Sonntag, 5. August 2018

80/2018: Die kleine Inselbuchhandlung / Janne Mommsen

Janne Mommsen reist wieder auf die Insel und stellt dem Leser Die kleine Inselbuchhandlung und die Protagonistin Greta vor. Und plötzlich scheint eine ganze Insel zu lesen.

Bildrechte beim Verlag





    Titel: Die kleine Inselbuchhandlung     
    Reihe:  -
    Autor: Janne Mommsen

    erschienen im Rowohlt Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 288 Seiten 
    ISBN 978-3-499-29154-8 

    Erscheinung: 27. März 2018





Greta Wohlert schloss die Augen und setzte ihr freundliches Flugbegleiterinnen-Lächeln auf, das sie Tag und Nacht abrufen konnte. (1. Satz)

Zum Inhalt:

Eine Insel liest
In seinem atmosphärischen Sommer-Roman schickt Literatur-Spiegel-Bestsellerautor Janne Mommsen Greta Wohlert auf eine kleine Nordseeinsel, wo ihre Tante ein Haus am Strand hat. Die Stewardess hat sich ein paar Tage Auszeit vom stressigen Job genommen. Doch auf der Insel angekommen, muss Greta erst einmal Tante Hille beim Entrümpeln ihres ehemaligen Ladens helfen. In den staubigen Regalen entdeckt Greta unzählige Bücher. Fasziniert von dem Fund, veranstaltet sie einen Flohmarkt. Der Verkauf der Bücher macht Greta so viel Spaß, dass sie eine Idee hat: Wie wäre es, einfach hier zu bleiben und eine Inselbuchhandlung zu eröffnen? Ermutigt wird sie dabei von Claas, dem attraktiven Pensionsbesitzer der Insel.
Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Jemand möchte Greta von der Insel vertreiben, eine geheimnisvolle Liebeswidmung in einem alten Buch gibt ihr viele Rätsel auf. Und zu allem Überfluss steht eines Tages Gretas Daueraffäre aus Frankfurt vor der Tür. Er möchte eine zweite Chance.


Mein Leseeindruck:

Da ich schon einige Bücher des Autors gelesen habe, war ich nun gespannt, was sich hinter den Wänden der Inselbuchhandlung abspielen würde.
Heiter und beschwingt startet der Roman. Obwohl... na ja, ganz so beschwingt dann doch wieder nicht, wenn man mal Gretas Zusammenbruch betrachtet. Ich fand es ein bisschen schade, dass man so wenig über den Grund des Zusammenbruchs erfahren hatte und auch über das Tohuwabohu, dass Greta damit verursacht hatte. Ob es nun realistisch ist, jemanden nach einem Zusammenbruch nach 3 Tagen wieder eine Langstrecke fliegen zu lassen...hm.. darüber sollte jeder selbst entscheiden. Aber irgendwie musste der Autor ja einen Anfang finden.

Aufgrund der bildhaften Beschreibungen von Land und Leuten, dem Buchladen etc. habe ich mich in der Geschichte sofort wohl gefühlt. Der Sand, die Dünen, der Duft der Bücher, all dieses ließ mich das eine oder andere Mal tief seufzen.

Eine tolle Sache habe ich in dem Roman gefunden hzw. für mich entdeckt: eine literarische Hausapotheke. Dort konnte man gegen jede körperliche oder seelische Krankheit das passende Buch bekommen. (Seite 75) Das klingt doch wirklich ansprechend, oder?

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover erscheint mir stimmig zur Geschichte, jedoch ist es etwas zu blaß gehalten. Zu helle Farben, die auf einander treffen. Hier hätte ich mir kräftigere Farben gewünscht. Und sei es auch nur, dass der Sand etwas natürlicher, naturfarbener gezeichnet wäre. Auch der Himmel hätte etwas mehr Farbe verdient.
Der Klappentext macht definitiv neugierig.

Lesespaß oder Lesefrust?

Mir hat es sehr großen Spaß gemacht, in der Inselbuchhandlung zu stöbern. Ich mag diesen ganz besonderen Flair, den der Autor in seinen Romanen vermittelt. Man vergisst Zeit und Raum und gibt sich ganz der Geschichte hin.
Ich freue mich schon auf weitere Geschichten von der Insel.


Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -

Vielen Dank an #Wasliestdu für das Lese- bzw. Rezensionsexemplar.