Dienstag, 3. Oktober 2017

Rezension Nr. 107/2017: Neuntöter für Greetsiel - Band 4 der Jan de Fries Reihe




 Titel: Neuntöter für Greetsiel
 Autor: Dirk Trost

 erschienen im Edition M Verlag
 Ausgabe: ebook
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 494 Seiten 
 ISBN  9781542098700 
 Erscheinung: 19. September 2017









Da ist wohl die Kacke am Dampfen. (vgl ebook 1%)



Klappentext:

In dem Moment, als die Signalrakete mit einem scharfen Knall explodiert und die Nebelbank in rotes Licht taucht, weiß der ehemalige Anwalt Jan de Fries, dass etwas gewaltig nicht stimmt. Zwei miteinander vertäute Muschelkutter treiben wie Geisterschiffe auf dem Meer. Als Jan mit seinen Freunden Uz und Onno an Bord geht, erwartet ihn in der Kabine eine Szenerie des Grauens: Die beiden Mannschaften der Fischerboote hatten sich wohl zu einer Geburtstagsfeier auf See getroffen, nun sind sie alle tot. Doch von wem wurde nur wenige Minuten zuvor die Rakete abgefeuert? Sofort ist klar, dass die Seeleute keines natürlichen Todes gestorben sind und Jan mitten in einer neuen Ermittlung steckt. Am nächsten Tag beim Morgenlauf entlang des Deichs werden Jan und sein Hund Motte Opfer einer gezielten Attacke, offensichtlich will jemand mögliche Nachforschungen im Keim ersticken. Es wird deutlich, dass Jan es dieses Mal mit besonders gefährlichen Gegnern zu tun hat …


"Hey, was ist denn da los?" (1. Satz)

Mein Leseeindruck:

Das es sich bereits um den vierten Band der Jan de Fries Reihe handelt, habe ich erst relativ spät bemerkt. Zeigt aber nur, dass er auch ohne Kenntnisse der Vorgänger gelesen werden kann und gut verständlich ist. Hm... dabei steht es eigentlich ganz groß auf dem Cover. Dennoch ist es mir irgendwie nicht aufgefallen.

Dieses Mal führt der Autor den Leser auf einen Muschelkutter. Dieser scheint nämlich völlig menschenfrei auf dem Meer zu schippern, ähnlich einem Geisterschiff.  Von der Mannschaft keine Spur, es scheint aber, als hätte sich die Besatzung gerade eben erst in Luft aufgelöst. Und auch auf dem zweiten Schiff, das mit dem Geisterschiff vertaut war, ist keine Menschenseele zu finden. Aber irgendjemand hatte doch eine Signalrakete abgefeuert. Die drei Freunde Jan, Uz und Onno machen sich auf die Suche und finden schier unglaubliches. War die Besatzung vergiftet worden? Was war geschehen, Anwalt Jan de Fries beginnt zu ermitteln.

Der Autor hat mit dem Rechtsanwalt im Ruhestand, Jan de Fries, einen Charakter erschaffen, der sehr clever, manchmal etwas überheblich und auch sehr agil scheint. Leider ist es mir nicht gelungen, mich vollständig in den Charakter einzudenken. Teilweise fand ich ihn sogar ziemlich unsympathsch.

Die Story wirkt gut durchdacht und lässt auf gutes Hintergrundwissen des Autors schließen. Gerade im Bezug auf die Schifffahrt, wird schnell deutlich, dass der Autor hierzu große Ambitionen hat. Bei der reinen Ermittlungsabeit wiederum vermisse ich ein bisschen die Spannung - das gewisse Etwas. Der Spannungsbogen ist zwar vorhanden, aber für mich war es eher ein ständiges Auf und Ab.
Hinter dem ganzen steckt eine tolle und durchaus sehr interessante Idee.

Fazit:

Obwohl ich eine Serienjunkie bin, weiß ich nicht, ob ich mir die drei Vorgängerband besorgen werde. Das Buch liest sich durch den schnörkellosen Schreibstil sehr flott, dennoch hat es mich nicht so ganz überzeugt. Möglicherweise werde ich mir irgendwann den ersten Band ausleihen um zu sehen, ob sich die Protagonisten weiter entwickelt haben. Denn dann würde ja noch Hoffnung bestehen.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖      Protagonist: 📖 📖 📖 


Vielen Dank an netgalley.de für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog