Samstag, 30. April 2016

Rezension zu: Der Teufel vom Hunsrück von Ursula Neeb

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- Klappentext -
 
Im Jahre 1581 bricht der Gelehrte Martin Molitor zu einer Reise nach Trier auf. Seine Schwester Sybille ist voller Sorge. Es ist kein Geheimnis, dass ein Serienmörder an der Mosel sein Unwesen treibt und viele Wanderer nicht zurückkehren. Als ihre schlimmsten Befürchtungen wahr werden und Martin verschollen bleibt, bricht Sybille gegen die Widerstände ihrer Familie auf und will die Wahrheit ergründen. Sie trifft auf den Schriftenhändler Sebastian Wildgruber und verliebt sich unsterblich in ihn. Gemeinsam mit Sebastian beginnt Sybille, das grausame Rätsel um den Teufel vom Hunsrück zu entwirren.
 

- Mein Leseeindruck -

Als großer Fan historischer Romane ist mir natürlich die Autorin, Ursula Neeb, längst bekannt. Als ich von ihrem neuen Werk erfahren habe, wusste ich, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen.
Gesagt - getan.

Schon der Prolog hat mich fasziniert. [Achtung Spoiler] Diese Angst, die bereits auf den ersten Seiten verbreitet wird, hatte mich total neugierig gemacht. Wer war diese Frau? Was ist mit ihr passiert?
Das Buch teilt sich dann in zwei Teile. Teil 1: Das böse Handwerk und Teil 2: Die Todesermittlerin
Der erste Teil beginnt am 29. Oktober 1566 in der Umgebung von Kerpen. Dort lernt der junge Förstersohn Christman den Fremdem Peter Nitsch kennen. Christmann, ungesellig und menschenscheu ist dem Teufel treu. In dem Fremden sieht er einen Gleichgesinnten und schließt sich ihm an.
Zeitsprung
Frankfurt am Mai, 29. April 1581: Die Patriziertochtee Sibylle Molitor erfährt von einem Herold, dass ihr Bruder verschwunden ist. Er wollte zu einem Kongress nach Trier, um einen Vortrag zu halten. Jedoch ist er dort nicht angekommen. Sybille, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Bruder hat, beginnt ihn zu suchen.

Der zweite Teil befasst sich mit der Aufklärung der Mordes.
Aber mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Die Autorin lässt den Leser an einer spannenden und (un)wirklichen Geschichte rund um den größten deutschen Serienmörder aller Zeiten teilhaben. Ist es nun Wahrheit, Sage oder einfach nur eine Erfindung? Auch das Nachwort der Autorin lässt Zweifel offen. Einerseits taucht der Name Christman Gniperdoliga in Datenbanken auf, wiederum gibt es keine Belege für seine Taten.
Auch dieses trägt zur Spannung bei.

Anfangs dachte ich noch, huch...schreibt Frau Neeb nun etwa eine Vampirgeschichte, aber nach und nach wurde deutlicher, welche Absicht tatsächlich dahinter steckte.

Die Geschichte an sich hat mir recht gut gefallen, jedoch hatte sie meines Erachtens deutliche Hänger. Deshalb war der Lesefluss und Lesespass seitenweise doch etwas getrübt.

-FAZIT -

 
Wer Schauergeschichten mag, wird mit diesem Buch gut bedient sein. Wer jedoch auf einen historischen Roman hofft, wird wohl eher enttäuscht werden.
Für mich war es eine mittelmäßige Geschichte. Interessante Story, die man jedoch auch auf 30 Seiten erzählt hätte. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Teufel vom Hunsrück
  • Originaltitel:
  • Autor: Ursula Neek
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 416 Seiten
  • ISBN: 978-3548287508
  • Erscheinung: 15. Januar 2016




Freitag, 29. April 2016

Rezension zu: Herbstmondin - ein Roman von Isabella Rameder


- Klappentext -
 
Polizist Mark hat im Leben alles, was er sich erträumt hat: Eine schicke Wohnung in München, eine erfolgreiche und attraktive Frau, die Anerkennung seiner Kollegen. doch dann bricht seine Welt plötzlich zusammen und er findet sich in einem Pensionszimmer in einem kleinen Dorf wieder. Alles hier steht für Dinge, die Mark nicht leiden kann: Altmodische Ansichten, Klatsch und Tratsch, Gruselgeschichten und – als wäre das alles nicht schon genug – rennt die ganze Ortschaft auch noch einem dubiosen Schamanen hinterher. Zum Glück gibt es wenigstens einen Vermisstenfall an einem dunklen Ort mit schwerer Vergangenheit, so dass Mark sich in Arbeit stürzen kann. Doch als dann auch noch die hübsche Vroni auftaucht, verstrickt er sich so endgültig in seinem Gefühlschaos, dass er droht, darin verloren zu gehen..
 
- Mein Leseeindruck -

Für eine Blogtour wurden auf Facebook noch Blogger gesucht. Da dieses meine erste Blogtour war, bin ich mit gemischten Gefühlen an das zur Verfügung gestellte Buch gegangen. Wenn das Buch einfach so verschenkt wurde, nur weil man Werbung auf seinem Blog dafür macht... hatte es dann wirklich etwas zu bieten? Angekündigt als Liebesgeschichte mit Krimianteil, wurde ich dann doch neugierig.Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.
Aber beginnen wir von vorn:

[Achtung Spoiler] Mark, ein Polizist, scheint so ein kleiner Macho zu sein. Jedoch hat seine Ehre einen kräftigen Knock erhalten, denn seine Frau hat sich von ihm getrennt. (Ratet mal warum? 😃)
Statt in seiner schicken Wohnung zu leben, muss er sich ein neues Zuhause suchen und landet bei Helga. Helga führt eine nicht gerade sehr komfortable Pension. Die Zimmer sind etwas altbacken eingerichtet (mit Häkeldeckchen und so weiter). Das Badezimmer ist auf dem Flur, so dass Mark es sich mit den anderen Gästen teilen muss. Einer der anderen Langzeitmieter ist Josef Adler, ein Schamane. Aber das ist nur Eines was Mark auf der Fassung bringt. Zum Anderen gibt es nämlich noch Vroni.
Mehr möchte ich jedoch nicht verraten.

Da ich zuerst etwas skeptisch war, war in anschließend umso mehr überrascht, wie sehr mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Die Autorin versteht es, den Leser stets auf die Gedankenreise mitzunehmen. Sei es beim Krimianteil oder auch bei der Liebesgeschichte. Nie hatte ich das Gefühl, hier wären einfach nur ein paar Sätze hingeklatscht. Nein, die Geschichte macht eher den Eindruck, dass da ganz viel Gefühl darin steckt. Gefühle und Gedanken. Es ist keine Geschichte, die man einfach nur liest. Nein, sie ist mehr. Vielleicht liegt es auch daran, weil sie die Autorin sehr mit Spirituellen befasst. Es hat den Anschein, als würden die beiden Protagonisten, Mark und Vroni, ihre Mitte suchen und zum Ende hin auch gefunden haben.
Mich hat die Geschichte auch irgendwie berührt, wenngleich der Krimianteil nicht zu vergessen ist.

-FAZIT -

 
Ich kann das Buch nicht wirklich einem bestimmten Genre zuordnen. Eine Liebesgeschichte? Eine spirituelle Geschichte? Ein Krimi? Ich weiß es nicht, und gerade diese Tatsache macht es für mich sehr spannend.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Deshalb vergebe ich 5 Sterne!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Herbstmondin
  • Originaltitel:
  • Autor: Isabella Rameder
  • Verlag: Books on Demand
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3739226163
  • Erscheinung: 17. Februar 2016





Mittwoch, 27. April 2016

Rezension zu: Selection - Band 1 von Kiera Cass

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- Klappentext -
 
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


- Mein Leseeindruck -

Schon seit längerer Zeit beobachte ich den Hype um die "Selektion" Reihe von Kiera Cass. Jedoch habe ich immer gezögert mir die Bücher zu kaufen, da ich bislang von diesen Supermegahypes echt enttäuscht war. Durch eine Wanderbuchgruppe auf Facebook habe ich den Schritt nun gewagt und ich für das Buch eingetragen. Sollte es mich enttäuschen... was solls .... einfach weiter schicken.

Als ich das Buch dann in Händen hielt war ich jedoch, zugegebenermaßen vom Cover schon etwas angetan. Dieses Kleid hat schon etwas grazieles, wenngleich mir das rothaarige Mädchen nicht wirklich gefällt. Nun denn, dachte ich, les ich mal so ein, zwei Seiten und warte ab. Hm....was soll ich sagen? Aus den ein-zwei Seiten wurden Stunden und schwupps war ich mit dem Buch durch.

Aber beginnen wir mal von vorn: [Achtung Spoiler]
America Singer (ja, sie heißt wirklich so) lebt mit ihrer Familie in . Sie leben ein recht bescheidenen Leben, da die Menschheit im sogenannte Kasten unterteilt ist. (Mehr dazu siehe weiter unten) Eines Tages erhält die Familie einen Brief, bzw. eine Einladung zu einem Casting ins Königshaus, da eine Frau für den Prinzen gesucht wird. Aus jeder Provinz wird dem Prinzen eine Frau zwischen sechzehn und zwanzig Jahren vorgestellt. America möchte jedoch unter gar keinen Umständen an diesem Casting teilnehmen. Der Grund dafür ist intern anderem, dass sie in Aspen verliebt ist. Diese Liebe ist jedoch nicht erwünscht, weil die Kasten nicht zusammenpassen und sich America finanziell verschlechtern würde. Auch würde ihr darunter leiden. Dieses Geheimnis mit der Liebe behält sie jedoch für sich. Sie gibt stattdessen an, dass sie Prinz Maxon nicht mag und ihn arrogant findet. Nie und nimmer würde sie bei diesem Casting mitmachen. Nun greift ihre Mutter zu einer List, indem sie ihr Geld bietet, das sie behalten darf. (Dieses ist in der Kaste nicht üblich) America sieht nun die Hochzeit mit Aspen vor sich, da sie finanziell besser gestellt wäre und willigt ein. Schnell sind die notwendigen Formulare ausgefüllt. Als alles soweit geklärt ist, macht Aspen mit ihr Schluss. Sie ist am Boden zerstört. Hatte sie doch nur aus Liebe zu ihm diese ganzen Formulare ausgefüllt und sich fürs Casting entschieden. Aber Aspen bleibt bei seinem Entschluss.
Dann war es endlich soweit... America durfte ihre Uniform der Erwähnten anziehen. Eine schwarze Hose und eine weiße Bluse. (Weshalb mich das an C&A oder an Banken erinnert hat.... tz tz tz...keine Ahnung.) Dazu trug man die Wappenblume seiner Provinz im Haar. (In meinem Fall wäre es wohl dieses Wappen:      ) Bei der Verabschiedung sieht sie Aspen wieder. Und neben ihm...händchenhaltend...Brenna Butler.  (Boah, was für ein A...) Und so wird aus America Singer, Lady America.

Mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Klar müsste jedoch sein, dass die Liebe weiterhin eine große Rolle spielt.
Obwohl ich anfangs erst zögerte, habe ich dieses Buch einfach nur genossen. Eine tolle Lektüre zwischen all den blutrünstige Thrillern, die ich sonst gerne lese. Dieses Buch hat mich total entspannt. Die Protagonisten, zu nennen wäre hier hauptsächlich America, Aspen und Maxon, waren alle sehr überzeugend charakterisiert. Ich konnte mir jede Bewegung, jede Mimik, jedes Verhalten absolut vorstellen. Die Handlungen waren für mich stets nachzuvollziehen.
Immer wieder hat mich diese bezaubernde Geschichte an "Bachelor" oder auch "Germanys next Topmodel" erinnert. (Jedoch hat America keine Rose von Maxon erhalten😢)
Die einzelnen Szenen fand ich sehr gut und bildhaft dargestellt, so dass ich das Gefühl hatte, inmitten des Salons zu sein, ebenfalls ein grandioses Zimmer zu bewohnen oder durch den Park zu wandeln.
Deutlich wird auch der Zwiespalt, in dem sich Lady America befindet.

Hier nochmal zur Verdeutlichung der Kasten:
1=Königshaus
2=
3=Künstler
4=Arbeiten in einer Fabrik, in einem Geschäft oder auf einem Bauernhof
5=
6= Bedienstete, auch im Haushalt
7=
8= Obdachlose und Vagabunden

-FAZIT -

 
Mir hat der Auftakt zur Serie sehr gut gefallen, so dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.
Wer gerne Romane mit ein wenig modernem Herzschmerz liest, wird diese Serie lieben.
Von mir gibt es 5 Sterne!
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Selection
  • Originaltitel: The Selection
  • Autor: Kiera Cass
  • Verlag: Fischer Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Jugendbuch
  • Seitenzahl: 368 Seiten
  • ISBN: 978-3733500306
  • Erscheinung: 22. Januar 2015



Die Reihe umfasst folgende Bände:
1.)  Selection
2.) Die Elite
3.) Der Erwählte
4.) Die Kronpinzessin





Freitag, 22. April 2016

Rezension zu: In der ersten Reihe sieht man Meer von Klüpfel und Kobr

- Klappentext -
Teutonengrill trifft Dolce Vita

Mensch, war das schön:
Im Morgengrauen ging’s los, eingepfercht auf der Rückbank der vollbeladenen Familienkutsche.
Zehn Stunden Fahrt an die Adria, ohne Klimaanlage und Navi, dafür mit Modern Talking aus dem Kassettenradio.
Am Strand ein Duftgemisch aus Tiroler Nussöl und Kläranlage, und statt Cappuccino gab’s warme Limo.
Willkommen zurück im Urlaubsparadies der 80er Jahre.
Darin findet sich Familienvater Alexander Klein wieder, als er über einem Fotoalbum einnickt und als pickliger Fünfzehnjähriger erwacht – dazu verdammt, die Italien-Premiere seiner Jugend noch einmal zu erleben. Und zwischen Kohlrouladen und Coccobellomann die beste Zeit seines Lebens hat.


- Mein Leseeindruck -

Schon der Titel hatte mich sehr neugierig gemacht. Und als ich dann noch festgestellt hatte, dass sich das abgebildete Foto tatsächlich wie ein eingeklebtes Foto anfühlt, war es um mich geschehen. Die Neugier hatte mich gepackt.

Sehr eindrucksvoll und in Erinnerung schwelgend, beschreiben die beiden Autoren, die ich bislang nur von den Kluftinger Krimis kannte, eine Urlaubsreise samt ihre Vorbereitungen in den 80igern. Mama, Papa und zwei Kinder.... zwei Wochen... in Italien....  Ganz so, wie es auch bei uns zuhause war.

Es wird bei den Vorbereitungen vom großen Shell-Atlas gesprochen, von belegten Wurstbroten usw. Beim Lesen habe ich mich total an meine Kindheit erinnert. Das hätte alles genauso von uns erzählt werden können. Auch der Stress und Streit vor der Anfahrt.... original wie bei uns.

Toll fand ich, dass die beiden Autoren ihre eigenen Urlaubsfotos und Andenken für das Buch verwendet haben.

Der Leser erlebt auf fast 320 Seiten eine Zeitreise in die 80iger, die jedoch keiner Fantasy entsprungen ist. Ich denke, dass die Mehrheit der Deutschen solche Urlaube verbracht hat.
Nicht unerwähnt lassen möchte, die kleine Gastrolle des Kluftingers, die mit eingebaut wurde. Tja, die Autoren können es eben einfach nicht lassen.


-FAZIT -

 
Wer gerne in Erinnerungen schwelgen möchte, wird sich in diesem Buch total wieder finden. Wer die Begriffe Commodore-Computer, Shell-Atlas usw. noch kennt, wird seine wahre Freude haben.
Auf die Erinnerung!!!

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: In der ersten Reihe sieht man Meer
  • Originaltitel:
  • Autor: Volker Klüpfel, Michael Kobr
  • Verlag: Droemer Verlag
  • Ausgabe: Hardcover
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-19940-4
  • Erscheinung: 9. März 2016




Donnerstag, 21. April 2016

Rezension zu: Die Zerrissenen von Stephanie Fey

Vielen Dank an das Bloggerportal
 
- Klappentext -

Der dritte Thriller rund um die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis! Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.



- Zitat -

"Am gleichen Strang zu ziehen, heißt noch gar nichts. Auch Henker und Gehenkter tun das."
(Helmut Qualtinger) - Seite 39

- Mein Leseeindruck -

Da ich die beiden Vorgänger gelesen habe, wollte ich nun wissen, wie alles weitergeht. Nach einigen Seiten habe ich jedoch festgestellt, dass der vorliegende Band 3 nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Ob das wirklich ratsam ist?

Doch beginnen wir von vorn. [Achtung Spoiler] Nachdem Carina im letzten Band fast getötet wurde, möchte sie in Mexiko Urlaub machen. Koffer sind gepackt, alle Papiere geordnet. Da kommt der Anruf, dass Krallinger tot in seiner Zelle aufgefunden wurde. Sie zögert nicht lange, und fährt zurück zur Rechtsmedizin. Auch ihr Vater wartet schon ungeduldig auf die ersten Untersuchungsergebnisse. Schließlich war Krallinger sein Exkollege und Fastmörder.
Bei der Untersuchung stellt Carina einen leichten Zitronengeruch an Krallingers Händen fest. Hat ihm jemand nach seinem Tod noch die Hände gereinigt? Carina ahnt, dass irgendwas vertuscht werden soll und ermittelt auf eigene Faust. Dabei erfährt sie auch einiges aus ihrer Vergangenheit.

Die Protagonistin ist ja bereits aus den vorliegenden Bände bekannt und hat sich meiner Meinung nach, nicht wirklich weiter entwickelt. Im Allgemeinen fand ich, dass die Autorin ihrem Schreibstil sehr treu geblieben ist.

Hin und wieder wurde versucht ein bisschen humorig zu wirken. z.B. Trotha, mit A hinten, nicht mir EL. Hier musste ich schon etwas länger über den Witz nachdenken.  Humorig fand ich auch St. Adelheim. als Nichtbayer habe ich nicht sofort die Verknüpfung zum Gefängnis verstanden. Ich möchte damit ausdrücken, dass mir die Witze etwas zu platt waren und mir nur ein ganz müdes Lächeln anbringen konnte.

Anfangs fand ich auch die Rückblenden etwas verwirrend, da mir dort Personen begegnet sind, mit denen ich auf Anhieb nichts anfangen konnte.

Interessant fand ich jedoch die Kapitelbezeichnung in Sekunden, sowie die Zitate.

Lehrreich war wiederum, dass auch die Friedhöfe "ums Überleben" kämpfen müssen. Die Hinterbliebenen möchten sparen und die Kosten der Friedhöfe sind scheinbar kaum mehr zu decken. Durchaus ein interessantes Thema.
 


-FAZIT -

 
Ich kann jedem Leser raten, vorher Band 1 und 2 zu lesen, da man sonst kaum eine Chance hat, die Geschichte zu verstehen. Ständige Rückblenden und Verknüpfungen zur Vergangenheit. Bei Beendigung des vorliegenden Buches, erscheint die Trilogie jedoch schlüssig. Die Autor wagt sich nämlich an ein ganz heikles Thema der deutschen Terrorgeschichte ran. Die RAF und die Nachfolger.
Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, bis auf den "erzwungenen" Humor. Ich bin froh, dass ich Band 1 und 2 vorab gelesen habe.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Zerrissenen
  • Originaltitel:
  • Autor: Stephanie Fey
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 9783453417601
  • Erscheinung: 9. Februar 2015







Mittwoch, 20. April 2016

Rezension zu: Winter Family von Clifford Jackman


Vielen Dank dem Bloggerportal
 
- Klappentext -

Georgia 1864: Amerika blutet im Bürgerkrieg. Sergeant Quentin Ross schart eine Gruppe hemmungsloser Gewalttäter um sich. Unter ihnen ist einer, der selbst Ross Angst macht: Der unscheinbare Farmerjunge Augustas Winter entpuppt sich als monolithischer Todesengel und wird zum neuen Anführer der Bande, die fortan unter dem Namen Winter Family eine blutige Spur durch Amerika zieht. Zunächst als Söldnergarde angeheuert, wird die Winter Family nach dem Bürgerkrieg von gewissenlosen Politikern für deren eigene Zwecke eingesetzt. Doch niemand kann die Winter Family kontrollieren ...


- Mein Leseeindruck -

Dieses Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Irgendwie sehr einfach gehalten, aber doch auch irgendwie außergewöhnlich. Und als ich dann noch entdeckt hatte, dass es sich um einen Heyne Hardcore Roman handelt, wusste ich, ....dieses Buch muss ich haben.

Der Autor Clifford Jackman beschreibt in seinem Debütroman, die dunkle Seite Amerikas. Er widmet sich nämlich dem Bürgerkrieg. Ob es sich nu um einen Western handelt oder um einen Biografieähnluchen Roman.... ich weiß ich nicht. Vielleicht beides!

Schon auf den ersten Seiten fühlt man sich in die Zeiten des Wilden Westens zurück versetzt. Eine Zeit, die wir aus dem Fernsehen kennen. Sei es durch Serien wie Bonanza, oder Filme wie High Noon.
Sofort fühlt man sich mitten im Geschehen. Man spürt förmlich den Staub im Gesicht und hört die Pferde schrauben. Man erwähnt die schwingende Saloontüre und hört das Quietschen des Schaukelstuhls auf der Veranda. So ein typisches Westernfeeling eben.
Aber dann wären da auch noch die fast biografieähnlichen Passagen. Ich konnte sie nicht wirklich zuordnen. Für die Entwicklung der Story waren sie zu nüchtern und in dieser ausschweifenden Form auch unnötig.

Anfangs waren mir auch viel zu viele Personen aktiv, was mich etwas verwirrt hat. Klar, es handelt sich um die "Family", aber dieses zeigt sich erst nach und nach.

-FAZIT -

 
Wer gerne Western liest, wird sich in diesem Buch bestimmt sehr wohl fühlen. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten. Für mich ist dieses Buch "weder Fisch noch Fleisch".
 

 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Winter Family
  • Originaltitel: The Winter Family
  • Autor: Clifford Jackman
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 512 Seiten
  • ISBN: 978-3453676923
  • Erscheinung: 11. Januar 2016



Dienstag, 19. April 2016

Rezension zu: Das Haus - ein Hardcore Thriller von Richard Laymon

Vielen Dank dem Bloggerportal.
 
- Klappentext -

Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ...


- Mein Leseeindruck -

Schon seit einigen Jahren lese ich die Hardcore Thriller des Heyne Verlags. Am liebsten die Bücher, eines ganz bestimmten Autors. Nämlich Richard Laymon!

Durch seinen treffenden Schreibstil schafft er es immer wieder, mich an seine Geschichten zu fesseln. Ein Buch angefangen, möchte ich es nicht mehr aus den Händen legen. So nun auch mit diesem vorliegenden Buch.
Die Beschreibungen des Sherwood Hauses haben mich sehr neugierig gemacht. Zugleich fand ich es auch gruselig, was dann eben wieder der Nervenkitzel war. Alt, im Kolonialstil erbaut, düster, verlassen.... all dieses lässt schon mal das Kopfkino in Gang setzen.

Wer Laymon kennt. weiß, das der Gruselfaktor stets gegeben ist.  Sei es die Beschreibung von Dex' Kopf in der Toilettenschüssel oder durch die Vampire.... stets jagt er dem Leser Schauer über den Rücken.

Im vorliegenden Buch war es jedoch so, dass mir ab und zu kleine Schwächen aufgefallen sind. Ich fand z.B., dass die Überleitung zu den Ermittlungen von Sam sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben. Viel Wortgeplänkel, bei dem der Spannungsbogen leider nicht gehalten wurde.

-FAZIT -

 
Fans echter Horror-Schocker werden etwas enttäuscht sein, da Laymon hierbei etwas ruhiger zu schreiben scheint. Wer also auf absoluten Nervenkitzel steht, die Fingernägel bis zum Nagelbett abkauen und beim Knacken von Holzbalken zusammenzucken möchte, wird leider nicht wirklich Spaß am Buch haben.
Leser, die auf Spannung, Unterhaltung und etwas Action stehen, werden jedoch auf ihren Geschmack kommen.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Haus
  • Originaltitel: Allhallow's Eve
  • Autor: Richard Laymon
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • ISBN: 978-3453676480
  • Erscheinung: 8. März 2016






Freitag, 15. April 2016

Rezension zu: Das Geheimnis der Hebamme - der erste Band der Hebammen Saga von Sabine Ebert

- Klappentext -

Weil sein Sohn tot geboren wurde, will Burgherr Wulfhart der jungen Hebamme Marthe Hände und Füße abschlagen lassen. Nur mit knapper Not gelingt ihr die Flucht aus ihrem Dorf. Um zu überleben, schließt sie sich einer Gruppe fränkischer Siedler an, die ostwärts in die Mark Meißen ziehen, um sich dort in noch unerschlossenem Gebiet ein neues, besseres Leben aufzubauen. Anführer der Siedler ist der Ritter Christian, der mehr und mehr von Marthe und ihrem Heilwissen fasziniert ist. Doch dies erregt auch die Aufmerksamkeit von Christians erbittertstem Feind, einem einflussreichen Ritter in Diensten des Meißner Markgrafen Otto von Wettin. Da wird in Christians Dorf Silber gefunden …

- Mein Leseeindruck -

Dieses Buch lag nun schon lange Zeit auf meinem SUB. Mehrfach hatte ich dieses Buch angefangen, aber immer wieder nach kurzer Zeit abgebrochen.  Nun hatte ich mir vorgenommen, bis zum Ende zu lesen. Tja, und was soll ich sagen ...
Fangen wir mit dem Positiven an: Gut gefallen hat mir das Dramatis Personae. Hier wird schnell klar, welche Personen wirklich historisch und damit urkundlich erwähnt sind.

Kommen wir zur Geschichte [Achtung Spoiler] Alles beginnt um 1167 in Franken. Marthe, die Tochter einer Heilkundigen, wird  zum Burgherrn gerufen, da seine Frau ein Kind gebären soll. Bei der Geburt entstehen Probleme und das Kind wird tot geboren. Als der Burgherr vom Tod seines Kindes erfährt, droht er Marthe sie umzubringen. Marthe flieht und sucht Schutz in den Wäldern. Dort trifft sie auf Christian, der einen Tross anführt. Sie schließt sich der Gruppe an. Klar, dass es nun erst richtig los geht.

Von den Protagonisten hat mir ganz klar Marthe am besten gefallen, jedoch hätte ich mir trotzallem etwas mehr Tiefe gewünscht. Oft hatte ich das Gefühl, dass es aus allen Ecken nur noch rief: Marthe hier, Marthe dort...überall nur noch Marthe. Meines Erachtens wurde sie so ein bisschen in den Himmel gehoben. Aber trotzdem blieb sie für mich etwas blaß.

