92/2018: Adlerschanze / Ingrid Zellner

Liebe Blogleser,

heute stelle ich euch einen Krimi vor, der vor Regionalität und Authenzität nur so strotz.
Es handelt sich um: Adlerschanze von Ingrid Zellner.


Als Thema hat die Autorin sich das Skispringen ausgesucht. Hier erfährt man wirklich vieles über die Trainings- und Leistungsphasen der Springer. Aber auch, welche Schicksale dahinter stehen können.
Auch der Ermittler ist eher außergewöhnlich, aber durchaus sehr interessant, witzig und absolut unterhaltsam.

Wer denkt, dass in Hinterzarten nur im Winter der Bär steppt, wird mit diesem Krimi eines Besseren belehrt, denn nicht umsonst schreibt die Süddeutsche Zeitung:
"Man kann über die Dachauer Autorin Ingrid Zellner sagen, was man will, aber langweilig sind ihre Bücher nie."

In diesem Sinne .... viel Spaß beim Lesen.



Ein Baden-Württemberg Krimi, wie er spannender kaum sein könnte!

Bildrechte beim Verlag




    Titel: Adlerschanze    
    Reihe:  -
    Autor: Ingrid Zellner

    erschienen im Silberburg Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 256 Seiten 
    ISBN 978-3-8425-2088-2
    Erschienen: 25.07.2018


    Meine Bewertung: 📖 📖 📖 📖 📖









📚 Zum Inhalt 📚

Während des Skisprung-Sommer-Grand-Prix auf der Adlerschanze in Hinterzarten wird im nahe gelegenen Adlerweiher die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Der indischstämmige Kommissar Surendra Sinha, zufällig zu Besuch im Schwarzwald, wird ungewollt in die Ermittlungen der Freiburger Kripo mit einbezogen. Die Spuren führen in den Kreis der Nachwuchs-Skispringer. Eine Beobachtung der Skilegende Georg Thoma bringt schließlich den Stein ins Rollen …
 
📚 Mein Leseeindruck 📚
 
Vorab muss ich gleich mal anmerken, dass ich großer Fan von Krimis mit regionalem Bezug bin. Ganz klar, dass ich somit natürlich auch irgendwann mal den SILBERBURG VERLAG für mich entdeckt hatte. So war ich auch überglücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, bei einer Leserunde diesen Krimi zu gewinnen und mich mit der Autorin austauschen konnte.
 
Aber kommen wir zum Inhalt. Schon auf den ersten Seiten spürt man etwas geheimnisvolles, das den Fall umgibt. Wobei sich mein Fokus, dank der schriftstellerischen Fähigkeiten von INGRID ZELLNER, auf eine bestimmt Person festgelegt hatte. Ich wusste gleich, dass hier irgendwas nicht stimmte. Die Frage war nur: Was oder anders gefragt: Weshalb? Dieses galt es natürlich nur, auf den Grund zu gehen. Dabei half mir natürlich auch der Ermittler in der Person eines aus Indien stammenden Polizisten, der für mich absolut authentisch, witzig und sehr unterhaltsam war. Aber auch seine Mutter, die im Krankenhaus auf ihre Genesung wartet, hat mich sehr gut unterhalten. Ich habe über ihre Verkupplungsversuche sehr gelacht.
 
Man spürt durchgängig, wie sehr sich die Autorin mit dem Thema Skispringen beschäftigt hat. Ich hatte in keiner Szene den Verdacht, dass sich hier irgendwas zusammengereimt , oder aus Unwissenheit schnell übersprungen wurde. Alleine schon die Erwähnung der großen Skisprung Legenden z.B. Georg Thoma, bergen große Recherchearbeit. Für mich ist der Spagat zwischen Krimi und Unterhaltung sehr gut gelungen.
 
Als es am Ende dann zum großen Showdown kam, wurde meine Vermutung nur zum Teil bestätigt. Immer neue Wendungen haben den Krimi nicht langweilig werden lassen und stets wollte ich mehr wissen. Ja, ich wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus den Händen legen.
 
Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover ist Verlagstypisch und weist deutlich auf die Thematik hin. Die Farbgestaltung sowie der Klappentext machen sehr neugierig und man ist auch gleich geneigt, das Buch in die Hand zu nehmen, über das Cover zu streicheln und schwupps...schon ist man mitten in der Welt der Skispringer.
 
📚 Lesespaß oder Lesefrust 📚

Bei solch einer Dramatik, die der Krimi bietet, ist es schwer von Lesespaß zu sprechen. Dennoch kann ich bestätigen, dass mich die Story absolut fasziniert und auch gefesselt hat. Die Thematik ist hervorragend gewählt, neu und somit auch nicht abgedroschen. Man taucht ab der ersten Seite direkt in die Welt der Skispringen ein, erlebt aber auch Intrigen und Tragödien. Na ja, wie im echten Leben eben. Und das wäre auch schon ein sehr wichtiger Punkt. Der Krimi besticht geradezu durch Authenzität. Ich kann mich an keine Szene erinnern, die ich übertrieben, holprig oder langweilig fand. Dieses ist wohl das großartige Geschick der Autorin, ihre Leserschar mit Informationen und einem Krimianteil zu belohnen. Ich kann nur sagen: Vielen Dank hierfür.
Ich freue mich schon darauf, eine Fortsetzung von Surendra Sinha, den ich gedanklich immer nur Sina genannt hatte, zu lesen und auch mehr von seiner liebreizenden Mutter zu erfahren.
Ich drücke der Autorin für Ihren Erfolg jedenfalls alle Daumen!


Meine Bewertung im Einzelnen:

Schauplatz 📖 📖 📖 📖 📖
Protagonisten 📖 📖 📖 📖 📖 
Spannung 📖 📖 📖 📖
Unterhaltung 📖 📖 📖 📖 📖 

Wer mehr von meinen Eindrücken wissen möchte, darf gerne einen Blick in meinen Lesestatus riskieren. Aber Vorsicht, Spoileralarm! ➡ Lesestatus

Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -


Vielen Dank an Ingrid Zellner für das Buch und die lebhafte Begleitung in der Lovelybooks Leserunde.

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