Das hier vorgestellte Buch "Warnemünder Witwen" von Henriette Hartl ist 2026 im Emons Verlag erschienen.
Zum Inhalt:
Intrigen, Spannung und Humor an der Ostseeküste Gerade neu an die Ostsee gekommen, steckt Luxus-Immobilienberaterin Karoline direkt im Schlamassel: Ihr neuer Kollege Enno ist zwar charmant, aber reichlich heruntergekommen, ein Stalker verfolgt sie, und die feine Gesellschaft der »Warnemünder Witwen« entpuppt sich als höchst undurchsichtig. Hat deren Grande Dame Hedda tatsächlich ihren Mann umgebracht? Karoline ist davon fest überzeugt. Aber wie kann man Hedda das nachweisen? Dann verschwindet ihr wichtigster Informant, Karoline findet eine Leiche – und wird selbst zur Verdächtigen ...
Mein Leseeindruck/Fazit:
In „Warnemünder Witwen“ lernen wir Karoline von Altstätt kennen, eine ambitionierte Immobilienmaklerin, die sich auf Luxusobjekte spezialisiert hat. Die Autorin Henrietta Hartl hat hier einen vermeintlich spannenden Schauplatz gewählt, der nach Glanz und Glamour klingt und genau die richtige Kulisse für einen High-Society-Krimi sei, so dachte ich zumindest. Doch der Schein trügt.
Karoline wird von einem mysteriösen Stalker verfolgt, was eigentlich gute Voraussetzungen für Nervenkitzel bietet. Wer steckt hinter der Bedrohung? Was sind die Motive? Das Rätsel hätte die Spannung ordentlich anheizen können. Leider bleibt es bei einem Versuch, denn die Geschichte entwickelt sich eher zu einem durchschnittlichen Krimi ohne den erhofften Pep.
Man merkt, dass Henrietta Hartl ihrer Protagonistin Esprit verleihen wollte. Sie hat Karoline mit einem gewissen Stil ausgestattet, der aber leider nicht zündet. Die Hauptprotagonistin bleibt während des gesamten Buches recht unnahbar, was es schwer macht, mit ihr mitzufiebern oder sich wirklich für ihr Schicksal zu interessieren. Gerade in einem regionalen Krimi ist die emotionale Verbindung zu den Figuren oft der Schlüssel zur Spannung, hier fehlt sie schlichtweg.
Auch das Tempo des Romans wirkt eher gemächlich, sodass die Story nie richtig Fahrt aufnimmt. Trotz des interessanten Settings und der mysteriösen Nebenhandlung bleibt die Atmosphäre blass und der Funke will einfach nicht überspringen.
Kurz gesagt: „Warnemünder Witwen“ hatte alles, um ein spritziger und packender High-Society-Krimi zu werden, doch leider konnte mich das Buch nicht begeistern. Schade, ich hatte mir mehr erwartet! Für alle, die auf leichte Unterhaltung stehen und die Küstenkulisse mögen, könnte es dennoch einen Blick wert sein. Für echte Spannungshungrige gilt allerdings: Da geht mehr!
Fazit: ⭐⭐

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