Freitag, 27. Mai 2016

Rezension zu: Versunken - ein Thriller von Cheryl Kaye Tardif

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»VERSUNKEN liest sich wie ein herannahender Sturm, voller Dunkelheit, Schrecken und Elektrizität. Bereiten Sie sich auf eine Gänsehaut vor.«
[Andrew Gross, New York Times Bestseller-Autor von 15 Seconds]
 
 
 
 - Klappentext -
 
Kummer und Verlust sind Marcus Taylors tägliche Begleiter geworden. Erst verlor er durch einen tragischen Autounfall seine Frau und seinen Sohn, wenig später durch Depressionen und Tablettensucht auch noch seine vielversprechende Karriere als Rettungssanitäter. Nun arbeitet er als Telefonist in der Notfallzentrale – für ihn der einzige Weg, etwas von seiner Schuld zurückzuzahlen. Bis er einen Anruf bekommt. Von einer Frau, die in ihrem Auto eingeschlossen ist …
Rebecca Kingston sehnt sich nach diesem Wochenendausflug, an dem sie in Ruhe über die drohende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann nachdenken will. Doch als sie ein mysteriöser Lastwagen von der Straße und in einen Fluß abdrängt, findet sie sich eingeklemmt hinter dem Lenkrad ihres Wagens wieder. Weder kann sie sich befreien, noch ihren beiden Kindern auf der Rückbank helfen. Ihr einziger Rettungsanker ist ihr Handy, dessen Batterie zur Neige geht, und die beruhigende Stimme eines Fremden, der ihr verspricht, dass alles gut werden wird
 

- Mein Leseeindruck -

Dieser überaus spannende Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die auch schnell ineinander übergehen.
Da wäre zum Einen: Marcus Taylor, inzwischen als Dispatcher bei einer Rettungsleitstelle tätig, hat schon ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Anfangs eine glückliche Familie, dann Medikamentenmissbrauch und Drogenabhängigkeit und anschließend der Unfalltod seiner Frau und seines Sohns. Seinen Job als Rettungssanitäter musste er beenden. Jedoch durch die Hilfe seiner Kollegen, bekam er den Job in der Leitstelle.
Er erhält eines Tages einen Notruf von Rebecca.
Da wären wir auch schon beim zweiten Handlungsstrang.
Rebecca: Alleinerziehende Mutter, die nach außen hin zwar sehr stark scheint. Aber wie so oft, trügt auch hier der Schein.
Als Rebecca den Notruf absetzt, nimmt sich Marcus des Notfalls an.

Hiermit komme ich auch schon zu meinem größten Problem. Marcus, der psychisch dort sehr labil wirkt, ruft nicht seine Kollegen, wie es der Job in einer Rettungsleitstelle verlangt, sondern kümmert sich selbst darum. Dieses erschien mir nicht gerade glaubhaft. Aber nun gut, wie hätte die Autorin sonst den Bogen zu Rebecca kriegen können?

Ansonsten fand ich die Protagonisten sehr gut charakterisiert. Ob glaubhaft...na ja....sagen wir mal...bedingt.
Was mir jedoch sehr aufgefallen ist, dass es sehr viele Randgeschehnisse gab, die gerade am Anfang die Geschichte etwas langatmig geschmückt haben. Oder anders gesagt, Anfangs hatte das Buch den Anschein eines Romans, und nicht eines Thrillers. Spannung? Nicht vorhanden!

Die Autorin bedient sich eines sehr modernen, leichten Schreibstils und die Kapitel sind relativ kurz gehalten.


-FAZIT -

 

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten (wie oben beschrieben) ließt sich dieser Thriller sehr flott. Locker, leicht und lässig. Man sollte nicht alles so genau nehmen, da wohl auch sehr viel künstlerische Freiheit darin steckt. Ich vergebe somit 4 Sterne.

 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Versunken
  • Autor: Cheryl Kaye Tardif
  • Verlag: LuziferVerlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3-95835-146-2
  • Erscheinung: 2016