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16 Februar 2026

24 - 2026 / Brit Bildøen - Das Unwetter


Das hier vorgestellte Buch "Das Unwetter" von Brit 
Bildøen ist 2026 im btb Verlag erschienen.

Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 9783442775002      
Sprache:  Deutsch
Ausgabe:  Taschenbuch mit 240 Seiten
Erscheinungstermin:  14.01.2026


Zum Inhalt:

Ein Familienfest in den Bergen. Doch nicht nur die Natur wird zur Bedrohung. Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen: Die Goldene Hochzeit der Eltern ist für Dorte und ihre zwei Geschwister Anlass für eine mehrtägige Familienfeier Ende Oktober. Doch ein dramatischer Dauerregen drückt auf die Stimmung, ein Bergrutsch hat zudem die Straße für die Rückfahrt blockiert. Als zwei Jäger im Hotel stranden, wird die Atmosphäre immer angespannter. Was hatten die beiden Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ... 

Mein Leseeindruck/Fazit:
Sechs Menschen, drei Tage - und ein Berg voller Lügen

In "Das Unwetter", einem fesselnden Roman von Brit Bildøen, treffen sich  Dorte und ihre Geschwister, um die Goldenen Hochzeit ihrer Eltern in einem abgelegenen Berghotel zu feiern. Doch anstelle von feierlicher Harmonie plätschert Dauerregen gegen die Fenster, während das Hotel zur unerwarteten Falle wird. Ein Bergrutsch lässt nicht lange auf sich warten und verschluckt die einzige Bergstrasse, und damit auch die letzte Möglichkeit zur Flucht vor der drückenden familiären Vergangenheit.

Brit Bildøen zaubert mit geschickten, psychologischen Feinsinn ein spannungsgeladenes Setting, das an einen schleichenden Albtraum erinnert. Während Dorte den Charme des Hotelwirtes genießt, entfaltet sich das bewährte Drama zwischen den Geschwistern: alte Resentiments, unausgesprochene Vorwürfe und die allgegenwärtige Wut brodeln im Verborgenen. Die Situation eskaliert, als zwei zwielichtige Jäger das Hotel betreten und das diffizile Gleichgewicht kippen. Die Andeutung einer illegalen Wolfsjagd verstärkt die ohnehin angespannte Atmosphäre. 

Doch wer hier auf große Action hofft, wird eines besseren belehrt.  Die Story bleibt leider oft im Ruhezustand, obwohl der Nervenkitzel durchaus gegeben ist. Für Leser, die subtiler Spannung den Vorzug geben und kleine Rachepläne mitverfolgen wollen, bietet Brit Bildøen ein verstörendes Porträt einer Familie, die selbst in Zeiten der Krise nicht zusammenfindet. Ein unbequemes, atmosphärisches Werk über Verrat und Moral, das in seinen ruhigen Passagen dennoch viel Potenzial birgt.

Fazit: 240 Seiten voller Spannung und Familiendispute 

07 Dezember 2022

✒ Rezension (Bülent Rambichler und der verliebte Bulle / Anja Bogner)

 


Der hier vorgestellte Krimi ist der dritte Band der Rambichler Reihe und am 9. Mai 2022 im btb Verlag erschienen.

Band 1: Bülent Rambichler und die fliegende Sau - Rezi
Band 2: Bülent Rambichler und der störrische Karpfen - Rezi


Allgemeines zur aktuellen Ausgabe:

ISBN: 978-3442770908    
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch mit 288 Seiten
Preis: 11,00 €
oder als ebook für 9,99 €


Klappentext:

Faschingsausklang in Strunzheim. Im Wirtshaus der Krapfenbergers steppt der Bär. Kommissar Bülent Rambichler mitten drin im närrischen Treiben. Fast das ganze Dorf nimmt an dem feucht fröhlichen Spektakel teil. Ausgerechnet in der schönsten Polonäse-Blankenese fällt Bülent plötzlich eine hinkende Maus um den Hals und bleibt regungslos an ihm hängen. Dabei will Bülent sich doch nur dem Rausch des Vergessens hingeben. Liebeskummer hat er nämlich wegen Astrid, seiner Assistentin. Doch daraus wird nichts: Bei der Toten handelt es sich um die Grundschullehrerin Gertrude Funseneder. Sie ist ein angesehenes Mitglied der Gemeinde. So eine ganz eine Heilige. Kirchenchormitglied, Landfrauenmatrone. Aufklärung also pronto erwünscht. Wohl oder übel beginnt Bülent Rambichler zu ermitteln ...

