Dienstag, 3. Mai 2016

Rezension zu: Saukerl - dem 1. Fall von Kommissar Alois Schön

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- Klappentext -
 
Schweinebauer Anton Huber liegt erschossen in seinem Stall. Ehefrau, Geliebte, Nachbarn - alle hatten Motive, ihn umzubringen. Doch als auch Ehefrau Maria mit aufgeschlitzter Kehle und zerschnittenen Pulsadern im stillgelegten Kieswerk Waldperlach entdeckt wird, müssen Hauptkommissar Schön und sein Team mit ihren Ermittlungen von vorn beginnen. Dabei stoßen sie auf ein Familiendrama, das sogar ihr Privatleben beeinflusst und sie am Guten im Menschen zweifeln lässt.
 

- Mein Leseeindruck -

In Kommissar Alois Schöns erstem Fall geht es um einen Mord. Und zwar dem Mord an Anton Huber. [Achtung Spoiler] Der Schweinebauer Huber gilt in dem kleinen bayrischen Dörfchen nicht unbedingt als Kostverächter. Und auch sonst eckt er gerne mal bei den anderen Dorfbewohnern an. So zeigt sich auch nicht jeder gerade mitfühlend, als der Huber-Bauer tot in seinem Schweinestall aufgefunden wird. Erschossen! Gefunden von der Dorflehrerin. Bei den Ermittlungen stößt Kommissar Schön jedoch auf ein paar Ungereimtheiten. Denn angeblich sollen die Lehrer und der Bauer ein Verhältnis gehabt haben. Hat sie ihn also wirklich nur zufällig gefunden, wie sie vorgibt? Aber auch sein Nachbar ist nicht gerade gut auf ihn zu sprechen. Hatte der Huber-Bauer doch extra den Schweinestall vergrößert, als der Nachbar ein Hotel bauen wollte. Aber auch Hubert Familie gibt Rätsel auf. Kommissar Schön begibt sich auf Spurensuche und entdeckt Unglaubliches.

Ja, es ist wirklich unglaublich. Nicht nur wie die Geschichte sich wendet, sondern auch die Thematik ist unglaublich. Pädophilie ist meines Erachtens abscheulich. Und genau um dieses Thema geht es in dem Krimi, dieses zeigt sich jedoch erst nach einigen Ermittlungen.
Ich hätte anfangs nie gedacht, dass dieser Krimi mal solche Wendung nimmt. Respekt, Herr Radermacher. Das hat mich wirklich beeindruckt.
Es St wirklich ein sehr heikles Thema , das angegangen wird und das dann auch noch im tiefsten Bayern. Pfui Deifi!!!

Da wir aber gerade bei den Dialekten sind. Ich bin immer wieder begeistert, wenn in regionalen Krimis dem Leser auch die Kultur und vor allem auch der Dialekt nahe gebracht wird. Klar, musste ich als Nichtbayer manche Sätze zweimal lesen oder mir sogar laut vorlesen, damit ich den Sinn verstehen konnte. Aber genau das macht Lokalkolorit doch aus.
Natürlich werden auch gewisse Klischees bedient, aber all das fand ich überhaupt nicht störend.

Den Hauptprotagonisten, Alois Schön, fand ich übrigens hervorragend charakterisiert. Bodenständig, zünftig und zielgerichtet. Klar, dass er da nichts von einer freien und lockeren Ehe hält. Zumal er selbst bereits seine Erfahrung gesammelt hat.

Da seine Beziehung nur so am Rande beschrieben wurde, geh ich davon aus, dass bei einer Fortsetzung auch diese fortgeführt bzw. intensiviert wird.

-FAZIT -

 

Ein regionaler Krimi mit viel Lokalkolorit, der mich sehr begeistert hat. Ein Krimidebüt vom Feinsten. Ich hoffe auch eine baldige Fortsetzung der Reihe um Alois Schön.
Von mir erhält dieser Krimi 5 Sterne und meine Leseempfehlung!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Saukerl
  • Originaltitel:
  • Autor: Ulrich Radermacher
  • Verlag: Gmeiner Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 246 Seiten
  • ISBN: 978-3839218396
  • Erscheinung: 3. Februar 2016