23 Januar 2026

📖 Jürgen B. Hausmann / Hausmann ermittelt: Gegrüßet seist du, Maria


Das hier vorgestellte Buch 
"Hausmann ermittelt: Gegrüßet seist du, Maria!" von Jürgen B. Hausmann ist 2025 im Gmeiner Verlag erschienen.


Allgemeines zur gelesenen Ausgabe:

ISBN: 9783839280362    
Sprache:  Deutsch
Ausgabe:  Taschenbuch mit 192 Seiten
Erscheinungstermin:  11.11.2025


Zum Inhalt:

In der beschaulichen rheinischen Gemeinde Mariaeruh wird die bevorstehende Karnevalszeit von einem schockierenden Fund überschattet: Eva-Maria Müller liegt vor der Marienkapelle, einen Pfeil im Rücken, einen Rosenkranz in der Hand. Der pensionierte Lateinlehrer Josef Hausmann ermittelt - weil er nicht anders kann. Schließlich kennt er die Tote und so ziemlich jeden im Dorf. Gemeinsam mit seinem Freund, dem ebenfalls pensionierten Kriminalkommissar Hubert Schmitz, macht sich Hausmann auf die Suche nach der Wahrheit. Schnell stellen die beiden fest: In Mariaeruh ist nichts so friedlich, wie es scheint.

Mein Leseeindruck/Fazit:

Eine spannende Enttäuschung: Lokalkolorit oder Langeweile?

Hm, was soll ich sagen?! Wenn es einen Krimi gibt, der durch jede Menge Lokalkolorit glänzt, dann ist es dieser. Die malerische Kulisse des Dorfes, in das wir eintauchen, wird wahrlich lebendig, doch damit enden auch schon meine positiven Anmerkungen. Was bringt uns das schönste Setting, wenn die Handlung mehr Sätze in Klammern als spannendes Geschehen bietet?

Der pensionierte Lateinlehrer Hausmann, unser Hauptprotagonist, hat eine Vorliebe für ausufernde Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten. Während ich auf den ersten Hinweis zum Mordfall wartete, hatte ich das Gefühl, mehr über die Aachener Lebenskultur, den ortsansässigen Fußballverein und die sprachlichen Feinheiten zu erfahren als über die Tote, die im Dorf durchaus bekannt war. 

Ein Spannungsbogen? Fehlanzeige! Stattdessen wurde ich Zeuge eines bunten Straußes an Geschichten, die sich wie ein Telefonbuch anfühlten: dick, langweilig und gefüllt mit unnützen Informationen. Die vom Verlag angepriesenen urkomischen Anekdoten? Naja, die lassen wohl nur Aachener schmunzeln.

Meine Erwartungen waren hoch, die Vorfreude groß. Doch am Ende bleibt mir nur die Ernüchterung. Schade! Es hätte so viel mehr sein können – eine spannende Geschichte, die das Lokalkolorit mit packender Handlung verbindet. Vielleicht beim nächsten Mal, Herr Hausmann.


Fazit: 192 Seiten voller Hoffnung und erhaltener Enttäuschung 





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