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Willkommen im Ruhrpott der Achtziger!
"Ach ja, wo ist nur die Zeit geblieben?", mit diesem Seufzer entführte mich Elke de San Antonio in ihrem Roman „Leberwurst mit Gürkskes“ mitten hinein in die knallbunte und schräge Welt der 80er Jahre. Wer damals gerne das TV-Highlight „Ein Colt für alle Fälle“ schaute und dabei genüsslich Leberwursthäppchen mit Essiggürkchen knabberte, wird sich sofort heimisch fühlen.
Im Mittelpunkt des Romans steht der schüchterne Manfred, ein ganz gewöhnlicher Typ, der weder als Frauenheld glänzt noch im Mittelpunkt stehen will. Sein ruhiges Leben gerät jedoch gehörig aus den Fugen, als die attraktive Grit über ihm einzieht. Plötzlich wird aus dem Couch-Potato ein Mann mit Herzklopfen und Nerven aus Drahtseilen. Grit fasziniert Manfred auf eine Weise, die er so nicht erwartet hatte. Doch wie es in guten Geschichten so ist: Nur weil man mal kurz den Mut fassen möchte, läuft nichts reibungslos. Grits Ex-Verlobter taucht auf und sorgt für zusätzlichen Wirbel und das Chaos ist perfekt.
Elke de San Antonio versteht es meisterhaft, die Atmosphäre jener Zeit mit lebendigen Beschreibungen aufleben zu lassen. Die Geschichte wirkt nicht wie ein staubiges Retro-Nostalgie-Porträt, sondern wie eine kleine Zeitreise, die charmant und humorvoll zeigt, wie das Leben in den 80ern tatsächlich war. Schräge Situationen, authentische Charaktere und allerlei kuriose Details machen den Lesegenuss besonders.
Wer Lust hat auf eine unterhaltsame Story voller Herz, Witz und einer Prise Chaos, der sollte „Leberwurst mit Gürkskes“ unbedingt ausprobieren. Ein Buch, das Erinnerungen weckt und gleichzeitig ein vergangenes Lebensgefühl auf wunderbare Weise einfängt.
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