Donnerstag, 14. September 2017

Rezension Nr. 102/2017: Saufen nur in Zimmerlautstärke





Titel: Saufen nur in Zimmerlautstärke
Autor: Hans Rath

erschienen im Rowohlt Kindler Verlag
Ausgabe: Hardcover
Genre: Roman
Seitenzahl: 304 Seiten 
ISBN  9783463406961
Erscheinung: 18. August 2017







Leute, die schon alles haben, finden es [...] sehr beruhigend, wenn sie immer noch mehr bekommen. (Seite 20)

Klappentext:

In Adams Leben knirscht es gewaltig. Als sein Herz rebelliert und damit ein deutliches Signal sendet, fliegt er nach Island, um in der urwüchsigen Landschaft gründlich über sein Leben nachzudenken. Im Sturm stürzt Adam von einer Klippe - und wird von einem seltsamen Typen gerettet: Magnus, ein kleinwüchsiger, etwas verlotterter Mittzwanziger in Wollklamotten. Der behauptet, ein waschechter Troll zu sein - in dessen Schuld Adam nun steht. Was in Island so viel heißt wie: Magnus genießt Sonderrechte, und Adam wird ihn nicht wieder los, auch nicht bei der Rückreise nach Berlin. Dort versucht Adam, sein Leben aufzuräumen, doch der anarchische Magnus stürzt es immer tiefer ins Chaos.


Am Ende sind alle Märchen wahr. (1. Satz - Seite 7) 


Mein Leseeindruck:

Wer kennt nicht das Sprichwort: Mir steht das Wasser bis zum Hals? Dem Herrn auf dem Cover auf jeden Fall. Hier hatte sich der Verlag wirklich ein tolles Cover einfallen lassen.
Frohen Mutes habe ich mich auf das Buch eingelassen und war bereits nach wenigen Seiten sehr betroffen. Plötzlicher Herzstillstand, und die Ersthelfer haben nichts besseres zu tun, als miteinander zu flirten. Was ziemlich witzig klingt, ist eigentlich nicht wirklich unterhaltsam.
Wer möchte sich wirklich in dieser Situation befinden?
Aber dann ... die Rettung.


Sterben ist ein seltsames Gefühl. (Seite 7)


Was anschließend kam war der Wunschgedanke vieler Menschen. Ein Arzt schreibt dich für eine Woche krank und schickt dich zur Erholung ins Ausland. Nach Island um genau zu sein. Einfach mal so. Mhhhh.... könnte ich bitte mal die Adresse des Arztes bekommen. Ich hätte da auch ein gaaaaaanz schweres Leiden, das ich nur mittels Urlaub kurieren könnte.
Ihr merkt also schon, dass man diesen Roman nicht allzu ernst nehmen sollte.
Tja, aber da kommen wir auch schon zu meinem Hauptproblem: ernst nehmen.
Ich muss gestehen, dass ich ein absoluter Cover-Käufer bin. So habe ich mich auch von diesem Cover leiten lassen. Leider konnte es mich nicht überzeugen. Hatte es doch den Anschein, dass es ein humorvoller Roman wird, so habe ich jedoch die Story nicht als humorvoll, sondern als chaotisch empfunden. Ein Protagonist, Adam, der mir etwas zu farblos gehalten war. Humor, über den ich nicht wirklich lachen konnte. Hm.... für mich war das leider nichts .... etwas enttäuschend.

Spannung: 📖      Unterhaltung: 📖 📖    Protagonist: 📖 📖


Vielen Dank der Plattform Was-liest-du für das Rezensionsexemplar.
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog