕓𝕖𝕟! 

(Sprichwort, Herkunft unbekannt)

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und mag ihren angenehmen Schreibstil sehr. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, die Figuren wachsen einem schnell ans Herz und das liebevoll eingefangene Lokalkolorit sorgt für echtes Eifelgefühl. Auch Humor und Spannung kommen nicht zu kurz.


"TÖDLICHE EIFELPFADE" ist ein unterhaltsamer Cosy Crime mit Herz, charmanten Charakteren und einer abwechslungsreichen Handlung. Ellen ermittelt sympathisch, beharrlich und mit einer guten Portion Bauchgefühl.


Nun bin ich gespannt, ob wir im nächsten Band noch mehr über die Detektivin und ihr Privatleben erfahren dürfen. Auf weitere Fälle mit Ellen Engels würde ich mich jedenfalls sehr freuen!


31 August 2026

90 - 2026 / Gabriela Kasperski - Tödlicher Rheinfall

 



Der hier vorgestellte Krimi "Tödlicher Rheinfall" von Gabriela Kasperski ist 2026 im Dörlemann Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Die scharfsinnige Rentnerin Libby Andersch ist mit ihrem Chor im ehemaligen Katharinenkloster in Diessenhofen am Rhein eingeladen. Sie verbindet den Ausflug mit einer Rundfahrt zum Rheinfall. Dabei trifft sie die junge Schottin Alison Luke. Nach einem Karaoke-Abend in der örtlichen Bar wird deren Besitzer Willy tot in einem Turm gefunden – angeblich Selbstmord. Und Alison ist verschwunden. Zuvor hat sie Libby anvertraut, eigentlich in einer Familiensache angereist zu sein. Ihre schottische Großmutter hat ihr Besitz am Rhein vermacht, und Libby befürchtet, das wird den örtlichen Immobilienbesitzern gar nicht gefallen. Nun ist mit Alison auch die entsprechende Urkunde verschwunden. Einmal mehr ist Libbys Spürsinn gefragt.

Mein Leseeindruck/Fazit:
𝘿𝙚𝙧 𝙎𝙤𝙣𝙣𝙚𝙣𝙠ö𝙣𝙞𝙜 𝙫𝙤𝙢 𝙎𝙤𝙣𝙣𝙚𝙣𝙝ü𝙜𝙚𝙡


Mit "TÖDLICHER RHEINFALL“ entführt die Autorin, Gabriela Kasperski, ihre Leserinnen und Leser bereits zum vierten Mal in die Welt der Abenteuer der scharfsinnigen Rentnerin Libby Andersch. Dieses Mal geht es nach Diessenhofen und an den Rheinfall.

Während einer Rundfahrt lernt Libby die junge Schottin Alison kennen. Zwischen den beiden Frauen entsteht sofort eine besondere Verbindung. Doch Libby spürt schnell, dass Alison etwas verheimlicht. Ihr Geheimnis steht im Zusammenhang mit einer undurchsichtigen Immobiliensache. Als die beiden beginnen, sich in Diessenhofen umzuhören, stoßen sie auf ein gefährliches Geflecht aus Korruption, Macht und unersättlicher Gier.

𝔾𝕖𝕝𝕕 𝕧𝕖𝕣𝕕𝕚𝕣𝕓𝕥 𝕕𝕖𝕟 ℂ𝕙𝕒𝕣𝕒𝕜𝕥𝕖𝕣 (𝕕𝕥. 𝕊𝕡𝕣𝕚𝕔𝕙𝕨𝕠𝕣𝕥)

Gabriela Kasperski gelingt es erneut, eine spannende und zugleich authentische Geschichte zu erzählen. Die Handlung geht flott voran und bleibt durchgehend fesselnd, sodass kaum Zeit zum Durchatmen bleibt. Besonders gefallen haben mir die interessanten Figuren und Libbys kluge, beharrliche Art, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Auch das detailliert eingefangene Lokalkolorit überzeugt. Diessenhofen und die Umgebung werden so anschaulich beschrieben, dass man sofort Lust auf einen eigenen Ausflug bekommt.

Mir hat dieser kurzweilige Krimi sehr gut gefallen. Nun warte ich gespannt auf weitere Abenteuer mit Libby Andersch.

26 August 2026

88 - 2026 / Sanna Falckner - Mord mit Neckarblick

 


Der hier vorgestellte Krimi "Mord mit Neckarblick" von Sanna Falckner ist 2026 im Gmeiner Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Kaum ist Installateurin Lena in ihrer neuen Heimat Heidelberg angekommen, gerät sie in große Schwierigkeiten: Der Mann, den sie an ihrem ersten Abend kennenlernt, wird am nächsten Morgen ermordet aufgefunden - und der Verdacht fällt auf sie. Um ihre Unschuld zu beweisen, beginnt Lena mit ihrem Opa Tasso und dessen gut vernetzten Freunden selbst zu ermitteln. Dank ihres Berufs kommt sie leicht mit Menschen ins Gespräch - und stößt bald auf erste Spuren. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für sie …

Mein Leseeindruck/Fazit:

🅽🅴🆄🅰🅽🅵🅰🅽🅶 🅼🅸🆃 🆃🅾🅳🅴🆂🅵🅾🅻🅶🅴 

Mit "𝙈𝙊𝙍𝘿 𝙈𝙄𝙏 𝙉𝙀𝘾𝙆𝘼𝙍𝘽𝙇𝙄𝘾𝙆" entführt uns die Autorin, Sanna Falckner, ins malerische Heidelberg. Aber bei dem Malerischen bleibt es nicht, denn dazu serviert sie einen unterhaltsamen Krimi mit einer sympathischen, wenngleich auch etwas eigenwilligen Hauptfigur.

Aber kommen wir zum Geschehen:
Wir lernen Lena kennen, die als Installateurin ständig mit Menschen in Kontakt kommt. Das erweist sich als Vorteil, als sie in einen Mordfall verwickelt wird, denn den späteren Toten hatte sie am Abend zuvor kennengelernt – allerdings keineswegs auf angenehme Weise. Er war zudringlich geworden, und nun, da er tot aufgefunden wird, gerät Lena prompt unter Verdacht.
Unterstützung erhält sie von ihrem Großvater Tasso, bei dem sie in Heidelberg lebt. Doch auch Tasso hat alle Hände voll zu tun, denn seine Villa soll verkauft werden. Schon bald wird klar, dass auf die beiden einige Schwierigkeiten zukommen.

 𝕊ℂℍ𝔸𝕌𝕄 𝕌ℕ𝔻 𝕊𝕀𝕃𝕀𝕂𝕆ℕ 𝔼ℝ𝕊𝔼𝕋ℤ𝔼ℕ ℙℝÄℤ𝕀𝕊𝕀𝕆ℕ  🔧 (Installateursprichwort)

Der Schreibstil ist angenehm leicht und führt unterhaltsam durch die Geschichte. Gelegentlich wird die Spannung zwar durch Fachbegriffe aus dem Installationshandwerk unterbrochen, doch diese habe ich gerne genutzt, um nebenbei etwas dazuzulernen. Besonders gelungen sind die glaubwürdigen Charaktere und Handlungen, die meist nachvollziehbar, aber manchmal auch etwas sprunghaft erscheinen.

Insgesamt hat mir "𝙈𝙊𝙍𝘿 𝙈𝙄𝙏 𝙉𝙀𝘾𝙆𝘼𝙍𝘽𝙇𝙄𝘾𝙆 " sehr gut gefallen. Eine Fortsetzung mit Lena und Tasso würde ich mir nur ungern entgehen lassen.

13 August 2026

85 - 2026 / M. C. Beaton - Agatha Raisin und die tote Wohltäterin

 


Der hier vorgestellte Krimi "Agatha Raisin und die tote Wohltäterin" von M.C. Beaton ist 2025 im Lübbe Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Geborgt ist noch lange nicht geschenkt! Als Gloria French nach Piddlebury zieht, ist sie dort auf Anhieb beliebt. Sie scheint eine Wohltäterin par excellence zu sein, die Spenden für die Kirche sammelt und sich um die älteren Menschen kümmert. Aber sie hat leider auch die schlechte Angewohnheit, sich Dinge zu »leihen«, ohne sie zurückzugeben. Da wundert es niemanden, dass sie eines Tages tot aufgefunden wird, augenscheinlich vergiftet. Die Dörfler trauern nicht allzu sehr um Gloria. Gemeinderat Jerry Tarrant beauftragt dennoch Agatha Raisin, den Mörder zu finden. Aber das ist leichter gesagt als getan! Das Dorf ist unheimlich, und die Einwohner scheinen nicht zu wollen, dass Agatha dem Täter auf die Spur kommt ...

Mein Leseeindruck/Fazit:
Geborgt ist noch lange nicht geschenkt! 

Mit ihrem Krimi „AGATHA RAISIN UND DIE TOTE WOHLTÄTERIN“ entführt uns die Autorin, M.C. Beaton, zum 24. Mal in die idyllische Welt der Cotswolds, genauer gesagt ins verschlafene Dörfchen Piddlebury. Doch hinter der ruhigen Fassade brodelt es – Schuld daran ist die zugezogene Gloria French, die leidenschaftlich gern Dinge ausleiht und nie zurückgibt. Kein Wunder, dass die Dorfbewohner darüber ziemlich sauer sind. Doch dann wird Gloria tot aufgefunden, und zwar vergiftet!

Dieser vierundzwanzigste Band der Agatha-Raisin-Reihe hat mich voll überzeugt. Während einige Vorgänger etwas schwächelten, glänzt dieser Krimi mit viel Einfallsreichtum und überraschenden Wendungen. Agatha jagt gemeinsam mit ihrem Detektivteam dem Täter nach, und auch ihr Exmann James spielt wieder eine Rolle. Agatha selbst besticht durch ihre Neugier, Spontanität und eine Prise Eifersucht – eine Mischung, die für jede Menge Unterhaltung sorgt.

Ich freue mich schon riesig auf die nächsten Abenteuer.


Cover:           ⭐⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐


02 Juli 2026

79 - 2026 / Samantha Downing - Zu alt für sowas

 


Der hier vorgestellte Krimi "Zu alt für sowas" von Samantha Downing ist 2026 im Adrian & Wimmelbuch Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Es ist nie zu spät, einer alten Frau das Morden beizubringen... Ein messerscharfer, spannungsgeladener neuer Thriller der Sunday Times-Bestsellerautorin Samantha Downing - ‚scharf; listig und düster komisch‘ Man würde nie erraten, dass Lottie Jones Leichen im Keller hat. Sie lebt schon seit Jahrzehnten in der Stadt. Sie wird älter. Sie liebt die einfachen Freuden wie den wöchentlichen Bingo-Abend in der Kirche und das Tratschen mit ihren Freundinnen über das Liebesleben ihrer Kinder. Aber als die investigative Journalistin Plum Dixon vor ihrer Haustür auftaucht und Fragen über Lotties Vergangenheit stellt, insbesondere über ihre Verbindung zu zahlreichen ungelösten Morden, nun, das kann Lottie wirklich gar nicht leiden. Aber mit Mord ungeschoren davon zu kommen, ist schwer genug, wenn man jung ist. Und als Lottie ein weiteres lästiges Klopfen an der Tür hört, wird ihr klar, dass dieses Verbrechen sie womöglich selbst das Leben kosten könnte.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Spannung und Humor – wie passt das zusammen? Samantha Downing zeigt in ihrem Buch „ZU ALT FÜR SOWAS“ genau, wie gut diese beiden Elemente harmonieren können. Im Mittelpunkt steht Lottie, eine scheinbar harmlose ältere Dame mit Gehhilfe, die das Tratschen mit Freundinnen liebt. Doch hinter dieser liebenswert schrulligen Fassade verbirgt sich eine mörderische Seite, die jede Gefahr für sie rücksichtslos eliminiert.

Lotties Charakter ist wunderbar vielschichtig. Einerseits wirkt sie herzlich und altmodisch, fast schon sympathisch in ihrer Alltäglichkeit. Andererseits trägt sie eine dunkle Seite in sich, die dafür sorgt, dass sie nicht zögert, unliebsame Menschen aus dem Weg zu räumen. So trifft es auch Plum, die neugierig in Lotties Vergangenheit wühlt. Diese Kombination macht den Reiz des Buches aus: Man fühlt sich einerseits amüsiert von ihren Eigenheiten und gleichzeitig gefesselt von der spannenden Kriminalhandlung.

Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin trotz der düsteren Thematik immer wieder Momente zum Schmunzeln einbaut. Das sorgt dafür, dass die Geschichte nicht nur nervenaufreibend, sondern auch unterhaltsam bleibt. Lottie ist kein typischer Bösewicht, sondern eine Figur, die trotz – oder gerade wegen – ihrer fragwürdigen Taten eine gewisse Sympathie weckt.

„ZU ALT FÜR SOWAS“ hat mich von der ersten Seite an bestens unterhalten und gezeigt, dass Spannung und Humor sich keineswegs ausschließen. Im Gegenteil: Zusammen verleihen sie einer Geschichte erst die besondere Würze!



Cover:           ⭐⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐



29 Juni 2026

77 - 2026 / Anne Stern - Die weisse Nacht

 


Der hier vorgestellte Roman "Die weisse Nacht" von Anne Stern ist 2026 im Piper Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Der erste Fall für Lou & König: Ein Nachkriegskrimi, historisch präzise, bewegend und extrem spannend! Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näherrückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit.

Mein Leseeindruck/Fazit:

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mit ihrem Nachkriegskrimi "DIE WEISSE NACHT" entführt uns Anne Stern in das düstere Berlin der Nachkriegszeit. Eine Stadt geprägt von Hunger, Elend und Hoffnungslosigkeit. Die Lebensmittelknappheit hat die Menschen fest im Griff, ausgemergelte Körper und traurige Kinderaugen erzählen vom harten Alltag, in dem das Überleben zum täglichen Kampf wird.

Im Mittelpunkt steht Lou Faber, eine Fotografin mit einem besonderen Gespür für ungewöhnliche Motive. Ihr instinktives Auge entdeckt eine Frauenleiche im Schnee – ein Fundort, der mehr Fragen aufwirft, als Antworten liefert. Wurde die Frau hier tatsächlich gemordet? Kriminalkommissar König übernimmt die Ermittlungen, doch schnell wird klar: Lou ist ihm eine unverzichtbare Verbündete. Gemeinsam tauchen sie ein in die dunklen Ecken Berlins, wo Verbrechen und Verzweiflung Hand in Hand gehen.

Der Roman beeindruckt durch seine sorgfältige Recherche, die nicht nur das Berliner Umfeld authentisch abbildet, sondern auch medizinische Details lebendig werden lässt. Anne Stern schafft es, das Leben in der Nachkriegszeit so eindringlich zu schildern, dass man sich als Leser mitten im Geschehen wähnt.

Allerdings schiebt sich die spannende Krimihandlung manchmal etwas in den Hintergrund, da die ausführlichen Beschreibungen des Alltags und der Umstände viel Raum einnehmen. Ein wenig mehr kriminalistischer Spürsinn hätte dem Buch gutgetan, um die Spannung durchgehend zu halten. Trotzdem bietet "DIE WEISSE NACHT" einen atmosphärisch dichten Einblick in eine schwierige Zeit. Perfekt für alle, die historische Krimis mit Tiefgang mögen.


Cover:           ⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐




11 Juni 2026

71 - 226 / Lisa K. Ast - Verbrechen auf hoher See

 


Der hier vorgestellte Krimi "Verbrechen auf hoher See" von Lisa K. Ast ist 2026 im Piper Verlag erschienen.


Zum Inhalt:

Willkommen an Bord – halten Sie Ihre Wertsachen gut fest! Humorvoller Kreuzfahrt-Krimi für Fans von C. L. Miller und Charlotte Gardener Anette Glöcklich ist frisch geschieden und will ihr neues Single-Dasein auf einer Kanarenkreuzfahrt so richtig auskosten. Leider hat sie die Anzahl verfügbarer attraktiver Männer über- und das allgemeine Interesse an Schlagern und Wassergymnastik unterschätzt. Doch dann trifft sie auf Franz, einen charmanten Krimiautoren, der sie an seinen Tisch einlädt. Dort lernt sie die exzentrische Augustina kennen, die mit einem wertvollen Collier prahlt. Als das Schmuckstück kurz darauf gestohlen wird, fällt der erste Verdacht unter anderem auf Anette. Endlich ist hier etwas los! Während der Sicherheitsbeauftragte des Schiffes überfordert wirkt, stürzt sie sich eifrig selbst in die Ermittlungen.

Mein Leseeindruck/Fazit:
Tisch dreizehn

In „VERBRECHEN AUF HOHER SEE“ entführt uns Lisa K. Ast auf eine charmante Mittelmeer-Kreuzfahrt voller Rätsel und überraschender Begegnungen. Anette Glöcklich, die sympathische Hauptfigur, nutzt ihre Reise nicht nur zur Erholung nach der Scheidung, sondern wird durch durch einen Diebstahl auch unfreiwillig zur Detektivin. Wer von den Mitreisenden hatte die Gelegenheit und das Motiv?

Lisa K. Ast verzichtet bewusst auf blutige Thriller-Elemente oder nervenaufreibende Actionszenen. Stattdessen punktet ihr Krimi mit feinem Humor, sympathischen Charakteren und einer Atmosphäre, die zum Träumen von Sonne, Meer und neuen Freundschaften einlädt. Die Spannung entsteht hier aus cleveren Wendungen und dem scharfsinnigen Kombinationsvermögen der Protagonistin. So wird der Leser Schritt für Schritt auf die falsche Fährte gelockt, um am Ende doch überrascht zu werden.

Das Buch ist der perfekte Begleiter für alle, die Lust auf einen leichtfüßigen, unterhaltsamen Krimi mit Herz haben. Besonders Anette Glöcklich als Hauptprotagonistin begeistert mit ihrer warmherzigen Art und ihrem detektivischen Spürsinn gleichermaßen. Ich hoffe sehr, dass die Autorin dieser sympathischen Heldin bald eine Fortsetzung gönnt.


Cover:           ⭐⭐⭐⭐⭐

Erzählstil:      ⭐⭐⭐⭐

Handlung:    ⭐⭐⭐⭐

Charaktere: ⭐⭐⭐⭐⭐