Samstag, 17. Juni 2017

Rezension Nr. 71/2017: Die Töchter des Roten Flusses


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    Titel: Die Töchter des Roten Flusses
    Reihe:  -
    Autor: Beate Rösler
    erschienen im atb Verlag
    Ausgabe:  Taschenbuch
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 592 Seiten 
    ISBN 9783841211446
    Erscheinung: 19. Januar 2017
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Klappentext:

Zwischen uns die halbe Welt Nach dem Tod ihrer Stiefmutter findet Tuyet Briefe ihrer Mutter aus Vietnam. Wollte sie den Kontakt zu ihrer Tochter also doch nicht abbrechen? Auf der Suche nach Antworten reist Tuyet von Frankfurt nach Hanoi, der Stadt am Roten Fluss, wo sie die junge Linh kennenlernt und tief in die fremde Exotik ihrer Heimat eintaucht. Als sie eines Tages Linhs Mutter kennenlernt, die als Vertragsarbeiterin in der ehemaligen DDR gelebt hatte, ist Tuyet ihrer Vergangenheit plötzlich näher, als sie ahnt … Exotisch und farbenprächtig: Ein bewegendes Familienepos zwischen Deutschland und Vietnam


Aus der Bluse, die Hanh gewaschen hatte, tropfte noch Wasser, dennoch wagte sie es nicht, den Stoff fester auszuwringen.
(1. Satz - Seite 5)


Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Auch in diesem Fall beschreibe ich das Buch wieder von außen nach innen.
Ein Cover in dem die Augen verweilen können. Dieses waren meine ersten Gedanken, als ich das Buch in die Hand nahm.
Stimmige, sanfte Farben, die eine gewisse Harmonie ausstrahlen. Sie haben etwas beruhigendes, zeigen aber auch eine gewisse Art von Dynamik.

Nach einem wirklich packenden Prolog mit Handlung in Vietnam, beginnt die Geschichte in Frankfurt a.M. 2015.
Der Zeitsprung ist so gewaltig, da die Szenen vom Fliegerangriff des Prolog noch sehr präsent waren und mich emotional getroffen hatten. Nun wieder zu einem normalen Leben im Hier und Jetzt zu landen, war ein bisschen schwierig.
Aber auch 2015 geht es dramatisch weiter. Nämlich in dem Tuyets Mutter stirbt und ihr ein schwarzes Kästchen zurück lässt. Ein Kästchen voller Erinnerungen, aber auch Fragen.

Die Autorin zeichnet sich durch einen sehr gefühlvollen Schreibstil aus. Egal ob Protagonisten, das Umfeld oder das Geschehen, stets hatte ich den Eindruck, hautnah dabei zu sein. Jede beschriebene Gefühlsregung konnte ich nachvollziehen. Selbst die Geräusche z.B. des herannahenden Kampffliegers ließen mich mitlaufen, zusammenzucken, oder gaben mir das Gefühl live dabei zu sein. 

Fazit:

Ein toller Roman, der einfach zu Herzen geht.
Vielen Dank der Autorin für die tolle Idee des Romans, dem Aufbau TB Verlag, und netgalley für das Leseexemplar. 
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog