Freitag, 29. Juni 2018

📚 Meine Leserunde zu: Mehr als nur ein Traum (Elisabeth Büchle)

Mitmachen kann jeder, der Zeit und Lust hat. 👓

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1. Leseabschnitt
Prolog bis Seite 64

Der Prolog lässt einiges an Spannung erwarten. Wer war dieser Mann? Und weshalb musste Fabienne sterben? Nach diesen zwei Seiten war klar, hier muss ich einfach weiterlesen.
Und schon versetzt die Autorin ihre Leser in das Jahr 1963 und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Mit Felicitas erlebt der Leser den Aufbruch einer jungen Frau, die aus dem Nazideutschland ins ferne Amerika aufbricht um ein neues Leben anzufangen. Jedoch macht sie dort Bekanntschaft mit ganz anderen Problemen, nämlich dem vermeintlichen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß, den herrschenden Rassenkonflikten.

Sehr eindrucksvoll, ja man könnte sagen, bildhaft, beschreibt die Autorin das neue Zuhause der Protagonisten. In prächtigen Farben zeigt sich das Umfeld, so dass man beim Lesen fast schon das Schilf im Wind rauschen hören kann. Auch die Inneneinrichtung des Hauses wird so detailliert beschrieben, so dass ich mich direkt heimisch gefühlt habe. Für ein solch eindrucksvolles Haus lohnt es sich, ein paar Stunden mit dem beseitigen der Spinnweben zu verbringen.

"Ob die Menschen jemals damit aufhören würden, sich über andere zu erheben?" (Zitat - Seite 62)

Mittwoch, 27. Juni 2018

📚 Meine Leserunde zu: Lady Liberty (Annabelle Tilly)

Wer mitlesen möchte ist herzlich eingeladen.  👓

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1. Leseabschnitt
Kapitel 1-8

Noch vor Beginn der eigentlichen Geschichte bin ich über einen Satz gestolpert, der mich irgendwie berührt hat.

"Dieses Buch ist allen Menschen gewidmet, die sich für die Freiheit einsetzen."

Wow... das ist ja mal eine Widmung! Toll!
Nun war ich wirklich gespannt, was mich in diesem Roman erwarten würde.

Schon auf den ersten Seiten durfte ich Bekanntschaft mit einer jungen Dame machen, die ihren eigenen Willen hat und auch ihren Weg gehen möchte. Auch wenn dieser Weg voller Hürden und Steine sein wird. Von ihrer Familie anfangs belächelt, wagt sie den großen Sprung über den Teich, um die Freiheitsstatue nach Amerika zu begleiten.

Obwohl in der Story öfter erwähnt wird, dass Camille sowohl ein weiblicher als auch männlicher Vorname ist, kenne ich ihn nur in der weiblichen Form. Über die männliche Form war ich etwas überrascht, so dass ich gleich mal "Tante Wiki"  befragt habe.

Schnell lernt man auch Patrick kennen. Er zeigt sich sehr aufgeschlossen und voller Tatendrang. Aber bereits hier zeigt sich schon, dass Camille und Patrick wohl zueinander finden werden. Die Handlungsstränge laufen bereits nach wenigen Seiten aufeinander zu. Schade!

Meine momentane Bewertung: 🗽🗽🗽🗽
 



Dienstag, 26. Juni 2018

📚 Meine Leserunde zu: Verkaufte Erleuchtung (Peter Schwendele)

Wer mitlesen möchte ist herzlich eingeladen.  👓


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1. Leseabschnitt
Kapitel 1 - 4 (Seite 1-50)

Hm... die ersten Seiten fand ich etwas holprig. Klar, jeder Anfang ist schwer!
Aber so nach und nach habe ich mich dann in den Krimi und die Sektengeschichte reingefunden.

Schade fand ich, dass es sich schon wieder um eine Kommissarin handelt, die von einem ihrer Vorgesetzten kritisch beäugt wird. Klar, es gibt immer noch gewisse Vorurteile in manchen Branchen. Aber werden diese besser, wenn das in Büchern bzw. Krimis auch immer wieder "bestätigt" wird?
Wieso werden Frauen nicht einfach gleichwertig beschrieben, also ohne diese alberne Vorgesetztenmobberei.

