Mittwoch, 18. April 2018

Rezension Nr. 43/2018: Schweige nun still (Emily Elgar)

Die Nacht zieht sie in eine eisige Umarmung, als sie die schmale Straße entlanggeht, immer tiefer in die melassedichte Dunkelheit hinein. (1. Satz)
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:

Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen. Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist …

Mein Leseeindruck:

Ich muss gestehen, dass es das Cover war, was mich irgendwie total angesprochen hatte. Irgendwie minimalistisch, aber doch wieder sehr interessant. Aber dazu später mehr.

Während der ersten Seiten musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, der irgendwie außergewöhnlich war. Nein, er war nicht schwierig, sondern vielmehr .... hm.... irgendwie anders. Aber vielleicht war es auch gerade das, was mich so neugierig gemacht hatte. Kaum hatte ich das Buch begonnen, wollte ich auch nicht mehr gestört werden und nur noch lesen. Die gesamte Geschichte wird eigentlich von etwas düsterem begleitet. Ständig hatte ich das Gefühl, dass gleich wieder etwas passieren würde, was aber leider nicht der Fall war. Ich war während des gesamten Buches sehr angespannt, was mir nur sehr selten passiert. Hm....und eigentlich hätte auch deutlich mehr passieren dürfen. Hier war ich am Ende doch etwas enttäuscht, zumal doch auch dem Cover Psychothriller steht.
Leider blieb das "Psycho" hier etwas auf der Strecke und auch die Spannung war nicht immer gegeben.

Sehr interessant fand ich die verschiedenen Erzählperspektiven. Hier muss ich jedoch sagen, dass mir Cassie irgendwie so gar nicht wirklich zugesagt hat. Ich wurde leider so gar nicht warm mit dieser Charaktere.

Nun noch zu Cover und Klappentext: Wie bereits beschrieben, hatte mich das Cover direkt angesprochen. Ob es nun die Farbgebung war? Oder waren es die Federn? Ich weiß es nicht! Auf jeden Fall schwebt schon etwas unheilvolles auf dem Cover mit, das wiederum sehr neugierig macht.
Der Klappentext wurde gut gewählt. Er verrät nicht zu viel oder zuwenig. Genau richtig also.

Fazit:

Leider hat mich dieser Psychothriller nicht so wirklich mitgerissen. Ein Spannungsbogen war nicht vorhanden, obwohl immer unterschwellig etwas unheilvolles mitklang. Nervenkitzel war da, aber das war es auch schon. Leider!

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