Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension zu: Agatha Raisin und der Tote im Wasser - der 7. Band mit der schroffen Ermittlerin

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- Klappentext -
 
BLUT IST DICKER ALS WASSER
Frühling in den Cotswolds. Agatha Raisin langweilt sich fürchterlich, zu lange liegt ihr letzter Fall zurück. Nur ein Streit im Nachbardorf sorgt für etwas Abwechslung: Ein Mineralwasserhersteller will sich für viel Geld aus der örtlichen Trinkwasserquelle bedienen, was die Dörfler bis hinauf zum Gemeinderat spaltet. Als der Vorsitzende des Rats ermordet in der Quelle treibt, sieht Agatha das Ende ihrer kriminalistischen Durststrecke gekommen. Mit Inbrunst stürzt sie sich in die Ermittlungen – und muss rasch erkennen: Dieser Mörder ist mit allen Wassern gewaschen

 

- Mein Leseeindruck -

Auch im vorliegenden siebten Band wird Agatha wieder in einen Mord verwickelt.

Aber mal schön der Reihe nach:
Nachdem James nun wieder in das Nachbar Cottage zurückgekehrt ist, versucht sich Agatha krampfhaft von James zu "entlieben". Die Stimmung zwischen beiden ist sehr kühl und distanziert. So kommt es gerade recht, dass Agatha den Job der Presse- und Öffentlichsarbeit des Wasserversorgers in Ancombe angeboten wird. Anfangs zögert sie noch etwas, da dieses bedeuten würde, tagsüber von James entfernt zu sein. Aber da kommt ihr der Zufall zuhilfe. Als Agatha nämlich zu einer Quelle geht findet sie dort einen Toten. Es handelt sich um Robert Struthers, den Vorsitzenden des Gemeinderats von Ancombe. Momentan entscheidet der Gemeinderat gerade darüber, ob die Wasserrecht des Brunnens verkauft werden sollen. Nur eine Stimme fehlte bislang. Nämlich die von Struthers. Wer hatte dem Vorsitzenden nach dem Leben getrachtet?

Da James keinen Kontakt zu Agatha hat, versucht er selbst den Mörder zu finden. Agatha erträgt jedoch die Vorstellung nicht, dass James etwas herausfindet und den Ruhm dafür alleine einsteckt. Deshalb ermittelt auch sie.

Wie in den bisherigen sechs Bände, so lässt de Autorin auch dieses Mal Agatha wieder in ihrer gewohnten schroffen, zurechtweisenden Art erscheinen. Ehrlich nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber dennoch eine sehr interessante Protagonistin.
Jedoch kommt meines Erachtens dieses Mal James viel zu kurz. Zwar wird die kleine Eifersucht immer wieder in Erinnerung gebracht, dennoch bleibt er nur eine beinahe unscheinbare Randperson.

Überrascht war ich, dass auch dieses Mal Agatha einen Lover hat. Ist das nun das neue Leben, welches M.C.Beaton ihr zugeschrieben hat? Ich bin darüber jedoch etwas enttäuscht. Für mich hat dieses nämlich den Anschein, ein paar Seiten füllen zu müssen. Es ist zwar keineswegs langatmig über die Beziehungen von Agatha zu lesen, dennoch nimmt sie die Spannung des Krimis. Na ja, so eine richtige Spannung ist das ja nicht. Wer die schwarzweiß Krimis von Muss Marple kennt, wird dieselbe Spannung auch hier wieder finden.

- FAZIT-


Trotz der kleinen Schwächen, fand ich diesen Band wieder deutlich besser als den Vorgänger. Jedoch sollte man die Reihenfolge wirklich beachten. Ich bin mir nicht sicher, ob Einsteiger in dieser Serie, den Charakteren wirklich folgen können.
Als Fan dieser Reihe werde ich Agatha Raisin auch weiterhin die Treue halten und würde mich freuen, wenn eine weiter Fortsetzung geplant wäre.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Agatha Raisin und der Tote im Wasser
  • Originaltitel: Agatha Raisin and the Wellspring of Death
  • Autor: M.C. Beaton
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 222 Seiten
  • ISBN: 978-3-404-17359-4
  • Erscheinung: 13. Mai 2016

Folgende Bände sind mittlerweile erschienen
(Mit einem Klick auf den Titel wird meine Rezension angezeigt)
  1. Agatha Raisin und der tote Richter
  2. Agatha Raisin und der tote Tierarzt
  3. Agatha Raisin und die tote Gärtnerin
  4. Agatha Raisin und die Tote im Feld
  5. Agatha Raisin und der tote Ehemann
  6. Agatha Raisin und die tote Urlauberin



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