Dienstag, 12. Juni 2018

61/2018: Die Tochter des Kaufmanns - Band 1 der Lancaster Trilogie (Wanda E. Brunstetter)

In ihrem ersten Band der Lancaster Trilogie Die Tochter des Kaufmanns beschreibt Wanda E. Brunstetter das Leben in einer Amisch Familie, durch das Beispiel an Naomi.


Bildrechte beim Verlag






    Titel: Die Tochter des Kaufmanns 
    Reihe: Lancaster Trilogie (1)
    Autor: Wanda E. Brunstetter

    erschienen im Gerth Medien Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 318 Seiten 
    ISBN 9783865911391 

    Erscheinung: 1. Jan. 2007




"Naomi, komm!" (1. Satz)


Zum Inhalt:

Die junge Naomi führt ein behütetes Leben in einer kinderreichen Amisch-Familie in Pennsylvania. Doch plötzlich wird alles anders: Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter muss sie als älteste Tochter nicht nur für die Großfamilie sorgen, sondern darüber hinaus auch noch im Laden ihres strengen Vaters mithelfen. Da bleibt keine Zeit, auf die behutsame Werbung ihres heimlichen Schwarms einzugehen. Mehr und mehr verzweifelt Naomi an ihrer Situation. Und dann macht sie eines Tages einen schrecklichen Fehler: In einem unbedachten Moment lässt sie ihren kleinen Bruder mit einem Fremden allein, und das Undenkbare geschieht – der Junge wird entführt. Eine fieberhafte Suche beginnt, und für Naomi bricht eine Welt zusammen. Ist ihr Fehler überhaupt wieder gutzumachen?

"Du wirst nie bekommen, was du vom Leben erwartest, wenn du den Mund hältst und tust, was andere dir vorschreiben." (Zitat -Seite 30)

Mein Leseeindruck:

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal ein Buch über eine Amisch Familie gelesen und war total fasziniert. Alles Moderne hinter sich zu lassen, dem Manne und Gott zu dienen. Puh, in der heutigen Zeit, in der Gleichberechtigung immer wieder in den Schlagzeilen ist, ist dieses Leben wirklich hart. Alle Annehmlichkeiten, die die gleichaltrigen Jugendlichen haben (Smartphone, Tablett etc) spielen im Leben der Amish People keine Rolle.
Als ich nun dieses Buch erhalten hatte, konnte ich es kaum abwarten darin mehr über dieses "einfache" Leben zu erfahren. Einfach, im Sinne von Nichttechnisiert. Ein einfaches Leben, im Sinne von Leichtigkeit, ist jedoch bestimmt nicht.
Dieses zeigt die Autorin am Beispiel von Naomi. Nachdem ihre Mutter gestorben war, hieß es nun für sie, sich um den Haushalt, die Geschwister, den Vater und den Laden zu kümmern. Sie musste somit komplett den Job ihrer Mutter übernehmen. Aber wo war dabei ihre Jugend? Was war mit ihren Interessen? Was war überhaupt von nun ab mit ihrem Leben?

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, da es direkt auf das Umfeld bzw. den Inhalt des Romanes hinweist. Das ländliche Leben, die Frau in ihrer Tracht, all dieses passt hervorragend zur Story.
Der Klappentext hat mich ebenfalls neugierig gemacht. Er verrät nicht zuviel und nicht zuwenig, gerade richtig, um in die Geschichte vollständig eintauchen zu können.


Lesespass oder Lesefrust?

Sehr gut gefällt mir die Sprache der amischen, die die Autorin immer wieder in die Geschichte eingeflochten hat. Sei es das Boppeli (Baby). Hieran ist zu erkennen, wie sehr sich die Autorin mit der Geschichte, der Thematik, und dem Umfeld auseinander gesetzt hat. Alles wirkt echt.
Mich hat die Story irgendwie fasziniert, wenngleich es auch manche Längen gab, die den Lesefluß etwas gebremst haben.
Ob ich die Fortsetzung lesen werde/möchte, vermag ich momentan nicht zu sagen.  Soll aber nicht heißen, dass mich das Thema nun nicht mehr interessieren würde. Es liegt vielmehr daran, dass diese Reihe schon etwas älter ist und die Bücher nun schwerlich zu besorgen sind bzw. dann auch einem höheren Preis angehören.


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