Mittwoch, 23. November 2016

Rezension zu: Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen

Bildrechte: Ullstein Verlag

   
    Daten zum Buch:

    Titel: Pastorin Viveka und das tödliche Kaffeekränzchen
    Reihe: -
    Autor: Annette Haaland
    erschienen im Ullstein Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch 
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 288 Seiten 
    ISBN 978-3596197309
    Erscheinung: 24. November 2016
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Warum ich DIESES Buch unbedingt lesen wollte:

Eine Pastorin als Ermittlerin, das war mein erster Gedanke. Klingt nett, klingt interessant, macht neugierig.


Nicht, dass sie die Menschen nicht mögen würde. Im Gegenteil. Sie liebt sie. Wirklich. Aus einer gewissen Distanz. (Seite 8)


Die erste Zeile:

Kaum ist man ein paar Schritte auf dem geharkten ... (Seite 7)


Klappentext:

Viveka ist Pastorin in einem beschaulichen schwedischen Vorort. Die alten Frauen ihrer Gemeinde treffen sich wöchentlich in ihrer Kirche zu Kaffee und Kuchen. Doch die Idylle trügt - die Damen lästern, was das Zeug hält. Viveka hat genug, sie will nicht mehr nett zu allen sein. Heimlich rebelliert sie und trägt unter ihrem Pastorinnengewand T-Shirts mit aufmüpfigen Aufschriften. Das Kaffeekränzchen wird allerdings jäh dezimiert: Eine der alten Damen wird vergiftet. Viveka steht plötzlich unter Mordverdacht. Denn ausgerechnet an diesem Tag hatte sie das Shirt »Beihilfe zum Selbstmord legalisieren!« an. Sie selbst hat ja eher ihre Kaffeekranzdamen in Verdacht. Man weiß schließlich nie, was in anderen Menschen vorgeht. Besonders nicht in alten Damen ...

Mein Leseeindruck:

Weshalb dachte ich eigentlich, dass dieses Buch in Deutschland spielen würde? Keine Ahnung! Aufgrund des Covers? Des Titels? Ich weiß es wirklich nicht. Deshalb war ich sehr erstaunt, als ich zum ersten Mal den Ort Enskede gelesen habe. Ich hatte noch kurzzeitig überlegt, ob er wohl an der Nordseeküste lag, dann aber plötzlich wurde klar, dass es in Schweden war. Um... ein skandinavischer Krimi also. Und das, wo ich doch bislang doch nur sehr wenig Berührungspunkte mit den Krimis aus dem hohen Norden hatte. Seltsamerweise komme ich nämlich mit diesen Krimis
nie so richtig klar.

Schon nach den ersten Seiten war ich jedoch gänzlich irritiert, es war ja gar kein Krimi. Auch hier hatte ich mich irgendwie in die Irre führen lassen. Hier gebe ich jedoch klar, dem Titel die Schuld.
Klar, auf dem Cover steht "Roman", jedoch verleitet der Titel zur Annahme, eine kriminalistische Handlung darin vorzufinden. Aber dieses zeigt sich leider nur als ganz weitläufig erwähnte Nebenhandlung. Vielmehr steht das Dorf, die Bewohner und ihre jeweiligen Besonderheiten im Vordergrund.

Die Protagonistin, hier eine Pastorin mit T-Shirt Sprüchen, die mal mehr und mal weniger witzig sind, kommt im Roman sehr gut zur Geltung. Ihre Arbeit erscheint glaubwürdig und auch ihre Probleme mit den Gemeindemitglieder scheinen ehrlich und wohl auch gut beobachtet. 😃
Meines Erachtens wurde jedoch etwa zu viel auf die T-Shirt Sprüche Wert gelegt. Zumal ich sie auch nicht immer passend oder angemessen fand, was aber möglicherweise auch an der Übersetzung liegen könnte.

Fazit:

Es war okay, aber leider auch nicht mehr. Für 9,99 € erhält man auf 288 Seiten eine lockerleichte Dorfgeschichte, die leider nur im Titel spannend klingt. Für mich er es eher eine Geschichte, die einfach nur so dahin plätschert, ohne große Nachhaltigkeit.
Schade, hier habe ich mich wirklich in die Irre führen lassen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog