Mittwoch, 25. Mai 2016

Rezension zu: Zersetzt - ein True-Crime-Thriller von Michael Tsokos

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- Klappentext -
 
BKA-Rechtsmediziner Dr. Fred Abel arbeitet unter Hochdruck an einem großen Fall: Ein winziger Einstich in der Kniekehle eines Toten verrät ihm, dass einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit weiterhin sein Unwesen treibt. Doch bevor Abel ihn stoppen kann, wird er in heikler Mission in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei Mordopfer identifizieren, die in Kalkfässern gelagert wurden und fast vollständig zersetzt sind. Plötzlich steht Abel im Fadenkreuz eines politischen Komplotts. Während einer mörderischen Verfolgungsjagd durch das transnistrische Grenzland muss er seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen. Und gleichzeitig kämpft in Deutschland das jüngste Opfer des Psychopathen in einem Keller um sein Leben ...
 


"Unangenehme Gedanken drückt man weg, alles andere ist mentale Masturbation." (Seite 9)

- Mein Leseeindruck -


Nachdem ich vom ersten Band Zerschunden schon begeistert und auch teilweise vom Schreibstil fasziniert war, wollte ich auch unbedingt den Nachfolger lesen.
Auch dieses Mal treffen mehrere Handlungsstränge aufeinander. Da wäre zum Einen eigentlich eine Geschichte, die sich vor 4 Jahren ereignet hatte. Dort wurden nämlich die Brüder eines schwerreichen transnistrischen Unternehmers entführt, gefoltert und getötet. Die Mutter der beiden Brüder war ebenfalls unter dubiosen Umständen ums Leben gekommen.

Da geht es aber auch noch um eine ganz andere Geschichte, die sich mit Waterboarding beschäftigt. Waterboarding ist eine Folterart, die hauptsächlich von den US-Geheimdiensten im Kampf gegen den islamischen Terror eingesetzt wird (Seite 54)
Es wurde nämlich ein Putzmann im Abgeordnetenhaus aufgefunden, der genau diese Anzeichen zeigt und der Kontakt zur kurdischen Hisbollah hatte.
Herzfeld und Abel ermitteln.

Sehr interessiert habe ich die Ausführungen über das Waterboarding verfolgt. Ich kannte dieses "Wässern" bereits als Foltermethoden aus dem Mittelalter und war auch ein Stückweit erschrocken, dass die Art der Folter noch angewendet wird, gerade bei sehr aktuellen Geschehnissen. Ich möchte dem Leser meiner Rezension jedoch die genau Ausführung darüber ersparen.

Was mich sehr erstaunt hat, war Transnistrien. Ich hatte von dem Land noch nie zuvor gehört bzw. gelesen. Ein Land, Zwischen der Ukraine und Moldawien, das eigentlich nirgendwo hingehört. Keiner fühlt sich für diesen Pseudostaat so richtig verantwortlich und wird auch völkerrechtlich nicht anerkannt. Nicht einmal von Russland, obwohl die russische Armee dort stationiert ist. Sehr seltsam!

Als großer Thriller-Fan genieße ich Spannung pur. Gerne darf es auch mal etwas blutiger oder brutaler zur Sache gehen. Genau dieses habe ich in dem Buch wieder gefunden. Ich war von den Ereignissen nahezu gefesselt und konnte es kaum aus den Händen legen.
Jedoch gab es zwei, drei Szenen bzw. Sätze die sich wiederholt haben, so dass ich hierfür einen Punkt abziehe.

Die Protagonisten fand ich ausreichend charakterisiert und haben die Geschehnisse nicht in den Hintergrund gedrängt. Der Fokus lag stets auf der Ermittlungsarbeit.


-FAZIT -

 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich auch dieser zweite Band sehr gut unterhalten hat. Teilweise stockte mir sogar der Atem. Aber stets hatte ich den Drang immer weiterlesen zu wollen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen.
Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung dieser True-Crime Reihe. 



  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Zersetzt
  • Originaltitel:
  • Autor: Michael Tsokos
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: Klappbroschur
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-51877-9
  • Erscheinung: 1. April 2016