Mein Leseeindruck/Fazit:

Ein süßer Tod

Äußerlich betrachtet erscheint das Cover doch sehr tussenhaft. Dieses Rosa und dann noch der Bulle mit der Rose. Hm, kitschig, aber auch provinziel. Und da es sich um den dritten Band der Provinzkrimi-Reihe mit Hauptkommissar Bülent Rambichler handelt, dann auch wieder stimmig.

Mit "Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zu anderen, sie gibt uns alles, doch sie nimmt auch viel zu viel, die Liebe ist ein seltsames Spiel." (1. Satz -Seite 9) lädt die in München lebende Autorin, Anja Bogner, ihre Leser nach Strunzheim zum Fasching ein. Doch was war das? Eine Frau stürzt tot in Rambichlers Arme. Was war passiert? Wer war die Tote?

Nach dem ereignisreichen, aber auch fragenaufwerfenden Prolog, trifft der Leser schnell auf alte Bekannte. Damit verbindet die Autorin sehr gekonnt die beiden Vorgängerbände an das vorliegende Geschehen. 

Wir befinden uns als nun zum dritten Mal in Strunzheim, einem fränkischen Dorf, oder doch lieber Kleinstadt. Hier scheint jeder jeden zu kennen, und auch deren Eigenarten. Da waren zum Beispiel die Walder-Zwillinge, von denen man sagte, dass ihr Mundwerk präziser schoss als die Waffe von John Wayne  und sie hörten die Nachtigall furzen, bevor die überhaupt wusste, dass sie Blähungen hatte. (Seite 16)

Aber natürlich darf auch der Hauptprotagonist Bülent Rambichler nicht fehlen. Er gilt im Allgemeinen eher als faul, und war in den vorangegangenen Fällen lieber hinter seinem Schreibstisch zu finden. Dieses Mal hatte die Autorin ihm jedoch mehr Aktionismus zugeschrieben. Wer Bülent noch nicht kennt, hier ein kurzer Überblick. Er trinkt gerne Kaba mit viiiel Pulver, vornehmlich aus einer Batman-Tasse (Seite 32), ist in Strunzheim aufgewachsen und hat ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Eltern. Leider hat es bei der Liebe noch nicht so richtig gefunkt. Astrid, in die er zwar verliebt ist, hat ihn gerade verlassen. "Sie ist halt Veganerin, und das geht schon rein kühlschranktechnisch nicht zusammen." (Seite 36)

Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob es sich nun hauptsächlich um einen Krimi handelte, oder ob die Liebesgeschichte im Vordergrund stand. Die Autorin wollte bestimmt beides vermischen, aber leider war das Mischungsverhältnis nicht ganz stimmig, so dass gerade im Mittelteil die Geschichte mit Astrid im Vordergrund stand.  Der Krimianteil liegt bei etwa zweidrittel. Aber nichtsdestotrotz war es eine witzige Fortsetzung mit sehr gelungenen Sprüchen und Weisheiten. "Man sollte wirklich einen Menschen nicht nach seinem Verhalten beurteilen, denn man weiß nie, was für ein Schicksal dahintersteckt." (Seite 112)

Und so endet dieser dritte Band mit einem Happy End. Ob wir noch weitere Geschichten von Rambichlers erfahren werden? Das bleibt zu hoffen! 


Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐⭐

Hinweis: Das Buch habe ich selbst gekauft.


Einen kleinen Hinweis habe ich noch: Ich habe zur Bildbearbeitung ein Foto von Pixabay gewählt. An dieser Stelle, vielen Dank an Pixabay für die kostenlosen Fotos und dem Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Buchcovers.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram Seite würde ich mich sehr freuen.

08 November 2022

✒ Rezension (Schnee / Yrsa Sigurdardottir)



Der hier vorgestellte skandinavische Thriller von Yrsa Sigurðardóttir erschien am 31. August 2022 mit dem Titel "Schnee" im btb Verlag. 


Allgemeines zur aktuellen Ausgabe:

ISBN: 978-3442759521   
Sprache: Deutsch
Ausgabe: TB mit 352 Seiten
Preis: 17,00 €
und als ebook: 13,99 €
Originaltitel: Bráðin
Übersetzt durch: Tina Flecken
 

Klappentext:

Was zwang die Freunde, sich mitten im harten Winter im isländischen Hochland zu bewegen, in Dunkelheit und Schneestürmen? Und warum verließen sie das kleine Obdach, das sie hatten, kaum bekleidet und den harten Bedingungen vollkommen ausgeliefert? Ein Rettungsteam wird in die abgeschiedene Gegend geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Währenddessen gehen an der einsam gelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge vor sich. Nichts ist so, wie es scheint: Sei es die Blutlache, die im unberührten Schnee fernab der Zivilisation entdeckt wird, oder der kleine Kinderschuh, der Jahrzehnte nach der Vergrabung wiedergefunden wird …

Mein Leseeindruck/Fazit:


Realität oder Fiktion?

Äußerlich betrachtet, würde man bei diesem schwarzen Cover wohl kaum Schnee vermuten. Allerdings impliziert dieses Cover das Düstere, Unheimliche. Und genau darum geht es auch in diesem Thriller. 
Verwirrend waren für mich die Gedankensprünge ins nächste Kapitel. Gerade noch war man gedanklich in der Radarstation, schwupps, schon ist man in der Hütte. Hier hätte etwas mehr Struktur in Form von Kapitelüberschriften sicher gut getan.
Die Autorin beschreibt sehr bildhaft die Landschaft, die klirrende Kälte, so dass man selbst schon fast zum Frieren neigt. Schnell die Kuscheldecke rausgeholt, etwas warmes zu trinken und weiterlesen. Die Geschichte ist recht spannend, aber auch anspruchsvoll. Gerade die Sprünge (wie bereits beschrieben) fordern doch manchmal ziemlich heraus.
Immer wieder fragt man sich: Realität oder Fiktion? Ich denke, dass dieser Thriller auch genau auf diese Frage abzielt.
Mir hat dieses Buch recht gut gefallen. Ich bin gespannt, was die Autorin noch alles zu bieten hat.


Meine Bewertung:  ⭐⭐⭐⭐


Hinweis: Das Buch habe ich selbst gekauft.



Einen kleinen Hinweis habe ich noch: Ich habe zur Bildbearbeitung ein Foto von Pixabay gewählt. An dieser Stelle, vielen Dank an Pixabay für die kostenlosen Fotos und dem Verlag für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Buchcovers.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Rezension zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn du mir unten einen Kommentar dazu hinterlässt und/oder einfach diesen Blog abonnierst. Auch über einen Besuch auf meiner Instagram Seite würde ich mich sehr freuen. 

14 Januar 2020

✒ Rezension (Bülent Rambichler und der störrische Karpfen / Anja Bogner)

Liebe Blogleser und Freunde unterhaltsamer Krimireihen,

der zweite Band der Bülent Rambichler Reihe von ANJA BOGNER ist Taschenbuch am 11.11.2019 im btb VERLAG erschienen und trägt den Titel BÜLENT RAMBICHLER UND DER STÖRRISCHE KARPFEN.


Bildrechte beim Verlag


Und hier ist meine Rezension dazu: 

28 Oktober 2019

✒ Rezension (Die Ehre des Scharfrichters / Joel F. Harrington)

Cover: mit freundlicher Genehmigung des btb Verlags

Die Ehre des Scharfrichters
von Joel F. Harrington
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-74973-7
 
 
- Klappentext -
 
Unter Mördern, Dieben, Dirnen: Schuld und Sühne in der frühen Neuzeit

Frantz Schmidt tötete fast 400 Menschen, unzählige weitere hat er gefoltert oder verstümmelt Und doch war er am Ende seines Lebens ein angesehener Mann. Ungewöhnlich ist nicht nur der Lebensweg des Meister Frantz, der im 16 Jahrhundert in Nürnberg als Henker arbeitete, sondern auch, dass er Tagebuch schrieb. Der Historiker Joel Harrington hat dieses einmalige Zeugnis nun erstmals umfassend ausgewertet und gibt in seinem packenden Buch seltene Einblicke in das Leben, Denken und Fühlen der Menschen zu Beginn der Neuzeit.
 
- Mein Leseeindruck -

Schon lange interessiere ich mich für die Geschichte und das Leben eines Scharfrichters im Mittelalter. Aus diesem Grund verbringe ich auch einen Teil meiner Freizeit in einer historischen Gruppe, die sich mit dem Leben und Wirken eines Scharfrichters befasst.

Viele Mythen kreisen um das Aussehen und das Leben eines Meisters Frantz oder wie sie auch immer geheißen haben. Vieles wurde in diese Scharfrichter- und Henkerdynastien im Laufe der Jahre hinein interpretiert. Auch immer wieder kommt die Frage auf, hatte er nun eine Maske bzw. Haube oder nicht. Auch herüber streiten sich die Gelehrten.

Heute liest sich die Geschichte eines Henkers immer spannend, dennoch war es ein Beruf wie jeder andere auch. Ohne diesen Berufszweig, der sich nicht nur mit der Vollstreckung des Rechtsspruch beschäftigte, wären viele Dörfer den Seuchen erliegen. Denn z. B. auch als Abdecker waren  die Scharfrichter beschäftigt. All die toten Tier wurde aufgesammelt und wie man heute sagen würde, für Forschungszwecke verwendet. Damals hatte man eine andere Einstellung zu Mensch und Tier und auch die Kirche tat ihr Bestes, die Menschen in gut und böse zu unterteilen.

Wichtige und nützliche Salben wurden im Hause des Scharfrichters hergestellt. Und auch so manches Pülverchen zur Schmerzlinderung hatte dort seinen Besitzer gewechselt.

Im vorliegenden Buch beschreibt der Autor aber nicht nur das Arbeiten, Handeln und den Beruf, sondern auch das Leben und die Emotionen. Ein Scharfrichters war nicht so eiskalt, wie er heute ftmals in Film und Fernsehen dargestellt wird. Nein, oftmals hätten sie mit ihrem Gewissen, ihren Gefühlen und ihren Emotionen zu kämpfen wenn es darum ging, den Richterspruch auszuführen.
Sehr schön beschreibt der Autor, wie der Sohn eines Scharfrichters schon in sehr jungen Jahren an das Wirken heran geführt wurde. Wie gelehrt wurde, aber auch mit welchen Gedanken die Dynastie fortgeführt wurde.

- Fazit - 
 
Mich hat dieses Sachbuch sehr begeistert. Es ist lebhaft dargestellt, ohne zuviel trockene, geschichtliche Handlungsstränge. Lehrreich und unterhaltend.

©Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -

23 Oktober 2019

✒ Rezension (Der Verein der Linkshänder / Hakan Nesser)

Liebe Blogleser und Freunde spannender Romane,

der elfte Band der Kommissar van Veeteren Reihe von Håkan Nesser  ist am 23.09.2019 als gebundene Ausgabe im btb VERLAG erschienen und trägt den Titel DER VEREIN DER LINKSHÄNDER.
Bildrechte beim Verlag

Und hier ist meine Rezension dazu: 

05 Januar 2019

✒ Rezension (Bülent Rambichler und die fliegende Sau / Anja Bogner)

Liebe Blogleser und Freunde des Provinz-Krimis,

heute darf ich euch eine ganz besondere Lektüre vorstellen. Besonders, ja, weil ich stellenweise echt Tränen gelacht habe. Man sollte nicht zuviel Mord, Blut und Ermittlungsarbeit erwarten, vielmehr wird hier auf Lokalkolorit geachtet. Wer nun neugierig geworden ist, darf hier gerne

23 Oktober 2018

✒ Rezension (Vom Ende eines langen Sommers / Beate Teresa Hanika)

Liebe Blogleserinnen,

richtig, heute wende ich mich mal direkt an euch.
Neben den vielen Krimis und Thriller habe ich ein ganz besonderes Buch entdeckt.

VOM ENDE EINES LANGEN SOMMERS von Beate Teresa Hanika

Dieser Roman zeichnet sich besonders durch seine leisen, gefühlvollen Worte aus. Es ist keine Geschichte, die man mal so nebenbei lesen kann. Nein, hier sollte wirklich etwas mehr Zeit eingeplant werden, denn nur so wird die Wirkung ihren Erfolg haben.

14 Mai 2018

✒ Rezension (Die Wahrheit / Melanie Raabe)

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Oh, was für ein blassen Cover. Farblos und doch ansprechend. Ob das an den roten Buchstaben der Autorin liegt? Oder ist es doch eher die Haarsträhne? Ich weiß es nicht. Minimalistisch und doch interessant. Da hilft nur eins.... lesen.

20 August 2016

✒ Rezension (Für immer tot / Bernhard Aichner)

btb Verlag / vielen Dank dem Bloggerportal


Und wieder habe ich zu einem Krimi von Bernhard Aichner gegriffen. Es handelt sich dieses Mal um den zweiten Band der Max-Broll Reihe. Bereits im ersten Band sind mir ja besonders was den Schreibstil anbelangt, doch einige Besonderheiten aufgefallen. (siehe hierzu meine Rezension).
Ob sich nun etwas verändert hatte?

Das Cover jedenfalls hatte mich etwas nachdenklich zurück gelassen. Was war das, das mit den Worten verschlungen war? Plötzlich hatte ich es erkannt. Der Griff eines Spaten.  Der Spaten des Bestatters? Nun gab es nur noch eines ... lesen.

Schon nach dem ersten Satz "Wie sich die Erde bewegt." war klar, dass der Autor seinem Schreibstil treu geblieben war. Offensichtlich ist dieses das Markenzeichen von Bernhard Aicher: kurze, knappe Sätze. Oftmals nur ein Wort. Beinahe so, als wären es nur Gedankensplitter. Ein Schreibstil, an den man sich erst gewöhnen muss.

Aber kommen wir kurz zum Inhalt. Maxi findet ein fremdes Handy auf seinem Nachttisch. Nachdem er kurzerhand alle gespeicherten Nummer durchprobiert, hört er plötzlich nach einem Klingelton Tildas Stimme. Sie ist Max' Stiefmutter und seine beste Freundin. Jemand hat sie in einer Holzkiste eingesperrt und vergraben. Tilda glaubt den Täter zu kennen: Leopold Wagner, ein Arzt, der kinderlose Frauen heimtückisch betrogen hat. Statt einer Fremdbefruchtung hatte er sein eigenes Sperma verwendet und so viele Kinder gezeugt. Aber wie kann es sein, dass Wagner das getan hatte? Er ist doch noch im Gefängnis! Max und Baroni begeben sich auf Spurensuche gegen die Zeit.

Auf beeindruckende Weise schafft es der Autor immer wieder den Leser stets mitfiebern zu lassen. Bedingt durch den bereits außergewöhnlichen Schreibstil, fließt die Geschichte in einem fort, ohne jegliche Einbuße. Selbst die kleinen Liebesplänkeleien von Baroni tun der Spannung keinen Abbruch. Man rätselt bis zum Ende mit und erlebt dann den großen Showdown.
Obwohl ich vor Band 1 sehr skeptisch war, sind mir die beiden Protagonisten inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Ich lebe, liebe und fiebere mit.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nach diesem zweiten Band Fan des Bestatters Max Broll geworden bin und anschließend gleich zu Band 3 greifen werde.




© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Für immer tot
  • Autor: Bernhard Aichner
  • erschienen im btb Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi 
  • Seitenzahl: 240 Seiten
  • ISBN 978-3-442-71367-7
  • Erscheinung: 9. Mai 2016


Na, konnte ich dich auf dieses Buch neugierig machen? Dann kann über diesen Link das Buch bestellt werden.
Der Ertrag, der durch das Bestellen mittels dieses Buttons generiert wird, ermöglicht weitere Gewinnspiele auf meinem Blog. Und wer weiß, vielleicht bist du der nächste Gewinner.


05 August 2016

✒ Rezension (Die Schöne und der Tod / Bernhard Aichner)

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Ein sehr interessanter Titel mit einem sehr interessanten Bild. So war mein erster Eindruck. Was hat es mit dieser Heugabel auf sich? Hat die Farbe rot eine besondere Bedeutung in der Geschichte? Um eine Antwort auf meine Fragen zu erhalten, konnte es nur einen Weg geben ... lesen.

 Schon nach den ersten Sätzen war klar, dass dieses Buch etwas besonderes ist. Schon der Schreibstil, insbesondere die abgehakten Sätze sind sehr gewöhnungsbedürftig.
Aber da der erste Satz für die Gedankensteuerung des Lesers nicht unbedeutend sein soll, möchte ich euch diesen nicht vorenthalten. - Wir haben sie.
Nun tauchen weitere Fragen auf. Wer hat wen? Und warum? Gefangen? Oder gefunden? Hm...da muss man doch einfach weiterlesen, oder?

 Gesagt, getan! Wie bereits erwähnt erwartet den Leser eine Geschichte mit sehr abgehakten bzw. gekürzten Sätzen. Ähnlich dem ersten Satz - siehe oben.  Oftmals steht da nur ein Wort in einer Zeile. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Auch die Anführungssätzen bei Dialogen sind eher Mangelware. Vielmehr greift der Autor hier zu einem -. Ja richtig, ein Bindestrich kennzeichnet die gesprochenen Sätze. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber wiederum auch interessant.

 Die Protagonisten fand ich sehr gut charakterisiert. Insbesondere hat mir Baroni, also Johann Wälder sehr gut gefallen. Max Broll hingegen, fand ich sehr speziell. Es hatte auch einige Zeit gedauert, bis ich mich mit der Person zurecht gefunden habe. Er war mir ....hm... wie soll ich es beschreiben... in sich gekehrt? Unnahbar? Immer auf Abwehr? Eigenbrödlerisch?
Jedoch habe ich ihn immer besser kennengelernt. Er ist und bleibt... speziell.


 Abschließend kann ich sagen, dass mir dieser erste Band der Totengräber Max Broll Reihe gut gefallen hat. Ein paar kleine Hänger ließen den Lesegenuss zwar stellenweise etwas trüben, aber im Großen und Ganzen hat mich der Krimi gut unterhalten. Band 2 wartet nun schon auf mich.


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

 

Daten zum Buch:

  • Titel: Die Schöne und der Tod
  • Autor: Bernhard Aichner
  • erschienen im btb Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN 978-3-442-71366-0
  • Erscheinung: 11. April 2016

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16 Juni 2016

✒ Rezension (Die Eismacher / Ernest van der Kwait)

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- Mein Leseeindruck -

Was gehört zum Sommer? Na klar, Sonne und Eis. Deshalb ist mir dieses Buch auch sofort aufgefallen. Die Farben sind hervorragend gewählt und einfach sehr passend zum Titel.
Beim Anfassen des Buch fiel mir dann dieses samtig Gefühl auf. Zwar Papier, aber irgendwie nicht so glatt. Sehr interessant auf jeden Fall.

Klar, dass ich mich sofort "dem Eisgenuss" widmen wollte. Was mich dann erwartete ist kaum in Worten zu beschreiben. Es ist die Lebens- und auch ein bisschen die Liebesgeschichte der Familie Talamini. Eine Geschichte über fünf Generationen, die sich der Herstellung von Eis widmen. Ihr Leben wird von der Saison bestimmt.
Eine Geschichte, die stellenweise anrührend ist, traurig stimmt und zum Nachdenken anregt.
Es ist kein Roman, den man mal eben so nebenbei lesen kann. Nein, er ist sehr tiefgründig und man muss schon sehr genau lesen, um nichts zu verpassen.

An manchen Stellen war mir die Story doch etwas zu pathetisch und langatmig. Der Autor versetzt den Leser in eine etwas melancholische Stimmung, die zeitweise fast schon depressiv macht.

Die Protagonisten waren sehr gut charakterisiert, jedoch stellenweise auch sehr unnahbar.

Abschließend kann ich sagen, dass ich selten so einen tiefgründigen Roman gelesen habe. Man sollte sich viel Zeit für "Die Eismacher" Familie nehmen, dann kann die nächste Eissaison kommen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Eismacher
  • Autor: Ernest van der Kwast
  • Verlag: btb
  • Ausgabe: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-75680-3
  • Erscheinung: 9. Mai 2016


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23 Februar 2016

✒ Rezension (Hit & Run / Doug Johnstone)


 


- Klappentext -

Vollgepumpt mit Rote-Beete-Schnaps und Pillen fahren Billy Blackmore, seine Freundin und sein Bruder von einer Party nach Hause. Es ist mitten in der Nacht, die kurvige Straße hoch über Edinburgh ist leer – bis auf einen Fußgänger, der ihnen plötzlich auf die Motorhaube knallt. Panisch beseitigt das Trio alle Spuren und fährt davon. Doch der Albtraum nimmt kein Ende: Als angehender Gerichtsreporter bekommt Billy den Auftrag, über den tödlichen Unfall mit Fahrerflucht zu berichten ...



- Meine Leseeindruck -

Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen. Kurvenreichen Straße, drei Freunde, Alkohol... ein Unfall..... das klingt nach Action und Adrenalin. Dachte ich!
" Ein Wahnsinnsthriller", so betitelt Ian Ranking dieses Buch. Hm...ob er ein anderes Buch gelesen hat?

Ich konnte jedenfalls weder Wahnsinn noch Thriller finden. [Achtung Spoiler]Die drei Freunde, bekifft und besoffen haben einen Unfall und entsorgen die Leiche. Für einen klitzekleinen Moment hatte es der Autor, Doug Johnson, wirklich geschafft, das Gefühlschaos der Drei zu beschreiben. Retten und Strafen kassieren, oder entsorgen und keiner erfährt davon. Der Autor hat sich für das Entsorgen der Leiche entschieden, in dem die Drei den Toten eine Böschung runter werfen. Klar, dass die Leiche nun gefunden wird. Und auch klar, dass das nicht irgendeine Leiche ist. Soviel zur Story, denn mehr passiert auch nicht.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch ein Zufallsprodukt ist, oder der Autor wirklich sehr viele Stunden mit dem Schreiben verbracht hat. Auf mich wirkte die Story einfach langweilig. Spannung auf einer Seite am Anfang, dann nur noch Geplätscher. Wo ist der Wahnsinnsthriller, den Ian Rankin hier so anpreist?


- Fazit -
 
Protagonisten - farblos, Handlung - langweilig, Spannung - nicht vorhanden.
Sehr schade!

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Hit & Run
  • Originaltitel: Hit and Run
  • Autor: Doug Johnstone
  • Verlag: btb Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-74931-7
  • Erscheinung: 10.08.2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -








05 November 2015

✒ Rezension (Wer ruhig schlafen kann / Mechthild Lanfermann)

Cover: btb Verlag
Wer ruhig schlafen kann
Band 3 der Reihe: Emma Vonderwehr und Edgar Blume
von Mechthild Lanfermann
erschienen 2014 als Taschenbuch mit 420 Seiten
ISBN: 9783442747245
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und hier darf das Buch gekauft werden - klick
 
 
Klappentext:
 
Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht … 
 
Mein Leseeindruck:
 
 Da es sich bei dem vorliegenden Buch bereits um den 3. Band der Ermittler Vonderwehr und Blume handelt, war ich anfangs etwas skeptisch, ob ich direkt in die Geschichte einsteigen konnte, oder ob man die Vorgänger atü benötigt. Aber nein, dieses Buch kann wunderbar selbstständig gelesen werden, da alle Charakteren ausreichend beschrieben werden. Rückblenden auf die Vergangenheit werden ausführlich erklärt, so dass keine Fragen offen bleiben.
Interessant fand, dass es sich bei den Ermittlern nicht nur um Kommissare handelt, sondern Emma Vonderwehr als Radioreporterin wiederum ein, für mich, ganz neues Genre bedient. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass sie Eine von uns wäre. Sehr menschliche Züge und absolut nachvollziehbare Handlungen. Kommissar Blume hingegen fand ich etwas blass. Ob das bei den Vorgänger auch schon so war? Ob es seine Rolle ist? Ich weiß es nicht. Hier hätte ich mir etwas mehr Elan, Power evtl. Wortwitz gewünscht. Etwas, mit dem er polarisiert.
Neu war für mich auch das Thema: Obdachlosigkeit. Klar, man kennt es - glaubt man zumindest. Aber wie schon im Buch steht: Wo fängt Obdachlosigkeit an? Weshalb wurde jemand obdachlos? Welche Schicksale stehen dahinter. Ein Thema, das mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Wie oft laufen wir an Obdachlosen vorbei, wenden uns ab, verwenden die Worten: Penner? Von der Gesellschaft ausgeschlossen bzw. ausgestoßen. Aber was steckt wirklich dahinter. Durch diesen Krimi bringt uns die Autorin diese Welt etwas näher. Erschreckend ist hierzu auch die Zahl der Jugendlichen, die "auf Treibe" sind.
Eine Agentur, hier "Seitenwechsel" genannt, vermittelt Managern Einblicke in die unteren soziale Ebenen. Aber auch hier stellt sich die Frage, ob es diesen Spitzenverdienern wirklich darum geht, einen Einblick zu erhalten. Ich bezweifle dieses. Auch das Buch zeigt verschiedene Seiten auf, weshalb ein Topmanager diesen Einblick haben möchte. Jeder Leser kann sich nun selbst sein Bild machen.
Genug des Lobes: Einen kleine Wehmutstropfen hat dieser Krimi jedoch, der Täter war mir zu offensichtlich. Leider!
 
Fazit:

Ein toller Krimi, der auch sozialkritische Themen aufgreift.
 

Meine Bewertung:
 4 Sterne
 
Vielen Dank an den btb Verlag, sowie Buchblogger für das Leseexemplar.


© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


20 Oktober 2015

Hochsommermord / Jochen Frech

Cover: btb Verlag
Hochsommermord
von Jochen Frech
erschienen 2013 als TB mit 320 Seiten
ISBN: 978-3-442-74464-0
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Zum Inhalt:
 
Moritz Kepplinger, ehemaliger SEK-Beamter und frischgebackener Kriminalkommissar tritt in Göppingen seinen Dienst an. Bereits am ersten Tag muss er sich um den Fall der Vermissten 10jährigen Manuela kümmern. Zusammen mit der Polizeiobermeisterin Lea Thomann beginnen die Ermittlungen, die jedoch einiges überraschendes zu Tage bringen.


Meine Meinung:
 
Selten einen so spannenden regionalen Krimi gelesen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bis zum Schluss lässt der Autor, im Übrigen selbst Polizist, den Leser im Dunkeln. Die Geschichte wirkt so glaubhaft und echt, dass es sich wirklich um einen reelen Fall handeln könnte. Die Protagonisten sind hervorragend dargestellt, so dass der Leser sich schon bald als Zuschauer dieser ganzen Szenerie fühlt.

Fazit:
 

Für mich mit Sicherheit eines der besten Debüts diesen Jahres.
Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung der beiden Ermittler.

Meine Bewertung:
 
5 Sterne mit Lesetipp