Samstag, 28. Juli 2018

76/2018: Die Expansion / Christoph Martin

In der Politik und in der Wirtschaft ist die Wahrheit eine Ermessensfrage.


   Titel: Die Expansion  

    Reihe:  -
    Autor: Christoph Martin

    erschienen im Books of Demand

    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 368 Seiten 
    ISBN 978-3-752832815
    Erscheinung: 06.07.2018

   Meine Bewertung: 📖 📖
 
 
 
 
Zum Inhalt:
Für Max Burns ist ein Traum wahr geworden: Als Chefingenieur ist er für das Konzept und die Überwachung eines der größten Bauprojekte des 21. Jahrhunderts zuständig, die Erweiterung des Panamakanals.
Ihre Tarnidentität am Smithsonian Tropical Research Institute erlaubt es Agentin Karis Deen das Bauprojekt rund um den Panamakanal im Blick zu behalten. Denn in der Welt des internationalen Handels und der Diplomatie sind die Einsätze hoch und es wird nicht immer fair gespielt.
Bald gerät Max in ein Netz aus Intrigen und Verrat, das weit über die idyllischen Ufer Mittelamerikas hinausreicht. Seine einzige Verbündete scheint Karis zu sein, aber kann er ihr trauen?
 
Mein Leseeindruck:
Der Autor wagt sich hier an ein sehr interessantes und weitreichendes Thema: Intrigen und Korruption in Politik und Wirtschaft. Voller Spannung habe ich zu dem Buch gegriffen und ... hm...was soll ich sagen? Irgendwie wurde ich hinsichtlich der Spannung doch etwas enttäuscht. Eine wirklich interessante Story, aus der man bestimmt hätte einiges mehr rausholen können.
Viele Handlungen waren zu eindeutig, so dass jegliches Gefühl beim Lesen unterdrückt wurde. Jeder kennt doch in einem Film, wenn es spannend wird, diese Musik die die Nerven dann fast zum Zerreißen bringt. Hm...welche Musik könnte hier passen? Eher ein Trauermarsch!
 
Aber nicht nur die fehlende Spannung muss ich dem Thriller ankreiden, sondern auch der Protagonist, der mich leider gar nicht angesprochen hat. Ich konnte keinen Bezug zu ihm aufbauen. Seine Handlungen waren okay, aber haben mich nicht wirklich vom Hocker gehauen.
 
Zu guter Letzt war es dann auch noch der Schreibstil, der mich nicht so gut gefallen hat. Irgendwie war da was, was mich gestört hat. Es war für meine Ansprüche nicht flüssig genug.
 
Lesespaß oder Lesefrust?
Na ja, es hat mir nun nicht wirklich Spaß gemacht diesen Thriller zu lesen, aber gefrustet war ich dennoch nicht. Es hat mich einfach nicht angesprochen. Oder anders gesagt, ich war gefühllos von der ersten bis zur letzten Seite.
 
 
Vielen Dank der Agentur Literaturtest, Berlin für das Rezensionsexemplar.
 
 
 

75/2018: Das Porzallanmädchen / Max Bentow

Eine gut durchdachte Story, die einem stellenweise den Atem stocken lässt.
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Titel: Das Porzellanmädchen   
Reihe:   -
Autor: Max Bentow
  
erschienen im Goldmann Verlag
Ausgabe: Klappenbroschur
Genre: Thriller
Seitenzahl: 384 Seiten 
ISBN 978-3-442-20511-0
Erscheinung: 17.07.2017

Meine Bewertung: 📖 📖 📖 📖








Zum Inhalt:
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Mein Leseeindruck:
Da ich schon mehrere Bücher des Autors gelesen habe, wusste ich, auf welchen Schreibstil ich mich hier einlassen würde. Und tatsächlich, Max Bentow hatte es wiedermal geschafft mit während des Lesens den Atem zu rauben. Na ja, zumindest stellenweise.

Sehr interessant fand ich die Behauptung (ich muss hierzu mal im Internet recherchieren), dass sich laut Statistik unter hundert Menschen ein Psychopath befindet. Als ich davon gelesen habe, wurde mir irgendwie ganz anders. Wie oft saß ich im Flugzeug mit mehreren hundert Menschen auf engstem Raum? Wie oft war ich mit dem Zug unterwegs? Oh mein Gott! Schreckliche Vorstellung!

