Freitag, 27. Oktober 2017

Rezension Nr. 121/2017: Kreuzschnitt von Øistein Borge

"Eine überaus spannende und komplexe Geschichte, die in einer gelungenen Mischung aus Gegenwart und Historie, für beste Unterhaltung sorgt."
Der Achentaler.de, 09.10.2017


Zur Story:

Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …

Mein Leseeindruck:

Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich viel Wert auf das Cover lege. Und auch hier, bei diesem vorliegenden Buch, war es das Cover, das meinen Blick angezogen hat. Diese Trennung der Farben, das Herrenhaus...irgendwie sieht das ziemlich mystisch aus.  Da ich jedoch mit dem skandinavischen Krimis so meine Probleme habe, war ich nun wirklich gespannt, was mich erwartet würde.

ØISTEIN BORGE beschreibt seinen Protagonisten, Kommissar Bogart Bull, sehr gefühlvoll. Schnell wird klar, dass der Leser praktisch von Anfang an dabei sein soll. Man erlebt das Gefühlschaos aufgrund des Todes der Ehefrau und der Tochter, und auch den tiefen Fall in den Alkoholkonsum. Dieses ist zwar mittlerweile nichts mehr außergewöhnliches in den Krimis, dennoch fand ich es hier sehr ansprechend. Gefühlvoll aber nicht zu emotional. Man erlebt seinen Fall, aber auch, wie er sich selbst wieder aufrappelt, auch dank seines Umfeldes.

Durch die sehr interessanten Wendungen bleibt die Handlung sehr spannend und man möchte das Buch kaum aus der Hand legen.

Das Buch umfasst zwei Handlungsstränge, die perfekt am Ende ineinander übergehen.

Fazit:

Für 9,90 € erhält man hier einen Thriller, der einen über 336 Seiten hinweg, bestens unterhält.
Endlich mal ein skandinavischer Thriller, der mich wirklich begeistert hat.

"Wieder einmal ein toller skandinavischer Thriller, der sehr traurig beginnt und dann absolute Fahrt aufnimmt."
Magazin Köllefornia (Blog), 06.09.2017



Information zum Buch finden sie hier: Droemer Knaur Verlag


Dienstag, 24. Oktober 2017

Rezension Nr. 119/2017: Bibergeil

 


 

 Titel: Bibergeil
 Autor: Inge Hirschmann

 Verlag: emons
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 208 Seiten 
 ISBN  978-3-7408-0010-9

 Erschienen am: 24.11.2016
 Leseprobe: hier






Die Zahl potenzieller Naturfrevler nahm rasch zu. (1. Satz)

Klappentext:

Biber sind im Markt Hallerbach an der bayerisch-tschechischen Grenze als neue Mitglieder der Dorfgemeinschaft nicht allzu beliebt. Als mitten auf der Burg der Nagetiere ein Toter gefunden wird, gerät nicht nur die Verbrecherwelt vor Ort in Bedrängnis, sondern auch Polizeikommissar Karl Holzinger: Es stellt sich heraus, dass dieser bizarre Mord gerade für ihn besonders existenzgefährdend ist.

Mein Leseeindruck:

Es war der Titel, der mich an diesem Buch sofort angesprochen hatte. BIBERGEIL, was das wohl zu bedeuten hatte? Interessant war neben dem Titel auch der abgebildete Biber, der so frech aus dem Wasser guckt. Wie sich beim Lesen herausstellte, wurde der Titel auch absolut passend zur Story gewählt.

Die Autorin, INGE HIRSCHMANN, führt den Leser direkt und ohne Umwege in die bayrische Gemeinschaft ein. Die typische Wirtshaus/Stammtisch Atmosphäre wirkt sehr einladend, so dass man direkt Platz nehmen möchte um mit den Mitgliedern der Tischrunde über die Biber zu diskutieren. Ein schwerwiegendes Thema, wie man beim Lesen von BIBERGEIL feststellen wird.

Besonders gut hatte mir der Schreibstil gefallen. Locker, leicht und flüssig zu lesen, gespickt mit etwas Lokalkolorit...so wird Lesen zum Genuss. Und Genuss war auch die Handlung. Ich muss gestehen, dass ich als alte Krimitante wirklich an der Nase herumgeführt wurde. Ständig neue Fakten und Fährten, so dass ich wirklich sehr lange im Dunkeln tappte. Und dann...der große Showdown. Am Schluß ging es dann so richtig zur Sache. Ja, ich würde mal sagen, dass sich die Ereignisse nahezu überschlugen, aber dennoch übersichtlich und nachvollziehbar blieben.

Fazit:

Purer Lesespass auf ca. 200 Seiten. Ja, genauso würde ich dieses Buch beschreiben. Ein Krimi, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Und wer sich nun aber die Frage stellt ob es BIBERGEIL gibt und was das ist, dem sei soviel verraten.... ist um uns rum 😃

Spannung: 📖 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖   
Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar und Lovelybooks für die Durchführung der Leserunde
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Samstag, 21. Oktober 2017

Rezension Nr. 118/2017: Tod im Schärengarten - Band 2 der Thomas Andreasson Reihe

Bildrechte beim Verlag



 Titel: Tod im Schärengarten
 Autor: Viveca Sten

 Verlag: Kiepenheuer & Witsch
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 368 Seiten 
 ISBN  978-3-462-04302-0

 Erschienen am: 18.04.2011
 Leseprobe: hier









»Viveca Sten hat ein eindrucksvolles Beispiel dafür geliefert, das es keiner brutalen Szenen bedarf, um einen spannenden Roman zu schreiben.«
Oberösterreichische Nachrichten


Klappentext:

Konzentrierte Spannung vor dem Start zur berühmten Segelregatta vor den schwedischen Schäreninseln. Alle erwarten, dass das neue Boot von Oscar Juliander vorne liegen wird – doch fällt es gleich nach dem Startschuss zurück. Juliander, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Königlich Schwedischen Seglergesellschaft, ist erschossen worden – zeitgleich mit dem Startschuss und vor den Augen des  Regattapublikums.

Kommissar Thomas Andreasson hatte sich darauf gefreut, bei der bekannten Segelregatta hautnah dabei zu sein – doch nun ist er Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen führen ihn ins Milieu der Vornehmen und Reichen, der Yachtbesitzer und Adeligen. Warum musste Juliander sterben? Motive gibt es zuhauf: Juliander betrog seine Ehefrau, er düpierte seine Partner und spielte mit Mandanten Katz und Maus.  Während sich Thomas an der vornehmen Gesellschaft die Zähne ausbeißt und auch privat nicht alles rund läuft, hat Nora, seine Freundin aus Kindertagen,  andere Probleme: Sie möchte das gerade ererbte Haus auf Sandhamn behalten, das ihr Mann unbedingt verkaufen will. Während ihre Ehe zu zerbrechen droht, geschieht ein neuer Mord...


Die Frauenstimme auf Funkkanal sechzehn zählte langsam rückwärts. (1. Satz)


Mein Leseeindruck:

Da ich mit dem ersten Band so meine Probleme hatte, wollte ich der Reihe aber nun doch nochmal eine Chance geben. Sehr gelungen nimmt VIVENCA STEN immer wieder Bezug auf den Vorgängerband, jedoch ohne zuviel Vorkenntnisse zu verlangen. Kleine Hinweise werden gesetzt, die jedoch auch ohne den ersten Band zu kennen, durchaus verstanden werden. Für den Kenner des ersten Bandes sind es kleine Wiederholungen, um nochmals an die Protagonisten zu erinnern, oder auch den zurückliegenden Fall.

Wer hier einen blutrünstigen Krimi erwartet, wird leider etwas enttäuscht werden. VIVENCA STEN schreibt eher ruhig, aber nicht ohne Spannung, nur eben, dass kein Blut fließt.
Auch das Privatleben der Ermittler, Nora und Thomas, kommt nicht zu kurz. Die Freundschaft zwischen den beiden wird sehr deutlich, überlagert aber nicht die Geschichte.

Man spürt, dass VIVENCA STEN sich im Bereich des Segeln auskennt und viel Wissen mit in die Story legt. So bringt sie zum Beispiel dem Leser Luv und Lee nahe, ohne schulmeisterlich zu wirken.

Durch die vielen Irrungen und Wirrungen wird das Lesen zum Genuss und der TOD IM SCHÄRENGARTEN wird zu einem spannenden Leseerlebnis. Mich hat es jedenfalls so begeistert, dass ich mir unbedingt auch den Nachfolgeband zulegen möchte.  Im Gegensatz zu Band 1, fand ich diese Fortsetzung absolut gelungen.

Spannung: 📖 📖 📖 📖       Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension Nr. 117/2017: Tod in Jena - Band 2 der Henry Kilmer Reihe von Christoph Heiden

 
Bildrechte beim Verlag


 

 Titel: Tod in Jena
 Autor: Christoph Heiden

 Verlag: Emons
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 240 Seiten 
 ISBN  978-3-95451-819-7

 Ersterscheinung: 23.06.2016
 Leseprobe: hier








Klappentext:

Die Tochter des Jenaer Bürgermeisters wird das Opfer von K.o.-Tropfen. Ein dummer Zufall oder das Kalkül eines skrupellosen Verbrechers? Die Kommissare Henry Kilmer und Linda Liedke ermitteln im Theatermilieu, doch die Welt des Spiels und der Masken will ihre Geheimnisse nicht offenbaren. Was soll der Vorhang verhüllen: die Obsessionen eines Regisseurs? Eine perfide Intrige? Oder doch etwas ganz anderes?


Mit gesenktem Kopf dämmert Ben Schilling dahin. (1. Satz - Seite 7)


Mein Leseeindruck:

Im Umfeld eines Theater Ensemble ermitteln die Kommissare Henry Kilmer und Linda Liedtke, in Zusammenarbeit mit Lennart Mikowski. Neben einigen etwas egozentrischen Charakteren, lässt der Autor, CHRISTOPH HEIDEN seine Ermittler sehr natürlich erscheinen. Henry Kilmer, bekennenden Zopfträger, mit dem Spitznamen Samurai scheint ein ziemlich gewiefter, aber liebeswürdiger Kommissar zu sein.
Mit seiner Kollegin Linda Liedtke bildet er eine sehr glaubhafte Einheit. Die Handlungen wirken natürlich und nachvollziehbar. Auch Henrys Privatleben harmoniert perfekt zu seinem Charakter.
Als dritten Ermittler schickt er Autor Lennart Mikowski ins Rennen. Schon durch seine äußere Erscheinung: ausgelatschte Turnschuh und Kapuzenpull, weicht er ein bisschen von der Norm ab, zeigt sich aber sehr bemächtigt und teilweise auch etwas überlegen.

Obwohl es sich bereits um den zweiten Band der Henry Kilmer Reihe handelt, hatte ich keine Schwierigkeiten, mich mit den Protagonisten auseinanderzusetzen. Der locker, leichte Schreibstil trägt dazu bei, der Geschichte in TOD IN JENA schnell folgen zu können. Manchmal hätte ich mir jedoch ein bisschen mehr Spannung erhofft. Ich hatte das Gefühl, dass am Spannungsbogen gearbeitet wurde, aber kurz vor dem Erreichen des Höhepunkte, ließ sie leider wieder nach.

Erwähnen möchte ich noch, dass es einige Stellen gab in denen mit kurzzeitig wirklich der Atem stockte z.B. die Foltermethoden mit dem Leder auf der Glatze. Brrrrrrr..... furchtbare Vorstellung.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension Nr. 116/2017: Hamish geht auf die Pirsch - Band 2 der Hamish Reihe

 


 

 Titel: Hamish geht auf die Pirsch
 Autor: M.C. Beaton

 Verlag: Bastei Lübbe
 Ausgabe: Taschenbuch
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 271 Seiten 
 ISBN  978-3-404-17525-3

 Ersterscheinung: 26.05.2017








Klappentext:

Als Priscilla Halburton-Smythe ihren Verlobten nach Lochdubh mitbringt, sind alle verzückt – bis auf Constable Hamish Macbeth, der selbst in Priscilla verliebt ist. Doch derlei Herzensangelegenheiten müssen warten, als Captain Bartlett, ein Gast auf Priscillas Verlobungsfeier, bei der Moorhuhnjagd erschossen wird. Hamish steht ein schwieriger Fall bevor, denn fast jeder der feinen Verlobungsgesellschaft scheint einen Grund gehabt zu haben, den garstigen Captain in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Kann Hamish den Mörder fangen, ehe dieser über alle Berge ist? Und kann er zugleich Priscilla davon abbringen, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen?

Henry Withering, seines Zeichen Dramatiker, sackte tiefer in den Beifahrersitz des Kombis, nachdem er abermals einen Blick durch das Seitenfenster auf die abweisend Landschaft geworfen hatte. (1. Satz)

Mein Leseeindruck:

Schon zu Beginn entführt M.C.BEATON den Leser in die herrlichen Landschaft Schottlands. Sattes grün, schillernde Regentropfen auf den Blättern, leichter Sonnenschein, Schafe auf der Wiese, kleine schnucklige Häuser..... hm....klingt nach Idylle. Tja, wäre da nicht der Mord.

Nach einigen Irrungen und Wirrungen präsentiert Hamish dann den Mörder.

Auch in HAMISH GEHT AUF DIE PIRSCH wird der Polizist einfach herrlich anders dargestellt. Er wirkt irgendwie sehr ländlich, aber auch sehr volksnah. Und so langsam habe ich auch das Gefühl, dass er bei der Bevölkerung etwas Anerkennung erhält. Denn eigentlich ist er ja auch ganz sympathisch, nur eben sehr zurückhaltend.
Ob er in Priscilla seine große Liebe gefunden hat? Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Das Cover ist absolut stimmig zur Handlung und wurde sehr passend gewählt. Auch die Farben spiegeln sehr gut die Landschaft wieder und auch die ländliche Idylle kann aufgrund des Covers gut nachempfunden werden.

Fazit:

Nachdem mir der erste Band HAMISH FISCHT IM TRÜBEN nicht ganz so gut gefallen hat, bin ich nun absoluter Fan der Serie geworden. Hamish ist einfach sehr sympathisch und man möchte ihn in seiner liebenswürdigen Art gerne unterstützen.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die im November 2017 erscheinen wird.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog




Montag, 16. Oktober 2017

Rezension Nr. 115/2017: Das Auge

 



 

 Titel: Das Auge
 Autor: Richard Laymon

 Verlag: Heyne Hardcore
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Roman / Thriller
 Seitenzahl: 352 Seiten 
 ISBN  978-3-453-67703-6   
 

 Erschienen: 11.09.2017








Klappentext:

Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?


Bodie rutschte und zappelte auf dem Stuhl mit der steinharten Rückenlehne herum, um irgendwie eine bequeme Sitzposition zu finden. (1. Satz)

Mein Leseeindruck:

Wie von seinen bisherigen Hardcore Romanen gewohnt, lässt RICHARD LAYMON den Leser auch dieses Mal nicht lange zappeln und konfrontiert ihn direkt mit dem Grauen. Dieses Mal in Form von Visionen.
Es ist Melanie. Bei ihrer letzten Vision ist ihre Mutter gestorben. Und nun ....?

Schnell wird dem Leser klar, worauf alles abzielt. Enge familäre Bindung, Angst verlassen zu werden, Gewalt. Und ab und zu spritzt auch mal wieder Blut. Na ja, ein echter LAYMON eben.
Die geringe Anzahl der Protagonisten sind charakterlich gut aufeinander abgestimmt, wenngleich ihre Handlungen auch nicht immer wirklich schlüssig erscheinen. Auch das Umfeld wird gut und ausreichend beschrieben.
Auffällig ist, dass es in DAS AUGE eher etwas gesetzter zugeht. Die brutalen Szenen sind deutlich minimierter, als in anderen seiner Werke. Es ist eher ein etwas gemächlicher Thriller. Als Hardcore würde ich ihn auf keinen Fall beschreiben.

Nicht so ganz schlüssig ist mir das Coverbild. Irgendwie kann ich keine Verbindung zur Story finden.
Oder soll der Türspion nur ein Auge darstellen?

Fazit:

Der Verlag bietet DAS AUGE als Roman an. Hier sollte man sich auf keinen Fall täuschen lassen. Denn "nur" ein Roman ist es auf keinen Fall. Als Hardcore würde ich ihn aber auch nicht beschreiben. Für mich ist es ein Thriller mit eignen deftigen Szenen.

Ich bin gespannt, wie viele Bücher des Autors noch erscheinen werden.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖       Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Rezension Nr. 113/2017: Die Schlange von Essex

 
Bildrechte beim Verlag

 

  Titel: Die Schlange von Essex
 Autor: Sarah Perry

 erschienen im Eichborn Verlag bei Bastei Lübbe Ausgabe: Hardcover
 Genre: Historischer Roman
 Seitenzahl: 492 Seiten 
 ISBN  978-3-8479-0030-6
 Ersterscheinung: 29.09.2017










"Einer der unvergesslichsten historischen Romane der letzten zehn Jahre."
Sunday Times


Klappentext:

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.
Anmutig und intelligent erzählt dieser Roman – noch vor allem anderen – von der Liebe und den unzähligen Verkleidungen, in denen sie uns gegenübertritt."


Ein junger Mann geht unter dem kalten Vollmond am Ufers des Blackwater spazieren. (1 Satz - Seite 11)

Mein Leseeindruck:

Schon zu Beginn versetzt die Autorin den Leser in eine melancholische Stimmung. Man spürt die Verzweiflung und möchte einfach nur wissen, was geschehen ist. Und genau in dieser Stimmung geht es weiter. Der Leser lernt Cora kennen, die jahrelang ihrem Mann fast schon unterwürfig gedient hat. Sehr schön wird hier die Gefühlslage beschrieben, in der sich Cora befindet. Man empfindet selbst beim Lesen Wut, Zorn, aber auch Verzweiflung. Ja, ich wollte Cora teilweise wirklich aus dieser Krise befreien. Cora möchte ihrem Leben entfliehen und lernt den Pfarrer William Ransome kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die auch wieder den Leser mit einbezieht. Man spürt förmlich, wie sich Cora langsam öffnet. Alle fühlt sich irgendwie gut an.
Die Autorin legt wirklich sehr viel Wert darauf, dass der Leser die Gefühle wahrnimmt.  Wer hier also einen mitreißenden Roman erwartet, wird schnell merken, dass es hierbei um etwas ganz anderes geht. Etwas gefühlvolleres, etwas vertrautes.

Auch auf die Probleme im viktorianischen England wird eingegangen. Zwar hätten diese an manchen Stellen noch etwas vertieft werden können, aber im großen und ganzen war dann doch ein Querschnitt, der die Zeit einfach verdeutlicht hat.

Fazit:

Ich muss zugeben, dass ich etwas komplett anderes erwartet habe und wirklich überrascht wurde. Überraschung im positiven Sinn.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖        Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank an netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Sonntag, 15. Oktober 2017

Rezension Nr. 112/2017: Die Hebamme und das Rätsel von York - Band 1 der Hebamme von York Reihe






 Titel: Die Hebamme und das Rätsel von York
 Autor: Sam Thomas

 erschienen im Bastei Lübbe Verlag
 Ausgabe: Taschenbuch
 Genre: Historischer Krimi
 Seitenzahl: 381 Seiten 
 ISBN  978-3-404-16785-2 
 Ersterscheinung: 18.07.2014









Samstag, 14. Oktober 2017

Rezension Nr. 111/2017: Verführerisch wie Gold - Vorgeschichte zur Gentlemen of New York Trilogie

 


 

 Titel: Verführerisch wie Gold
 Autor: Joanna Shupe

 erschienen im Bastei Lübbe Verlag
 Ausgabe: ebook
 Genre: Historischer Liebesroman
 Seitenzahl: 139 Seiten 
 ISBN  978-3-7325-3634-4

 Ersterscheinung: 13.06.2017








"Für all die mutigen Frauen, die den Lauf der Geschichte verändert haben, jedoch nie in einem Geschichtsbuch erwähnt wurden." (Zitat)

Klappentext:

New York 1887. Eine Stadt der Gegensätze. Nirgends hat man schneller Erfolg oder lebt gefährlicher. Und nirgends überfällt einen die Liebe so plötzlich wie hier …
Ted Harper, Besitzer der größten Bank von New York und einer der erfolgreichsten Männer der Stadt, wartet auf den Zug. Plötzlich wird er von einer wunderschönen jungen Frau geküsst, die sich dann auch noch als seine Ehefrau ausgibt.
Doch Clara ist keine hinterhältige Betrügerin, die es auf sein Geld abgesehen hat. Sie ist auf der Flucht und hat instinktiv gehandelt, als sie Ted sah. Doch welche Konsequenzen diese Begegnung für ihr Leben haben würde, hätte sie niemals zu Träumen gewagt.
 
Ted Harper hatte es nicht kommen sehen. (1. Satz)

Mein Leseeindruck:

Alles beginnt in New York City, im November 1887, als Ted plötzlich und völlig unerwartet am Bahnhof von einer fremden Frau umarmt und geküsst wurde. Nicht dass es es ihm gänzlich unangenehm ist, aber wer war die Frau? Und weshalb drängte sie sich ihm so auf. Er spürt, dass er der Frau helfen muss und nimmt sie mir in sein Abteil. Clara, die nach außen hin ziemlich selbstbewusst wirkt, trägt jedoch ein Geheimnis mit sich herum. Und diesem Geheimnis möchte Ted auf die Schliche kommen.

Was sich irgendwie wie eine Liebesgeschichte liest, hat jedoch viel mehr zu bieten. Frauenrechtler, Machtspielchen, Verfolgungsjagd, ein bisschen Pretty Woman, Intrigen, Betrug, all dieses vereint sich in einer bezaubernden Geschichte, die zwar manchmal etwas überspitzt wirkt, aber sehr angenehme Lesestunden beschert.
Die Autor versteht es Dramatik und Emotionen an der richtigen Stelle und der exakten Dosierung anzuwenden, so dass das Lesen wirklich zum Vergnügen wird.

Das Umfeld ist so detailliert dargestellt, dass man das Gefühl hat, Augenzeuge zu sein. Auch die Protagonisten wurden detailliert charakterisiert und fügten sich perfekt in die Geschichte.

Mir hat diese Vorgeschichte sehr gut gefallen und bin nun auf den tatsächlichen Beginn der Serie gespannt.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖        Protagonist: 📖 📖 📖 📖  


Vielen Dank an netgalley.de für das Rezensionsexemplar.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Freitag, 13. Oktober 2017

Rezension Nr. 110/2017: Tod in Wacken - Band 3 der Lyn Harms Reihe

 



 

 Titel: Tod in Wacken
 Autor: Heike Denzau

 erschienen im Emons Verlag
 Ausgabe: Broschur
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 256 Seiten 
 ISBN  978-3-95451-064-1
 









Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension Nr. 109/2017: Meister Frantz und die Perlen der Zahlmeisterin - Band 1 der Meister Frantz Reihe

 


 

 
 Titel: Meister Frantz und die Perlen der Zahlmeisterin
 Autor: Edith Parzefall

 erschienen bei CreateSpace Independent Publishing 
 Ausgabe: ebook
 Genre: Historischer Krimi
 Seitenzahl: 198 Seiten 
 ISBN  978-1519667144 
 









Mittwoch, 11. Oktober 2017

Rezension Nr. 108/2017: Canterbury Requiem - Band 1 der Krimi aus Kent Reihe




 Titel: Canterbury Requiem
 Autor: Gitta Edelmann

 erschienen im Goldfinch Verlag bei Dryas
 Ausgabe: Taschenbuch
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 260 Seiten 
 ISBN  978-3-940258-43-4 
 









Dienstag, 3. Oktober 2017

Rezension Nr. 107/2017: Neuntöter für Greetsiel - Band 4 der Jan de Fries Reihe




 Titel: Neuntöter für Greetsiel
 Autor: Dirk Trost

 erschienen im Edition M Verlag
 Ausgabe: ebook
 Genre: Krimi
 Seitenzahl: 494 Seiten 
 ISBN  9781542098700 
 Erscheinung: 19. September 2017









Da ist wohl die Kacke am Dampfen. (vgl ebook 1%)