Dienstag, 31. Mai 2016

Rezension zu: Agatha Raisins erster Fall - wie alles begann

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- Klappentext -
 
Agatha Raisin ist jung und ehrgeizig, als sie den Sprung aus dem Armenviertel von Birmingham ins schicke Londoner Mayfair schafft, wo sie in der PR-Branche Karriere machen will. Doch erst als der reiche Sir Bryce Teller unter Verdacht gerät, seine Frau ermordet zu haben, bekommt die kleine Assistentin ihre große Chance. Durch ihre Ermittlungen kann Agatha beweisen, dass sie eine ausgebuffte Pressefrau ist und ein untrügliches Gespür für knifflige Kriminalfälle besitzt – ein Gespür, das ihr Jahre später zu lokaler Berühmtheit verhelfen wird …
 


- Mein Leseeindruck -


Mit dieser Kurzgeschichte lässt uns die Autorin an dem ersten Fall der toughen, aber manchmal auch etwas schroffen Ermittlern teilhaben. Der Leser lernt Agatha nämlich als eher kleines, schüchternes Mäuschen kennen, die in einem Armenviertel in Birmingham aufgewachsen ist. Sie möchte weg von ihren ständig betrunkenen Eltern und auf weg von ihrem Ehemann. Agathas träumt davon, erfolgreich in ihrem Beruf zu arbeiten und sich irgendwann einmal ein Cottage in den Cotwolds zu kaufen. Sie träumt von der dortigen Ruhe und Schönheit der Landschaft.

Sie erhält eine Anstellung bei einer PR-Agentur in Mayfair  und den Auftrag, den Bankier Sir Bryce Teller aufzusuchen und ihm zu erklären, dass die Agentur nicht für ihn arbeiten möchte. Da macht ihr Bryce ein sehr verlockendes Angebot. Agathas soll ihre eigene PR-Agentur einrichten, er würde alle Kosten übernehmen und sie können für ihn arbeiten. Agathas zögert nicht lange und nimmt das Angebot an.

Mir hat die Entwicklung der Protagonisten sehr gut gefallen. Durch das Elternhaus und vom Ehemann war sie eher das stille Mäuschen, dass sich aber im Laufe der Geschichte sehr viel Eigenständigkeit zulegt und zu einer toughen Damen entwickelt.

Da ich die bisherigen Bände 1-7 bereits gelesen habe, musste ich bei dem Gedanken an Agathas und die Homosexuellenbar doch sehr schmunzeln.

Ich fand auch die Tatwaffe "Käsedraht" sehr originell.

Witzig fand ich folgendes: "Die Luftmatratze gab ein Geräusch ähnlich einem sehr lauten Furzen von sich. Agathas hoffte, dass dies kein Wink des Schicksals für ein allzu ehrgeiziges Mädchen war ..."(Seite 20)
 


-FAZIT -

 
Wer die bisherigen Bände bereits gelesen hat, sollte sich diese Kurzgeschichte auf gar keinem Fall entgehen lassen. Agathas Verwandlung vom Mädchen zur Frau ist einfach sehr gut beschrieben und absolut nachvollziehbar.

 
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Agatha Raisins erster Fall
  • Originaltitel:
  • Autor: M.C. Beaton
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Ausgabe: ebook
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 64 Seiten
  • ISBN: 978-3-7325-1996-5
  • Erscheinung: 24. März 2016







Sonntag, 29. Mai 2016

Rezension zu : Die Sandwitwe - ein spannender Thriller von Derek Meister

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- Klappentext -
 
NORDSEE gleich MORDSEE
Kommissar Knut Jansen und Profilerin Helen Henning stehen vor einem Rätsel: In Valandsiel werden mehrere mit Sand gefüllte Leichen gefunden, die der Mörder zu grotesken Figuren drapiert hat. Seine Taten scheinen keinem Muster zu folgen, werden dabei aber immer brutaler und perfekter. Als er sich anonym bei der Polizei meldet, nimmt ein nervenzerreißendes Katz- und Maus-Spiel seinen Anfang, denn er hat eine junge Frau in seiner Gewalt – und die soll nun sein letztes Opfer werden, die Krönung seines perfiden Plans. Werden Knut und Helen die Wahrheit enthüllen, die seit fünfundzwanzig Jahren im Sand vergraben liegt?

 

- Mein Leseeindruck -

Als echter Serienjunkie wollte ich natürlich auch die Fortsetzung von Der Jungfrauenmacher lesen. Deshalb war ich auch total glücklich, als man mir das Buch als Leseexemplar zur Verfügung getellt hatte.

Schon das Cover zeigt die düstere Stimmung, die sich im Buch fortsetzt. In Valandsiel werden mehrere Leichen gefunden, die alle etwas gemeinsam haben. Sand! Ja, der Täter füllt sie mit einem Sand-Meerwasser-Gemisch. Schon alleine das, ist schon nervenzerreibend. Knut und Helen, die der Serienleser bereits aus dem ersten Band kennt, machen sich an die Ermittlungen und finden einen Hinweis, der jedoch 25 Jahre zurückweist.
Mehr möchte ich jedoch nicht verraten, da man dieses Buch unbedingt gelesen haben sollte.

Die beiden Protagonisten wirken sehr lebendig, so dass die Gedankengänge gut nachzuvollziehen waren. Die na ja, teilweise doch etwas sehr brutalen Szenen liesen mir manchmal den Atem stocken. Aber immer nur so, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Sehr interessant finde ich, dass es eine Ermittlern ist, die nicht makellos scheint. Aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung und ihres Vorlebens in USA erscheint sich sehr natürlich.

