Montag, 26. September 2016

Mein Leseeindruck zu: Endlich ist er tot - Band 1 der Ernst & Schneider Reihe von Jürgen Seibold




Daten zum Buch:
Titel: Endlich ist er tot
Reihe: Ernst & Schneider Reihe - Band 1
Autor: Jürgen Seibold
erschienen im Silberburg Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 200 Seiten
ISBN 978-3874077620
Erscheinung: 15. Juli 2007

Seufz... ich liebe Dialekte. Und wenn sie dann auch noch in einem regionalen Krimi zu finden sind, lese ich nochmal so gerne. Sehr gerne mag ich (Wohnortbedingt) den schwäbischen, badischen oder Pfälzer Dialekt. Die vielen "Ha jo" "Ha noi" "ebbes" und so weiter, machen diese Art von Krimi erst o richtig lesenswert.
So eben auch im Vorliegenden.


Klappentext:

Bauer Greininger, Mitte 50, ledig und allseits unbeliebt, liegt tot vor seiner Scheune. Ermordet. Im ganzen Wieslauftal findet sich niemand, der um ihn trauern würde, und bald hat die Polizei mehr Tatverdächtige, als ihr lieb ist. Kommissar Schneider, aus Karlsruhe zugezogen, hatte sich seinen Start in der Kripo-Außenstelle Schorndorf jedenfalls leichter vorgestellt. Aber nicht nur die Polizei sucht nach dem Mörder: In Greiningers Heimatdorf rumort es, ein Boulevard-Journalist wirbelt Staub auf – und im Hintergrund versucht der frühere Schultes den Schaden für die Dorfgemeinschaft zu begrenzen, denn der Mordfall fördert alte und düstere Geheimnisse zutage.

Der erste Satz: "Der zähe Oktobernebel war fast zum Greifen dicht."




Mein Leseeindruck:

Hier bedient sich der Autor des sehr ländlichen schwäbischen Dialektes, der dem Ganzen eine gewisse Ruhe, aber auch nachbarschaftliche Spannung verleiht. Ich möchte damit sagen, dass durch die dialektischen Einwürfe, die nachbarschaftlichen Verbindungen vertieft und ausgetüfftelt dargestellt werden.

Auch mit den beiden Protagonisten Schneider und Ernst hat der Autor viel Geschick bewiesen. Schneider, der vom Badischen ins Schwäbische versetzt wurde, wird in seinem ersten Fall zu einem "stinkenden" Bauernhof gerufen, bei dem ein Toter gefunden wurde. Es handelt sich um den Bauern, der irgendwie mit jedem im Dorf Streit hatte und sehr unbeliebt war. Die Ermittlungen gestalten sich sehr verzwickt und Schneider ist froh, in Ernst einen guten Kollegen zu finden.
Die Ermittlungen bringen allerlei unglaubliches an den Tag.

So spannend dieser Fall auch ist, so langatmiger waren auch einige Kapitel. Lag es dran, dass der Autor all sein Wissen über Land, Leute und Berufe etc. unterbringen wollte? Ich denke, dass der Autor sehr genau und gewissenhaft recherchiert hat, aber einfach viel zu viel Informationen einfließen lassen wollte. Informationen, die jedoch den Spannungsbogen stets unterbrechen lassen. Schnell nahm der Krimi dann zwar wieder Fahrt auf, jedoch nur, um gleich wieder abzubrechen.

Fazit:

Da mich der Autor sehr neugierig auf die Protagonisten gemacht hat, möchte ich unbedingt auch die Fortsetzungsbände lesen. Wenngleich nicht wegen der Spannung, dann doch wegen des regionalen Dorflebens und der dialektischen Rede.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

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