Dienstag, 4. September 2018

90/2018: Kalter Sommer / Gianrico Carofiglio

Ein Fall für Maresciallo Fenoglio
Bildrechte beim Verlag


  
   Titel: Kalter Sommer     
    Reihe: Maresciallo Fenoglio Reihe (1)
    Autor: Gianrico Carofiglio

    erschienen im Goldmann Verlag
    Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 352 Seiten 
    ISBN 978-3-442-31228-3
    Erschienen: 11.06.2018


    Meine Bewertung: 📖 📖





Mit der frisch gekauten Zeitung in der Jackentasche betrat Fenoglio das Caffe Bohéme und setzte sich an den Tisch am großen Fenster. (1. Satz)




📚 Zum Inhalt 📚

Der Sommer 1992 ist ein extrem kalter Sommer in Süditalien. Und es ist der Sommer der brutalen Mafia-Anschläge auf die Staatsanwälte Falcone und Borsellino. In Bari wütet derweil ein regelrechter Krieg zwischen verschiedenen Mafia-Gangs. Als der Sohn des Clanführers Grimaldi entführt und kurz darauf tot aufgefunden wird, übernimmt Maresciallo Fenoglio die Ermittlungen. Der Verdacht fällt schnell auf Grimaldis Gegenspieler Lopez, der Fenoglio daraufhin Informationen anbietet, um seine Familie zu schützen. Doch ist Lopez wirklich für den Tod des Jungen verantwortlich?
 
📚 Mein Leseeindruck📚
 
Als erstes fiel mir natürlich auf, dass es sich laut Klappentext um einen Krimi handeln würde, der Verlag es jedoch als Roman einstuft, siehe Cover. Somit stuft der Verlag das Buch, bzw. den Krimi, schon im Vorfeld ab. Nun war ich gespannt.
Der Anfang hat mich schon ziemlich überrascht und auch emotional mitgerissen. Man stelle sich vor, da taucht plötzlich eine Person vor dir auf und hält dir eine Spritze hin. Dann wird noch verkündet, dass derjenige Aids hat. Was für eine furchtbare Vorstellung. Grausam. Wie bereits geschrieben, hat mich dieser Anfang emotional ziemlich berührt und aufgeregt.
Was mich jedoch ab jetzt erwartet, war ... na ja, nennen wir es mal: Langeweile pur!  Einzig und allein der Entführungsfall mit dem Sohn der Grimaldis war spannend, aber auch leider sehr schnell abgehandelt. Es folgten Worte, Worte, Worte und Langeweile, Langeweile, Langeweile. Seiten um Seiten vergingen, ohne dass die Handlung an Spannung zunahm oder überhaupt eine Spannung zu erkennen gewesen wäre.
Okay, die abgetippten Protokollmitschnitte waren anfangs auch wieder eine Abwechslung zur tristen Story, aber nachdem es immer und immer vorkam, war auch hier schnell die Langeweile wieder vorrangig.
Auch die Aussage, dass Fenoglio bei seinen Kollegen immer nur Mister-Stock-im-Arsch genannt wurde, trug nur kurzfristig zur Erheiterung bei.
 
 Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover zeigt eine ziemlich düstere Stimmung. Aber ob es mich jetzt an einen kalten Sommer erinnern soll? Hm...
Der Klappentext macht neugierig. Der Leser erwartet einen spannenden Krimi aus dem Mafia Milieu und erhält... na ja.
 
 
📚 Lesespaß oder Lesefrust? 📚
 
Oh, für mich war es dieses Mal der absolute Lesefrust. Selten habe ich so einen langweiligen, langatmigen Krimi gelesen. Okay, ich hätte es gleich merken müssen, da der Verlag das Buch ja selbst als Roman zugeordnet hat. Allerdings finde ich dieses Buch auch dort nicht wirklich passt. Es ist eine Mischung aus beiden. Wer jedoch einen erhöhten Krimianteil erwartet, wird wohl sehr enttäuscht sein. So ging es jedenfalls mir.
Für mich war es die Langeweile pur! Sehr schade!
Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich diese wohl nicht mehr lesen. Auch wird mir der Autor wohl nicht allzulange in Erinnerung bleiben.


Meine Bewertung im Einzelnen:

Schauplatz 📖 📖 
Protagonisten 📖 📖 
Spannung 📖 📖
Unterhaltung 📖 📖 

Wer mehr von meinen Eindrücken wissen möchte, darf gerne einen Blick in meinen Lesestatus riskieren. Aber Vorsicht, Spoileralarm! ➡ Lesestatus

 
Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -
 
 

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