Ich hoffe, dass die Spannung noch einen Gang zulegt.

Meine momentane Bewertung wäre: 👳👳👳


2. Leseabschnitt
Kapitel 5 - 7 (Seite 51-105)


Ich muss sagen, dass mich die vielen fremdklingenden Namen sehr verwirren. Sie klingen zwar passend zur Story, dennoch bremsen sie meinen Lesefluss, das sie einfach anders klingen und sich damit nicht so schnell bzw. flüssig lesen lassen.

Verdutzt bin ich allerdings immer noch, woher der Autor all die Informationen dieser Sekte oder sollte ich lieber Gruppierung sagen, hat. Sehr präzise Beschreibungen, sehr detaillierte Kenntnisse über den Ursprung der Sekte, die Hierarchie, die Arbeit, das Leben, die Glaubenssätze. Es könnte fast schon der Eindruck entstehen, dass der Autor sich dieses Wissen nicht nur abgelesen hat.

Meine momentane Bewertung: 👳👳👳

Donnerstag, 14. Juni 2018

62/2018: Achtnacht (Sebastian Fitzek)

Sebastian Fitzek beschreibt in AchtNacht ein massenpsychologisches Experiment, das kräftig aus dem Ruder zu laufen droht.



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     Titel: AchtNacht    
     Reihe: -
    Autor: Sebastian Fitzek
    erschienen im Knaur Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 416 Seiten 
    ISBN 978-3-42652108-3
    Erscheinung: 14. März 2017






"Hier ist der Anruf für Sie." (1. Satz)


Zum Inhalt:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!


Nur der Tod stellt den Zeiger auf null. (Zitat - Seite 10)


Mein Leseeindruck:

Als großer Fitzek Fan kommt man natürlich nicht an Achtnacht vorbei. Schon alleine der Titel hat mich neugierig gemacht. Also Buch auf ... und los ging's.

Ich kann mit Recht und Fug behaupten, dass ich durch die vielen Thriller, die ich bislang gelesen habe, schon einiges gewöhnt bin, aber Public Disgrace, also Öffentliche Demütigung....nee, das war dann doch etwas Neues für mich. Was für ein krankes Spiel! Man lässt sich also in aller Öffentlichkeit demütigen, beleidigen, beschimpfen, bespucken usw. und findet es toll.
Sorry, aber so etwas ist für mich Menschenunwürdig. Dass sich Menschen so wenig wert sind, finde ich wirklich traurig.

Anfangs war ich von der Story auch etwas verwirrt. Da war von der jungen Frau die Rede, die sich in aller Öffentlichkeit wollte demütigen lassen. Dann wurde Jules Unfall beschrieben. Und anschließend findet der Protagonist sein Gesicht abgelichtet auf einer Leinwand. Für mich war das alles sehr verwirrend. Da ich jedoch die schriftstellerischen Fähigkeiten des Autors kenne, hatte ich Hoffnung, dass sich alles irgendwie auflösen und den Knoten entwirren würde.

Die ganze Zeit dachte ich daran, was es für ein Gefühl wäre, nun vogelfrei und sozusagen zum Abschuss freigeben wäre. Ein entsetzliche Gedanke. Man macht das Radio an, hört seinen Namen und weiß, dass nun jeder Jagd auf einen machen kann. Wie furchtbar muss das sein. brrrrrrr
Meiner Meinung nach, hat Sebastian Fitzek dieses Gefühl sehr gut weitergegeben. Ich denke, dass jeder für sich denkt, bitte, bloß nicht ich. Und wahrscheinlich wird auch jeder glaube, dass das alles nur Fiktion ist. Aber ist es das wirklich? Könnte nicht genau das jeden Moment auf der Erde passieren?

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover wirkt sehr interessant. Durch die rote Acht und den Schriftzug AchtNacht wirkt das Cover anziehend, aber auch bedrückend. Hier hat sich der Verlag wirklich viel Mühe gegeben. Der Klappentext macht neugierig. Neugierig auf eine etwas doch kranke Story, die aber irgendwie jeden anspricht.


Lesespaß oder Lesefrust?

Für mich war es definitiv ein Lesespaß. Na ja, sofern man bei dieser Thematik überhaupt von Spaß sprechen kann. Ein erschreckendes Thema, das aber gar nicht so abwägig ist, wenn man sich die heutige Zeit mal etwas näher betrachtet.
Ich wurde jedenfalls von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten und vergebe deshalb auch die volle Punktzahl.

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Dienstag, 12. Juni 2018

61/2018: Die Tochter des Kaufmanns - Band 1 der Lancaster Trilogie (Wanda E. Brunstetter)

In ihrem ersten Band der Lancaster Trilogie Die Tochter des Kaufmanns beschreibt Wanda E. Brunstetter das Leben in einer Amisch Familie, durch das Beispiel an Naomi.


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    Titel: Die Tochter des Kaufmanns 
    Reihe: Lancaster Trilogie (1)
    Autor: Wanda E. Brunstetter

    erschienen im Gerth Medien Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 318 Seiten 
    ISBN 9783865911391 

    Erscheinung: 1. Jan. 2007




"Naomi, komm!" (1. Satz)


Zum Inhalt:

Die junge Naomi führt ein behütetes Leben in einer kinderreichen Amisch-Familie in Pennsylvania. Doch plötzlich wird alles anders: Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter muss sie als älteste Tochter nicht nur für die Großfamilie sorgen, sondern darüber hinaus auch noch im Laden ihres strengen Vaters mithelfen. Da bleibt keine Zeit, auf die behutsame Werbung ihres heimlichen Schwarms einzugehen. Mehr und mehr verzweifelt Naomi an ihrer Situation. Und dann macht sie eines Tages einen schrecklichen Fehler: In einem unbedachten Moment lässt sie ihren kleinen Bruder mit einem Fremden allein, und das Undenkbare geschieht – der Junge wird entführt. Eine fieberhafte Suche beginnt, und für Naomi bricht eine Welt zusammen. Ist ihr Fehler überhaupt wieder gutzumachen?

"Du wirst nie bekommen, was du vom Leben erwartest, wenn du den Mund hältst und tust, was andere dir vorschreiben." (Zitat -Seite 30)

Mein Leseeindruck:

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal ein Buch über eine Amisch Familie gelesen und war total fasziniert. Alles Moderne hinter sich zu lassen, dem Manne und Gott zu dienen. Puh, in der heutigen Zeit, in der Gleichberechtigung immer wieder in den Schlagzeilen ist, ist dieses Leben wirklich hart. Alle Annehmlichkeiten, die die gleichaltrigen Jugendlichen haben (Smartphone, Tablett etc) spielen im Leben der Amish People keine Rolle.
Als ich nun dieses Buch erhalten hatte, konnte ich es kaum abwarten darin mehr über dieses "einfache" Leben zu erfahren. Einfach, im Sinne von Nichttechnisiert. Ein einfaches Leben, im Sinne von Leichtigkeit, ist jedoch bestimmt nicht.
Dieses zeigt die Autorin am Beispiel von Naomi. Nachdem ihre Mutter gestorben war, hieß es nun für sie, sich um den Haushalt, die Geschwister, den Vater und den Laden zu kümmern. Sie musste somit komplett den Job ihrer Mutter übernehmen. Aber wo war dabei ihre Jugend? Was war mit ihren Interessen? Was war überhaupt von nun ab mit ihrem Leben?

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, da es direkt auf das Umfeld bzw. den Inhalt des Romanes hinweist. Das ländliche Leben, die Frau in ihrer Tracht, all dieses passt hervorragend zur Story.
Der Klappentext hat mich ebenfalls neugierig gemacht. Er verrät nicht zuviel und nicht zuwenig, gerade richtig, um in die Geschichte vollständig eintauchen zu können.


Lesespass oder Lesefrust?

Sehr gut gefällt mir die Sprache der amischen, die die Autorin immer wieder in die Geschichte eingeflochten hat. Sei es das Boppeli (Baby). Hieran ist zu erkennen, wie sehr sich die Autorin mit der Geschichte, der Thematik, und dem Umfeld auseinander gesetzt hat. Alles wirkt echt.
Mich hat die Story irgendwie fasziniert, wenngleich es auch manche Längen gab, die den Lesefluß etwas gebremst haben.
Ob ich die Fortsetzung lesen werde/möchte, vermag ich momentan nicht zu sagen.  Soll aber nicht heißen, dass mich das Thema nun nicht mehr interessieren würde. Es liegt vielmehr daran, dass diese Reihe schon etwas älter ist und die Bücher nun schwerlich zu besorgen sind bzw. dann auch einem höheren Preis angehören.


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Montag, 11. Juni 2018

Rezension Nr. 31/2017: Nachts in meinem Haus


   

 
 
      Titel: Nachts in meinem Haus 
    Reihe: 
    Autor: Sabine Thiesler
    erschienen im Heyne Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Roman mit Krimielementen
    Seitenzahl:  512
    ISBN 978-3-453-26969-9 
    Erscheinung: 9. Januar 2017
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Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Immer wieder bleibe ich bei den Büchern der Autorin hängen. Und hier war es der Titel, der mich neugierig gemacht hatte.

Freitag, 8. Juni 2018

51/2018: Mordsg'schicht (Julia Wallner)

Mit Mordsg'schicht zeigt Julia Wallner, dass auch mit Ahnenforschung ein Mord aufgeklärt werden kann.


Hallo, mein Name ist Juliana Kaltberger (1. Satz)

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Zum Inhalt:

Juliana Kallberger ist froh, in das gemütliche Dörfchen Zwirnbach gezogen zu sein. Hier, in der Heimat ihres Mannes, kann sie in Ruhe ihrem Lieblingshobby nachgehen: Der Ahnenforschung. Doch als sie einen Eintrag in ihrem Familienstammbuch ergänzen will, stolpert sie über einen Skandal. 1902 wurde ein Urahne ihres Mannes erhängt in Zwirnbach aufgefunden, kurz nachdem auch seine Frau gestorben ist. War das ein Selbstmord? Juliana kommt der Eintrag ungewöhnlich vor und sie beginnt zu recherchieren, was damals vorgefallen sein könnte. Doch schlafende Hunde soll man nicht wecken und die Stimmung im Dorf kippt, als Juliana beginnt herumzuschnüffeln. Dann wird auch sie selbst bedroht …


Donnerstag, 7. Juni 2018

60/2018: Als wir unsterblich waren (Charlotte Roth)

In Als wir noch unsterblich waren erinnert Charlotte Roth an eine Zeit als die Worte "Willkommen in Berlin" noch von Sehnsüchten geprägt waren.

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    Titel: Als wir unsterblich waren    
    Reihe:    -
    Autor: Charlotte Roth

    erschienen im Knaur Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 576 Seiten 
    ISBN 978-3-426-51206-7
    Erscheinung: 2. Mai 2014







"Wenn dein Haus über dir zusammenstürzt, hörst du es vorher in den Wänden knacken", hatte Momi zu Alexandra gesagt, als sie etwa fünf Jahre alt gewesen war. (1. Satz)


Zum Inhalt:

November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.



"Gespart wird an der Wurst [...] an Büchern nicht. (Zitat - Seite 49)

Mein Leseeindruck:

Durch eine Leserunde wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Obwohl der Titel nicht allzu viel verrät, weist das Bild in der vorderen Klappe auf Berlin um 1915 hin und somit auf das Zeitgeschehen und die Geschäftigkeit, die damals in einer Großstadt herrscht. Es war aber nicht irgendeine Großstadt - es war Berlin. Und das noch vor dem ersten Weltkrieg.

Die Geschichte beginnt jedoch im November 1989 und zwar mit Alexandra. Am Tag des Mauerfalls ändert sich ihr komplettes Leben. Nicht nur, dass sie nun ohne Probleme in den Westen reisen darf, nein, auch Oliver tritt in ihr Leben, Durch ihn lernt sie das Leben und Lieben ganz neu kennen. Sehr unterhaltsam fand ich hier Momis Sprüche, wie z.B., dass sie Alexandra Süppchen nennt, weil ihr andere damit eine Suppe eingebrockt haben.
Weiter geht es mit einer Rückblende in das Jahr 1912. Hier lernen wir nun Paula kennen. Paula erlebt ihre Zeit als einen gewissen Umbruch. Die Löhne wurden immer geringer, dafür stiegen die Lebensmittelkosten stetig weiter in die Höhe. Wenn man etwas erreichen wollte, musste man sich politisch engagieren, d.h. man musste in die Partei eintreten bzw. die Jüngeren gar eine Parteischule besuchen. Der Umbruch bedeutete aber auch, dass die Gewalt zunahm.
Im Wechseln wird nun die Geschichte der beiden erzählt. Eine Geschichte, wie sie wahrscheinlich von vielen jungen Menschen gelebt wurde. Sei es der Mauerfall, der Krieg oder der Mauerbau. All diese Geschehnisse hat die Autorin sehr eindrücklich in ihrem Roman geschildert.

