Samstag, 26. Mai 2018

57/2018: Eine Liebe in Apulien (Sabrina Grementieri)

Eine Liebe in Apulien von der gebürtigen Italienerin Sabrina Grementieri erzählt die berührende Geschichte um Liebe und Hoffnung
 
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    Titel: Eine Liebe in Apulien    Reihe: -
    Autor: Sabrina Grementieri
    erschienen im mtb Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 352 Seiten 
    ISBN 9783956497971  
    Erscheinung: 3. April 2018






Der Wind drang anmaßend und respektlos durch die Fensterritzen des alten Hauses. (1. Satz)

Zum Inhalt:

Der silbrige Glanz des Olivenbaumes vor dem alten Haus, der Duft der Bougainvillea, die Hitze des Südens. Gern denkt Viola an die Sommer, die sie in Apulien bei ihrer Großmutter Adele verbracht hat. Nun fährt sie aus einem traurigen Anlass zurück nach Süditalien. Adele ist gestorben. Der zweite Schock für Viola: Sie erbt das heruntergekommene Anwesen. An das Erbe ist jedoch eine Aufgabe geknüpft. Eine Aufgabe, die Violas Leben verändern wird.


Mein Leseeindruck:

Auffällig sind in jeden Fall die wunderschönen und bildhaften Beschreibungen der Gegend. Egal ob das Haus, der Garten oder einfach alles, die Autorin beweist absolutes Geschick in der bildhaften Sprache. Beim Lesen konnte ich fast schon die Wärme der Sonnenstrahlen spüren, den Duft der Kräuter einatmen oder auch die Trauer empfinden. Die Gefühle wurden sehr gut angesprochen. Egal ob freudig oder traurig, sentimental oder vor Freude jauchzend, jede Gefühlsregung wurde ansprechend beschrieben, so dass ich ab und zu fast schon zu seufzen anfing.
Allerdings gab es in diesem Roman auch etliche Längen, die meinen Lesefluß doch erheblich gebremst haben. Sei es die ausführlichen Beschreibungen der Renovierungsarbeiten, oder die Fahrt zu Freunden und Bekannten. Oder auch sonst in der Geschichte war es teilweise doch recht träge.

Man stellt erst fest, dass man jemand oder etwas vernachlässigt hat, wenn es zu spät ist, daran etwas zu ändern. (Zitat - Seite 11)

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext loswerden.
Das Cover vermittelt mir einen Gefühl von Urlaub am See. Sonne, angenehme Wärme, der Hauch einer leichten Brise und der schweifende Blick in die Ferne. Wohlfühlmomente sozusagen. Ein Cover also, das mich in eine wohlige Stimmung versetzt. Als Urlaubslektüre absolut ansprechend gestaltet.
Zum Klappentext: Der Klappentext versetzt den potentiellen Leser direkt in eine gewisse Urlaubsstimmung und macht neugierig.

Lesespaß oder Lesefrust?

Während der Klappentext noch neugierig macht, wird man beim Lesen des Romans feststellen, dass die Geschichte etwas zäh ist. Die Autorin versucht zwar immer wieder, eine schöne, leichte Stimmung zu erzeugen, aber leider ist es ihr nicht wirklich gelungen, da gewisse Kleinigkeiten gefehlt haben, um mich zu überzeugen.
Ich hatte auch mehrfach den Roman zur Seite gelegt, da ich den Faden und auch die Lust an der Geschichte verloren hatte.
So schön die Gefühle anfangs beschrieben wurden, so träger wurde die Story.
Schade, da sowohl Cover, als auch der Klappentext eine tolle Geschichte suggerieren.

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Ich bedanke mich ganz herzlich beim #Harper Collins Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.


Donnerstag, 24. Mai 2018

56/2018: Immer wenn du tötest - 2. Band der Targa Reihe (B.C. Schiller)

Mit Immer wenn du tötest legt das auf Mallorca und in Wien lebende Autorenpaar Barbara und Christian Schiller einen fulminanten zweiten Band mit einer außergewöhnlichen Ermittlerin vor.


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    Titel: Immer wenn du tötest
    Reihe: Targa Hendricks - Band 2
    Autor: B.C. Schiller
    erschienen im Penguin Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch, Broschur
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 400 Seiten 
    ISBN 978-3-328-10163-5   
    Erscheinung: 14. Mai 2018
   






In einer kalten Winternacht stirbt eine junge Mutter. (1. Satz)


Zum Inhalt:

In einem stillgelegten Schlachthaus findet die Berliner Polizei die Leichen von drei jungen Menschen, allesamt blond und blauäugig. Ihre Körper sind bizarr in Szene gesetzt und enthalten fast keinen Tropfen Blut mehr. Der Verdacht fällt auf Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die mit dem Blut ihrer Fans Gemälde malt und gefährliche Mut-Challenges veranstaltet. Ihre Vorfahren haben eine dunkle NS-Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht, und deshalb scheint jemand in der Regierung eine schützende Hand über Freya zu halten. Das BKA sieht sich gezwungen, seine beste Undercover-Ermittlerin einzuschleusen: Targa Hendricks heuert bei Freya als Bodyguard an. Sie verspürt keine Angst und hat nichts zu verlieren – bis Freya die einzige Schwäche von Targa entdeckt ...


Mein Leseeindruck:

Schnell stellt man fest, dass die beiden Autoren sehr gut mit Worten umgehen können. Beinahe schonungslos werden die Morde aufgezeigt, so dass dem Leser schon zu Beginn des Buches der Atem stockt. Meine Thriller-Lust wurde auf jeden Fall damit geweckt.

Ich bin mutig - Zitat Seite 74

Da ich den ersten Band bereits gelesen hatte, war mir Targa, mit ihren Ticks,  auch sofort wieder vertraut. Sie war keine typische Polizistin, äußerlich nicht und vom Charakter ebenfalls nicht. Alte abgewetzte Sneakers, alte Latzhose (Die Pistole gerne mal in der Brusttasche der Latzhose) und Zöpfe... na, stellt man sich so eine Polizistin vor? Wohl kaum! Aber nicht nur das Aussehen macht sie so besonders. Auch ihr Ordnungstick ist sehr speziell. Dosen akribisch an die Stosskante des Regals aufstellen, Bücher nach den Regenbogenfarben sortieren etc. Auch sagt man ihr eine gewisse Gefühlskälte und mangelnde Teambereitschaft nach. Klar nun, dass es sich keineswegs um eine 08/15 Polizistin handelt. Und gerade das macht sie so interessant. Im Laufe der Handlung erfährt man weitere kleine Details zu Targas Vater. Somit zeigt sich der rote Fäden, der sich wohl auch in einem dritten Band fortsetzen wird.

Interessant sind aber auch dieses Mut-Events. Interessant insofern, dass so etwas tatsächlich irgendwo, möglicherweise im Darknet angeboten werden. Die Menschen scheinen von Freya in gewisser Weise fasziniert zu sein. Diese benutzt ihre Anhänger für ihre perfides Gedanken, die mich oftmals mit Entsetzen zu einem Kopfschütteln veranlassten.

Im Laufe der Geschichte kommen immer weitere, ja schier, unglaubliche Einzelheiten aus dem NS-Regime zutage. Gab es diese Lebensborn Häuser wirklich? Warum hatte ich noch nie etwas davon gehört oder gelesen. Hierzu musste ich unbedingt mal recherchieren. Wahrscheinlich war mein Interesse noch mehr geweckt, da ich ebenfalls blond und blauäugig bin. Ein überaus spannendes Thema.

Zum Schluss wurden nochmal alle Register gezogen, sei es die Auflösung über den dezenten Mann, dem Pfleger, aber dem Boxer. Und mit Pauken und Trompeter dann der krönende.... Cliffhanger!

Der Todeskuss der Mutigen - Zitat Seite 86

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken.
Das Cover finde ich zwar interessant, würde mich aber im Buchladen bestimmt nicht aus der ersten Reihe anspringen. Klar, die rote Schrift sticht etwas hervor, jedoch erscheint mir der Hintergrund einfach zu blaß... na ja, eben nicht ansprechend genug.
Der Klappentext hingegen macht absolut neugierig. Was hat es mit diesen MUT-Challenges auf sich? Hier möchte man einfach nur mal ganz kurz im Buch blättern und wird sich dann schwuppdiwupp auf Seite 100 wiederfinden.

Lesespaß oder Lesefrust?

Ganz klar...Lesespaß! Wer Spannung, Action und nur ein klitzekleines bisschen Gefühle haben möchte, ist bei dieser Serie goldrichtig. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Hin und wieder ein paar actionreiche Szenen in denen teilweise das Blut zum Stocken kommt (Anspielung auf den Plot) und ein paar kleine Hinweise auf Targas Vergangenheit. Ich würde sagen, genau die richtige Mischung.
Aufgrund des Cliffhangers bin ich nun wirklich gespannt, was noch alles ans Tageslicht kommt.

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Herzlichen Dank dem #Penguin Verlag und den beiden Autoren für das Rezensionsexemplar.




Mittwoch, 23. Mai 2018

Rezension Nr. 81/2017: Lost in Fuseta - Band 1 der Leander Lost Reihe

  
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    Titel: Lost in Fuseta
    Reihe: Leander Lost - Band 1
    Autor: Gil Ribeiro
    erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 400 Seiten 
    ISBN 978-3-462-04887-2   
    Erscheinung: 31. März 2017
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Lesen heißt durch fremde Hand träumen. (Fernando Pessoa)

Sonntag, 20. Mai 2018

55/2018: Die Chirurgin - Band 1 der Rizzoli & Isles Reihe (Tess Gerritsen)

Wenn einem das Blut in den Adern stockt, dann kann es nur an Tess Gerritsen liegen.

Heute werden sie ihre Leiche finden. (1. Satz)
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Zum Inhalt:

In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von alleinstehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist ...

Samstag, 19. Mai 2018

54/2018: Imperium (Robert Harris)

Mit Imperium schildert der Autor Robert Harris den Aufstieg aber auch den Fall Roms.

Mein Name ist Tiro (1. Satz)

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Zum Inhalt:

Macht will ein Imperium
Pompeji war ein internationaler Triumph. Robert Harris versteht es wie kein Zweiter, die Antike mit Leben zu füllen und die Gegenwart in einem Roman zu beschreiben, der vor zweitausend Jahren spielt. Im Mittelpunkt der Trilogie steht ein gerissener, mit allen Wassern gewaschener Anwalt und geborener Machtpolitiker. Er hat nur ein Ziel: Er will nach ganz oben. Seine gefährlichste Waffe ist das Wort. Sein Name: Marcus Tullius Cicero.

Freitag, 18. Mai 2018

53/2018: Die Tochter des Kapitäns (Jennifer Delamere)

Jennifer Delamere entführt den Leser mit ihrem neuen Roman Die Tochter des Kapitäns in die Welt des Theaters... auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

"Wieso bin ich gar nicht erstaunt, dich hier anzutreffen?", fragte Rosalyn Bernay und legte den Arm um die Taille ihrer Schwester. (1. Satz)
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Zum Inhalt:

London, 1880 - Auf der Flucht vor ihrem Arbeitgeber landet Rosalyn Bernay alleine und ohne Geld vor einem Londoner Theater. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dort als Garderobiere arbeiten darf, und taucht in die schillernde Welt des Theaters ein.
Eine Handverletzung hält Nate Moran von der Armee fern. Stattdessen arbeitet er nachts als Bühnenarbeiter bei einem großen Londoner Theater. Doch er zählt die Tage, bis er wieder zurück zu seinem Regiment darf. Denn eine Schuld lastet schwer auf seiner Seele.
Aber dann trifft er auf eine wunderschöne Frau, die sich gerade ein neues Leben an dem Ort aufgebaut hat, dem Nate nur zu gerne entfliehen möchte. Kann die Liebe den Graben zwischen Angst, Schuld und Geheimnissen überwinden?

Donnerstag, 17. Mai 2018

52/2018: Hinter den Türen (Hera Lind)

Mit dem neuen Tatsachenroman Hinter den Türen schreibt Hera Lind über eine Entscheidung, die viel Freud aber auch Leid mit sich bringt.
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Nebenan öffnete sich das Garagentor. (1. Satz)

Zum Inhalt:

Juliane Bressin hat sich eine fast perfekte Welt geschaffen: treuer Mann, zwei wohlerzogene Kinder, Vollwertkost, Biomüll, Bullerbü. Warum also nicht „drei ganz normale Kinder“ aufnehmen, die übergangsweise eine Pflegefamilie suchen? Doch bald nach Ankunft der Kinder stürzt Julianes hellblauer Himmel ein. Was haben die kleinen Wesen mit thailändischen Wurzeln erlebt? Woran ist der Vater gestorben und warum liegt die Mutter im Koma? Hüten sie ein dunkles Geheimnis? Schon nachwenigen Monaten steht Juliane mit ihrer eigenen Familie an einem Abgrund ...

Mittwoch, 16. Mai 2018

Rezension zu: Ich schweige für dich - ein Thriller von Harlan Coben

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- Klappentext -
 
In jeder Ehe gibt es dunkle Geheimnisse – das muss auch Adam Price erfahren, stolzer Vater zweier Söhne und seit vielen Jahren glücklich verheiratet mit der scheinbar perfekten Corinne. Bis ihn eines Tages ein völlig Fremder anspricht. Ein Fremder, der Dinge weiß über Corinne, die Adams amerikanischen Vorstadttraum abrupt zerplatzen lassen – und ihn in einen wilden Zwiespalt stürzen: Soll er seine Frau mit dem konfrontieren, was er erfahren hat? Oder soll er schweigen für sie und für ihre Kinder? Und wer ist überhaupt dieser geheimnisvolle Fremde, warum will er Adams Familie zerstören? Dann verschwindet Corinne spurlos. Und während Adam sich auf eine verzweifelte Suche macht, wird aus einer Familienangelegenheit ein düsteres Komplott, bei dem eine einfache Wahrheit Leben kosten kann ...
 

- Mein Leseeindruck -

Schon beim Anblick des Covers lief mir eine kleine, aber feine Gänsehaut den Rücken runter. Dieses verwahrlosten Haus mit den Vögeln. Klar, dass es sich hier um einen Thriller handeln musste. Das Cover wirkt etwas beklemmend, oder auch beänstigend, macht aber auf jeden Fall neugierig.

So neugierig, dass ich nach dem Erhalt des Buch auch direkt lesen musste.
Adam, ein gut bezahlter Anwalt für Enteignungsrecht,  wird von einem Fremden angesprochen. Er erzählt, dass Corinne, Adams Frau, die Schwangerschaft nur vorgetäuscht hätte. Auch solle Adam die Vaterschaft der beiden Jungs prüfen. Adam ist total durcheinander und bevor er noch weitere Fragen stellen kann, ist der Fremde auch schon wieder verschwunden. Ob Corinne Adam wirklich angelogen hat? Aber weshalb? Nachdem der Fremde Adam den Hinweis auf Novelty Funsy  gegeben hat. durchstöbert Adam seine alten Kontoauszüge. Und richtig, es gibt eine Abbuchung. Hat Corinne ihn also wirklich hintergangen und belogen? Und, wer war dieser Fremde? Als Adam seine Frau darauf anspricht, weicht diese ihm mit den Worten "es ist alles ganz anders" aus. Am nächsten Tag verschwindet Corinne.

Mehr möchte ich jedoch nicht über diesen überaus spannenden Thriller verraten. Wie gewohnt, schreibt Coben wieder nervenaufreibend. Ich wollte immer mehr wissen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. So war es mir auch möglich, das Buch innerhalb von 24 Stunden zu lesen. Eine klitzekleine Kleinigkeit hat mich jedoch gestört. Es grub einige Randgeschehnisse, die sehr viele Seiten in Anspruch nehmen und den Lesefluss etwas gehemmt haben. Manchmal hatte ich sogar das Bedürfnis, die Seiten zu überblättern. Nur der Gedanke daran, dass ich doch etwas wichtiges verpassen könnte, hatte mich davon abgehalten. Dennoch denke ich, dass gerade bei der Lacross-Szene einige Seiten weniger völlig ausgereicht hätten.

Die Protagonisten waren meines Erachtens sehr gut charakterisiert. Die Gedanken und Handlungen waren stets nachvollziehbar und durchaus realistisch. Der Spannungsbogen wurde, abgesehen von den oben genannten kleinen Nebengeschehnissen, stets auf einem hohen Level gehalten.

-FAZIT -

 

Ich habe mich an diesem Buch richtig festgelesen, man könnte auch sagen, dass ich das Buch fast schon inhaliert habe. Spannung, Action und sehr brisante und auch aktuelle Themen.

Von mir gibt es für dieses Buch 4 Sterne!
  
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Ich schweige für dich
  • Originaltitel: The stranger
  • Autor: Harlan Coben
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Ausgabe: Klappbroschur
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 416 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-20504-2
  • Erscheinung: 8. März 2016







Dienstag, 15. Mai 2018

Rezension Nr. 63/2017: Ich bin nicht süss - Band 1 der Online Oma Reihe

 





    Titel: Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker
    Reihe: Die Online-Oma - Band 1   
    Autor: Renate Bergmann
    erschienen im Rowohlt Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Heiteres
    Seitenzahl:  224
    ISBN 9783499236907 
    Erscheinung: 1. Juli 2014






 

 
 
Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:
Sehr oft hatte ich schon von der Online-Oma gehört bzw. gelesen. Nun wollte ich doch auch einfach mal wissen, ob die wirklich so witzig ist.


Montag, 14. Mai 2018

📚 Mein Leseeindruck zu: Die Wahrheit

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Oh, was für ein blassen Cover. Farblos und doch ansprechend. Ob das an den roten Buchstaben der Autorin liegt? Oder ist es doch eher die Haarsträhne? Ich weiß es nicht. Minimalistisch und doch interessant. Da hilft nur eins.... lesen.

Freitag, 11. Mai 2018

Eure Meinung ist gefragt

Immer wieder das gleiche Dilemma. Man steht vor dem Regal und fragt sich: ❔❔hmmm...welches Buch soll ich als nächstes lesen?❔❔

Ihr habt nun die große.... einmalige ... einzigartige Möglichkeit, mich bei meiner Wahl zu unterstützen.

Wie? Was? Wo?
Wendet einfach euren Blick etwas weiter nach rechts.👀
Weiter... weiter...stop
Genau da.
Klickt einfach an, was ihr gerne davon lesen würdest, oder gelesen habt, oder oder oder

Ich weiß, dass ich mich auf euch verlassen kann und freue mich schon auf eure Auswahl.💕

Donnerstag, 10. Mai 2018

51/2018: Die Blutschule (Max Rhode)

Die Blutschule von keinem anderen als dem bekannten Thriller Autor Sebastian Fitzek, berichtet von einem Fall, dem sich Max Rhode annimmt.
Max Rhode ist Sebastian Fitzek.

Na schön, dann beginne ich mal damit, den ganzen Irrsinn aufzuschreiben, so wie Dr. Frohes es mir empfohlen hat, obwohl ich bezweifle, dass es irgendeinen therapeutischen Nutzen haben wird, noch einmal dorthin zurückzukehren, wo die Angst wohnt, wenn auch nur gedanklich; zurück in das Baumhaus etwa oder in das Klassenzimmer, ach herrje, das Klassenzimmer, verdammt. (1. Satz)
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Zum Inhalt:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...


