Mittwoch, 31. Mai 2017

Rezension Nr. 56/2017: Hubers Ende

 
   
Bildrechte beim Verlag



Titel: Hubers Ende
Autor: Dorothea Seckler
 
erschienen im Edition MVerlag
Ausgabe: Taschenbuch 
Genre: Krimi
Seitenzahl: 352
ISBN 9781477848555 
Erscheinung: 27. Dezember 2016

   
 



 
 Warum ich unbedingt DIESES Buch lesen wollte:

Es war der Titel, der mich neugierig gemacht hatte.



Klappentext:

Ein neuer Fall verschlägt die Kommissarin Patrizia Hölderlin in eine Kleinstadt am Rande der Schwäbischen Alb. Dort – wo die Welt eigentlich noch in Ordnung sein sollte – muss sie herausfinden, wer Kuno Huber getötet hat. Der Endsiebziger und frühere Schreiner ist nachts in seinem Schuppen bei einem Brand umgekommen. Alle Zeichen stehen darauf, dass der Brand gelegt wurde. Der Tatort weckt in Patrizia schmerzliche Erinnerungen an einen früheren Fall mit tragischem Ende. Aber sie kann die Ermittlungen nicht aus der Hand geben, sonst wird es wieder nichts mit ihrer Beförderung und außerdem wäre sie in den Augen ihres aufdringlichen Kollegen Pfeifle eine komplette Versagerin. Im Fall Huber wird bald klar, dass verschiedene Leute Rechnungen mit dem Schreiner offen hatten und er kein besonders beliebter Zeitgenosse war …


Mein Leseeindruck [Achtung Spoiler]:

Das Cover: Für jede Handwerker sehr interessant. Aber passend zu einem Krimi? Ich war jedenfalls sehr neugierig.
 
Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Verdammte Schwerkraft.

Kommen wir zum Inhalt: Gleich zu Beginn wird der Leser mit einem Gedicht von Hölderlin überrascht. Hm... Hölderlin? Ein Gedicht namens Abschied? Was hier noch etwas seltsam anmutet, wird aber schnell klar. Die Kriminaloberkommissarin heißt nämlich Hölderlin. Patrizia Hölderlin um genau zu sein. Sie ermittelt in einem ganz besonderen Mordfall. Huber, der zu den örtlichen Honorationen gehört und in der Kommunalpolitik aktiv ist, wird tot aufgefunden. Patrizia trifft dabei auf Huberts Exfrau. Welches Geheimnis umgibt die Ehe der Hubers. Kurz darauf unternimmt Hildegard Huber einen Selbstmordversuch.  

🔪 🔪 🔪 🔪 🔪

Mit ihrem Debüt hat die Autorin wirklich großes Lob verdient. Eine tolle Geschichte mit einem unvorhersehbaren Ende. Spannung und gute Unterhaltung wechseln sich permanent ab, ohne jemals langatmig zu wirken.
Die Protagonistin ist auch keine 08/15 Person, sondern auch mal etwas eigenwillig und einer gehörigen Portion Erfahrung. Auch das Privatleben verläuft nicht in geregelten Bahnen. Eben eine Protagonistin, wie auch dem wahren Leben. 

Sehr interessant fand ich die Erklärung der Schwerkraft, die gerade montags evtl. noch Dienstag am Stärksten ist.

Witzig waren auch die dialektische Sätze, die je nach Protagonist eingebaut wurden.



Fazit:

Ein sehr kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit. Ich hoffe, dass die Autorin noch viele Ideen für die Nachfolgebände hat.



Vielen Dank der Autorin für die tolle Idee, dem Edition M Verlag für das Rezensionsexemplar und Lovelybooks für die Durchführung der Leserunde

 
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog