Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension Nr. 118/2017: Tod im Schärengarten - Band 2 der Thomas Andreasson Reihe

Bildrechte beim Verlag



 Titel: Tod im Schärengarten
 Autor: Viveca Sten

 Verlag: Kiepenheuer & Witsch
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 368 Seiten 
 ISBN  978-3-462-04302-0

 Erschienen am: 18.04.2011
 Leseprobe: hier









»Viveca Sten hat ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, das es keiner brutalen Szenen bedarf, um einen spannenden Roman zu schreiben.«
Oberösterreichische Nachrichten


Klappentext:

Konzentrierte Spannung vor dem Start zur berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln. Alle erwarten, dass das neue Boot von Oscar Juliander vorne liegen wird – doch fällt es gleich nach dem Startschuss zurück. Juliander, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft, ist erschossen worden – zeitgleich mit dem Startschuss und vor den Augen des  Regattapublikums.

Kommissar Thomas Andreasson hatte sich darauf gefreut, bei der bekannten Segelregatta hautnah dabei zu sein – doch nun ist er Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen führen ihn ins Milieu der Vornehmen und Reichen, der Yachtbesitzer und Adeligen. Warum musste Juliander sterben? Motive gibt es zuhauf: Juliander betrog seine Ehefrau, er düpierte seine Partner und spielte mit Mandanten Katz und Maus.  Während sich Thomas an der vornehmen Gesellschaft die Zähne ausbeißt und auch privat nicht alles rund läuft, hat Nora, seine Freundin aus Kindertagen,  andere Probleme: Sie möchte das gerade ererbte Haus auf Sandhamn behalten, das ihr Mann unbedingt verkaufen will. Während ihre Ehe zu zerbrechen droht, geschieht ein neuer Mord...


Die Frauenstimme auf Funkkanal sechzehn zählte langsam rückwärts. (1. Satz)


Mein Leseeindruck:

Da ich mit dem ersten Band so meine Probleme hatte, wollte ich der Reihe aber nun doch nochmal eine Chance geben. Sehr gelungen nimmt VIVENCA STEN immer wieder Bezug auf den Vorgängerband, jedoch ohne zuviel Vorkenntnisse zu verlangen. Kleine Hinweise werden gesetzt, die jedoch auch ohne den ersten Band zu kennen, durchaus verstanden werden. Für den Kenner des ersten Bandes sind es kleine Wiederholungen, um nochmals an die Protagonisten zu erinnern, oder auch den zurückliegenden Fall.

Wer hier einen blutrünstigen Krimi erwartet, wird leider etwas enttäuscht werden. VIVENCA STEN schreibt eher ruhig, aber nicht ohne Spannung, nur eben, dass kein Blut fließt.
Auch das Privatleben der Ermittler, Nora und Thomas, kommt nicht zu kurz. Die Freundschaft zwischen den beiden wird sehr deutlich, überlagert aber nicht die Geschichte.

Man spürt, dass VIVENCA STEN sich im Bereich des Segeln auskennt und viel Wissen mit in die Story legt. So bringt sie zum Beispiel dem Leser Luv und Lee nahe, ohne schulmeisterlich zu wirken.

Durch die vielen Irrungen und Wirrungen wird das Lesen zum Genuss und der TOD IM SCHÄRENGARTEN wird zu einem spannenden Leseerlebnis. Mich hat es jedenfalls so begeistert, dass ich mir unbedingt auch den Nachfolgeband zulegen möchte.  Im Gegensatz zu Band 1, fand ich diese Fortsetzung absolut gelungen.

Spannung: 📖 📖 📖 📖       Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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