Der hier vorgestellte Krimi "Die Müllers und die Pekingente" von Ilka Gerdes ist 2025 im Gmeiner Verlag erschienen.
Zum Inhalt:
Die Müllers stecken bis zum Hals in einer Ehekrise. Sie meditiert mehrmals täglich. Er trägt Westen in der Farbe des Todes. Auf Wunsch ihrer Kinder reisen sie dennoch gemeinsam vom Schwarzwald nach Ostfriesland, einem kauzigen Landstrich, dem beide nur das Schlechteste unterstellen. Dort stolpert Herr Müller beim Strandspaziergang mit Dackelrüden Hildegard über ein dubioses Päckchen, das er kurzerhand einkassiert. Nur wenige Missgeschicke später geraten Herr und Frau Müller ins Fadenkreuz einer unkonventionellen Verbrecherbande. Ein Wettlauf um das Leben und die Liebe beginnt.
Mein Leseeindruck/Fazit:
Eheprobleme und Fundstücke
Mit „DIE MÜLLERS UND DIE PEKINGENTE“ hat mich die Autorin Ilka Gerdes voll erwischt. Ich liebe Krimis mit außergewöhnlichen Protagonisten und genau das habe ich hier bekommen. Die Müllers sind wirklich speziell, sehr speziell. Warum ich sie nicht beim Vornamen nenne? Die beiden bleiben bewusst etwas reserviert. Schon lange verheiratet, ohne große Liebe, eher ein Zusammenleben, um Kosten zu sparen. Gefühle und Anziehung? Gibt es schon lange nicht mehr. Um diese Distanz zu wahren, bleiben sie eben vornamenlos.
Ein Geschenk ihrer Kinder bringt die Müllers nach Ostfriesland in den Urlaub. Und wen wundert’s, dass sie dort getrennte Wege gehen. Pseudo-Fotos für die Kinder, ja – aber sonst eher getrennte Zimmer. Doch dann passiert das Unglaubliche: Ein Fund am Strand verändert alles, und zwar in jeder Hinsicht.
Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mit den Müllers warm zu werden, doch von Seite zu Seite wurden sie mir vertrauter. Ilka Gerdes zeichnet ihr Setting so bildhaft und ansprechend, dass sofort Urlaubsstimmung aufkommt. Witzige Szenen sorgen für ein humorvolles Gefühlschaos, das die kleinen Kämpfe untereinander auflockert.
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung!
Cover: ⭐⭐⭐⭐⭐
Erzählstil: ⭐⭐⭐⭐
Handlung: ⭐⭐⭐⭐
Charaktere: ⭐⭐⭐⭐

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