Freitag, 10. Juni 2016

📚 Rezension zu: Die Nightingale-Schwestern - der erste Teil einer Trilogie von Donna Douglas 📚




- Mein Leseeindruck -

Schon lange fasziniert mich die Person Florence Nightingale. Welch großartige Leistung sie erbracht hat, erleben wir heute beinahe täglich. Der Gedanke daran, Menschen zu helfen, ihnen beizustehen sollte heutzutage wieder mehr in den Vordergrund treten.

Als ich dann in der Vorankündigung des Verlages das vorliegende Buch sah, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt haben wollte.

Doch kommen wir mal zur Geschichte.
Das Nightingale Hospital ist ein Lehrkrankenhaus und auf der Suche nach neuem Pflegepersonal. Drei Kandidatinnen stehen in der engere Auswahl. Da wäre zum Einen: Dora. Sie stammt aus einer ärmlichen Familie. Ihre Familie sieht ihre Ausbildung mit gemischten Gefühlen. Die Mutter freut sich, dass es ihre Tochter geschafft hat und aus dem Mief entkommen kann. Ihre Großmutter sieht alles nur schwarz. Und ihr Stiefvater, nun ja, er hat ganz eigene Interesse daran, dass Dora bleibt.
Im Nightingale angekommen trifft sie direkt auf Schwester Sutton, die ziemlich angsteinwirkend scheint. Ihre scheinbar immer schlechte Laune lässt einfach jeden zusammenzucken, wenn sie den Raum betritt. Dora muss sich das Zimmer mit zwei weiteren Mädchen teilen. Millie, eigentlich heißt sie ja Lady Amelia Charlotte Benedict, ist bereits das zweite Jahr im Nightingale. Sie muss das erste Praktikum wiederholen und zeigt sich eher an anderen Dingen interessiert, als am Krankenhausgeschehen. Da wäre dann auch noch Helen Tremayne, deren Mutter Mitglied des Kuratoriums ist, und durch Helen stets sehr gut über alle Ereignisse informiert wird.

So, mehr möchte ich eigentlich gar nicht über die Geschichte erzählen, da sich am besten jeder selbst ein Bild von diesem typisch britisch anmutenden alten Charme des Krankenhauses anstecken lassen sollte. Wer diese alten Filme noch kennt, in denen "ja, meine Lordschaft" und die stets tief geneigten Butler zu hören bzw. zu sehen sind, wird diese Reihe lieben.
Die Autorin hatte es auf jeden Fall geschafft, mich bereits nach den ersten Sätzen gefangen zu nehmen. Gefangen durch eine gedanklich ganz hesondere Reise. Mit jedem Satz erlebt man den Alltag der Mädchen hautnah mit, so zumindest kam es mir die ganze Zeit vor. Als wäre ich nicht Leser, sondern mitten in der Mädchenschaar.

Die Szenen sind so lebhaft dargestellt, dass man selbst das Atmen hören kann. Selbst die Protagonisten wirken echt.

- Fazit -

Es ist für mich absolut klar, dass ich den zweiten Band ebenfalls lesen möchte, da ich wirklich neugierig bin, wie die Charakteren der Mädchen weiter entwickeln.