Christian...tja, eigentlich auch hier wieder nichts neues. Ein klassischer Ritter eben. Auch keine wirklich spannende Erscheinung. Er ist eben da.

Teilweise fand ich auch die  geschichtlichen Szenen sehr ausgedehnt, so dass mir "Das eigentliche Geheimnis der Hebamme" wiederum zu kurz kam.

-FAZIT -

 
Leser von historischen Romanen werden an dieser Serie nicht vorbeikommen. Allerdings trifft man hier leider auf nichts neues.
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Das Geheimnis der Hebamme
  • Originaltitel:
  • Autor: Sabine Ebert
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 652 Seiten
  • ISBN: 978-3426634127
  • Erscheinung: November 2006



Donnerstag, 14. April 2016

Rezension zu: Götter von Will Hofmann

- Klappentext -

In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?



- Mein Leseeindruck -

Durch eine Leserunde bei Lovelybooks bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Im Allgemeinen neige ich zu Spontankäufen bei ansprechendem Cover, mit dem vorliegenden Buch war es jedoch anders. Das Cover finde ich nicht wirklich toll, aber trotzdem hat es mich irgendwie angesprochen. War es der Hubschrauber? Oder war es der Stacheldraht? Ich weiß es nicht!

Während des Lesens mußte ich jedoch feststellen, dass die versprochene bzw. erwartete Brutalität ausblieb. Vielmehr traf ich auf eine Geschichte, die etwas unglaublich auf mich wirkte. 

Doch beginnen wir von vorn.ACHTUNG SPOILERGEFAHR. Wir treffen auf Agnes, die in einem Ghetto aufwächst und der ihre ganze Identität und Eigenständigkeit genommen wurde. Die flieht nach einiger Zeit und wird mit dem "wahren" Leben konfroniert. Ein Leben, in das sie sich trotzallem recht schnell zurecht findet.
Hier setzen auch schon meine Zweifel ein. Ich fand die Befreiung aus dem Reservat leider etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Dahingegen waren die Themen Flucht und Überleben sehr ausgeprägt, was mir an manchen Stellen schon etwas langatmig erschien.
Im Allgemeinen fand ich die Personen sehr blaß dargestellt, so dass ich keinen wirklichen Bezug herstellen konnte.

Ich fand die Geschichte zwar durchaus lesenswert und unterhaltsam, aber irgendwie hat sie mich nicht gepackt. Es war vielmehr nur ein Lesen, aber nicht wirklich ein Lesegenuss.

-FAZIT -

 
Meines Erachtens, handelt es sich bei diesem Buch eher um das Genre: Dystropie. Als Sifi oder Thrller würde ich es nicht bezeichnen. Möglicherweise war ich deshalb auch etwas enttäuscht.
  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Götter
  • Originaltitel:
  • Autor: Will Hofmann
  • Verlag: fabulus Verlag
  • Ausgabe: Hardcover
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3944788197
  • Erscheinung: 29. März 2016 (1.000 Auflage)

Mittwoch, 13. April 2016

Rezension: Locked in - ein beeindruckender Roman von Holly Seddon

- Klappentext -

Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.

Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?



- Mein Leseeindruck -

Puh, selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so beschäftigt hat. Doch beginnen wir mal von vorn.
Zuerst blickte ich auf dieses eher unspektakuläre, aber doch irgendwie interessante Cover. Diese metallicblaue Farbe hat mich schon neugierig gemacht. Und was mich in dann in der Story erwartete, war echt der Hammer.
[Achtung Spoiler] Da treffen wir als erstes im Jahr 1995 auf Amy Stevenson. Sie wirkt ein bisschen aufwändig und anders als ihre Freundinnen. Man würde heute einfach sagen, eine Göre. Aber auch liebenswert.
Nun kommt der Zeitsprung. Die Autorin versetzt uns ins Jahr 2010 und wir lernen Alex kennen. Sie ist schreibt für eine Zeitung und stolpert sozusagen über eigene Vergangenheit, da sie einen Artikel über Komapatienten schreiben soll. Bei ihrer Recherche trifft sie nämlich auf Amy die im Wachkoma ist. Und Alex, im übrigen Alkoholikern, erinnert sich noch an den Fall, da sie in derselben Straße gewohnt hatte. Alex ist von Amys Schicksal betroffen, möchte aber mehr wissen. Mehr über das Wachkoma und vor allem, wie es bei Amy überhaupt dazu kam. Alex beginnt zu ermitteln und wird auch dabei immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Als dritter Hauptprotagonist treffen wir noch auf Jakob. Ein Mann der nach außen hin, sehr tough wirkt, aber in seinen vier Wenden doch immer wieder zusammenbricht.
Mehr möchte ich zur Story nicht erzählen, da dieses Buch so toll ist, dass man es einfach gelesen haben muss.
Sehr feinfühlig oder doch auch ohne Umschweife, erzählt die Autorin vom Schicksal von Komapatienten, im speziellen vom Wachkoma. Ich hatte hierbei den Eindruck, dass die Autorin sehr genau recherchiert hat oder sogar davon betroffen war/ist. Dieses ist jedoch rein spekulativ. Klar wird jedoch, wie das Gericht und die Medizin mit solchen Patienten umgeht. Sehr interessant fand ich hierbei die Tests, die mit den Patienten durchgeführt werden, und auch die unterschiedlichen Reaktionen. Ein für mich absolut faszinierendes Thema.
Als zweites, schwerwiegendes Thema, widmet ich die Autorin im vorliegenden Buch, dem Alkoholismus. Am Beispiel von Alex wird beschrieben, welche körperlichen und geistigen Gebrechen auftreten können. Hier fand ich die Inkontinenz sehr erschreckend, aber auch die Gedächtnislücken.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Charakterisierung der Protagonisten sehr gut gefallen hat. Die Spannung war für einen Roman hervorragend. Am Ende blieb ich doch etwas fassungslos und betroffen zurück. 

-FAZIT -

 
Wer einen eher aussergewöhnlichen Roman mit Spannungselementen lesen möchte, ist hier genau richtig. Die beiden Hauptthemen Wachkoma und Alkoholismus halten die Geschichte die ganzen Zeit über am Laufen, wirken aber nie aufdringlich.
Mich hat dieses Buch stellenweise sehr berührt.
Ein Buch, das mich noch lange Zeit beschäftigen wird - 5 Sterne

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Locked in: Wach auf, wenn du kannst
  • Originaltitel: Try Not to Breathe
  • Autor: Holly Seddon
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 432 Seiten
  • ISBN: 978-3453419223
  • Erscheinung: 14. März 2016



Sonntag, 10. April 2016

Rezension zu: Muerte con Carne - ein Horrorthriller von Shane McKenzie

- Klappentext -


Menschenfleisch-Tacos, Todes-Wrestling und Kannibalen-Mexikaner ... Willkommen an der Grenze! 
 
Felix und Marta wollen in einer kleinen Grenzstadt einen Dokumentarfilm über illegale mexikanische Einwanderer drehen. Als Marta spurlos verschwindet, erkennt Felix, dass im Niemandsland zwischen den USA und Mexiko der perfekte Ort für jede Art von Verbrechen liegt. Er begreift, dass es viel Schlimmeres als korrupte Cops oder Drogenbanden gibt. Etwa die Familie, die Flüchtlinge zum Fressen gern hat ...



- Mein Leseeindruck -

Ich kenne mittlerweile die Bücher aus dem Festa Verlag sehr genau und kann auch immer wieder zustimmen, dass sie nichts für zarte Gemüter sind.

So auch im vorliegenden Fall.
Allein schon das Cover macht deutlich, in welchem Genre sich der Leser befindet. Horror-Splatter! Ganz nach dem Verlagsmotto...Wenn Lesen zum Albtraum wird...

Leider blieb bei mir der Nervenkitzel bzw. der Alptraum aus. Möglicherweise lag es auch daran, dass die Geschichte sehr mexikanisch wirkt und mein spanisch nicht wirklich gut ist. Gerade in diesen mexikanischen Szenen hatte ich sehr oft das Gefühl, mir würden wichtige Details entgehen. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb mir das Buch nicht wirklich gefallen hat.

Schon beim Prolog konnte ich eigentlich nur die Stirn runzeln. Spannung - nein, Gewalt - ja

Die Protagonisten haben mich auch nicht wirklich berührt. Sie waren einfach da, könnten aber auch jederzeit durch x-beliebige Figuren ausgetauscht werden.

-FAZIT -

 
Ich weiß, dass es beim Festa Verlag deutlich bessere Bücher gibt, deshalb bin ich mit meiner Leseempfehlung auch sehr zurückhaltend. Wer Horror-Splatter Geschichten mag, aber nicht zu anspruchsvoll ist, wird Gefallen an dem Buch haben.

Für mich ist es leider nur ein sehr mittelmäßiges Buch.  Schade
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Muerte con Carne
  • Originaltitel:
  • Autor: Shane McKenzie
  • Verlag: Festa Verlag
  • Ausgabe: Broschiert
  • Genre: Thriller / Horror
  • Seitenzahl: 256 Seiten
  • ISBN: 978-3865523280
  • Erscheinung: 24. Nov. 2014



Samstag, 9. April 2016

Rezension zu: Die Reise des Karneolvogels - Der Debütroman von Jeanette Lagall


- Klappentext -

Flucht war nicht der letzte Ausweg. Es war der einzige. Um der arrangierten Hochzeit zu entgehen, verkleiden sich die beiden ‘höheren Töchter‘ Riki und Myra als Knaben und schließen sich einem Wanderzirkus an. Dank ihrer neuen Identität entkommen sie zwar den Fesseln der viktorianischen Gesellschaft, doch die Welt der Gaukler ist nicht nur bunter, sondern auch gefährlicher als erwartet. Der Karneolvogel, ein mächtiges Artefakt der Gaukler, ist verschwunden und sein Hüter Ramiro schwebt in Lebensgefahr, wenn es nicht bis zur großen Versammlung wieder auftaucht. Dass nun auch noch die Liebe ihre kapriziösen Finger ins Spiel bringt, verschärft die Situation zusätzlich - denn was würden die Zirkusleute tun, wenn die Lüge der beiden ’Knaben' ans Licht kommt? Das Geheimnis muss also um jeden Preis gewahrt bleiben. Aber wie, wenn ausgerechnet derjenige Gefühle für Riki entwickelt, der sich selbst niemals eingestehen könnte, einen Jüngling zu lieben - und für den Liebe und Verrat ohnehin Hand in Hand gehen. Während die Gaukler den Spuren des Artefaktes folgen und sich herauskristallisiert, dass womöglich ein Verräter unter ihnen ist, setzen die Familien der Mädchen alles daran, die Ausreißerinnen zu finden, und bringen damit den ganzen Wanderzirkus in Gefahr ...