-FAZIT -

 

Auch dieser Band hat mir sehr gut gefallen, so dass ich schon wieder sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte. Meines Erachtens hat der Autor mit seiner Thrillerreihe ein neues, zweites Standbein geschaffen. Ich werde diesen Thriller auf jeden Fall weiter empfehlen.
Ach ja, dieser Band könnte zwar einzeln gelesen werden, aber um die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen und auch Hintergründe zu verstehen, sollte man zuvor Band 1: Der Jungfrauenmacher lesen.
 


  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Sandwitwe
  • Originaltitel:
  • Autor: Derek Meister
  • Verlag: blanvalet
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-7341-0061-1
  • Erscheinung: 16. Mai 2016

Folgende Bände sind mittlerweile erschienen
(Mit einem Klick auf den Titel wird meine Rezension angezeigt)
  1. Der Jungfrauenmacher



Samstag, 28. Mai 2016

Rezension zu: Mord ist schlecht fürs Geschäft - dem 1. Band mit Honey Driver von Jean G. Goodhind

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- Klappentext -
 

Hier geht's um Mord, Mylord!

Honey Driver, verwitwet und mit 18jähriger Tochter, leitet ihr eigenes kleines Hotel in Bath. Zudem ist sie die neue Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei.
Da verschwindet ein amerikanischer Tourist spurlos. Honey nimmt die Ermittlungen auf, die sie bald auf einen Adelssitz führen, auf dem recht befremdliche Dinge vor sich gehen. Spannend, witzig und very British.

 

- Mein Leseeindruck -


Als echter Serienjunkie hatte ich meinen SUB mal ganz kräftig durchwühlt und stieß auf die Reihe mit Honey Driver. Schnell noch den ersten Band herausgezogen und los ging's.
Anfangs dachte ich noch, Oh, was für eine sympathische und aussergewöhnliche Protagonistin. (Sammelt alte Seidenwäsche und Korsetts - also alt, damit meine ich historisch alt). Aber mit jeder Seite hatte ich bemerkt, dass Honey, die eigentlich Hannah heißt und ein Hotel leitet, sehr unscheinbar, na ja, sagen wir mal... sehr blass blieb. Auch die Geschichte ansich, sie wird von der Hotellerie als stille Ermittlern eingesetzt und dann verschwindet auch eine Person, fand ich etwas unspannend.

-FAZIT -

 
Ich denke, dass die Autorin die Protagonisten sehr viel weiter entwickeln muss, damit der Leser zur Fortsetzung greift. Auch der Schreibstil sollte etwas lockerer werden und nicht so britisch steif wirken. Stellenweise liest sich die Story sehr hölzern, so dass auch kaum Spannung aufkommen kann.
Aus diesem Grund vergeben ich auch nur 3 Sterne und hoffe, dass mich der Nachfolgeband etwas besser unterhalten wird.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Mord ist schlecht fürs Geschäft
  • Originaltitel:
  • Autor: Jean G. Goodhind
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 311 Seiten
  •                ISBN: 978-3-7466-2515-7                   
  • Ersterscheinung: 9. Februar 2009


Freitag, 27. Mai 2016

Rezension zu: Versunken - ein Thriller von Cheryl Kaye Tardif

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»VERSUNKEN liest sich wie ein herannahender Sturm, voller Dunkelheit, Schrecken und Elektrizität. Bereiten Sie sich auf eine Gänsehaut vor.«
[Andrew Gross, New York Times Bestseller-Autor von 15 Seconds]
 
 
 
 - Klappentext -
 
Kummer und Verlust sind Marcus Taylors tägliche Begleiter geworden. Erst verlor er durch einen tragischen Autounfall seine Frau und seinen Sohn, wenig später durch Depressionen und Tablettensucht auch noch seine vielversprechende Karriere als Rettungssanitäter. Nun arbeitet er als Telefonist in der Notfallzentrale – für ihn der einzige Weg, etwas von seiner Schuld zurückzuzahlen. Bis er einen Anruf bekommt. Von einer Frau, die in ihrem Auto eingeschlossen ist …
Rebecca Kingston sehnt sich nach diesem Wochenendausflug, an dem sie in Ruhe über die drohende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann nachdenken will. Doch als sie ein mysteriöser Lastwagen von der Straße und in einen Fluß abdrängt, findet sie sich eingeklemmt hinter dem Lenkrad ihres Wagens wieder. Weder kann sie sich befreien, noch ihren beiden Kindern auf der Rückbank helfen. Ihr einziger Rettungsanker ist ihr Handy, dessen Batterie zur Neige geht, und die beruhigende Stimme eines Fremden, der ihr verspricht, dass alles gut werden wird

 

- Mein Leseeindruck -

Dieser überaus spannende Thriller beginnt mit zwei Handlungssträngen, die auch schnell ineinander übergehen.
Da wäre zum Einen: Marcus Taylor, inzwischen als Dispatcher bei einer Rettungsleitstelle tätig, hat schon ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Anfangs eine glückliche Familie, dann Medikamentenmissbrauch und Drogenabhängigkeit und anschließend der Unfalltod seiner Frau und seines Sohns. Seinen Job als Rettungssanitäter musste er beenden. Jedoch durch die Hilfe seiner Kollegen, bekam er den Job in der Leitstelle.
Er erhält eines Tages einen Notruf von Rebecca.
Da wären wir auch schon beim zweiten Handlungsstrang.
Rebecca: Alleinerziehende Mutter, die nach außen hin zwar sehr stark scheint. Aber wie so oft, trügt auch hier der Schein.
Als Rebecca den Notruf absetzt, nimmt sich Marcus des Notfalls an.

Hiermit komme ich auch schon zu meinem größten Problem. Marcus, der psychisch dort sehr labil wirkt, ruft nicht seine Kollegen, wie es der Job in einer Rettungsleitstelle verlangt, sondern kümmert sich selbst darum. Dieses erschien mir nicht gerade glaubhaft. Aber nun gut, wie hätte die Autorin sonst den Bogen zu Rebecca kriegen können?

Ansonsten fand ich die Protagonisten sehr gut charakterisiert. Ob glaubhaft...na ja....sagen wir mal...bedingt.
Was mir jedoch sehr aufgefallen ist, dass es sehr viele Randgeschehnisse gab, die gerade am Anfang die Geschichte etwas langatmig geschmückt haben. Oder anders gesagt, Anfangs hatte das Buch den Anschein eines Romans, und nicht eines Thrillers. Spannung? Nicht vorhanden!

Die Autorin bedient sich eines sehr modernen, leichten Schreibstils und die Kapitel sind relativ kurz gehalten.


-FAZIT -

 

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten (wie oben beschrieben) ließt sich dieser Thriller sehr flott. Locker, leicht und lässig. Man sollte nicht alles so genau nehmen, da wohl auch sehr viel künstlerische Freiheit darin steckt. Ich vergebe somit 4 Sterne.

 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Versunken
  • Autor: Cheryl Kaye Tardif
  • Verlag: LuziferVerlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3-95835-146-2
  • Erscheinung: 2016



Donnerstag, 26. Mai 2016

Rezension zu: Goettle und der König von Biberach - ein regionaler Krimi von Olaf Nägele

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- Klappentext -
 
Am Badesee in Ummendorf bei Biberach wird ein Toter gefunden. Der Mann ohne Papiere wurde erschossen, in einen Sack mit Steinen gesteckt und versenkt. Hauptkommissarin Greta Gerber und ihr Team tappen im Dunkeln.
Als ein Foto des Opfers veröffentlicht wird, kann der unkonventionelle Pfarrer Andreas Goettle einen entscheidenden Hinweis geben: Bei dem Toten handelt es sich um Karlheinz Kaiser, der dem aufstrebenden Fußballverein 1. FC Oberschwaben als Mäzen zur Seite stand. Doch Kaiser ertrank schon vor Jahren bei einem Segeltörn in der Ägäis.
Als dann noch der Mittelfeldspieler Maik Riemenschneider schwer verletzt aufgefunden wird, erhärtet sich der Verdacht: Beim 1. FC Oberschwaben stimmt etwas nicht. Hauptkommissarin Gerber sieht sich einem komplexen Fall gegenüber und fahndet nach einem Täter, der offenbar vor nichts zurückschreckt. Gut, dass sie auf himmlischen Beistand bauen kann, auch wenn es nur der Goettle’sche ist.
 

- Mein Leseeindruck -

Ich liebe Krimis aus meiner Gegend, also sprich regionale Krimis. Eine bekannte Sprache, bekannte Orte....zusammen mit ein bisschen Spannung.....ein herrliches Lesevergnügen.

So bin ich auch beim vorliegenden Buch gelandet.
Greta Gerber, Hauptkommissarin und eine Badnerin in Schwaben, langweilt sich in ihrem neuen Einsatzort. Doch eines Tages passiert es. Ein Toter wird am nahegelegenden See gefunden.
Bei ihren Ermittlung trifft Greta auf Andres Goettle, den katholischen Gemeindepfarrer von Biberach.
Goettle kann Hinweise liefern und somit ermitteln sie zusammen.

Selten so gelacht. Nein wirklich! Die Haushälterin von Goettle, Renate Münzenmaier, von der man sagt, sie habe eine Zunge schärfer als eine geschliffene Axt ist wirklich ihr Geld wert.
Dialektisch 1A! Aber auch die anderen Protagonisten waren allesamt sehr interessant und ausgereift charakterisiert. Goettle mit seinem für einen Pfarrer etwas außergewöhnlichen Hobby: Karate. Und auch Greta, die es als Badnerin nicht immer leicht hat im schwäbischen "Ausland".
Auch sprachlich ist es für sie nicht immer einfach. Dem Leser werden durch die sprachliche Verwirrung wiederum Ausdrücke übersetzt. Also sprich, von schwäbisch in badisch.

-FAZIT -

 
Mir hat dieser Krimi mit sehr viel Lokalkolorit sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es einen Nachfolgeband geben würde.

Übrigens, beim Hinweis auf Andrea Berg musste ich doch sehr schmunzeln. Mehr möchte ich jedoch darüber nicht verraten. :-)

Für die gute Unterhaltung vergebe ich: 4 Sterne

 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Goettle und der König von Biberach
  • Originaltitel:
  • Autor: Olaf Nägele
  • Verlag: Silberburg Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3-8425-1397-6
  • Erscheinung: 1. März 2015



 








Dienstag, 24. Mai 2016

Rezension zu: Tante Poldi und die Früchte des Herrn - der 2. Band von Mario Giordano

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- Klappentext -
 
Tante Poldi ist sauer: Zuerst wird ihr das Wasser abgestellt, dann auch noch der Hund ihrer Freundin um die Ecke gebracht. Kreizsacklzement! Erste Ermittlungen führen sie zum Winzer Avola. Und der ist auch noch so hammer-attraktiv, dass die Poldi nach einer heißen Nacht prompt ihre Ermittlungen vergisst.
Bis am nächsten Morgen die Polizei vor Avolas Tür steht. Denn zwischen seinen Reben wurde eine Leiche gefunden, und Commissario Montana ist alles andere als erfreut, dass ausgerechnet Poldi Avola ein Alibi geben kann. Außerdem bleibt die Frage: Wer hat Giuliana getötet – und warum?


- Mein Leseeindruck -


Da ich vom ersten Band Tante Poldi und die sizilianischen Löwen schon so begeistert war, musste ich nun auch unbedingt die Fortsetzung lesen. Und auch dieses Mal gut es direkt zur Sache, denn irgendjemand der gesamten Straße das Wasser abgedreht und den Hund ihrer Freundin vergiftet. Poldi glaubt hinter den Vorkommnissen die Coca Nostra, die sizilianische Mafia, nachdem sie den Mord an Valentino aufgeklärt hatte. (siehe Band 1) Sie setzt nun alles daran, den Täter dingfest zu machen. Da kommt ihr Freitagslover Vito Montana gerade recht. Denn durch ihn erfährt Poldi, dass eine Staatsanwältin tot aufgefunden wurde. Sie leitete die Antimafia-Staatsanwaltschaft. Bei der Toten wurde eine Weinflasche gefunden. Das Etikett der Weinflasche zeigte die gleiche topografische Karte, über die Russo und der inzwischen verhaftete Platane gesprochen hatten, als Poldi die beiden im Fall Valentin observiert hatte. (siehe Band 1) Zufall?? Tante Poldi wird neugierig und ermittelt auf eigene Faust.

Wie auch bereits beim Vorgänger, ist auch dieses Mal unter der Kapitelzahl eine kurze Zusammenfassung bzw. Einführung in das Kapitel. Ich finde das sehr interessant, teilweise verrät es aber auch zu viel und nimmt ein bisschen die Spannung.

Auch die dialektischen Einlagen haben mir sehr gut gefallen. Dieses macht die Protagonisten wieder sehr deutsch, obwohl die Geschichte sehr sizilianische wirkt. Aber auch das typisch sizilianische Verhalten kommt sehr deutlich hervor. Klischee??? Na ja, aber die Mafia Geschichten verbinden wir nun mal mit Sizilien. Und dann kommt immer wieder so ein bayrischer Satz... und schwupps... schon ist man wieder in Deutschland. Mir gefällt diese Mischung sehr gut.

Sehr interessant fand ich den kurzen Einwurf, dass wir deutschen unseren Hunden ein viel größeren Stellenwert einräumen, als es beispielsweise in Italien der Fall ist. Dort gibt es so viele streunende Hunde, dass die Bauern täglich neue Giftköder legen. Und dieses schon seit der Antike.

Witzig fand ich die ausführliche Erklärung der unterschiedlichen Hupen. Pröööt-pröööt. Die Seele eines Fahrzeugs, gut klingen, nicht aufdringlich wirken. Tja, das ist wohl eine italienische Hupe. Laut Buch klingt eine deutsche Hupe immer wie eine Kriegserklärung. (Seite 44 Da muss ich nächstes Mal darauf achten.

Ich möchte aber auf jeden Fall auch noch auf das Cover zu sprechen kommen. Wie auch beim ersten Band, drückt es die absolute Lebensfreude aus. Diese knallbunte Vespa, das rotgepunktetem Kleid.
Für mich ein absoluter Hingucker.

Auch die Karte im Klappendeckel ist sehr ansprechend und weiß auf alles wissenswertes hin.

-FAZIT -

 
Ein Krimi, der irgendwie anders ist. Sehr sizilianische, sehr italienisch, aber auch sehr bayrisch. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, gerade weil dieses Buch ja mit einem sehr interessanten Cliffhanger endet.

Vielen Dank auch für die Weinwerbung. Ich werde beim nächsten Einkauf mal besonders auf die Weine aus Sizilien achten, denn wer kann schon einer Überfülle an Aromen widerstehen. (Seite 41)

Im Übrigen bin ich dafür, hier auch einen "Vaffanculo"-Tag einzulegen 😃 (Seite 64)
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Tante Poldi und die Früchte des Herrn
  • Originaltitel:
  • Autor: Mario Giordano
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Ausgabe: Klappbroschur
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 368 Seiten
  • ISBN: 978-3-431-03948-1
  • Ersterscheinung: 13.05.2016


Montag, 23. Mai 2016

Rezension zu: Agatha Raisin und die tote Urlauberin - der bereits 6. Band der schroffen Ermittlerin

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- Klappentext -
 
Agatha Raisin ist fassungslos: Ihr Verlobter James hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Nach Zypern. Dorthin, wo sie die Flitterwochen verbringen wollten. Eigentlich. Bevor er die Hochzeit platzen ließ. Doch Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie tatenlos zusehen würde, wie ihr Glück den Bach runtergeht. Beherzt packt sie ihre Koffer und reist James hinterher. Doch Agathas Traum von der romantischen Versöhnung unter mediterraner Sonne ist schnell ausgeträumt: Kaum gelandet, muss sie sich mit englischen Urlaubern und einem Mörder rumschlagen, der es auf ebendiese abgesehen hat …

 

- Mein Leseeindruck -


Oh ja, ich liebe diese Reihe! Selten habe ich bei einem Mehrteiler so lange ausgehalten. Nun ist es schon Band 6 und der Nachfolger wartet ebenfalls schon auf mich.

Doch kommen wir mal zum Inhalt: Agatha möchte James auf jeden Fall zurückgewinnen und reist ihm nach Zypern nach. Der erfahrene Leser der Agatha Raisin Reihe kann sich nun bestimmt schon denken, dass auch hier wieder etwas passieren wird. Richtig - ein Mord!
Und zwar an einer Bekannten, die Agatha bei einem Segeltörn kennen gelernt hat. Na ja, eigentlich ist es ja vielmehr eine ganze Gruppe mit den unterschiedlichsten Charakteren, die sie kennenlernt. Und nun trifft es Rose. Erstochen mit einem dünnen Gegenstand.
Agatha, die inzwischen James auf der Insel gefunden hat, beginnt zu ermitteln und gerät dabei selbst wieder in Schwierigkeiten und entgeht nur knapp dem Tod.
Soviel zur Geschichte.

Der Leser erlebt die eigensinnig, teilweise sehr schroffe Ermittlerin wieder auf ihre bekannte Art. Meckert über eine Mücke im Zimmer (beschwert sich deshalb an der Rezeption) oder schimpft über die Sommerhitze. Und auch sonst ist sie unverändert gegenüber den Vorgängerbänden. Jedoch scheint sie in der Liebe nicht ganz so gefertigt zu sein. Denn erscheint Charles, ist James plötzlich vergessen. Dieses hat mich doch etwas irritiert. Weiß sie denn überhaupt was sie will? Gibt vor um James zu kämpfen und ihn zurück zu gewinnen, steigt dann aber mit Charles ins Bett. tz tz tz

Auch James erscheint mir in diesem Band sehr blass. Oder anders ausgedrückt, ich finde ihn sehr unscheinbar. Sind da der Autorin die Ideen für James ausgegangen?

Auffällig fand ich auch die sehr detaillierten Beschreibungen über die politische Situation von Zypern. Auch die Orte sind sehr ausführlich beschrieben und hatten den Anschein, Seiten füllen zu wollen. Leider hat der Krimi bzw. die Spannung komplett darunter gelitten.


-FAZIT -

 
Für mich war dieser Band leider bislang der Schwächste dieser Reihe. Deshalb vergeben ich 3 Sterne, bin aber gespannt, wie es mit Agatha und James weiter geht.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Agatha Raisin und die tote Urlauberin
  • Originaltitel: Agatha Raisin and the Terrible Tourist
  • Autor: M.C. Beaton
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 223 Seiten
  • ISBN: 978-3-404-17285-6
  • Erscheinung: 8. Oktober 2015




Samstag, 21. Mai 2016

Rezension zu: Die Witwe von Fiona Barton

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- Klappentext -
 
AUF DER BESTSELLERLISTE IN DEN USA UND IN GROSSBRITANNIEN

Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ...
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.

 

- Mein Leseeindruck -


Schon das Vorwort der Autorin hat mich beeindruckt. Sie beschreibt darin, dass sie viel Zeit damit verbracht hat, den Menschen zuzusehen, ja, sie regelrecht zu studieren. Diese Zeilen hatten mich schon sehr neugierig auf die Geschichte gemacht.

[Achtung Spoiler]
Die Story spielt in zwei unterschiedlichen Jahren.
2006: Die kleine Bella verschwindet spurlos. Eben war sie noch mit ihrer Mutter zusammen einkaufen. Nun fehlt jede Spürt von ihr. Die Journalistin Kate Waters nimmt sich der Sache an und trickst immer wieder ihre Kollegen aus, um selbst die Story schreiben zu können.

2010: Jean Taylor wurde vor drei Wochen Witwe. Ihr Mann wurde vor einem Supermarkt von einem Bus überfahren. Doch statt zu trauern, fühlt sich Jean frei. Frei von Unterdrückung. Und auch frei von Schuld, da ihr Mann ein seltsames Hobby hatte.
Wieder ist es Kate Waters, die diesem Fall ganze Aufmerksamkeit schenkt.
Denn beide Fälle sind miteinander verknüpft.
Wie? Darüber möchte ich an dieser Stelle lieber nicht zu viel verraten.

Interessant fand ich, dass die Kapitel jeweils aus den Perspektiven der Witwe, der Journalistin und dem Polizisten geschrieben sind. So gelingt es dem Leser recht schnell, den Wechsel der Perspektiven aufzunehmen und die Sicht- und Handlungsweisen besser zuzuordnen.

Auf den fast 430 Seiten hatte es die Autorin, Fiona Barton, geschafft, mich komplett die Geschichte eintauchen zu lassen. Ein Spannungsbogen war gegeben, der allerdings nicht immer aufrecht gehalten werden konnte. Auch durch die Beleuchtung der Hintergründe, kommt das Buch nicht gänzlich in Fahrt. Dennoch wollte ich nur eines .... weiter lesen. Ich wollte und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Und so war es, dass ich die Nacht zum Tag gemacht  und einfach durchgelesen habe. Die Geschichte hatte eine richtige Sogwirkung auf mich, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen wird. Aber leider hatte sie mich nie komplett erreicht. Stellenweise fand ich die Ermittlungsansätze, sofern man überhaupt davon sprechen kann, sehr langatmig. Möglicherweise lag es auch daran, dass schon nach den ersten Zeilen eigentlich klar war, wer der Mörder und was das Tatmotiv war. Hier hätte der Story bestimmt ein bisschen mehr Spannung und Action gut getan.

-FAZIT -

 
Anfangs war ich überrascht, dass dieses Buch dem Genre: Romane zugeordnet wird. Jedoch wurde schnell klar, dass es sich wohl wirklich weder um einen Krimi noch um einen Thriller handelt, dafür waren die Spannungselementen einfach nicht ausreichend genug vorhanden. Für mich ist es einfach ein spannender Roman. Ob ich dieses Buch nun weiter empfehlen würde.... hm...ich weiß es nicht. Dazu müsste ich den Leser schon sehr genau kennen.
Ich vergebe für dieses Buch: 3 Sterne
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Witwe
  • Originaltitel: The Widow
  • Autor: Fiona Barton
  • Verlag: Wunderlich Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3805250979
  • Erscheinung: 21. Mai 2016




Freitag, 20. Mai 2016

Rezension zu: Das kleine Inselhotel - der erste Band der Insel Reihe von Sandra Lüpkes

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- Klappentext -
 
«Das Haus des Leuchtturmwärters, eine Oase der Ruhe und des Friedens»

So preist der Makler das verwunschene Backsteinhäuschen in den Dünen an. Und Ruhe ist genau das, wovon Jannike träumt. Nach einem handfesten Skandal will die Fernsehmoderatorin nur noch noch weg aus Köln – und von ihrem Ex Clemens. Kurzerhand kauft sie das Haus, mit dem Plan, auf der idyllischen Nordseeinsel ein kleines Hotel zu eröffnen. Das Häuschen erweist sich allerdings als renovierungsbedürftig, und von den Insulanern wird Jannike skeptisch beäugt: Wie lang wird die Frau vom Festland wohl durchhalten? Als dann auch noch Clemens mit dem gesamten Filmteam bei ihr vor der Tür steht, droht ihr Traum zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hat…

 

- Mein Leseeindruck -

Sehr unterhaltsam und kurzweilig geht es im ersten Band der Insel-Reihe von Sandra Lüpkes zu.

Die Sängerin und Moderatorin Jannike Logo zieht nach einem vermeintlichen Medienskandal (wegen Schleichwerbung) von der Großstadt aufs Land. Genauer gesagt, auf eine Nordseeinsel. Sie kauft ein Hotel mit viel Backsteinromantik und grünen Fensterläden um einfach nur in Ruhe und Frieden zu leben. Doch daraus wird nichts. Denn die Insulaner möchten, dass sie schon kurz nach ihrem Einzug das diesjährige Leuchtturmfest plant und durchführt. Schließlich gehört der Leuchtturm nun zu ihrem Hotel. Aber nicht nur dieses Problem gilt es zu meistern. Es hat sich auch schon der erste Hotelgast angekündigt und weder Hotel geschweige denn ein Zimmer ist renoviert oder bezugsfertig.

Die Autorin beschreibt auf fast 320 Seiten eine Liebesgeschichte, die etwas anders und auch sehr Fassettenreich ist. Egal ob die Liebe zwischen Mann und Frau, gleichgeschlechtlich oder eine Liebe zur Natur. All diese Besonderheiten werden aufgegriffen. Nicht zu vergessen, eine Liebe zwischen Tiere. 😃

Für mich war dieser erste Band der Reihe Lesegenuss pur. Die Beschreibungen der Insel und Insulaner fand ich hervorragend. Zu gerne wäre ich ebenfalls Gast in diesem kleinen, schnuckeligen Hotel gewesen. Die Beschreibungen waren teilweise so präzise, dass ich selbst schon den Sand zwischen den Zehen spüren konnte. Auch die Protagonisten waren durchweg sympathisch charakterisiert. Gerne hätte ich den "lieblichen" Klangen des Shanty-Chors belauscht. 😃😃 Beeindruckt war ich von der Schilderung der Hilfsbereitschaft der Insulaner.

Sehr schön fand ich auch die Zeichnungen zu Beginn jedes Kapitels.

-FAZIT -

 
Für mich war dieses Buch ein absolut kurzweiliger Lesegenuss und ich freue mich schon sehr auf den Nachfolgeband.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das kleine Inselhotel
  • Originaltitel:
  • Autor: Sandra Lüpkes
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • ISBN: 978-3499266485
  • Erscheinung: 2. Mai 2014


Weitere Bücher dieser Reihe sind erhältlich:
2. Band Inselhochzeit
3. Band Inselträume
4. Band Inselfrühling - erscheint im März 2017




Donnerstag, 19. Mai 2016

Rezension zu : Erst wenn du tot bist - ein Kriminalroman von Katharina Höftmann


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- Klappentext -
 
Die Tote im Sund - der Beginn einer wunderbar anderen Krimi-Serie um die Reporterin Fanny Wolff
 
Fanny Wolff, 34 Jahre, ehemalige Kriegsreporterin, leidet unter Panikattacken. Also krempelt sie ihr Leben kurzerhand um, zieht zurück nach Stralsund und heuert bei den Ostsee-Nachrichten an. Kaum dort angekommen, spült der Sund ihr eine Leiche vor die Füße. Melanie Schmidt, junge Mutter zweier Kinder, schwierige Verhältnisse, wurde wohl ermordet. Der ermittelnde Kriminalkommissar ist ausgerechnet Lars Wolff, Fannys Zwillingsbruder. Er zeigt sich alles andere als begeistert über ihre Einmischung, doch Fanny lässt Melanies Geschichte, ihr Leben zwischen Jugendamt und Hartz IV, zwischen Partywochenenden und tiefster Depression nicht los. Ob mit oder ohne Lars: sie ist fest entschlossen, den Mörder zu finden.

 

- Mein Leseeindruck -

Beim Anblick des Covers hatte mich so eine Kälte umfangen. Eine Kälte, die mich aber auch wieder neugierig macht. Durch diese Blautöne wird eine gewisse Distanz vermittelt. Ich bin mir nicht sicher, ob mir dieses Buch in der Buchhandlung sofort ins Auge gestochen hätte.

Etwas erstaunt war ich, als ich die Nummerierung der Kapitel gesehen habe. Es fängt nämlich mit 0 an. Nicht wie gewöhnlich mit 1 oder Prolog, nein, 0. Schon wieder ein Punkt, der das Buch interessant machte.
Auch die Zitate zu den Kapitel fand ich schön gewählt.

Aber kommen wir kurz zum Inhalt: Fanny, 34 Jahre,  ist Kriegsreporterin und fast überall auf der Welt unterwegs, um von Macht und Elend zu berichten. Eines Tages wird der psychische Druck jedoch so groß, dass sie dem Beruf den Rücken kehrt und in ihre alte Heimat, Stralsund, zurückkehrt. Vorbei sind die Geräusche und Ängste des Bombenhagels und des Terrors.
Bei ihrer Joggingrunde findet Fanny, am ersten Tag ihres neuen Job als stellvertretende Chefredakteurin bei den Ostsee-Nachrichten, eine Tote. Am Fundort trifft sie einen alten Bekannten, nämlich ihren Zwillingsbruder Lars, der als Kommissar arbeitet. Nach ersten Recherchen der Polizei handelt es sich bei der Toten um die 23jährige Melanie Schmidt. Eine Frau, die wohl keiner Party abgeneigt war. Fanny möchte mehr über die Tote wissen und ermittelt auf eigene Faust.

Mehr möchte ich jedoch nicht verraten, da man dieses Buch wirklich lesen MUSS.
Die Autorin hat es wirklich geschafft, mich mit den fast 300 Seiten an die Geschichte zu fesseln. Ich wollte immer mehr wissen und wurde dadurch komplett in Fannys Leben gezogen. Die Gedanken der Protagonisten konnte ich sehr gut nachempfinden, gerade weil auch ihre tiefsten Empfindungen und Träume kursiv geschrieben waren. Tagsüber gibt sie sich als toughe Journalistin, aber nachts holt sie ihr Leben ein. Die Ängste, die Bedrohung, all dieses wirkt sehr realistisch und erzeugen selbst beim Lesen ein beklemmende Gefühl.

Die Verbundenheit zu ihrem Zwillingsbruder wird zwar auf de Probe gestellt, jedoch wird dieses zarte Band sehr deutlich dargestellt.

Aufgrund der Aktualität der Themen z.B. Flüchtlingskrise fand ich es noch erschreckender zu lesen, wie manipulativ die Medien sein können. Sehr gut fand ich hierzu Fannys Haltung. (Seite 123)
Denn viele Menschen haben keine eigene Meinung mehr oder haben es verlernt, sich selbst eine Meinung zu bilden und quatschen einfach alles nur nach. Auch wenn es der größte Blödsinn ist. Aber "es stand ja so in Zeitung".

Was mich an der Geschichte etwas irritiert hat, waren die vielen kleinen Nebenstränge die aufgemacht wurden, die aber nichts mit dem eigentlichen Krimi zu tun hatten. Diese Nebenstränge sind auch meistens komplett ins Leere gelaufen. Keine Aufklärung oder sonstiges, sondern einfach nur ein neues, wenn auch, aktuelles Thema aufgemacht.

-FAZIT -

 
Es handelt sich hierbei um keinen gewöhnlichen Krimi. Er spezifiziert sehr deutlich die psychische Krankheit und ihre Folgen. Sowohl bei Melanie, als auch bei Fanny. Jede der beiden Frauen geht unterschiedlich mit psychischer Beladung um. Deshalb ist das Ende mit der Auflösung des Täters auch nicht wirklich verwunderlich. Und mit dem Schluss wird dann auch wieder der Titel des Buches deutlich. Nämlich "Erst wenn du tot bist .......".
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Erst wenn du tot bist
  • Originaltitel:
  • Autor: Katharina Höftmann
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 304 Seiten
  • ISBN: 978-3-8333-1028-7
  • Erscheinung: 2. Mai 2016

Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension zu: Agatha Raisin und der Tote im Wasser - der 7. Band mit der schroffen Ermittlerin

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- Klappentext -
 
BLUT IST DICKER ALS WASSER
Frühling in den Cotswolds. Agatha Raisin langweilt sich fürchterlich, zu lange liegt ihr letzter Fall zurück. Nur ein Streit im Nachbardorf sorgt für etwas Abwechslung: Ein Mineralwasserhersteller will sich für viel Geld aus der örtlichen Trinkwasserquelle bedienen, was die Dörfler bis hinauf zum Gemeinderat spaltet. Als der Vorsitzende des Rats ermordet in der Quelle treibt, sieht Agatha das Ende ihrer kriminalistischen Durststrecke gekommen. Mit Inbrunst stürzt sie sich in die Ermittlungen – und muss rasch erkennen: Dieser Mörder ist mit allen Wassern gewaschen

 

- Mein Leseeindruck -

Auch im vorliegenden siebten Band wird Agatha wieder in einen Mord verwickelt.

Aber mal schön der Reihe nach:
Nachdem James nun wieder in das Nachbar Cottage zurückgekehrt ist, versucht sich Agatha krampfhaft von James zu "entlieben". Die Stimmung zwischen beiden ist sehr kühl und distanziert. So kommt es gerade recht, dass Agatha den Job der Presse- und Öffentlichsarbeit des Wasserversorgers in Ancombe angeboten wird. Anfangs zögert sie noch etwas, da dieses bedeuten würde, tagsüber von James entfernt zu sein. Aber da kommt ihr der Zufall zuhilfe. Als Agatha nämlich zu einer Quelle geht findet sie dort einen Toten. Es handelt sich um Robert Struthers, den Vorsitzenden des Gemeinderats von Ancombe. Momentan entscheidet der Gemeinderat gerade darüber, ob die Wasserrecht des Brunnens verkauft werden sollen. Nur eine Stimme fehlte bislang. Nämlich die von Struthers. Wer hatte dem Vorsitzenden nach dem Leben getrachtet?

Da James keinen Kontakt zu Agatha hat, versucht er selbst den Mörder zu finden. Agatha erträgt jedoch die Vorstellung nicht, dass James etwas herausfindet und den Ruhm dafür alleine einsteckt. Deshalb ermittelt auch sie.

Wie in den bisherigen sechs Bände, so lässt de Autorin auch dieses Mal Agatha wieder in ihrer gewohnten schroffen, zurechtweisenden Art erscheinen. Ehrlich nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber dennoch eine sehr interessante Protagonistin.
Jedoch kommt meines Erachtens dieses Mal James viel zu kurz. Zwar wird die kleine Eifersucht immer wieder in Erinnerung gebracht, dennoch bleibt er nur eine beinahe unscheinbare Randperson.

Überrascht war ich, dass auch dieses Mal Agatha einen Lover hat. Ist das nun das neue Leben, welches M.C.Beaton ihr zugeschrieben hat? Ich bin darüber jedoch etwas enttäuscht. Für mich hat dieses nämlich den Anschein, ein paar Seiten füllen zu müssen. Es ist zwar keineswegs langatmig über die Beziehungen von Agatha zu lesen, dennoch nimmt sie die Spannung des Krimis. Na ja, so eine richtige Spannung ist das ja nicht. Wer die schwarzweiß Krimis von Muss Marple kennt, wird dieselbe Spannung auch hier wieder finden.

- FAZIT-


Trotz der kleinen Schwächen, fand ich diesen Band wieder deutlich besser als den Vorgänger. Jedoch sollte man die Reihenfolge wirklich beachten. Ich bin mir nicht sicher, ob Einsteiger in dieser Serie, den Charakteren wirklich folgen können.
Als Fan dieser Reihe werde ich Agatha Raisin auch weiterhin die Treue halten und würde mich freuen, wenn eine weiter Fortsetzung geplant wäre.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Agatha Raisin und der Tote im Wasser
  • Originaltitel: Agatha Raisin and the Wellspring of Death
  • Autor: M.C. Beaton
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Krimi
  • Seitenzahl: 222 Seiten
  • ISBN: 978-3-404-17359-4
  • Erscheinung: 13. Mai 2016

Folgende Bände sind mittlerweile erschienen
(Mit einem Klick auf den Titel wird meine Rezension angezeigt)
  1. Agatha Raisin und der tote Richter
  2. Agatha Raisin und der tote Tierarzt
  3. Agatha Raisin und die tote Gärtnerin
  4. Agatha Raisin und die Tote im Feld
  5. Agatha Raisin und der tote Ehemann
  6. Agatha Raisin und die tote Urlauberin



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Mittwoch, 4. Mai 2016

Rezension zu: Verschwörung der Totenstadt - dem ersten Band der Zeitdetektiven Reihe

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- Klappentext -
 
Ein Krimi aus dem alten Ägypten

Julian, Kim und Leon reisen auf den Spuren von Verbrechern durch die Zeit. Doch die Zeitreisen sind alles andere als ungefährlich …

Ägypten – 1478 vor Christus. Über dem Kopf der Pharaonin Hatschepsut braut sich eine Verschwörung zusammen. Wer will mit allen
Mitteln verhindern, dass Ägypten von einer Frau regiert wird? Wenn die Zeitdetektive nicht eingreifen, ist die schöne Hatschepsut verloren.

 

- Mein Leseeindruck -

Zusammen mit einigen Junglesern meines Lesekreises hatte ich mich entschlossen die Zeitdetektiven-Reihe zu lesen.
Bereits das Cover macht schon sehr neugierig und auch der Titel klingt sehr vielversprechend.
[Achtung Spoilergefahr] Gleich zu Beginn treffen wir auf die drei Freunde Kim, Leon und Julian. Sie sollen für die Schule ein Referat über die ägyptische Pharaonen Hatschepsut schreiben. Hierfür suchen sie die Bibliothek von Leone Großvater auf. Er hatte von einer Zaubertüre gesprochen. Die drei Jugendlichen wagen nun eine Zeitreise nach Ägypten im Jahre 1478 vor Christus. Dort wartet ein spannendes Abenteuer auf sie, da Hatschepsut vergiftet werden soll.
Mir, als erwachsenener Vielleser, hat dieser Auftakt zu einer enormen Buchreihe sehr gut gefallen. Die Protagonisten sind sehr detailliert dargestellt, so dass das Einfühlungsvermögen in die Handlungen stets gegeben war. Auch das ägyptische Umfeld ist so bildhaft präsentiert, dass man sich beinahe als Zuschauer sieht. Man lebt die Geschichte sozusagen direkt mit. Die Ängste, die Spannung aber auch die einzelnen Gedanken lassen den Leser Teilhaber einer tollen Geschichte sein.
Sehr gut hat mir auch das Glossar mit den vielen Begriffen aus dem alten Ägypten gefallen.

-FAZIT -

 
Ein toller Auftakt zu einer wunderschönen Buchserie, die nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich wirkt. Selbst erwachsene Leser kommen aus dem Staunen nicht raus.
Ich möchte unbedingt mehr von den drei Freunden wissen und gerne weitere Abenteuer mit ihnen bestreiten.
Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle Kinder-/Jugendbuch und empfehle die Serie sehr gerne weiter.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Verschwörung in der Totenstadt
  • Reihe: Die Zeitdetektive 
  • Autor: Fabian Lenk
  • Verlag: Ravensburger Verlag
  • Ausgabe: Hardcover
  • Genre: Kinder- und Jugendbuch
  • Seitenzahl: 160 Seiten
  • ISBN: 978-3473345182
  • Erscheinung: 1. Juni 2005




Folgende Bände sind bislang erschienen:
1.) Verschwörung in der Totenstadt
2.) Der rote Rächer
3.) Das Grab des Dschingis Khan
4.)
5.) Geheimnis um Tutanchamun
6.) Der Brandstifter von Rom
7.) Der Schatz der Wikinger
8.) Das Rätsel des Orakels
9.)
10.) Falsches Spiel in Olympia
11.) Marco Polo und der Geheimbund
12.) Montezuma und der Zorn der Götter
13.) Freiheit für Richard Löwenherz
14.)
15.) Kleopatra und der Biss der Kobra
16.) Die Falle im Teutoburger Wald
17.) Alexander der Große unter Verdacht
18.) Das Feuer des Druiden
19.) Gefahr am Ulmer Münster
20.) Michelangelo und die Farbe des Todes
21.) Der Schwur des Samurai
22.)
23.)
24.) Der Fluch der Wikinger
25.)
26.) Der Betrüger von Lübeck
27.) Geheime Zeichen in Pompeji
28.) Mozart und der Notendieb
29.) Entführung in Nürnberg
30.) Caesar und die große Verschwörung
31.) Das Wunder von Bern
32.) Der Spion am Hofe des Sonnenkönigs
33.) Leonardi da Vinci und die Verräter
34.) Barbarossa und der Raub von Köln
35.) Shakespeare und die schwarze Maske