Samstag, 30. September 2017

Rezension Nr. 106/2017: Der Teufel von Strassburg

 

 
 
 
 Titel: Der Teufel von Straßburg
 Autor: Heidrun Hurst

 erschienen im Weltbild Verlag
 Ausgabe: Hardcover
 Genre: Historischer Roman
 Seitenzahl: 368 Seiten 
 ISBN  9783959735513 
 Erscheinung: 1. September 2017

 
 
Fort! Er musste fort! So schnell er konnte! (Die ersten Sätze - Seite 9)

Schon das Lesen des Prologs erzeugte in mir eine gewisse Anspannung. Wer war der Junge? Und wovor musste er fliehen? Ich wollte .... nein, ich musste nun unbedingt weiter lesen.

Die Autorin entführt den Leser nach Straßburg, in das Jahr 1348. Dort lernt man sogleich auch Adelheid kennen. Adelheid lebt im Kloster, leidet an einer Augenkrankheit und nimmt zeitweise nur noch Umrisse und Schatten wahr. Eines Tages trifft sie auf Martin, den Sohn des ortsansässigen Scharfrichters.
Martin hadert mit dem Schicksal, Menschen zu richten. Die beiden freunden sich an. Da taucht plötzlich ein toter Junge im Kloster auf. Das Merkwürdige daran ist, das ihm eine Haarsträhne abgeschnitten wurde. Einige Tage später taucht ein zweiter toter Junge auf, der jedoch eine Haarsträhne in der Hand hat. Was hat das alles bedeuten? Adelheid wendet sich an Martin und die beiden kommen erstaunlichem auf die Spur.

Mit den beiden Protagonisten hat sich die Autorin besonders viel Mühe gegeben. Charakterlich harmonieren sie perfekt miteinander. Beide tragen schwere Schicksale mit sich, die sie jedoch geduldig ertragen.
Adelheid wirkt sehr wissbegierig und findet in Martin einen Gegenpart, der sehr clever erscheint. Mir gefällt die Konstellation der beiden Charakteren sehr gut. Es wirkt alles stimmig und nachvollziehbar.
Auch die Freundschaft zwischen Mensch und Tier fügt die Autorin anhand Gertrudis und Theoderich sehr geschickt in die Geschichte ein.

Einen Großteil der Story widmet die Autorin der Augenheilkunde, hier speziell der Star. Sowohl die Behandlungsmethode als auch die problematische Stellung der Juden in der Gesellschaft werden durch die Krankheit Adelheids sehr gut in Szene gesetzt. Durch ihren schnörkellosen Schreibstil trifft die Autorin durch jedes ihrer Wortes genau den Kern des Themas und regt den Leser zum Nachdenken an. Obwohl die Juden bekanntlich sehr gute Mediziner waren und einen höheren Stand in der Gesellschaft verdient hätten, wurden sie von jeher ausgegrenzt. Sei es von der Kirche, oder auch von der Bevölkerung. Eine Geschichte, so alt wie die Menschheit.

Den kriminalistischen Teil der Geschichte darf man aber nicht außer Acht lassen. Von der ersten bis zur letzten Seite zieht sich ein gewisser Spannungsbogen, um den Mörder der Kinder zu finden. Klitzekleine Details werden offenbart, so dass der Leser sehr gut miträtseln kann. Ich muss gestehen, dass ich sehr lange Zeit keinen blassen Schimmer hatte, wer hinter den Morden stecken könnte.

Fazit:

Nachdem Adelheid ja nun aus dem Kloster ausgetreten ist, steht einer Ehe mit Martin nichts mehr im Weg. Bahnt sich da etwa eine Fortsetzung der Geschichte an? Wird es einen zweiten Band geben? Ich würde es mir sehr wünschen.

Spannung: 📖 📖 📖 📖    Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖 📖     Protagonist: 📖 📖 📖 📖 📖


Vielen Dank der Autorin für das Rezensionsexemplar und den netten Kontakt.
 
 
 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Samstag, 23. September 2017

Rezension Nr. 105/2017: Das blaue Medaillon

 



 

 Titel: Das blaue Medaillon 
 Autor: Martha Sophie Marcus

 erschienen im Bastei Lübbe Verlag
 Ausgabe: Taschenbuch
 Genre: Historischer Roman
 Seitenzahl: 399 Seiten 
 ISBN  978-3-404-17564-2
 Erscheinung: 25. August 2017

 Leseprobe: hier







"Sag dem alten Furz, dass er mich mal gernhaben kann. Das hier ist mein Sterbebett, auf dem ich tue und lasse, was ich will." (Seite 13)

Dienstag, 19. September 2017

Gottlos von Karin Slaughter







    Titel: Gottlos
    Autor: Karin Slaughter

    erschienen im blanvalet Verlag
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 544 Seiten 
    ISBN  9783734102110  
    Erscheinung: 21. Dezember 2015










Klappentext:

Mitten in einem handfesten Streit machen Sara Linton und Chief Jeffrey Tolliver eine grausige Entdeckung. Eben noch haben die Gerichtsmedizinerin und der Polizist über Jeffreys Seitensprung und seine möglicherweise fatalen Folgen (eine lebensbedrohliche Erkrankung) diskutiert, da stolpert letzterer über das Ende eines Metallrohrs, an dem mit Hilfe eines Gummibands ein Drahtgitter befestigt ist. Sara und Jeffrey beginnen zu graben -- und stoßen auf ein sargähnliches Gebilde, in dem eine Tote liegt, die offenbar lebendig begraben wurde und unter unsäglichen Ängsten und Qualen gestorben sein muss. Ihre Recherchen führen Sara und Jeffrey zu einer fundamentalistischen Sekte. Und sie erkennen, dass das tote Mädchen schwanger war. Aber wer könnte ein Interesse daran gehabt haben, sie lebendig zu begraben? Wollte der Täter die Schwangere wegen moralischer Verfehlungen nur zu Tode erschrecken? Und gibt es gar vielleicht gleich mehrere, unabhängig voneinander operierende Täter? Denn immerhin starb das Opfer an einer Zyankali-Vergiftung, die ihr wohl von außen beigebracht worden ist. Dann verschwindet noch ein zweites Mädchen. Ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Mein Leseeindruck:

Auch der fünfte Band der Serie um Jeffrey Tolliver und der Pathologin Dr. Sara Linton besticht durch ein sehr passendes Cover. Passend, zur kompletten Serie. Hier hat der Verlag wirklich ein gutes Auge erwiesen.

Dieses Mal entführt die Autorin den Leser in eine Sekte. Wie man sich schon denken kann, geht es in dieser Sekte nicht so ganz harmlos zu. Während die Polizei noch mit einer Leiche beschäftigt ist, kommt bereits der nächste Tote hinzu.

Leider muss ich sagen, dass mich dieser Band nicht so wirklich überzeugt hat. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin nicht alles gegeben hat. Die Protagonisten wirken irgendwie ... hm... sagen wir mal...gelangweilt. Hatte sich etwa dieses Gefühl von der Autorin übertragen. Erst zum Schluss hin, wurde die Trägheit aufgelöst. Tja, aber da war die Story auch schon zu Ende.

Sehr gut gefällt mir, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Jede Szene wird haarklein beschrieben, so dass bestimmt manch zartes Seelchen Alpträume kriegen wird.
Für mich macht aber genau das auch einen richtigen Thriller aus.

Ich werde auf jeden Fall dieser Serie treu bleiben, auch wenn mich dieser Band nicht so richtig überzeugt hat.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖    Protagonist: 📖 📖 📖  
 

 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


 

Das barmherzige Fallbeil von Fred Vargas

  










    Titel: Das barmherzige Fallbeil
    Autor: Fred Vargas

    erschienen im blanvalet Verlag
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 512 Seiten 
    ISBN  9783734104169 
    Erscheinung: 20. März 2017








Klappentext:

Adamsberg ist zurück, und seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands ... Innerhalb weniger Tage werden zwei Leichen in Paris entdeckt. Die beiden Fälle scheinen nichts miteinander zu tun zu haben. Bis Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an den Tatorten aufmerksam wird und ein Brief auftaucht, der auf die Verbindung zwischen den beiden Opfern hinweist. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island – sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

Mein Leseeindruck:

Und wieder ermittelt Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg in gewohnter Manier.  Erst wirkt er ein bisschen ruhig und zurückhaltend, dann aber .... na ja, sagen wir mal so...läuft er sich warm.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich mit diesem Buch des Autors irgendwie nicht so richtig warm geworden bin. Ob es an den etwas scheinbar unrealistischen Handlungen oder an den Protagonisten lag? Keine Ahnung. Der Krimi hat mich einfach nicht erreicht.
Interessant fand ich jedoch die Ausführungen über die französische Revolution, die ich nur noch leidlich in Erinnerung hatte. Was aber vielmehr daran liegt, dass meine Schulzeit doch schon einige Jahre in Vergangenheit liegt.
Durch diesen Krimi wurde jedoch wieder Erinnerungen geweckt und auch das Thema hatte einen gewissen Reiz entwickelt.
Ich werde der Reihe mit dem etwas aussergewöhnlich wirkenden Kommissar treu bleiben und hoffe, dass mich der nächste Band wieder in seinen Bann ziehen kann.

Spannung: 📖 📖 📖     Unterhaltung: 📖 📖 📖 📖   Protagonist: 📖 📖 📖  
 

 © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


 

Freitag, 15. September 2017

Rezension Nr. 103/2017: Das Mädchen im schwarzen Nebel

   




    Titel: Das Mädchen im schwarzen Nebel 
    Autor: Ivonne Hübner

    erschienen im Gmeiner Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Historischer Krimi
    Seitenzahl: 400 Seiten 
    ISBN  978-3-8392-2126-6
    Erscheinung: 6. September 2017








Zweiter Band mit Dr. Cornelius Waldeck

Donnerstag, 14. September 2017

Rezension Nr. 102/2017: Saufen nur in Zimmerlautstärke





Titel: Saufen nur in Zimmerlautstärke
Autor: Hans Rath

erschienen im Rowohlt Kindler Verlag
Ausgabe: Hardcover
Genre: Roman
Seitenzahl: 304 Seiten 
ISBN  9783463406961
Erscheinung: 18. August 2017







Leute, die schon alles haben, finden es [...] sehr beruhigend, wenn sie immer noch mehr bekommen. (Seite 20)

Mittwoch, 13. September 2017

Rezension Nr. 101/2017: Das Geheimnis des Dr. Alzheimers

  



 

Titel: Das Geheimnis des Dr. Alzheimer
Autor: Jörn Precht

erschienen im Gmeiner Verlag
Ausgabe: Klappenbroschur
Genre: Roman / Historisch
Seitenzahl: 275 Seiten 
ISBN  978-3-8392-2150-1
Erscheinung: 2. August 2017







Donnerstag, 7. September 2017

Rezension Nr. 100/2017: Die Wölfe kommen

  



 

    Titel: Die Wölfe kommen
    Autor: Jérémy Fel

    erschienen im dtv Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschut
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 400 Seiten 
    ISBN  978-3-423-26143-2
    Erscheinung: 4. August 2017







Das Böse fasziniert, verführt, infiziert und bleibt unberechenbar

Mittwoch, 6. September 2017

Rezension Nr. 99/2017: Hagerstown

   

 


    Titel: Hagerstown
    Autor: Edward Ashton

    erschienen im HarperCollins Verlag
    Ausgabe: Klappenbroschur
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 352 Seiten 
    ISBN 9783959670821
    Erscheinung: 10. April 2017








Dienstag, 5. September 2017

Rezension Nr. 98/2017: Agatha Raisin und die tote Hexe - Band 9 der Agatha Raisin Reihe

  



 

    Titel: Agatha Raisin und die tote Hexe
    Autor: M. C. Beaton

    erschienen im Bastei Lübbe Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Krimi
    Seitenzahl: 239 Seiten 
    ISBN 978-3-404-17572-7 
    Erscheinung: 25. August 2017





 


Ich bin eine Traummörderin. (Seite 96)

Samstag, 2. September 2017

Andreas Rezension zu: Die gute Tochter von Karin Slaughter



  


 

    Titel: Die gute Tochter
    Autor: Karin Slaughter

    erschienen im HarperCollins Verlag
    Ausgabe: Hardcover
    Genre: Thriller
    Seitenzahl: 560 Seiten 
    ISBN 9783959671101                     
    Erscheinung: 3. August 2017
  







Bis jetzt hatte ich kein Buch von Karin Slaughter gelesen. Hatte aber sehr hohe Erwartungen, weil ich schon sehr viel über ihre Bücher gehört habe.

Freitag, 1. September 2017

Rezension Nr. 97/2017: Der Duft des Teufels






    Titel: Der Duft des Teufels 
    Autor: Birgit Jasmund

    erschienen im Aufbau Verlag
    Ausgabe: Taschenbuch
    Genre: Historischer Roman
    Seitenzahl: 448 Seiten 
    ISBN 978-3-7466-3295-7                      
    Erscheinung: 14. Juli 2017

   






Das Böse geht um (Seite 6)