Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension Nr. 138/2017: Die Hebamme und der Meuchelmörder von Sam Thomas

Ein neuer Fall für Hebamme Bridget Hodgson . die Frau, die Kinder zur Welt und Mörder zur Strecke bringt.

Zum Inhalt:

England 1649: Als ihr Neffe Will im Tower eingekerkert wird, bricht Hebamme Bridget schleunigst nach London auf. Um Wills Leben zu retten, muss sie als Spionin für den mächtigsten Mann Englands arbeiten: Oliver Cromwell. Doch dann wird ausgerechnet der Mann, den sie ausspionieren soll, erstochen aufgefunden. Ebenso wie Cromwells wichtigster Waffenlieferant und sein engster Vertrauter. Wird es Bridget und ihrer Gehilfin Martha gelingen, den skrupellosen Meuchelmörder aufzuhalten, der ganz London ins Chaos zu stürzen droht?

Mein Leseeindruck:

Man spürt sofort, Bridget muss wieder zurück in die Stadt, denn dort tobt das Leben aber leider auch der Tod. Schon nach den ersten Sätzen war ich sofort wieder mit den Protagonisten vertraut. Ihre Charaktereigenschaften kommen sehr gut zur Geltung, so dass zwar manche Handlungen vorhersehbar, aber dennoch nachvollziehbar sind.

Die geschichtlichen Hintergründe wurden sehr gut in einem historischen Krimi verpackt. Spionage. Hebammentägtigkeiten, Widersacher des Königs, Freundschaften.... ja, all dieses hat der Autor sehr gekonnt in Szene gesetzt.

Obwohl ich bislang nur den ersten Band kenne, habe ich sowohl die Protagonistinnen, als auch die Stimmung sehr gut nach empfinden können. Teilweise war mir, als könnte ich das Hufgetrappel der Pferde auf dem Kopfsteinpflaster hören und den Gestank der engen, dunklen Gassen wahrnehmen.

Abschließend noch ein paar Worte zum Cover: Hier hätte ich mir mehr Mittelalter bzw. altes England gewünscht. Für mich ist das Bild zu modern. Mir fehlt so ein bisschen der Bezug zum Titel.
Der Klappentext hingegen macht sehr neugierig. Er verrät nicht zu viel der zu wenig, gerade so, dass er neugierig macht.

Fazit:

Obwohl man sehr schnell in das Geschehen einsteigen kann und auch die Protagonisten deutlich charakterisiert werden, wäre es ratsam, die Vorgänger der Reihe zu kennen. Nur so, wird man die Weiterentwicklung der Lebensgeschichte und auch der Hebamme, sowie ihrer Gehilfen nachvollziehen können. Gerade in den emotionalen Passagen, wäre der Rückblick angebracht, um noch besser verstehen zu können.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass mich dieses Buch sehr gut unterhalten hat und ich diese Reihe weiterhin verfolgen werde.


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Folgende Bände der Hebammen Reihe sind bislang erscheinen:

- Die Hebamme und das Geheimnis der Magd
- Die Hebamme und das Rätsel von York  📖 📖 📖 📖 
- Die Hebamme und die tote Hure
- Die Hebamme und der Hexenjäger
- Die Hebamme und der Meuchelmörder 📖 📖 📖 📖