Samstag, 18. Februar 2017

Rezension Nr. 21/2017: Preussens erste Königin


   


    Titel: Preussens erste Königin - Anekdoten über
             Sophie Charlotte
    Reihe: 
    Autor: Margarete Drachenberg
    erschienen im Eulenspiegel Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Historie
    Seitenzahl:  128
    ISBN 978-3-359-01712-7
    Erscheinung: 15. August 2016
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Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Ich liebe diese kleinen geheimen Geschichten, die hinter vorgehaltener Hand erzählt werden. Es ist beinahe so, als würde man durch ein Schlüsselloch blicken und intime Details erfahren.


Rückentext:

Den Sohn des Sonnenkönigs sollte sie heiraten, die Frau des brandenburgischen Markgrafen wurde sie. Der krönte alsbald sich und seine Gattin zu »König und Königin in Preußen«. Im Berliner Stadtschloss kam Sophie Charlotte ihren Pflichten nach, ihr Parkett aber wurde der Musenhof in Schloss Lietzenburg. Allem Schöngeistigen und den Wissenschaften zugetan, zog sie Künstler und kluge Köpfe an den Hof. Ihr einziger, heiß geliebter Sohn entpuppte sich als Sorgenkind, der wenig Sinn für das Bildungsstreben seiner Mutter hatte. Dass er als »Soldatenkönig« seinen Teil zum Aufblühen Preußens beitrug, erlebte die im Alter von 36 Jahren verstorbene Königin nicht mehr. Wenn Preußens Gloria von den Friedrichen und Wilhelmen repräsentiert wird, dann ist Preußens Glanz maßgeblich mit dem Namen Sophie Charlotte verbunden.


Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Das Gemälde der Sophie Charlotte, die Feder und der Schriftzug lassen das Herz der Historienliebhaber höher schlagen. Der Blick auf den Rückentext zeigt, welch ruhmhaftes Leben die Preußen Königin hatte. Aber Freud und Leid liegt ja bekanntlich eng neben einander.
Kommen wir zum Innenteil.
Es beginnt mit den Kinder- und Jugendjahren einer Fürstentochter. Sehr interessant wird hier z.B. beschrieben, unter welchen Umständen Sophie Charlotte verheiratet wurde. Außerdem erfährt der Leser, dass es kein exaktes Geburtsdatum von ihr gibt. Lediglich eine genaue Uhrzeit, aber an welchem Tag????

Die Autorin zeigt mit ihrem Schreibstil auf, dass sich Sophie Charlotte irgendwie nie so richtig wohl in ihrem Dasein gefühlt hat. Sei es das Berliner Stadtschloss, oder auch einfach in ihrer Rolle als Ehefrau und Regentin.
Viel lieber würde sie sich mit Künstlern umgeben und in die "schöne" Welt eintauchen.

Fazit:

Das Buch hat mir Einblicke in die damalige Zeit gewährt, die man bei all dem Glanz und Gloria, Pomp und Tard, einfach gar nie in Erwägung zieht. Nämlich, dass sich jemand in der ihm gewiesenen Rolle gar nicht wohl fühlt.
Sehr gut haben mir die kleinen Anekdoten gefallen, die mir einen kleinen Blick durch das Schlüsselloch geboten haben.
Meine Empfehlung für alle Historien Interessierten. 
 
 
 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog