Mittwoch, 13. September 2017

Rezension Nr. 101/2017: Das Geheimnis des Dr. Alzheimers

  



 

Titel: Das Geheimnis des Dr. Alzheimer
Autor: Jörn Precht

erschienen im Gmeiner Verlag
Ausgabe: Klappenbroschur
Genre: Roman / Historisch
Seitenzahl: 275 Seiten 
ISBN  978-3-8392-2150-1
Erscheinung: 2. August 2017








Klappentext:

Frankfurt am Main, 1901: Der verarmte Krankenpfleger Karl Walz träumt davon, Arzt zu werden und die geheimnisvolle neue Krankheit zu enträtseln, die das Gedächtnis seiner erst 50-jährigen Ziehmutter mehr und mehr zerstört. Er erhält die Chance, als Assistent des Psychiaters und Gerichtsgutachters Dr. Alois Alzheimer zu arbeiten, doch der verschwiegene Lehrmeister wird ihm dabei immer unheimlicher. Was hat der geheimnisvolle Hirnforscher zu verbergen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Die Irrenanstalt sah bedrohlich aus. (1. Satz)

Mein Leseeindruck:

Wer hat noch nicht von dieser heimtückischen Krankheit Alzheimer gehört oder gelesen? Wer oder was steckt hinter dem Namen Alzheimer? Dieses hoffte ich im Buch zu erfahren.

Schon zu Beginn befindet sich ein Namensregister, so dass schnell klar wird, dass der Roman vielschichtig werden würde.

Der Autor entführt den Leser gleich zu Beginn nach Frankfurt um 1888, in eine psychiatrische Klinik. Schnell wird klar, welches Leben der kleine Karl geführt hatte. Trunkenheit, Schläge, Tod und eine Mutter, die psychisch krank ist .... eine schreckliche Kindheit. Alleine bei diesem Prolog hatte ich das Gefühl, Karl in Schutz nehmen zu müssen.
Aber Karl entwickelt sich zu einem sehr strebsamen jungen Mann, der den kranken Menschen helfen möchte.
Zusammen mit ihm, zeigt der Autor einen Ausschnitt aus der Lebens- und Wirkungsgeschichte des Dr. Alzheimers. Ein Mann, ohne den wir heute längst nicht so vieles über diese schreckliche Krankheit wissen würden.

Dieses Buch ist keine Biografie, auch wenn gewisse Ansätze vorhanden sind. Es ist vielmehr ein Roman aufgrund einer Biografie.
Der Schauplatz wurde so detailliert beschrieben, dass ich mich teilweise als Zaungast in dieser Anstalt vorkam. Einige Szenen sind so glaubhaft und bildlich geschildert, dass ich schnell Emotionen gegenüber den Protagonisten entwickeln konnte. Eines sei dazu noch gesagt: Es waren nicht immer positive Emotionen. Gerade wenn ich an die Szenen im zweiten Heim denke, die sich im Erker zugetragen haben, könnte ich immer noch heulen, Furchtbar!

Meiner Meinung nach, ist dem Autor hiermit ein grandioser Roman gelungen, der auf jeden Fall Potenzial für einen Fernsehfilm hat.

Spannung: 📖 📖 📖 📖    Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖 📖   Protagonist: 📖 📖 📖 📖 📖 


Vielen Dank dem Autor für das Rezensionsexemplar und sein Vertrauen.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog







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