Mein Leseeindruck:

Da ich bislang alle Bücher von Sebastian Fitzek nahezu verschlingen habe, musste ich natürlich auch Max Rohde lesen. Jedoch habe ich bereits beim ersten Satz schon etwas gestutzt. Meine Güte, was für ein Mega-Bandwurmsatz. Hoffentlich war das nur eine Ausnahme, denn ich bin absolut kein Freund von solchen ellenlangen Sätzen, bei denen man am Ende schon den Anfang vergessen hat.

Aber ich sollte wohl besser noch weiter vorn beginnen. Nämlich mit der Innenseite der Klappe. Ein tolles Bild, dass das Herz eines jeden Thriller Liebhaber höher schlagen lässt. "Fallen stellen, Opfer jagen, Menschen töten" und das stand alles an dieser Schautafel - na ja, Blutschule eben.

Kurz darauf folgt auch schon der Auszug aus einem Interview, das der Autor vor seinem Erscheinen dieses Buches gegeben hat. Interessant finde ich, wie weit solch ein Gedankenspiel, bei einer schier harmlos klingenden Sache, gehen kann. Man muss die Gedanken nur mal schweifen lassen und schon könnte man faszinierende Geschichte daraus kreieren.

Aber kommen wir nun zurück zur Story und somit auch zum Storkower Seelenspiegel. Eine sehr spannende Sage, wie ich finde. Ein Spiegel der die Persönlichkeit verändert und quasi unsterblich macht. Sehr interessant!
Aber noch weitere interessante Stellen habe ich im Buch entdeckt. Da ist z.B. auf Seite 75 von einem Ring die Rede, welchen Frauen am Daumen tragen. Was es damit auf sich haben soll, verrate ich hier jedoch nicht. (Liest doch einfach selbst das Buch!)

Nun möchte ich aber auch noch auf die Schreibweise des Autors eingehen. Nun gut, wer Fitzek kennt, weiß was ihn erwartet. Schonungslose Beschreibungen von Taten, sind an der Tagesordnung. Hier sollte man also wirklich nicht zimperlich sein. Aber wer Thriller liest, wird schon einiges gewohnt sein. Aber stellenweise....oh Mann, Oh Mann.... ist es schon wirklich heftig.

Bei den Protagonisten gab es einige herausragende Charakteren. Da wäre ganz klar Simon, als Hauptprotagonist aber auch Sandy. Eigentlich eine Nebenfigur, jedoch spürt man sofort Unbehagen, sobald die Rede von ihr ist. (Dank des Autors, wohl gemerkt)
Während Simon pubertierend ist, in manchen Belangen wirklich noch sehr unreif, ist Sandy bereits sehr forsch. Klar, dass es hier eine sexuelle Annäherungen gibt.
Aber im Fortgang der Geschichte, erlebt der Leser, wie schnell sich Menschen auch verändern können, So wurde aus dem anfänglich pubertierenden Simon, schnell ein Überlebenskünstler, eine Kampfmaschine, ein Tier.

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte über Cover und Klappentext los werden.
Das Cover ist recht spartanisch gehalten. Der Stuhl vor dem Tisch, die Farbgebung... irgendwie wirkt es nicht so richtig interessant. Ich weiß nicht, ob es mich in der Buchhandlung angesprochen hätte.
Der Klappentext spricht eigentlich mehr auf die zweite Hälfte des Buches an. Was ist aber mit den ersten 100 Seiten? Wie dem auch sei, der Klappentext macht auf jeden Fall neugierig und würde mich absolut zum Kauf animieren. 

Lesespaß oder Lesefrust?

Für mich war es ein absolutes Lesevergnügen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, was aber wohl auch an der Schriftgrösse und dem Zeilenabstand lag. Da ich gerne Thriller mit Horrorelementen lese, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist eine durchaus sehr heftige Geschichte, die auch nicht zimperlich beschrieben wurde. Und am Ende... tja, eigentlich ist alles offen.

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Sonntag, 6. Mai 2018

50/2018: Die goldene Pforte (Philip Le Roy)

Der Autor Philip Le Roy bekannt durch seine Thriller Der Schrei der Sirenen und Phönix, wagt sich mit Die goldene Pforte auf ein ganz riskantes Terrain.


An jenem lauen Sommerabend 1983 in Beiruts Achrafieh-Viertel geriet der Krieg, der den Libanon seit 1975 zerriss, fast in Vergessenheit. (1. Satz)
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Zum Inhalt:

Ein Prophet, den es niemals gab Ein Unfall? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt.

Mein Leseeindruck:

Nach dem Vorwort und dem Prolog war ich nahezu geflasht. Ein düsteres Geheimnis, das offenbart werden sollte? Wer war die geheimnisvolle Frau?
Hier gab es nur noch eines ... ich wollte, nein, ich musste unbedingt mehr erfahren und weiter lesen.

Obwohl der Anfang durchaus spannend war, kam ich bereits nach etwa 40 Seiten an einen Punkt, an dem ich mir zum ersten Mal überlegte, das Buch wieder zur Seite zu legen. Irgendwie fand ich die Story dann etwas zäh und undurchsichtig. Oder vielleicht sollte ich sagen, etwas zu religiös?! Mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich nicht bibelfest bin und auch vom Koran nur sehr wenig Ahnung habe.
Interessant fand ich hingegen, wie Sätze nur durch die Sprachwahl eine andere Bedeutung erlangen können.
Dennoch waren für mich einige Begriffe gänzlich unbekannt. Hier hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, sei es auch nur am Ende des Buches.
Vielleicht hätte ich mich im Vorfeld auch etwas mehr mit dem Thema: Koran auseinandersetzen sollen, damit mich diese teils doch wissenschaftlich anmutenden Ausführungen nicht so überrollt hätten.

Auch zu Simon, dem Hauptprotagonisten, konnte ich keine wirkliche Beziehung aufbauen. Er wurde mir, gerade am Anfang, als zu reißerisch dargestellt. Seine Aktionen mit der Flucht etc. waren mir einfach ein bisschen zuviel des Guten. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte, blieb er für mich irgendwie unnahbar.

Im Fortgang der Story kam ich das eine oder andere Mal an Stellen, an denen ich zweifelte, ob es nun Realität oder rein gedankliches Gut des Autors war. Vielleicht konnte ich es aber auch nicht wirklich einordnen, da ich weder aus einem religiösen Elternhaus komme, oder mich jemals mit der Echtheit der Schriften auseinander gesetzt hatte.
Dennoch kam mir immer wieder der Gedanke, wie es wohl dem Autor erging, als sein Buch veröffentlicht wurde. Wurde es wirklich von jedem als ein Thriller gesehen oder gab es durchaus kritische, ketzerische Stimmen. Schade, dass es hierzu kein Nachwort gab.

Zum Schluß möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext sagen.
Das Cover wirkt auf mich nicht so richtig ansprechend, vielmehr wirkt es auf mich sehr religiös. Ich bin mir nicht sicher, dass es im Buchhandelt in der Thriller Abteilung wahrgenommen wird.
Der Klappentext macht neugierig, zweifelsohne! Insofern finde ich ihn sehr gut gewählt.

Lesespaß oder Lesefrust?

Die Zuordnung in Spaß oder Frust kann ich gar nicht so eindeutig sagen. Gerade der Anfang hat mir, als Thrillerleser, wirklich großen Spaß gemacht und mich auch dazu verleitet, immer weiter lesen zu wollen.
Ab dem zweiten Drittel etwa habe ich jedoch festgestellt, dass es in eine Richtung drifftet, die mir unbekannt ist, und mit der ich mich aber auch nicht wirklich auseinander setzen wollte. Es wurde mir irgendwie zu religiös, auch die Begriffe haben mich nicht wirklich ermutigt, großes Leseengagement zu zeigen.
Leider hat sich dieses auch im letzten Drittel nicht geändert.

Dieses Buch ist kein normaler, handelsüblicher Thriller, sondern verbirgt sehr viel Hintergrundwissen, was nicht jedem Spannungsliebhaber freuen wird. Schade, denn der Klappentext macht wirklich neugierig.
 
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Vielen Dank dem Beneveto Verlag und Literaturtest, insbesondere Lea, für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 4. Mai 2018

49/2018: Woman in cabin 10 (Ruth Ware)

In meinem Traum trieb die Frau in den kalten, lichtlosen Tiefen der Nordsee, weit unter den peitschenden Wellen und den Schreien der Möwen.  (1. Satz)
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Zum Inhalt:

Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.

Mein Leseeindruck:

Schon die ersten Seiten hatten mich total in Beschlag genommen. Was war mit dem Satz "Halt dich da raus" gemeint? Wer hatte diesen Satz geschrieben? Ich hatte das Gefühl, dass mich hier sehr viel Spannung erwarten würde und musste unbedingt weiter lesen.
Die Autorin spielt sehr mit den Gefühlen der Leser. Kleine Andeutungen zeugen vom Aufbau der Spannung, wie beispielsweise der Überfall zuhause. Eine furchtbare Vorstellung, wie ich finde. Zuhause, wo eigentlich jeder sich wohl und in Sicherheit fühlt bzw. fühlen sollte. Ein Überfall, bedeutet, dass ein Fremder in die Privatspäre eindringt und alles irgendwie durcheinander bringt. Ich denke, dass die Gefühlswelt dabei sehr aus den Fugen gerät.
Aber nicht nur das Thema Spannung scheint der Autorin zu liegen. Mir wurde jedenfalls auch eine Schiffreise schmackhaft gemacht. Na ja, teilweise zumindest.
Kaum an Bord, fing die Story aber erst mal so richtig an.

Auffällig fand ich, dass Lo irgendwie immer Alkohol getrunken hatte. Sonst eigentlich sehr tough, aber hatte sie ein Alkoholproblem?

Judahs Verhalten, hier war ich über den Namen etwas erstaunt, erschien mir manchmal etwas unlogisch. Er macht sich große Sorgen, da Lo sich nicht melden. Nun, auf den Schiffen ist der Empfang nicht immer gut - das weiß man doch aber. Außerdem war er es doch, der Lo diesen Vorwurf machte, nein gesagt zu haben.

Über den Schluß war ich dann doch etwas enttäuscht. Eigentlich hatte ich all die Seiten richtig viel Spaß, so war der Schluß etwas .... sagen wir mal...enttäuschend. Nein, eigentlich muss ich es noch etwas konkretieren: Die Auflösung fand ich enttäuschend, der Schluß wiederum, also wirklich die letzten Seiten, waren dann wiederum okay.

Eine Unklarheit blieb jedoch bis zum Schluß: Was bitte ist denn Kuckucksspeichel? (siehe Seite 84)

Nun möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext verlieren.
Das Cover finde ich sehr passend gewählt. Es wirkt etwas düster, somit ist klar, dass diese Schiffsfahrt nicht nur Spaß bringen wird. Die hohen Wellen, die durch das Bullauge zu sehen sind, wirken bedrohlich. Nun denn, es ist eben auch ein Thriller.
Der Klappentext macht neugierig. Luxuskreuzfahrtschiff, Schreie... all dieses macht Lust, dieses Buch zu lesen.

Lesespaß oder Lesefrust?`

Im Großen und Ganzen hat mir der Thriller sehr gut gefallen. Ich konnte bis zum Schluß richtig mitfiebern, und das ist, was für mich zählt. Immer wieder wurden kleinen Andeutungen gemacht, so dass ich unbedingt mehr wissen wollte. Ja, ich konnte das Buch kaum aus der Hand gelegen.
Die Auflösung jedoch, fand ich etwas unglücklich. Klar, die Autorin musste hier irgendwie mal zum Ende kommen, aber im Gegensatz zur Story, war die Lösung einfach sehr schwach.

Weitere Informationen zu Buch und Verlag finden Sie - hier -


Vielen Dank an #lovelybooks für das Rezensionsexemplar.