Dienstag, 20. September 2016

Mein Leseeindruck zu: Der Mädchenreigen von Susanne Gantert

 
          Daten zum Buch:
          Titel: Der Mädchenreigen
          Reihe: Konrad von Velten - Band 2
          Autor: Susanne Gantert
          erschienen im Gmeiner Verlag
          Ausgabe: Taschenbuch
          Genre: Historischer Krimi 
          Seitenzahl: 341 Seiten
          ISBN 978-3839219072
          Erscheinung: 3. August 2016



         

          Da ich bereits den ersten Band, das Fürstenlied, der Konrad von Velten Reihe gelesen habe (Rezension) wollte ich nun auch unbedingt wissen wie alles weiter geht. Ob sich wohl die Rolle von Konrad weiter entwickelt hatte? Ist er als Jurist weiterhin tätig? Und wie ist es mit seinem Liebesleben beschieden? All diese Frage hoffte ich im vorliegenden zweiten Band klären zu können.



        Gleich als Erstes fiel mir natürlich dieses überaus bunte Cover auf. Kunterbunt, einer gezeichneten Tapete oder einem Wandvorhang ähnlich, mit einer schreibenden Hand. Was hatte es damit wohl auf sich?

        Klappentext: Braunschweig im Jahre 1580. Elise, die Tochter des reichen Kaufmanns Lorenz Kale soll von einem feuerspeienden Drachen entführt worden sein. Sie ist aber nicht die einzige Jungfer, die wie vom Erdboden verschluckt ist. Der Wolfenbüttler Jurist Konrad von Velten begibt sich im Auftrag des Herzogs auf die Suche. Auf seinem Weg begegnet er dem Mädchen Laura. Sie ist als Junge verkleidet und hat ihre Erinnerung verloren. Gemeinsam decken die beiden mit Lauras rückkehrenden Erinnerung einen teuflischen Plan auf.

        Der erste Satz: "Sie kam langsam zu sich, als sie die Hände spürte, die sich an ihren Fussknöcheln zu schaffen machten."



        Kurz zum Inhalt: Der Prolog spielt im Jahr 1579, also somit zur gleichen Zeit, wie der Vorgängerband. Eine junge Frau wird mittels Trank gefügig gemacht und somit zu einem gefallenen Mädchen. All ihre bisherigen Rechte sind somit verwirkt und sie wird unehrbar.
        Die eigentliche Geschichte spielt 1580, also ein Jahr später. Laura, das Mädchen aus dem Prolog, entkommt ihrem Peiniger, nachdem sie ihn getötet hat.
        Konrad von Velten, der noch immer in der Kanzlei tätig ist, erhält die Erlaubnis mehr Details über die Leichenstarre oder der Bestimmung des Todeszeitpunktes bei Menschen herauszufinden. Aber auch sämtliche Verbrechen sollte er zusammentragen, damit man einheitliche Urteile erstellen konnte und nicht jeder Fall einzeln bestraft wurde. Nach Gutdünken, sozusagen. So hört Konrad von einem ganz neuen Verbrechen. Ein 12jähriges Mädchen wurde von einem Drachen geraubt. Nun ja, kein richtiger Drache, sie wurde vielmehr auf einer Überfahrt entführt. Konrad macht sich sogleich auf Spurensuche und entdeckt ....

        So, hiermit möchte ich nicht mehr verraten, da jeder begeisterte Historienleser diesen Krimi lesen sollte.

        Mein Leseeindruck: Der Autorin ist es gelungen, den Protagonisten Konrad weiter zu verfeinern. So wie er im ersten Band noch etwas unbeholfen wirkte, spürt man nun die Entwicklung. Er wirkt stellenweise deutlich reifer, aber trotzdem noch sehr jung. Für mich ist er ein absoluter Sympathieträger. Klug, gewissenhaft, charmant. 

        Das Buch zeichnet sich zudem, durch seine drei Handlungsstränge aus, zwischen denen Kapitelweise hin und her gesprungen wird. Da wäre zum Einen Laura, die dem Marschall entkommen ist, zweitens: Elise, das vierte Mädchen im Jungfernreigen und als dritter Handlungsstrang: Konrad von Velten, als Ermittler.
        Durch den ständigen Szenenwechsel, schafft die Autorin einen Spannungsbogen, von der ersten Seite an. Man möchte unbedingt mehr wissen und kann kaum aufhören lesen.

        Das gewählte Thema wird sehr anschaulich beschrieben. Teilweise habe ich eine richtige Abneigung gegen den Marschall, Martin von Kaltenburg, entwickelt, da seine Praktiken einfach widerlich waren. Junge, unschuldige Mädchen gefügig zu machen... koste es, was es wolle. Ekelhaft. Aber auch hier muss ich die Autorin loben. Denn ohne ihren Schreibstil und ihre Wortwahl, wären meine Emotionen nicht zustande gekommen. Kurze, knackige Sätze, zur richtigen Zeit, haben die Szenen nahezu angepeitscht. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

        Fazit: Dieser zweite Band mit Konrad von Velten hat mir noch besser als der Vorgänger gefallen. Ich hoffe, dass es schon bald eine Fortsetzung geben wird.

        © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
         

        Na, konnte ich dich auf dieses Buch neugierig machen? Dann kann über diesen Link das Buch bestellt werden.
        Der Ertrag, der durch das Bestellen mittels dieses Buttons generiert wird, ermöglicht weitere Gewinnspiele auf meinem Blog. Und wer weiß, vielleicht bist du der nächste Gewinner.