- Mein Leseeindruck -

Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, blieb mein Blick an diesem Buch hängen.
 Es hatte etwas mystisches, schönes, aber auch gefährliches an sich, was mich total neugierig machte.

Nach ein paar kleinen Startschwierigkeiten hatte ich mich schnell in die Geschichte eingefunden. Fasziniert von dem Ideenreichtum der Autorin, wollte ich immer weiter lesen. Der Schreibstil ist so locker modern, aber trotzdem sehr zeitgemäß. Auch die Protagonisten sind hervorragend charakterisiert, so dass ich mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt habe.

Die Autorin hat es geschafft, mich Zeit und Raum vergessen zu lassen um mich komplett der Geschichte der beiden Mädels...ähem...Jungs...ähem ach egal.... zu widmen.
Sehr schön wurde sowohl das herrschaftliche Leben, als auch das Gauklerleben beschrieben. Ich weiß wirklich nicht, in welches Leben ich gerne geschlüpft wäre. Ein Leben voller Sanktionen und Restriktionen? Oder ein Leben in Freiheit, aber auch rastlos?
Beides hat bestimmt seinen eigenen Reiz.

-FAZIT -

 
Für mich war das Buch, mit Ausnahme des Anfangs, ein wahrer Lesegenuss. Eine nahezu märchenhafte Geschichte, die aber gar nicht so abwegig ist. Ich vergebe 4 Sterne und empfehle dieses Buch allen Lesern historischer Romane.
 
 

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Reise des Karneolvogels - Der Wanderzirkus
  • Originaltitel:
  • Autor: Jeanette Lagall
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 448 Seiten
  • ISBN: 978-1519250599
  • Erscheinung: 22. Nov. 2015 (2. Auflage)





Freitag, 8. April 2016

Rezension zu: Chill mal, Frau Freitag



- Klappentext -

»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach. An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire - verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.


- Mein Leseeindruck -

Dieses Buch lag schon lange Zeit auf meinem Regal. Immer wieder hatte ich es zwar in der Hand, konnte mich aber nie wirklich dazu aufrufen, es zu lesen.

Anfangs fühlte ich mich in meine Schulzeit zurück versetzt. Wir hatten ähnliche Streiche ausgeheckt und auch teilweise waren die geschilderten Situationen ähnlich deren, die ich erlebt hatte. Mit dem Unterschied, dass meine Schulzeit bereits 30 Jahre zurück liegt.

Insofern konnte ich dem Buch leider auch nichts abgewinnen. Was anfangs noch ein kleines Schmunzelt bei mir auslöste, wurde bald zum ....langweilig....gähn.

Der Klappentext versprach eine absurd-komische-Realsatire. Aber wo war das Absurde? Wo war das Komische? All dieses habe ich vermisst. Vielmehr habe ich es als eine Art Biografie mit Satireeinschüben empfunden.

 

-FAZIT -

 
Ich hatte mir leider viel mehr darunter vorgestellt und blieb leider sehr enttäuscht zurück. Möglicherweise war das auch schon die Vorwarnung und der Grund, weshalb das Buch solange auf dem Regal lag. Für mich war es leider nur ein mittelmäßiges Vergnügen. 

  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Chill mal, Frau Freitag
  • Originaltitel:
  • Autor: Frau Freitag
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 336 Seiten
  • ISBN: 978-3548373997
  • Erscheinung: 11. März 2011




Donnerstag, 7. April 2016

Rezension zu: Die Lichtung



- Klappentext -

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...


- Mein Leseeindruck -

Schon einige Zeit stand dieses Buch in meinem Regal. Keine Ahnung, weshalb ich nie Muse hatte es zu lesen. Ob es an dem Cover lag? Oder am Titel? Ich weiß es nicht. Ich kann nun jedoch sagen, dass es mich absolut überrascht hat.

Aber beginnen wir von vorn.  [Achtung Spoilergefahr] Jan ein Zeitungsredakteur erhält den Auftrag, in einem vor Jahren ungeklärten Mordfall zu recherchieren. Jan macht sich anfangs nur widerwillig an die Arbeit, schließlich erinnert sich noch gut an den Fall. Warum? Weil er dabei war! Er merkt schnell, dass mit den damaligen Berichten etwas nicht stimmt und macht sich auf Spurensuche. Spurensuche in den 80igern.

Mehr möchte ich jedoch nicht darüber verraten, da die Geschichte sehr spannend, actionreich aber auch unterhaltsam ist.

Auf den knapp 400 Seiten hat es der Autor geschafft, mich restlos zu begeistern. Ein sehr flotter, moderner und aufgeschlossener Schreibstil lassen die Geschichte lebendig werden. Oft hatte ich beim Lesen das Gefühl, ich wäre ebenfalls in die Vergangenheit gebeamt worden. Das knattern der Mopeds, Die Neue Deutsche Welle.... alles Erinnerungen aus meiner Jugend.
Und trotz all den Erinnerungen, gab es eine sehr spannende kriminalistische Handlung, die stets nachvollziehbar wirkte.

Die Protagonisten wurden hervorragend charakterisiert und das Umfeld sehr detailliert beschrieben.  

-FAZIT -

 
Für mich war es ein bisschen wie eine Zeitreise. Ich fühlte mich stellenweise zurück versetzt in meine Jugend. Aber immer auch mit dem Hintergrund, dass es sich um einen Krimi handelt.
Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band.

  © Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Lichtung
  • Originaltitel:
  • Autor: Linus Geschke
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 384 Seiten
  • ISBN: 978-3548286365
  • Erscheinung: 10. Okt. 2014