Samstag, 30. April 2016

Rezension zu: Der Teufel vom Hunsrück von Ursula Neeb

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- Klappentext -
 
Im Jahre 1581 bricht der Gelehrte Martin Molitor zu einer Reise nach Trier auf. Seine Schwester Sybille ist voller Sorge. Es ist kein Geheimnis, dass ein Serienmörder an der Mosel sein Unwesen treibt und viele Wanderer nicht zurückkehren. Als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden und Martin verschollen bleibt, bricht Sybille gegen die Widerstände ihrer Familie auf und will die Wahrheit ergründen. Sie trifft auf den Schriftenhändler Sebastian Wildgruber und verliebt sich unsterblich in ihn. Gemeinsam mit Sebastian beginnt Sybille, das grausame Rätsel um den Teufel vom Hunsrück zu entwirren.
 

- Mein Leseeindruck -

Als großer Fan historischer Romane ist mir natürlich die Autorin, Ursula Neeb, längst bekannt. Als ich von ihrem neuen Werk erfahren habe, wusste ich, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen.
Gesagt - getan.

Schon der Prolog hat mich fasziniert. [Achtung Spoiler] Diese Angst, die bereits auf den ersten Seiten verbreitet wird, hatte mich total neugierig gemacht. Wer war diese Frau? Was ist mit ihr passiert?
Das Buch teilt sich dann in zwei Teile. Teil 1: Das böse Handwerk und Teil 2: Die Todesermittlerin
Der erste Teil beginnt am 29. Oktober 1566 in der Umgebung von Kerpen. Dort lernt der junge Förstersohn Christman den Fremdem Peter Nitsch kennen. Christmann, ungesellig und menschenscheu ist dem Teufel treu. In dem Fremden sieht er einen Gleichgesinnten und schließt sich ihm an.
Zeitsprung
Frankfurt am Mai, 29. April 1581: Die Patriziertochtee Sibylle Molitor erfährt von einem Herold, dass ihr Bruder verschwunden ist. Er wollte zu einem Kongress nach Trier, um einen Vortrag zu halten. Jedoch ist er dort nicht angekommen. Sybille, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Bruder hat, beginnt ihn zu suchen.

Der zweite Teil befasst sich mit der Aufklärung der Mordes.
Aber mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Die Autorin lässt den Leser an einer spannenden und (un)wirklichen Geschichte rund um den größten deutschen Serienmörder aller Zeiten teilhaben. Ist es nun Wahrheit, Sage oder einfach nur eine Erfindung? Auch das Nachwort der Autorin lässt Zweifel offen. Einerseits taucht der Name Christman Gniperdoliga in Datenbanken auf, wiederum gibt es keine Belege für seine Taten.
Auch dieses trägt zur Spannung bei.

Anfangs dachte ich noch, huch...schreibt Frau Neeb nun etwa eine Vampirgeschichte, aber nach und nach wurde deutlicher, welche Absicht tatsächlich dahinter steckte.

Die Geschichte an sich hat mir recht gut gefallen, jedoch hatte sie meines Erachtens deutliche Hänger. Deshalb war der Lesefluss und Lesespass seitenweise doch etwas getrübt.

-FAZIT -

 
Wer Schauergeschichten mag, wird mit diesem Buch gut bedient sein. Wer jedoch auf einen historischen Roman hofft, wird wohl eher enttäuscht werden.
Für mich war es eine mittelmäßige Geschichte. Interessante Story, die man jedoch auch auf 30 Seiten erzählt hätte. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Teufel vom Hunsrück
  • Originaltitel:
  • Autor: Ursula Neek
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 416 Seiten
  • ISBN: 978-3548287508
  • Erscheinung: 15. Januar 2016