Die Story ansich fand ich sehr ansprechend. Sie war spannend geschrieben und oftmals auch sehr schonungslos erzählt. Jedoch hatte mich diese Puppe irgendwie immer an "Jacky, die Mörderpuppe" erinnert und ich musste permanent an diese Inszenierung denken.

So sehr mir die Story gefallen hatte, so unangenehm empfand ich die Protagonistin. Irgendwie bin ich mit ihr nie so richtig warm geworden. Sie blieb für mich durchgängig unscheinbar. Ihre Handlungen war zwar da, und größtenteils auch nachvollziehbar, dennoch konnte ich keine Verbindung zu ihr aufbauen.

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover ist sehr eindrucksvoll. Diese Augen strahlen eine Traurigkeit aus, die mich sofort in Beschlag genommen hat. Ansonsten ist die Farbgebung recht hell gehalten, so dass sich wirklich alles auf die Augen konzentriert. Der Klappentext wurde sehr ansprechend gewählt. Er macht neugierig ohne zuviel zu verraten.

Ach ja, und wenn die Augen müde werden, dann greife ich auch gerne mal zum Hörbuch. So auch in diesem Fall. Und ich muss sagen: Das war wirklich eine sehr gute Entscheidung. Denn diese Sprecherstimme hat mir manchmal wirklich Gänsehaut beschert. Exakte, pointierte Betonungen machten das Einschlafen nahezu unmöglich und ich war oftmals wie im Sog und wollte immer weiter dieser kraftvollen Stimme lauschen.


Lesespaß oder Lesefrust?
Da ich bei diesem Thriller nicht unbedingt von Spaß sprechen kann, möchte ich es eher so umschreiben, dass mir das Lesen bzw. das Hören sehr großen Spaß gemacht hat.
Eine Story, die unheimlich wirklich, wenngleich auch die Protagonistin nicht unbedingt mit Sympathie punkten konnte.


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Vielen Dank dem Bloggerportal für das Lese-/Rezensionsexemplar.

Freitag, 27. Juli 2018

74/2018: Tante Poldi und der schöne Antonio / Mario Giordano

Band 3 der Reihe um und mit Tante Poldi und ihrem doch etwas ausschweifendem Leben

Bildrechte beim Verlag

   Titel: Tante Poldi und der schöne Antonio  

    Reihe: Tante Poldi (3)
    Autor: Mario Giordano

    erschienen im Bastei Lübbe Verlag

    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 368 Seiten 
    ISBN 978-3-431-03983-2
    Erscheinung: 26.01.2018

   Meine Bewertung: 📖 📖 📖 
 
 
 
 
 
 

Donnerstag, 26. Juli 2018

Ab heute als Download erhältlich: Yasemins Kiosk (Christiane Antons)

Es war ein Knochenjob. (1. Satz)

Bildrechte beim Verlag - Leseprobe

Zum Inhalt:

In einem Mehrfamilienhaus in Bielefeld treffen drei Frauen aufeinander, deren Biografien kaum unterschiedlicher sein könnten. Vermieterin Dorothee Klasbrummel hat seit fünfzehn Jahren die eigenen vier Wände nicht verlassen, sich ihr heiteres Gemüt aber trotzdem bewahrt. Polizistin Nina Gruber verbringt ihr Sabbatjahr nicht wie geplant an malerischen Stränden, sondern pflegt ihre schwierige Mutter. Die junge Kioskbesitzerin Yasemin Nowak liebt das Leben und lässt in der Liebe nichts anbrennen, allerdings bereiten ihr die zunehmend unheimlicher werdenden Briefe eines heimlichen Verehrers Sorge.
Als im Altpapiercontainer des Kiosks eine Leiche gefunden wird, tun die drei ungleichen Frauen sich zusammen und ermitteln auf eigene Faust. Primär, um sich von den eigenen Problemen abzulenken. Doch diese Rechnung geht nicht auf …



Mein Leseeindruck:

Mit einer kräftigen Packung Humor begleitet Die Autorin ihre Leser durch den Krimi. Da wird mal Bielefeld auf den Arm genommen, über den Dialekt gefeixt, ja auch der Zweifel an der Nützlichkeit eines SUVs in der Stadt wird mit leichten Zwinkern auf die Schippe genommen. Die Autorin hat sich wirklich viel einfallen lassen, zwischen dem Kriminalfall auch noch eine gehörige Portion Unterhaltung miteinzubinden.
Leider... ja, und ich meine wirklich leider... leidet die Spannung durch das sehr ausufernde Randgeschehen sehr. Seitenlang, und das nicht nur ein Mal, ist von dem Krimi überhaupt nichts zu spüren. Oder hatte ich mich einfach vom Untertitel und dem Klappentext nur blenden lassen und es ging gar nicht um die Leiche? Es geht vielmehr um die Anbahnung einer Beziehung zwischen Nina und Tim. Dieser Part nimmt den meisten Platz ein. Gefühlte zwei Drittel geht es nur um die beiden und den Beginn ihrer Beziehung. Gut, zwischendurch wird dann mal wieder fünf Sätze lang ermittelt. Aber weniger in der anfänglichen Sache mit dem Toten, nein, es gibt ja noch einen weiteren Handlungsstrang - nämlich Yasemins Stalker. Von dem Toten ist irgendwie so gar keine Rede mehr. Die Story plätschert so vor sich hin, bevor sie auf den letzten Seiten dann endlich wieder zum Toten bzw. dem Mordfall zurückkehrt. Der Schluss hält dann noch ein par kleine Überraschungen parat, die man aber auch nur mit einem Aha! statt einem Wow! zur Kenntnis nimmt.

Nun möchte ich noch ein paar Worte zum Cover und Klappentext loswerden, die jedoch in meiner Bewertung nicht berücksichtigt werden, da sie oft vom Verlag und nicht vom Autor bestimmt werden. Das Cover mit dem Kiosk gefällt mir sehr gut. Auch die Farben wurden sehr stimmig gewählt. Der Klappentext macht neugierig. Die drei Frauen werden kurz vorgestellt, so dass der Leser sich gleich in einer illustren Gruppe wähnt.


Fazit:

Lesefrust oder Lesegenuss? Hm...irgendwie beides. Dieses Buch lebt ganz klar durch seine Protagonisten. Diese wurden sehr detailliert charakterisiert und bildhaft zum Leben erweckt, ebenso Land und Leute. Aber, reicht das für einen Krimi? War das überhaupt ein Krimi oder doch eher ein Roman mit einer kleinen kriminalistischen Einlage? Spannung jedenfalls, wird man in dieser Geschichte vergeblich suchen, jedoch ist jede Menge Witz und Charme enthalten.
Deshalb Lesefrust - im Hinblick auf Spannung, Ermittlungen und kriminalistische Handlung. Und Lesegenuss - im Hinblick auf das ganz so ernstzunehmende Leben in Bielefeld und einer Liebesgeschichte. 

Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -

Vielen Dank an #netgalley.de für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 25. Juli 2018

73/2018: Schhmälzle und die Kräuter des Todes (Linda Graze)

Ein Schwarzwald-Krimi mit guter Unterhaltung und viel Lokalkolorit





Titel: Schmälzle und die Kräuter des Todes   
Reihe:   -
Autor: Linda Graze
  
erschienen im Rowohlt Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Krimi
Seitenzahl: 336 Seiten 
ISBN 978-3-499-27321-6
Erscheinung: 24.07 2018

Meine Bewertung: 📖 📖 📖 📖





"Mir sind doch keine Hemmedscheisser." (Zitat - Seite 106)

Dienstag, 24. Juli 2018

72/2018: Die Samenhändlerin (Petra Durst-Benning)

So viel Liebe ...

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   Titel: Die Samenhändlerin  

    Reihe: Samenhändlerin-Saga (1)
    Autor: Petra Durst-Benning

    erschienen im Ullstein Verlag

    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 512 Seiten 
    ISBN 9783548290362
    Erscheinung: 06.07.2018

   Meine Bewertung: 📖 📖 📖 📖

 

Zum Inhalt:

 
Württemberg im Jahr 1850. Auf der Suche nach dem Mann, der sie im elterlichen Gasthof in Nürnberg geschwängert hat, kommt die junge Hannah Brettschneider in ein Dorf am Fuß der Schwäbischen Alb. Gönningen ist die Heimat der Samenhändler, die seit fast zwei Jahrhunderten vom Geschäft mit Tulpenzwiebeln, Blumen- und Gemüsesamen leben. In ganz Europa verkaufen sie ihre Sämereien, bis nach Russland und Amerika führen ihre Reisen. Hannahs Begeisterung für den ungewöhnlichen Ort und seine Menschen währt nicht lange, denn Helmut, dessen Kind sie erwartet, ist mit dem schönsten Mädchen im Dorf, Seraphine, verlobt. Als sich der reiche Händlersohn schließlich doch für Hannah entscheidet, ist Seraphine jedes Mittel recht, um die Widersacherin auszuschalten und Helmut zurückzugewinnen. 
 
Mein Leseeindruck:
 
Da hat sich die Autorin wiedermal eine tolle Story einfallen lassen. Mit Hannah zeigt sie eine starke Persönlichkeit, die sich nicht unterkriegen lässt, und die ihren Weg gehen möchte.

Mit Helmut hatte ich anfangs meine Probleme. Zuerst dachte ich, dass er so ein richtiger Hallodri wäre, aber irgendwie wurde er mir dann immer sympathischer. Okay, die Art und Weise wie er Hannah anfangs behandelt und im Unklaren gelassen hatte, sprach nicht unbedingt für ihn. Dennoch kann ich es in gewisser Weise nachvollziehen. Das Elternhaus, die Erwartungen, die gute Partie und dann ... die Liebe. Das musste sich erst noch alles irgendwie in Reih und Glied bringen lassen.

Seraphin, tja, was soll ich sagen. Teils machte sie auf mich einen verwirrten Eindruck, dann wiederum empfand ich Mitleid mit ihr. Irgendwie eine gestörte Persönlichkeit.

Valentin, nun ja, er war irgendwie unscheinbar.

Auffällig fand ich, dass sich die Geschichte anfangs sehr stark um Hannah gedreht und etwa ab der Mitte sich völlig auf Seraphin konzentriert hat. Hannah wurde irgendwie nebensächlich, was ich sehr schade fand.

 Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken.
Ich muß sagen, dass mir das alte Cover mit der Frau etwas besser gefallen hat. Es hatte der ganzen Geschichte einen historischen Touch verliehen. Das neue Cover deutet eher auf eine aktueller Geschichte hin. Dennoch spielt die Story in 1850. Für mich ist somit das neue Cover zu modern.
Der Klappentext spiegelt die Story wider bzw. zeigt den Anfang des Buches. Somit bleibt noch genügend Spielraum für die gesamte Geschichte und macht neugierig.
 
Lesespaß oder Lesefrust?
 
Anfangs fand ich den Roman irgendwie ein bisschen träge. Aber nach und nach, hatte ich wirklich Spaß an der Geschichte und an den Schicksalen.
 
 Und wenn die Augen müde werden, ist es Zeit für ein Hörbuch. Deshalb habe ich tagsüber das Buch gelesen und mich abends mit dem Hörbuch ins Bett begeben.
So hat mich die Stimme von .... immer noch bis zum Einschlafen begleitet. Durch ihre Betonungen, Stimmlagenveränderungen oder auch die Wahl einer anderen Aussprache, hat sich der Roman zur tollen Unterhaltung gemausert.



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Montag, 23. Juli 2018

71/2018: Liebe in Reihe 27 (Eithne Shortall)

Mit LIEBE IN REIHE 27 startet EITHNE SHORTALL einen Check-In zur Liebe.

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Titel: Liebe in Reihe 27   
Reihe:   -
Autor: Eithne Shortall
   
erschienen im Diana Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Roman
Seitenzahl: 384 Seiten 
ISBN 978-3-453-35980-2
Erscheinung: 11. Juni 2018

Meine Bewertung: 📖 📖 📖






Das Self-Check-in-Embargo war seit acht Tagen in Kraft, als eine Frau mit mehreren Tornistern an den Aer Lingus-Schalter trat und, ohne es zu ahnen, die größte Liebesgeschichte im Leben der Cora Hendrick ins Rollen brachte. (1. Satz)


Zum Inhalt:

Cora hat den Glauben an die Liebe aufgegeben. Zumindest was sie selbst betrifft. Deshalb versüßt sie sich ihren Job am Check-in-Schalter des Londoner Flughafens damit, Singles hoch über den Wolken zu verkuppeln. Mithilfe der glamourösen Flugbegleiterin Nancy macht Cora die Reihe 27 zu einem Liebeslabor. Dort findet sich bei jedem Flug ein Passagier ganz unverhofft neben seinem potenziellen Traummann oder seiner Traumfrau wieder. Die Verwicklungen sind vorprogrammiert, auch mit Vielflieger Aidan, der nicht so durchschaubar ist, wie er scheint. Wird Cora selbst irgendwann wieder auf Wolke (2)7 schweben?


Mein Leseeindruck:

Ich muss sagen, dass ich gerade nach den ersten Seiten schon etwas verwirrt war. Auf der einen Seite werden Liebesgeschichten aufgezeigt, die in einem Flugzeug in Reihe 27 angebahnt werden, dann aber wieder die Rückblende bzw. Szenenwechsel zu Cora. Leider hat mich Coras Geschichte nicht wirklich interessiert oder anders gesagt, ich fand sie etwas langatmig.
Auch fand ich es etwas merkwürdig, dass die Flugbegleiterinnen sich so einseitig um ihre Passagiere kümmern. Reihe 27 erhält einen Kaffee, eine nette Betreuung, man nimmt sich viel Zeit für ein Pläuschen, die anderen hingegen: Sorry, aber der Bordservice startet erst in einer halben Stunde. Würde ich diese Ungleichbehandlung auf einem Flug erleben, würde ich bestimmt nicht mehr mit dieser Airline fliegen und mich massiv beschweren. Schließlich bezahlt man ja denselben Preis.

Hingegen hat mir die Geschichte um Sheila und ihre Krankheit gefallen bzw. auch betroffen gemacht. Immer mehr vom Leben zu vergessen, muss echt quälend sein, nicht nur für die Angehörigen, die den langsamen Verfall beobachten. Nein, auch selbst, wenn man feststellt, dass man sich an immer weniger erinnern kann, so sehr man sich auch bemüht. Es ist einfach eine Leere im Kopf.

"Tränen, die man lacht, muss man nicht mehr weinen. " (Zitat - Seite 50)

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken.
Das Cover wurde sehr treffend gewählt. Das Flugzeug, das ein Herz in den Himmel zeichnet, besser und treffender hätte man wohl kein anderes Cover auswählen können.
Der Klappentext macht auf jeden Fall neugierig und stimmt den Leser, na ja, es werden wohl eher Leserinnen sein, auf eine lockerleichte Unterhaltung ein.


Lesespaß oder Lesefrust?

Obwohl es in diesem Roman oftmals etwas merkwürdige Begebenheiten gab oder auch ansonsten sich die Story ab und zu mal etwas in die Länge gezogen hat, habe ich diesen Roman sehr gerne gelesen. Er ist nicht zu anspruchsvoll und gerade für die Urlaubszeit das absolut Richtige, sofern man nicht zuviel von der Story erwartet.

Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -

Vielen Dank an Corinna Schindler vom Freelance Team für das Rezensionsexemplar und den netten Kontakt.

 

Freitag, 20. Juli 2018

NEUAUFLAGE ALS TASCHENBUCH: Rezension Nr. 46/2017: Die Terranauten


Bildrechte: Carl Hanser Verlag

   
    Titel: Die Terranauten
    Reihe: 
    Autor: T.C.Boyle
    erschienen im Carl Hanser Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Sonstiges
    Seitenzahl:  608
    ISBN 9783446253865 
    Erscheinung: 9. Januar 2017
    hier geht es zur Verlagsseite - klick
 
 
 
 
 
 


Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Ich wollte nun auch wissen, weshalb so ein großer Hype um dieses Buch entstanden ist.

Donnerstag, 19. Juli 2018

70/2018: Der Tod sonnt sich im Campingstuhl (Susanne Hanika)

Auch der zweite Band der Bayern-Krimi Reihe verspricht wieder Spannung und gute Unterhaltung
Bildrechte beim Verlag





 Titel: Der Tod sonnt sich im Campingstuhl
    Reihe: Hirschgrund (2)
    Autor: Susanne Hanika
    erschienen im beThrilled by Bastei
    Ausgabe: ebook
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 154 Seiten 
    ISBN 978-3-73255130-9

    Erscheinung: 12. Juni 2018
 
    Meine Bewertung: 📖 📖 📖 📖
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 17. Juli 2018

69/2018: Das Geheimnis von Salem (Birgit Rückert)

Eine fast wahre Geschichte

Bildrechte beim Verlag


   

   Titel: Das Geheimnis von Salem
    Reihe: -
    Autor: Birgit Rückert
    erschienen im Gmeiner Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Historischer Krimi
    Seitenzahl: 345 Seiten 
    ISBN 978-3-8392-2197-6

    Erscheinung: 7. Februar 2018







Zum Inhalt:

Im Frühjahr 1485: Das Zisterzienserkloster Salem erwartet den Besuch des Kaisers. Doch der plötzliche Tod eines jungen Mönchs überschattet die Festvorbereitungen. Der alte Kellermeister bringt den Todesfall mit lange zurückliegenden Ereignissen in Verbindung, bei denen ein Mönch in einem Weinfass ertrunken und ein wertvoller Reliquienbehälter verschwunden ist. Bruder Johannes, Leiter des Skriptoriums, macht sich auf die Suche nach dem rätselhaften Reliquiar. Wird er auch die ungeklärten Todesfälle lösen können?

Mein Leseeindruck:

Schon zu Beginn erwartet den Leser ein sehr ausführliches Personenregister. Das finde ich persönlich immer sehr gut, da ich mich gleich mal mit den Protagonisten beschäftigen und somit auch schon alles etwas besser einschätzen kann. Zusätzlich findet man dann noch die Erläuterungen des Tagesablaufs in einem mittelalterlichen Zisterzienserkloster. Solche Aufstellungen hatte ich bislang in noch keinem historischen Roman bzw. Krimi gesehen und war somit für mich neu, aber sehr interessant.

Die Geschichte ist eigentlich in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, wobei der zweite Handlungsstrang nur kurze Zwischenpassagen hat, den Anfang und den Schluss bildet.  Denn dieser Handlungsstrang bezieht sich auf das 21. Jahrhundert und das heutige Kloster/Schloss Salem.
Der erste und hauptsächliche Handlungsstrang handelt in 1485 und spielt ebenfalls im Kloster Salem, eben zu damaliger Zeit.

Spannend beginnt der Krimi aus heutiger Sicht. Hier habe ich nochmal einen Blick auf das Cover geworfen. Doch ja, es war ein historischer Krimi. Ich war nun gespannt, wie die Autorin den Spagat zwischen den Zeiten schaffen würde.
Im Laufe des Krimis wurde aber deutlich, dass die Story hauptsächlich in 1485 spielt und nur ganz kurz auf das hier und heute eingegangen wurde. Die Zeitsprünge wurden hervorragend gelöst und waren auch stets erkennbar. Hier war interessant, dass der Sprung jeweils durch den beschriebenen Duft nach Weihrauch und das klackern der Sandalen angekündigt wurde. Wer das Buch gelesen hat, weiß, was ich damit meine.

Wie es sich für einen historischen Roman gehört, spielt auch die Liebe eine Rolle. In diesem Fall ist sie jedoch etwas untergeordnet und keineswegs so, wie man sich es vorstellt. Hierzu möchte ich nicht mehr verraten.

Und wieder habe ich auch etwas dazu gelernt. Das Bücherzimmer im Kloster nennt man Armarium = Waffenkammer. Denn Bücher sind die schärfsten Waffen der Mönche gegen Unbildung, also sprich Dummheit. Ganz schön clever würde ich sagen!

Hui, und dann das Ende. Der Prolog, in dem praktisch der Geist nochmal spricht und sich und alles erklärt, hat mich gänzlich überzeugt: Ein toller historischer Krimi!

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Ich muss gestehen, dass mich das Cover nicht ganz so angesprochen hat.  Ob es an den vielen Farben liegt? Ich weiß es nicht. Möglicherweise ist es aber auch deshalb ein Eyecatcher.
Der Klappentext wurde gerade richtig gewählt. Er macht neugierig und verrät nicht zuviel.

Lesespaß oder Lesefrust?

Für mich war es ein absoluter Lesespaß. Ein historischer Krimi der mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt hat. Eine sehr anschauliche Geschichte, ein leichter Schreibstil und bildhafte Sprache.
Ich hoffe, dass es schon bald eine Fortsetzung mit Johannes und vielleicht auch Magdalena geben wird.




 
 
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Vielen Dank dem Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.