Immer wieder wird neben der Liebesgeschichte auf die Geschichte Deutschlands eingegangen. Dieser Roman hat mich wirklich beeindruckt.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover zeigt eine junge Frau vor dem Hintergrund einer Stadt. Hier wird wohl Berlin gemeint sein. Durch das Farbenspiel wird die Historie deutlich gemacht. Ich denke schon, dass mich das Buch in der Buchhandlung angesprochen hatte. Klar, dass ich dann auch einen Blick auf den Klappentext geworfen hätte.
Der Klappentext macht auf jeden Fall neugierig. Er verrät nicht zuviel und nicht zuwenig. Er macht auf die Hintergrundstory aufmerksam.


Lesespaß oder Lesefrust?

Die Geschichte an sich hatte mich stark beeindruckt. Durch die beiden Frauen, wird die Geschichte Deutschlands lebend und zeigt, wie sehr man sich damals schon nach dem Himmel strecken musste. Oder wie sagt man so schön: Von nix, kommt nix!
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dieser Roman an Schulen empfohlen wird. Klar, die Liebesgeschichte spielt auch eine Rolle, aber doch immer vor dem Hintergrund des Umbruchs.
Es handelt sich um einen Roman, der mich noch eine Weile gedanklich begleiten wird.

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Mittwoch, 6. Juni 2018

59/2018: Hamish spuckt Gift und Galle - Hamish Reihe Band 4 (M.C.Beaton)

Nicht nur Liebe geht durch den Magen, wie man anhand Hamish spuckt Gift und Galle, dem vierten Band der Reihe von M.C. Beaton erkennen kann.
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     Titel: Hamish spuckt Gift und Galle    
    Reihe: Hamish Macbeth (4)
    Autor: M.C.Beaton

    erschienen im Bastei Lübbe Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 223 Seiten 
    ISBN 978-3-404-17674-8
    Erscheinung: 27. April 2018






Wieder mal war es ein Tag, wie er herrlicher nicht sein könnte. (1. Satz)

Zum Inhalt:
 
Zuerst sind es nur Abermillionen von Mücken, die über Lochdubh herfallen. Doch dann sucht ein noch größerer Plagegeist das schottische Dorf heim: Trixie Thomas. Die laute, aufdringlichen Frau hat hier eine Pension gekauft und wird bleiben, wie Hamish Macbeth mit Schrecken erfährt. Während die Dörflerinnen bald bewundernd zu Trixie aufsehen, gehen die Männer auf die Barrikaden. Denn Trixie will das Rauchen und den Alkohol aus Lochdubh verbannen und sorgt damit für viel Ungemach. Als Trixie schließlich vergiftet wird, spuckt auch Hamish Gift und Galle. Denn er muss ermitteln – und das in einem Dorf voller Verdächtiger.


Mein Leseeindruck:

Und weiter geht es mit dem lustigen, skurrilen Schotten. Er beweist wieder einmal, dass er einen guten Spürsinn hat. Die neu Zugezogenen kommen ihm etwas suspekt vor. Hier zeigt sich dann wieder das Geschick der Autorin, Situationen bildhaft zu beschreiben. Man spürt förmlich Hamishs Misstrauen und auch bei seiner großen Liebe entwickelt Hamish Gefühle, nämlich Eifersucht.

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Oberflächlich betrachtet, wird man die Weite des Landes erkennen. Wer aber genau hinsieht, erkennt die Giftflasche am unteren Bildrand. Das ist dann wohl der Hinweis auf die Geschichte. Im Gesamteindruck gefällt mir das Cover wieder sehr gut und passt hervorragend zu den bisherigen Büchern dieser Reihe.
Der Klappentext macht neugierig. Neugierig auf diese Trixie und neugierig auf Hamishs Vorgehen und Ermittlungsarbeit.


Lesespaß oder Lesefrust?

Ganz klar Lesespaß. Ich liebe diese Reihe, auch wenn ich mich am Anfang etwas schwer getan habe. Es sind ein Krimispaß für nebenbei. Man sollte also keine allzugroßen Ansprüche stellen.


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Dienstag, 5. Juni 2018

58/2018: Höllenjazz in New Orleans (City Blues Quartett, Band 1) von Ray Celestin

"Jazz, Alkohol, Korruption und Mord vermischen sich in diesem raffinierten Thriller vor der Kulisse New Orleans‘ zur Zeit der Prohibition." Star Tribune
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    Titel: Höllenjazz in New Orleans   

    Reihe: -
    Autor: Ray Celestin

    erschienen im Piper Verlag

    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 512 Seiten 
    ISBN 978-3-492-06086-8
    Erscheinung: 1. März 2018






Anderthalb Stunden später, als er eigentlich mit der Arbeit hätte anfangen sollen, stolperte John Riley in die Redaktionsräume der Times-Picayune. (1. Satz)

Zum Inhalt:

New Orleans, 1919: Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca D'Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman – im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz – sonst komme ich, um euch zu holen. Ray Celestin ist ein brillanter Debütroman gelungen, der sich in einer Mischung aus Fakten und Fiktion um eine der spannendsten und geheimnisvollsten Mordfälle der nordamerikanischen Geschichte rankt.

Mein Leseeindruck:

Der Prolog startet schon mal sehr gewaltig. Der Axeman meldet sich zu Wort und hat zwar eine diabolische, aber auch witzig und interessante Forderung.  In jedem Haus soll Jazz erklingen, gerne mit jeweils einer Band. Diesen Gedanken finde ich sehr interessant. Okay, Jazz ist jetzt nicht unbedingt meine bevorzugte Musikrichtung, aber man stelle es sich doch einfach mal vor. Stadtbeschallung aus allen Häusern. Klar, es sollte keine Morddrohung damit verknüpft werden, aber so ähnlich wie ein Flash-Mob könnte es ja durchaus unterhaltsam sein. Es gab ja auch schon Städte, in denen zu einer bestimmten Uhrzeit das Licht ausgehen sollte, warum also nicht auch Jazz Beschallung?

Sehr interessant fand ich die Beschreibungen der Stadt. Eine Stadt, die irgendwie ganz anders ist. Eine amerikanische Stadt, die nach einem französischen Herzog benannt wurde, in einem Staat, der einen französischen König im Namen trägt. Die Plätze werden nach afrikanischen Ländern und Straßen nach griechischen Mythen benannt. Die Toten werden über der Erden bestattet, die Stadt wird jedoch unter dem Meeresspiegel gebaut. Es gibt nicht den Faschingsdienstag, sondern Mardi Gras. Eine Stadt, die einfach anders ist. (siehe Buch/ebook bei ca. 18%)

Irgendwie hatte mich die Story und auch das Cover irgendwie an die Bourbon Kids Reihe von Anonymus. Der Schreibstil, das viele Randgeschehen, die Protagonisten..... hm, seltsam.

Leider habe ich nahezu vergeblich nach der kriminalistischen Handlung gesucht, die der Klappentext verspricht. Klar, aufgedruckt Roman, jedoch verspricht der Rückentext einen Krimi. Schade, denn ohne diese Handlung fand ich den Roman bzw. die Story ziemlich fad. Auch mit den Protagonisten bin ich nicht so richtig warm geworden.

Anzumerken wäre aber auch noch, dass sich die Story in 6 Teile spaltet und insgesamt über 60 Kapitel verfügt. Eine ganze Menge, wie ich finde.
Das Personenverzeichnis erschlägt den Leser fast schon. Insgesamt 105 Personen! Aber keine Sorge, sie wurden größenteils nur namentlich erwähnt.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken.
Das Cover ist eigentlich etwas schlicht, aber dennoch sehr ansprechend und macht neugierig.
Der Klappentext verspricht eine kriminalistische Handlung. Dieses war dann auch der Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte

Lesespaß oder Lesefrust?

Es war dieses Mal eine Mischung aus Beidem. Ich hatte ein bisschen Spaß, aber war auch häufig gelangweilt. Im Klappentext habe ich mich wohl fehlleiten lassen, insofern habe ich immer die kriminalistische Handlung gesucht. Vergeblich! Leider!

Interessant fand ich, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen beruht. Der Brieg des Axeman ist eine Abschrift des Originals.


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Vielen Dank an #netgalley.de für das Rezensionsexemplar.




Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension Nr. 27/2017: Secret Fire - Die Entfesselten (Band 2)




    Titel: Secret Fire - Die Entfesselten
    Reihe: Secret Fire #2
    Autor: C.J. Daugherty
    erschienen im Oetinger Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Jugendliteratur
    Seitenzahl:  448
    ISBN 978-3-7891-3340-4
    Erscheinung: Februar 2017
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Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Da mir der erste Band bereits gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt wissen, wie es mit Taylor und Sacha weiter geht.

Samstag, 2. Juni 2018

Rezension zu: Zerschunden - ein True Crime Thriller von Michael Tsokos

Bildquelle: Knaur Verlag
 
- Klappentext -
 
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.
- Zitat -
 
"Die Schatten, die uns umgeben, sind nichts anderes als unsere eigenen sündigen Gedanken." (Seite 14)

- Mein Leseeindruck -

Als absoluter Thriller-Fan kommt man an Autoren wie Sebastian Fitzek nicht vorbei. Durch ihn bin ich auf Michael Tsokos aufmerksam geworden. Wenn Fitzek mit ihm zusammen so spannende Bücher schreibt, muss Tsokos ja auch schreiben können, so war mein Gedanke. Somit war klar, dass ich unbedingt den vorliegenden True-Crime-Thriller lesen wollte.

Im ersten Teil der Abel-Trilogie erwartet den Leser bereits auf den ersten Seiten Spannung pur.
Wir erfahren, dass Dr. Fred Abel in der rechtsmedzinischen Abteilung des BKA arbeitet. Um genau zu sein, in der Abteilung für "Extremdelikte". Und extrem fängt auch die Story an.

Mord an einer älteren Dame. Auf ihren Beinen schreibt der Mörder die Worte: Respectez Asia. das das wohl zu bedeuten hat? Abel und seine Kollegen ermitteln und treffen dabei auf Unglaubliches.

Unglaublich? Oh ja! Gerade im Hinblick darauf, dass es sich dabei größten Teils um eine wahre Geschichte handelt. Auch besser bekannt als der  Miles&More Killer, der die Welt in Atem hielt.

Der Autor, Michael Tsokos, hat es wirklich geschafft, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen wollte. Spannung und Action wechselten sich immerzu ab. Leider gab es auch hin und wieder ein paar kleine Hänger, die jedoch wirklich nur kurzzeitig waren.

Die Protagonisten, speziell Abel, fand ich sehr gut ausgearbeitet und man merkt, dass der Autor eine ganz bestimmte Person vor Augen hatte. Jede Geste, jede Mimik wurde detailliert beschrieben, so dass ich selbst das Gefühl hatte, Abel schon längere Zeit zu kennen.

-FAZIT -

 
Ich bin vom ersten Teil der Trilogie sehr angetan und freue mich darauf, schon bald die Fortsetzung lesen zu können.
Für Thriller Fans man ich dieses Buch absolut empfehlen.
Ich vergebe 4 Sterne!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Zerschunden
  • Originaltitel:
  • Autor: Michael Tsokos
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3426517895
  • Erscheinung: 1. Oktober 2015






Freitag, 1. Juni 2018

Rezension Nr. 69/2017: Die Galerie der Düfte

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Oh, was für ein blassen Cover. Farblos und doch ansprechend. Ob das an den roten Buchstaben der Autorin liegt? Oder ist es doch eher die Haarsträhne? Ich weiß es nicht. Minimalistisch und doch interessant. Da hilft nur eins.... lesen.