Freitag, 17. März 2017

Rezension Nr. 33/2017: Mord im Paradies

  

 

    Titel: Mord im Paradies
    Reihe: Inspector Poole #1
    Autor: Robert Thorogood
    erschienen im Rowohlt Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch 
    Genre: Krimi
    Seitenzahl:  384
    ISBN 978-3-499-27275-2
    Erscheinung: 17. Februar 2017
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Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Irgendwie hatte mich dieses Cover fasziniert. Und als ich dann noch gesehen habe, dass es sich um den 1. Band einer Reihe handeln würde, hat mein Herz als echter Serienjunkie deutlich höher geschlagen und schwupps...war das Buch auch schon auf meinem Regal.
Für Liebhaber der klassischen englischen Kriminalfilme ist ‹Death in Paradise› fast schon Pflichtprogramm. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Klappentext:

Guru Aslan führt ein beschauliches Leben in seinem spirituellen Urlaubsresort The Retreat in der Karibik. Bis er eines Morgens nach seiner alltäglichen Tiefenmeditation tot in einem Teehaus aufgefunden wird. Mit ihm waren fünf Teilnehmer anwesend, alle behaupten, tief in ihre Meditation versunken gewesen zu sein. Ein Fall für Detective Inspector Richard Poole! Der Brite wurde gegen seinen Willen auf die karibische Insel versetzt und kämpft noch immer mit seinem Schicksal: der unerträglichen Hitze und der betonten Lässigkeit seiner örtlichen Kollegen. Und nun hat Poole es auch noch mit wenig hilfreichen Zeugen zu tun, die ihm lieber von seiner Aura erzählen möchten als von ihrem Alibi. Entschlossen, den Mörder aufzuspüren, ist Inspektor Poole schon bald auf heißer Spur, und er wird weder rasten noch ruhen, bis er ihn gefunden hat.


Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Als erstes ist mir dieser doch sehr dünne Einband aufgefallen. Sparmaßnahme des Verlags? Dann heißt es wohl noch mehr aufpassen, damit keine Leserillen ins Buch kommen.
Das Cover selbst erinnert mich so ein bisschen an die guten alten Krimis aus Wallace und Christie Zeiten. Auch die Farbgebung des Covers finde ich interessant.

Schon der Prolog entführt den Leser in eine ganz andere Welt. Eine Welt voller Jota, Meditation und Spiritualität. Und dann, wenn der Leser sich zurecht gefunden hat, geschieht der Mord.

Ein Mord, bei dem der Täter sich sofort stellt. Aber Pool bemerkt, dass da irgendwas faul ist und beginnt mit seinen Ermittlungen.
Obwohl der Ermittler als altklug erscheint, ist er eine ganz interessante Figur.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall Pools Menschenkenntnis. z.B. auf Seite 43: "Außerdem verriet ihm die Art und Weise, wie Saskia Camille zuhört, den Kopf leicht zur Seite geneigt, dass sie ein Mensch war, der sich gerne sagen ließ, wo's langging."
Solche und ähnliche Verhaltenstheorien erscheinen zwar etwas anstrengend, verdeutlichen aber auch, wie clever der Ermittler ist.
Manches lässt schon sehr altmodisch erscheinen, erinnert aber auch sehr nett, an die guten alten Schwarzweißkrimis aus Zeiten Agatha Christies oder Edgar Wallace. 

Witzig fand ich Dwaynes Harley Davidson mit Beiwagen  in Polizeilackierung, mit der er zu den Einsätzen fährt. Oder auch Richards Bananen-Sandwich Tick.


Fazit:

Eine typisch britischer Charme, gepaart mit dem typisch britischen Witz....ja, das ist Richard Pool. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.


Vielen Dank an den rororo Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog