Freitag, 9. Juni 2017

Rezension Nr. 65/2017: Tod auf der Kohleninsel


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    Titel: Tod auf der Kohleninsel
    Autor: Arnd Rüskamp, Dagmar Maria Toschka 
    erschienen im emons Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl:  256
    ISBN 9783740800758 
    Erscheinung: 24. Mai 2017




 




Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:
Als ich dieses Buch auf den Verlagsseiten gesehen hatte, fiel mir sofort dieser Rettungsring ins Auge. Er wirkt ein bisschen verloren, aber hat doch auch seine Bedeutung. Und nun galt es für mich, das Rätsel aufzuklären.
Klappentext:

Ein Krimi wie der Pott: breite Schultern, weiches Herz. Kann man so tun, als wäre nichts geschehen, wenn eine Freundin ermordet wird? Der Duisburger Ex-Polizist Theo Bosman und die kellnernde Anwältin Betty Harmes können es nicht. Sie ermitteln auf eigene Faust, um dem Mörder auf die Spur zu kommen: zwischen A 40 und Schimmi-Gasse, zwischen Rhein und Ruhr – und am Ende wird in Amsterdam alles anders als gedacht …
 

Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Das Cover: Es war der Rettungsring, der meinen Blick angezogen hat. Ein einsamer Rettungsring? Wo war der Ertrinkende? Warum war dieser Ring im Wasser?

Kurzum, ich war neugierig.

Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Bernardo Bosman holte weit aus und schleudert einen Knüppel mit aller Kraft über die Kohlehalde hinweg.

Kommen wir zum Inhalt: Ein Krimi like Schimi. Na ja, oder so ähnlich zumindest. Die beiden Autoren (Arnd Rüskamp und Dagmar Maria Toschka) zeigen sich zumindest bemüht, dem Leser ein bisschen Schimanski Feeling zu vermitteln. Bei mir hat es leider nicht so richtig funktioniert.
Theo, als Hauptprotagonist, da er der Ermittler ist, zeigte sich mir ständig auf Distanz. Soll heißen, dass ich nie so richtig warm mit ihm geworden bin. Er macht so ein bisschen auf Ruhrpott Rebell a la Horst Schimanski, aber das gewisse Etwas fehlt ihm leider. Oder lag es daran, dass die Rolle des Kollegen Tanner nicht besetzt wurde? Theo mag zwar auch seine Ecken und Kanten haben, jedoch fehlt hierzu das Prägnante. Meiner Meinung nach, hätte man ihn stärker charakterisieren müssen. Auch sein Umgang mit Raluca ist sehr fragwürdig. Möchte er so seine Macho-Art präsentieren? Hm.... mich hat es leider nicht angesprochen. Im Gegenteil, ich fand ihn dadurch eher noch langweiliger und nichtssagender. 

Fazit:

Den Spannungsbogen habe ich leider vergeblich gesucht. Es war immer wie ein kurzes Aufräumen mit der Hoffnung: Aha, jetzt wird's. Aber leider ....
Der Protagonist blieb für mich leider auch sehr farblos. Wo war das gewisse Etwas? Wo war der typische Ruhrpottcharakter?
Und der Unterhaltswert? Hm.... na ja...
Ach ja, und wer Horst Schimanski nicht kennt ... hier geht es zur Homepage.

 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog