Montag, 16. Oktober 2017

Rezension Nr. 113/2017: Die Schlange von Essex

 
Bildrechte beim Verlag

 

  Titel: Die Schlange von Essex
 Autor: Sarah Perry

 erschienen im Eichborn Verlag bei Bastei Lübbe Ausgabe: Hardcover
 Genre: Historischer Roman
 Seitenzahl: 492 Seiten 
 ISBN  978-3-8479-0030-6
 Ersterscheinung: 29.09.2017










"Einer der unvergesslichsten historischen Romane der letzten zehn Jahre."
Sunday Times


Klappentext:

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.
Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman – noch vor allem anderen – von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt."


Ein junger Mann geht unter dem kalten Vollmond am Ufers des Blackwater spazieren. (1 Satz - Seite 11)

Mein Leseeindruck:

Schon zu Beginn versetzt die Autorin den Leser in eine melancholische Stimmung. Man spürt die Verzweiflung und möchte einfach nur wissen, was geschehen ist. Und genau in dieser Stimmung geht es weiter. Der Leser lernt Cora kennen, die jahrelang ihrem Mann fast schon unterwürfig gedient hat. Sehr schön wird hier die Gefühlslage beschrieben, in der sich Cora befindet. Man empfindet selbst beim Lesen Wut, Zorn, aber auch Verzweiflung. Ja, ich wollte Cora teilweise wirklich aus dieser Krise befreien. Cora möchte ihrem Leben entfliehen und lernt den Pfarrer William Ransome kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die auch wieder den Leser mit einbezieht. Man spürt förmlich, wie sich Cora langsam öffnet. Alle fühlt sich irgendwie gut an.
Die Autorin legt wirklich sehr viel Wert darauf, dass der Leser die Gefühle wahrnimmt.  Wer hier also einen mitreißenden Roman erwartet, wird schnell merken, dass es hierbei um etwas ganz anderes geht. Etwas gefühlvolleres, etwas vertrautes.

Auch auf die Probleme im viktorianischen England wird eingegangen. Zwar hätten diese an manchen Stellen noch etwas vertieft werden können, aber im großen und ganzen war dann doch ein Querschnitt, der die Zeit einfach verdeutlicht hat.

Fazit:

Ich muss zugeben, dass ich etwas komplett anderes erwartet habe und wirklich überrascht wurde. Überraschung im positiven Sinn.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖        Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank an netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen