Freitag, 11. November 2016

Rezension zu: Ich bin der Zorn - Band 4 der Shepherd Reihe von Ethan Cross

Bildrechte: Bastei Lübbe
 
Daten zum Buch:

Titel: Ich bin der Zorn
Reihe: Band 4 der Shepherd Reihe
Autor: Ethan Cross
erschienen im Bastei Lübbe Verlag
Ausgabe: Taschenbuch 
Genre: Thriller
Seitenzahl: 496 Seiten 
ISBN 978-3-8392-1815-0
Erscheinung: 11. November 2016
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Warum ich DIESES Buch unbedingt lesen wollte:

Da ich schon oft die minimalistische Cover dieser Reihe bestaunt habe, wollte ich es nun doch einmal wagen, die Protagonisten Ackerman und Williams kennenzulernen.


Der erste Satz:

Francis Ackermann Junior bewunderte sein neues Gesicht auf der spiegelnden Seite des Fensters im Vernehmungsraum.




Klappentext:

In einer Strafanstalt in Arizona ereignet sich ein blutiger Amoklauf. Scheinbar wahllos erschießt ein Gefängniswärter mehrere Menschen. Zu seinem Motiv schweigt er. Das ruft Bundesermittler Marcus Williams auf den Plan. Rasch findet er heraus, dass der Wärter von einem psychopathischen Killer erpresst wurde, der sich selbst Judas nennt. Um die Identität des Judaskillers aufzudecken, tut Marcus sich erneut mit seinem Bruder Francis Ackerman jr. zusammen, dem berüchtigtsten Serienkiller der Gegenwart:  Marcus ermittelt außerhalb der Gefängnismauern, Ackerman jr. undercover unter den Häftlingen. Was beide nicht ahnen: Der Judaskiller verfolgt weitaus größere Ziele als nur ein paar Morde …

Mein Leseeindruck:

Ich muss zugeben, anfangs war ich schon ziemlich verwirrt und wollte auch das Buch mehrfach zur Seite legen. Die zahlreichen Handlungsstränge, die zwar allesamt sehr interessant waren, aber aufgrund der Menge für mich, als Einsteiger in die Serie, sehr unübersichtlich wirkten.

Nachdem ich mir einen kleinen Zettel mit den entsprechenden Namen und Verhältnis zu einander neben das Buch gelegt hatte, wurde es allmählich besser und ich konnte der Story ohne weitere Probleme folgen.
Ab und zu stockte jedoch wieder mein Lesefluß, da einige Übersetzungsfehler vorhanden waren. z.B. höchstselbst, statt höchstpersönlich.

Aber schnell hatte ich herausgefunden, dass Ackerman Junior, ein sehr gewieftes Schlitzohr ist. Ein undurchschaubarer und cleverer Serienmörder, jedoch in der Person sehr an Hannibal Lecter von "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Einige Handlungen kamen mir wie in einem Deja vú vor. Ob der Autor wohl zuoft diesen Film gesehen hatte.
Auch die Polizistin erinnerte mich dann und wann an Clarice Starling.

Jedoch ist Ackerman Junior in diesem Band nur Randgeschehen. Hauptsächlich geht es um
die krankhaften Gedanken des Dmitri Zolitov, alias der Judas-Killer.
Um alles deutlicher zu machen, wurden dessen Tagebucheinträge kursiv gedruckt. Sie vermitteln dein Eindruck einen Mann vor sich zu haben, dem die Kindheit genommen wurde. Gewalt und Liebesentzug waren an der Tagesordnung, so dass es eigentlich kein Wunder ist, welchen Weg er eingeschlagen hat.

Der Autor bedient sich einer sehr einfachen Sprache, die hin und wieder mit Fachbegriffen wie z.B. die unterschiedlichen Waffenarten und -typen unterbrochen wurde. Diese waren mir etwas zu speziell, zumal sie nur am Rande erwähnt wurden, ohne näher darauf einzugehen. Ich habe mich hier gefragt, weshalb der Autor soviel Wert darauf legt, dass der Lesen den Waffentyp kennt. Ist das nicht für die Tötung egal? Tot ist tot, egal mit welchem Geschoss.

Fazit:

Wer den Film "Das Schweigen der Lämmer" gesehen hat, wird sehr viele Parallelen wieder erkennen. Ob das gut oder schlecht ist, mag ich nicht zu beurteilen. Es war für mich jedoch nichts neues und hat deshalb die Spannung etwas betrübt.
Die Story selbst ist nicht schlecht, aber leider auch nicht herausragend.
Kurzum, ich hatte mich mehr versprochen.


Lieblingszitate/ interessante und bemerkenswerte Textstellen:

- Agent Poloshirt (Seite 9)

- Wenn du einen Bären darstellen willst, dann sei ein Grizzly (Seite 188)

- Wut setzt ein Enzym[...]frei, das vorübergehend die Intelligenz senkt. [...] Bei Ihrer Gehirnkapazität senkt schon ein kleines bisschen Wut Ihren IQ auf das Niveau einer Kartoffel. (Seite 200)

- Dein Glück schaffst du dir selbst. (Seite 398)



Lesestatus und einzelne Gedanken zum Buch:

finden sie hier



© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

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Weitere Titel der Reihe:
- Ich bin die Nacht
- Ich bin die Angst
- Ich bin der Schmerz