Donnerstag, 1. Juni 2017

Rezension Nr. 57/2017: Mittsommerleuchten








    Titel: Mittsommerleuchten
    Autor: Åsa Hellberg
    erschienen im UllsteinVerlag
    Ausgabe: Taschenbuch 
    Genre: Roman
    Seitenzahl:  432
    ISBN 9783548613420 
    Erscheinung: 12. Mai 2017





 
Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Die sommerfrischen Farben hatten mir eine gute Unterhaltung versprochen.




Klappentext:

Gloria dachte mit ihren 53 Jahren eigentlich, das Leben hätte keine Höhepunkte mehr zu bieten. Jetzt soll die schwedische Operndiva die Hauptrolle in »Carmen« übernehmen. Aber der Gedanke an die Proben versetzt sie in Panik - denn in den beiden männlichen Hauptrollen sollen ausgerechnet zwei ihrer alten Liebhaber auftreten. Glorias Schwester Agnes dagegen führt eine stabile Beziehung. Aber irgendwann hält sie so viel Stabilität und Ereignislosigkeit nicht mehr aus, trennt sich von ihrem Mann und flüchtet zu Gloria.Gemeinsam gelingt es den beiden ungleichen Schwestern, das Gefühlschaos zu lichten. Gloria und Agnes entdecken, dass es nie zu spät ist, das Glück zu suchen - und zu finden.




Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Das Cover besticht durch seine sommerfrischen Farben. Das Boot lädt zum Picknicks ein und man hört förmlich das leise Plätschern der Wellen. Idylle pur!
  
Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Nachdem sie Dagens Nyheter überflogen und zwei Eier mit Kaviarpaste mit drei Tassen pechschwarzem Kaffee hinuntergespült hatte, holte sich Gloria Stift und Papier.

Kommen wir zum Inhalt: Gloria, 53 Jahre, möchte einfach mal wieder glücklich sein. Nach einer gescheiterten Beziehung mit ihrem Kollegen, erhält die Opernsängerin ein Engagement. Genau dieses möchte sie aber nicht annehmen, da es sie an die Vergangenheit erinnert.  Hier lässt die Autorin sehr geschickt die vergangenen Jahren einfließen. Jedoch erscheinen die vielen Namen erstmal etwas überlastet und verwirrend. Adrian ist Glorias Mann, Exmann vielmehr. Adrian fühlt sich jedoch zu Kit hingezogen.
Sebastian war Gloria Kollege, zu dem sie nun viele Jahre auch keinen Kontakt mehr hatte. Und plötzlich das Engagement, bei dem sich alle wiedersehen sollten und evtl. alte Wunden aufbrechen. Auch dieses wurde von der Autorin sehr ausführlich dargestellt, so dass ich ein bisschen mit Gloria mitfühlen konnte. Hätte ich das Angebot angenommen? Bestimmt wären mir ähnliche Dinge durch den Kopf gegangen. Jedenfalls steht für Gloria fest, dass sie etwas ändern muss. Gesagt getan, sie geht in das nächste Reisebüro und bucht einen Flüge nach Spanien. Sie macht sich sozusagen klammheimlich aus dem Staub. Aber ... das schlechte Gewissen plagt sie doch und so fliegt sie wieder zurück und geht zur Oper.
Tja, was soll ich noch sagen?!
Ich habe mich wohl vom Cover etwas fehlleiten lassen.
Gehofft hatte ich mir eine unterhaltsame Geschichte, erhalten habe ich eine etwas zähe Story mit noch zäheren Protagonisten.
Einen Spannungsbogen habe ich hier vergeblich gesucht.  Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas spektakuläres kommt.... aber leider....


Fazit:


Ein sehr seichter Roman, mit einer Geschichte, die nur so dahin plätschert. Schade!

Vielen Dank netgalley für das Rezensionsexemplar.


 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog