Donnerstag, 20. April 2017

Rezension Nr. 48/2017: Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp - Band 2 der Kräuterrosi Reihe


  
BIldrechte: Emons Verlag


    Titel: Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
    Reihe: Kräuterrosi #2
    Autor: Doris Fürk-Hochradl
    erschienen im Emons Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch 
    Genre: Krimi
    Seitenzahl:  256
    ISBN 978-3954519866
    Erscheinung: 19. Oktober 2016









Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Der erste Band (Kräuterrosi, ledig, sucht ...) war sehr unterhaltsam, wenngleich es auch wenig Krimielemente beinhaltet hat. Dennoch konnte ich volle 5 Sterne vergeben. Deshalb war ich nun gespannt, wie es mit der Kräuterrosi und ihrem turbulenten Leben weiter gehen würde.

Klappentext:

Als im Wallfahrtsort Maria Schmolln eine junge Frau ermordet wird, ist wieder einmal Kräuterrosis Spürsinn gefragt. Die detektivische Kräuterhexe legt Pflanzenbüschel und Schmalzsalbe zur Seite und macht sich mit Klosterschwester Klara auf die Suche nach der Wahrheit. Doch während die Dorfbewohner und Kirchenleute mauern, geschieht ein Unglück nach dem anderen – und Rosi ahnt nicht, wie sehr ihr eigenes Leben in Gefahr ist.




Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Während der Titel eher auf etwas frivoles schließen läst, zeigt das Cover etwas sehr Bodenständiges: Eine Hütte/Haus mit Geweih. Ob es da aber wirklich so bodenständig zu geht?

Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Manche Dinge ändern sich und andere eben nie.

Kommen wir zum Inhalt: Wie bereits beim Vorgänger, so zeigt sich auch hier unter jeder Kapitelüberschrift noch ein kleiner Hinweis auf Kräuter und ihre Wirksamkeit. So erhält der Leser neben einer Kriminalgeschichte, gleich noch ein bisschen Heilkunde ganz nebenbei vermittelt. Und ich finde, dass es sich um wirklich tolle Tipps und Informationen handelt.
Die dreiundsechzig jährige Rosi lebt inzwischen mit dem Bordellbesitzer Sepp zusammen. Als sich Sepp wieder um seine Geschäfte kümmern muss, reist Rosi ins Kloster Maria Schmolln zu ihrer Freundin Klara. Während einer Andacht geschieht das Grauenvolle. Eine Nonne wird umgebracht und an ihrer nackten Brust findet man eine Babypuppe. Was hat das zu bedeuten? Rosi beginnt zu ermitteln und gerät dabei selbst in Gefahr.

Sehr pointiert beschreibt die Autorin sowohl die Protagonisten als auch deren Umfeld. Immer wieder sind kleine Seitenhiebe oder Giftpfeile in ihren Sätzen versteckt, die oftmals zum Schmunzelt oder Nachdenken anregen. z.B. "Der Mensch ist ein seltsames Tier. Kein anderes Wesen empfindet solche Neugierde und eine derartig anormal Befriedigung, wenn sich etwas Schlimmes ereignet hat, wie der Mensch." (Seite 29)
Raffiniert lenkt die Autorin den Leser in eine ganz bestimmte Richtung, in der die moralischen Aspekte zum Tragen kommen. Dann jedoch kommt die Kehrtwende und auf einmal ist man fast schon froh, den ersten Tatverdächtigen nicht ausgesprochen zu haben.

Fazit:

Auch dieser Nachfolgeband hat mich total begeistert. Mit der Protagonistin Rosi ist der Autorin eine tolle Ermittlerin gelungen. Witzig und unterhaltsam! Meine Empfehlung! Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen. 
 
 


Folgende Bände sind bereits erschienen:
(1) Kräuterrosi, ledig, sucht  - meine Rezension

 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog