Donnerstag, 31. März 2016

Meine Rezension zu: Der Schuppen von Michael Dissieux

- Klappentext -

Der Schuppen … stand schon immer hinten im Garten vor der großen Dornenhecke. Der Schuppen … birgt seit Generationen das schreckliche Geheimnis meiner Familie. An einem kalten Tag im Februar 1986 verliere ich meine Kindheit, als ich in den alten Schuppen im Garten gehe und in einer staubigen Ecke die Falltür entdecke. Davor stehen ein schäbiger Sessel und eine Flasche Whiskey. Jemand hatte sich hier gemütlich eingerichtet. Als ich die Stufen hinab in die Erde steige, spüre ich mit jedem Schritt, wie sich etwas in mir verändert. Am Ende der alten Holztreppe angelangt, bin ich ein anderer. Ich bin kein Kind mehr …


- Mein Leseeindruck -

Sehr oft bin ich um dieses Buch rumgeschlichen. Soll ich ... soll ich nicht? Dann ergab sich der glückliche Zufall, dass ich dieses Buch ertauschen konnte.

Schon das Cover wirklich irgendwie unheimlich und der Titel machte mich sehr neugierig. Also, nicht lange gezögert und ... lesen.

Anfangs hatte ich das Gefühl, einen Roman zu lesen. Ganz allmählich, ohne große Eile, kam dann endlich mal der Schuppen zur Sprache. Bis dahin hatte ich mehrfach den Klappentext gelesen, ob es sich denn auch wirklich um einen Horror-Thriller handeln würde.
Auch die Charakteren haben mich nicht sonderlich beeindruckt und vieles glich einer Familiengeschichte. Wo war der versprochene Horror?

Der Autor hatte es jedoch durch seinen direkten Schreibstil geschafft, dass ich immer weiter gelesen habe. Zwar ohne große Freude und Neugier. Aber irgendwas war dann doch an der Geschichte, das mich nicht los gelassen hatte.

-FAZIT -

 
Vielleicht habe ich schon zu viele Horror-Thriller gelesen und bin deshalb etwas kritischer. Ich fand dieses Buch eher mittelmäßig, da mir die Fingernägelknabbereien hier echt gefehlt haben.


  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Schuppen
  • Originaltitel: Der Schuppen
  • Autor: Michael Dissieux
  • Verlag: Luzifer Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Horror Thriller
  • Seitenzahl: 280 Seiten
  • ISBN: 978-3-95835-095-3
  • Erscheinung: 15.Okt. 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -





Mittwoch, 30. März 2016

Meine Rezension zu: Drecksspiel


- Klappentext -

Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ...

- Mein Leseeindruck -

Hui, was für ein Thriller! Da hatte ich mich vom Klappentext wirklich blenden lassen.

Aber mal von vorn:
Als großer Thriller Fan hatte mich dieser Lesetipp von VOX sehr neugierig gemacht. Allein das Cover. Diese Türe hatte schon etwas beängstigendes, aber auch interessantes. Im Klappentext wird dann noch von Hannah erzählt, die in ihrer letzten Lebenssekunde nur noch einen Gedanken hat, nämlich ihr Kind zu beschützen. Nun war klar, dieses Buch möchte, nein, muss ich unbedingt lesen.

Erstaunt war ich dann über ein zweiseitiges Personenregister zu Beginn des Buches. Hm.... das konnte dann nur höchste Konzentration bedeuten, bei so vielen Akteuren. Und richtig... bereits nach den ersten Seiten war ich von Namen nur so überschüttet.
Sehr kurze Kapitel, mit immer neuen Handlungssträngen, gepaart mit neuen Akteuren, haben mich zeitweise sehr verwirrt. Kaum hatte ich mich wieder in einer Szene zurecht gefunden, kam direkt die nächste und die Verwirrung begann von vorn. Überlegen, wer war das jetzt wieder? Was wusste ich bereits von dieser Person usw. Ich fand es sehr verwirrend.

Klar, zum Schluss fügt sich dann alles wieder zusammen, aber bis dahin war es stellenweise ein echter Kampf, das Buch nicht einfach abzubrechen.

Die Sprache ist sehr direkt, was aber gut zu den Szenen und Protagonisten passt. Brutale Szenen lassen ein wahres Kopfkino zu.

-FAZIT -

 

Da es bislang noch kein Buch des Autors gelesen habe, bin ich nun etwas skeptisch. Der Schreibstil und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen, jedoch die vielen Nebenstränge und Protagonisten waren mir definitiv zu viel. Deshalb vergebe ich auch nur 3 Sterne.



  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Drecksspiel
  • Originaltitel: Drecksspiel
  • Autor: Martin Krist
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3548285375
  • Erscheinung: 11. Okt. 2013 
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -



Sonntag, 27. März 2016

Rezension: Der falsche Prophet

- Klappentext -

Glaube, Liebe, Gewalt - Ein großer Roman aus dem mittelalterlichen Franken

Im Jahr des Herrn 1476 lassen Hunger und Frondienst die Bauern am Leben verzweifeln, während die Herren im Reichtum schwelgen. Da steht eines Tages der Schafhirte Hans Behem in der Tür der Niklashäuser Kirche: Die Muttergottes sei ihm erschienen und habe ihm befohlen, gegen die drückende Fronherrschaft wie gegen die Verderbtheit der Priester zu predigen. Und Hans, der weder lesen noch schreiben kann, hat eine Gabe. Wenn er spricht, hören ihm alle zu. Die Menschen glauben, was er sagt.
Tausende, Abertausende strömen bald nach Niklashausen und machen aus dem unbedeutenden Dorf im Taubergrund einen riesigen Wallfahrtsort. Die Botschaft des fränkischen Messias – Schlagt die Pfaffen tot! – wird zum Schlachtruf aller Unterdrückten. Das kann die Obrigkeit nicht länger dulden. Hans muss beseitigt werden, notfalls mithilfe eines Verräters aus den eigenen Reihen …



- Mein Leseeindruck -

Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, war ich von diesem Buch direkt hingerissen. Ein schönes, interessantes und fassentenreiches Motiv, das mir viel Historie und gute Unterhaltung versprach.  Ganz klar, dass ich nach dem lesen des Klappentextes unbedingt dieses Buch haben wollte.

Da ich den Autor bereits von anderen historischen Romanen kannte, war ich mir sicher, auf ein Buch für vergnügliche Lesestunden zu stoßen.
Aber beginnen wir von vorn.
[Achtung Spoilergefahr] Alles beginnt Anno 1476 in dem kleinen Örtchen Niklashausen. Ein Dörfchen, in dem, wie zu dieser Zeit üblich, die Bürger kaum genug zu essen hatte, und die Obrigkeit schlemmen konnte. Die Unzufriedenheit der einfachen Leute nimmt immer mehr zu, da auch die Hungersnot immer ausgeprägter wird. In diesem kleinen Örtchen lebt auch der Pfeiferhannes, wie er liebevoll genannt wird. Er wirkt etwas einfältig, aber scheint doch das Herz auf dem rechten Fleck zu haben. Leider wird diese Einfältigkeit von der Obrigkeit auch ausgenutzt und bleibt nicht ohne Folgen. Schwerwiegende Folgen! Doch mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten.

Ich musste beim Lesen leider immer wieder feststellen, dass man sich bei den Ausführungen sehr ausschweifend über die Personen und die Örtlichkeiten bezogen hat, was für mich die Geschichte zum stocken brachte. Möglicherweise würde ich anders empfinden, wenn mir sowohl Protagonist als auch der Wallfahrtsort bekannt gewesen wären.

Zudem habe ich einige logische Fehler in diesem Buch gefunden, die meinen Lesefluss auch immer wieder gehemmt haben.

-FAZIT -

 

Wer gerne historische Romane liest, wird gerne zu diesem Buch greifen. Allerdings sollte man wissen, dass es einer Biografie gleicht.
Eigentlich hatte mir die Geschichte gut gefallen, aber mir fehlt so ein bisschen das Besondere. Der Kick! Der Anreiz weiter zu lesen!
Aus diesem Grund bewerte ich mit 3 Sternen.
 



  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Der falsche Prophet
  • Originaltitel: Der falsche Prophet
  • Autor: Roman Rausch
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 400 Seiten
  • ISBN: 978-3-499-27086-4
  • Erscheinung: 26.03.2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -






Freitag, 25. März 2016

Rezension: Belle - Der Fluch von Balmoral Castle

- Klappentext -

Schottland, 1877: In den nebelverhangenen Highlands stürzen die 16-jährige Belle Mc Bean und ihr Vater mit der Kutsche in den Abgrund und finden sich in den Fängen einer mysteriösen Kreatur im verfallenen Kinord Castle wieder.
Auf Belles Drängen hin lässt der Schlossherr ihren kranken Vater frei, sie selbst jedoch muss seine Gefangene bleiben…



- Mein Leseeindruck -


Oh....ein tolles Buch ....seufz....doch leider schon zuende.. Schon das Cover fand ich zauberhaft, interessant, aber auch etwas mystisch. Bedingt wohl durch die beiden Augen.

Aber beginnen wir von vorn: [Spoiler] Alles beginnt in Indien im Jahr 1857. Dort tobt der Krieg zwischen den Indern und den Briten. Obwohl sie mit ungleichen Waffen kämpfen (Schwert und Elefant, Gewehr und Pferd) gibt es ein ständiges Aufräumen der beiden Fronten. Grausam werden die Inder gefangen genommen und getötet. Aber auf den Anführer der Inder wartet eine besonders brutale und grausame Strafen. Er wird  in blutige Kuhhäute eingenäht (die Kuh gilt im Übrigen als Heilig in Indien), und vor eine Kanone gebunden. Mit seinen letzten Worten spricht er einen Fluch aus. Den Flüche gegen Arthur of Cumberwall. Auf das alle Menschen erkennen, welches Monster er ist.

Die Geschichte fängt nach einem Zeitsprung und Ortswechsel aber erst richtig an. Nämlich als 1877 in Schottland ein Tierarzt die Nachricht erhält. dass er das kranke Pferd der Königin heilen soll. Seine Tochter Belle, die ebenfalls gerne Tierärztin werden möchte, begleitet ihn und das Abenteuer bzw. das Märchen nimmt seinen Lauf.

Die Autorin, Conny Amreich, hat es geschafft, mich auf den ca. 220 Seiten komplett in eine Märchenwelt abtauchen zu lassen. Gänzlich vergessen waren Zeit und Raum, ich wollte einfach nur lesen.

Märchen mit kriminalistische Handlung, so würde ich dieses Buch einordnen. Viele schöne Seufz-Momente, sehr interessante und spannende Szenen, und Protagonisten, die einfach lebenswert sind.

-FAZIT -

 

Ein tolles und kurzweiliges Buch, für zwischendurch. Märchen gespickt mit ein bisschen Krimi.... aber ganz viel Unterhaltung.
Ich habe es sehr genossen und vergeben deshalb 5 Sterne.
 



  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Belle - Der Fluch von Balmoral Castle
  • Originaltitel: Belle - Der Fluch von Balmoral Castle
  • Autor: Conny Amreich
  • Verlag: dtv Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Roman
  • Seitenzahl: 224 Seiten
  • ISBN: 978-3423716581
  • Erscheinung: November 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -



Mittwoch, 23. März 2016

Rezension: Liebe misst man nicht in Jahren

- Klappentext -

Als Fynn bei einem Unfall stirbt, ist seine Mutter Betty bis ins Mark getroffen. Fünf Jahre später kehrt sie in das Dorf ihrer Kindheit zurück, doch kaum ist sie in dem Mehrgenerationenhaus eines Vierseitenhofes eingezogen, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei. Ihr Noch-Ehemann taucht auf und versucht, ihr wieder nahe zu sein. Als wäre dies nicht verwirrend genug, geschieht nicht weit entfernt ein Mord. Das Opfer ist ausgerechnet die Frau, die Fynns Unfall verursacht hat. Bei ihr findet die Polizei Briefe, die nur von Betty stammen können. Hat sie Fynns Tod gerächt? Ein Buch über das Leben, das Sterben und die Liebe.


- Mein Leseeindruck -

Ich kann meine Gefühle kaum in Worten fassen. Bewegend, schön, unterhaltsam, emotional, spannend.... all diese Worten beschreiben meiner Meinung nach dieses Buch.

Aber mal immer schön der Reihe nach.
Allein der Titel hatte mich schon sehr neugierig gemacht. Viel zu selten denkt man nämlich über die wirkliche Liebe nach. Dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit, diese Einheit - all dieses drückt schon der Titel aus. Ich denke, das man Gefühle weder messen, zählen noch wiegen kann. Es ist einfach ganz tief in uns. Deshalb fand ich diesen Titel so passend, vor allem, nachdem ich das Buch gelesen habe.

Die Autorin erzählt die Geschichte einer Frau, der Entsetzliches widerfahren ist. Ihr Sohn starb bei einem Unfall. Herzzerreissend werden die Gedanken und Gefühle der Protagonistin erzählt, bei der ich mich oft gefragt habe, ob es wirklich "nur" eine Geschichte ist. Kann sich wirklich jemand so genau in die Gefühlswelt eindenken und einleben, um daraus "nur" einen Roman zu schreiben? Steckt da vielleicht mehr dahinter. 

Hierzu möchte ich jedoch nicht näher darauf eingehen.
Sehr deutlich wird, in welchem Gefühlschaos sich, bedingt durch den Unfall, die ganze Familie befindet. Der Ehemann fühlt sich vernachlässigt, die Ehefrau unverstanden. Die Ehe zerbricht. Und auch der Bruder verliert den Boden unter den Füssen und fühlt sich schuldig. Keiner kann dem anderen helfen oder zur Seite stehen, da der Schmerzt und die Trauer sehr viel Raum einnehmen. Es gibt kein Miteinander mehr. Man könnte sagen, dass durch den Unfall, auch die Angehörigen ein Stückweit gestorben sind.
Nur sehr langsam gelingt es allen Beteiligten, wieder Fuß zu fassen. Jeder auf seine eigene Art.

Im vorliegenden Buch wird deutlich, welch unterschiedliche Arten von Liebe es gibt. Die Mutterliebe, als das tiefste Gefühl von allen. Die partnerschaftliche Liebe, die den Zusammenhalt und die Geborgenheit darstellt, aber auch die einfache Liebe den Mitmenschen gegenüber.

Mich hat dieses Buch tief berührt, so dass ich an manchen Stellen Tränen in den Augen hatte. Emotionen pur!

-FAZIT -
 

Lesern, die emotional berührt werden möchten, kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Ich kann mir nicht verteilen, dass es einen Leser geben wird, der das Buch einfach wieder zuklappt und zur Tagesordnung übergeht.
Bei mir nimmt dieses Buch einen ganz besonderen Stellenwert ein. Vielen Dank dafür, Britta.
 



  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Liebe misst man nicht in Jahren
  • Originaltitel: Liebe misst man nicht in Jahren
  • Autor: Britta Orlowski
  • Verlag: Bookshouse Verlag
  • Ausgabe: ebook
  • Genre: Liebesroman
  • Seitenzahl: 385 Seiten
  • ISBN: 978 9963530984
  • Erscheinung: Okt. 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -








Sonntag, 20. März 2016

Rezension: Toter gehts nicht


- Klappentext -

Irgendwann ist Sense!

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich just am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte «Schlumpfloch».

Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager «Lass uns fummeln, Pummel» zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zu jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale …



- Mein Leseeindruck -

Als "alte" Krimi-Tante wollte ich unbedingt diesen Krimi lesen. Lange hatte ich ihn auf meiner Wunschliste und plötzlich hatte sich die Gelegenheit geboten, dieses Buch zu erhalten.
Schon das Cover hatte es mir seiner Zeit angetan. Was wohl dieser Fuchs damit zu tun hatte? Sehr gespannt habe ich mich an das Debüt des Autors, Dietrich Faber, gemacht. Und ... ich wurde nicht enttäuscht.

In Kriminalhauptkommissar Bröhmanns erstem Fall lernt der Leser den leicht chaotischen und etwas verpeilten Henning Bröhmann kennen, der plötzlich alleinerziehender Vater von zwei Kindern wird. Aber nicht, dass man denkt, die Frau wäre gestorben oder so..... nein.... ganz anders. Aber hierzu möchte ich nicht mehr verraten.

Obwohl die kriminalistische Handlung in diesem Buch etwas zu kurz kommt, erlebt man die Familie Bröhmann, wie sie leibt  und lebt. Durch die sehr moderne Sprache mit viel Wortwitz erscheint der Krimi jedoch gar nicht zweitrangig.
Geschickt versteht der Autor es, immer wieder zum Mord zurückzukehren, dann aber auch wieder an er Familiengeschichte weiter zu arbeiten, bis dann zum Schluss.... nee, das Ende verrate ich nicht. Eines sei jedoch gesagt, es ist ein unerwarteter Ausgang, aber mit viel Spannung zum Nachfolgeband.


-FAZIT -
 
Krimi oder Familiendrama....das ist hier die Frage. Ich würde sagen, es ist beides, jedoch sehr geschickt miteinander verwoben. Nie langweilig, vielmehr ein wahrhaft heiterer und beschwingter Lesegenuss.

Band 2.... ich koooomme



  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Toter geht's nicht
  • Originaltitel: Toter geht's nicht
  • Autor: Dietrich Faber
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 304 Seiten
  • ISBN: 978-3-499258251
  • Erscheinung: 02.01.2013 (5. Auflage)
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -



Dienstag, 15. März 2016

Rezension: Isarlauf


- Klappentext -

München im Herbst, die Stadt ist im Marathonfieber. Als ein Läufer im Olympiapark zusammenbricht und stirbt, deutet alles auf Herzversagen hin. Toxikologe Quirin Quast und seine junge Kollegin Frieda May aber finden im Blut des renommierten Psychiaters einen ganz und gar tödlichen Medikamenten-Mix. Wer hätte Grund gehabt, dem Mann nach dem Leben zu trachten?
Dann tauchen im Nachlass des Toten Fotos schlafender Frauen auf. Viele Fotos. Hat sich der Psychiater bei der Behandlung seiner Patientinnen krimineller Methoden bedient? Auf der Suche nach einer Antwort finden Quirin und Frieda heraus, dass der Tote nicht der einzige Mediziner in der Stadt war, der unorthodox arbeitete …



- Mein Leseeindruck -

Schon das Cover hatte mich sehr neugierig gemacht,. Die Farbgestaltung mit den vielen unterschiedlichen Verläufen....sehr interessant. Ein Blick noch auf den Klappentext und mir war sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Die Kapitel beziehen sich jeweils auf eine Datenabfolge und starten mit dem 28. September. Der grosse Showdown erfolgt dann am 7. Dezember. Über diesen Zeitraum begleitet der Leser den Toxikologie Quirin Quast und dessen Kollegin Frieda May bei der Ermittlung des Todes eines Teilnehmer des Isarlaufes.
[SPOILER] Im Rahmen dieses Stadtmarathons, stirbt nämlich ein Läufer. Das seltsame jedoch ist, dass er augenscheinlich als topfit galt. Beide zweifeln an der Diagnose des Herzstillstandes. "Niemand, der so gesund ist, fällt einfach um und ist tot. Das gibt es nicht." (Seite 22)

May und Quast begeben sich auf Spurensuche und treffen dabei auf Pilze.
Mehr möchte ich jedoch nicht über den Inhalt verraten.

Die beiden Hauptprotagonisten sind charakteristisch wunderbar dargestellt. Wirken nicht überheblich oder aufdringlich.

Die Autorin bedient sich einer sehr einfachen und bildhaften Sprache, die das Lesen zum Vergnügen werden lässt.

- Fazit -



Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch sehr gut unterhalten hat. Auf seinen 300 Seiten bietet der Krimi viel Spannung, gute Unterhaltung und ein sehr interessantes Thema.
Ein paar kleine Längen lassen mich jedoch einen Stern abziehen.
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© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Isarlauf
  • Originaltitel: Isarlauf
  • Autor: Bettina Plecher
  • Verlag: Rowohlt Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 304 Seiten
  • ISBN: 978-3499270673
  • Erscheinung: Januar 2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -


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Freitag, 11. März 2016

Rezension: 1888


- Klappentext -

Wien, im Jahre 1888. Die Zeitungen berichten über die Toiletten der adeligen Damen und den Gesundheitszustand des Kaisers. Eine Prostituierte wird brutal ermordet, dann ein bekannter Arzt. Dessen Kollege Dr. Richard Rollet beteuert seine Unschuld. Und wird doch zum Tod durch den Strang verurteilt.


Nur Kriminalinspektor Johann de Vries glaubt nicht an die Schuld des angesehenen Mediziners und ermittelt gegen den Willen seiner Vorgesetzten in jenen Kreisen der Wiener Gesellschaft, die der Bezeichnung „die Besten“ nicht immer gerecht werden … Gut drei Jahrzehnte später finden wir uns in London wieder. Ein rätselhaftes Paket mit indischem Poststempel birgt die Tagebuchaufzeichnungen des mutmaßlichen Doppelmörders. Der Adressat, Georg, der in ziellosem Müßiggang die Schrecken des Großen Krieges zu vergessen sucht, taucht in das verworrene und bruchstückhafte Manuskript ein, um es zu einem Buch zu formen, um dem Leben und den Erlebnissen des Autors nachzuspüren und den grauenhaften Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Seine Recherchen führen ihn zurück an den Ursprung, nach Wien, wo die Zeit viele, jedoch nicht alle, Spuren ausgelöscht hat. Immer stärker verweben sich die Schicksale der beiden Männer, immer rauschhafter verstrickt sich Georg in die Welt des Richard Rollet, und immer deutlicher tritt aus den Nebeln der Vergangenheit eine Frau hervor: Maria, mit dem Engelsgesicht und den grünen Augen.


- Mein Leseeindruck -

Lange Zeit bin ich um dieses Buch herum geschlichen. Immer wieder habe ich es in die Hand genommen, den Klappentext gelesen und wieder zur Seite gelegt. Wieder in die Hand genommen, nochmals den Klappentext gelesen und mich entschieden, dieses Buch zu lesen. Ich weiß eigentlich noch immer nicht, was mich die ganze Zeit hatte zögern lassen. War es dieses düstere Cover? War es die Beschreibung? Ich weiß es nicht. Ich kann nur heute, nach dem Lesen des Buches sagen, ich bin froh, den Schritt des Kaufes getätigt zu haben.

Schon nach den ersten Seiten war klar, dass dieser Thriller irgendwie anders ist.
Die Sprache, die den Leser in eine Welt entführt, die man bislang nur aus alten Schwarz-Weiß-Filmen kannte. Anders aber auch, weil man nicht unterscheiden kann, ob es nun ein Thriller oder doch ein historischer Roman ist. Es ist vielmehr eine gut gelungene Mischung aus beiden Genre.

Die Protagonisten sind alle sehr gut dargestellt, die Geschichte selbst ist jedoch an manchen Stellen etwas undurchsichtig. Klar ist aber auch, dass man dieses Buch stets konzentriert lesen muss, da die Sprache schon anspruchsvoll ist. Unaufmerksames lesen bedeutet, ganze Kapitel zurückblättern zu müssen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Diese Konzentration permanent hochzuhalten ist nicht unbedingt entspannend. Deshalb ziehe ich in meiner Bewertung auch einen Stern ab.
 

- Fazit -



Bei diesem Buch handelt es sich keinesfalls um eine leichte Lektüre. Jedoch hat der Autor es geschafft, mich auf 417 Seiten gedanklich in eine Zeit reisen zu lassen, die zwar Ähnlichkeiten mit der heutigen Zeit hat, aber doch auch wieder ganz anders ist.
Ein Thriller, den ich lange Zeit nicht vergessen werde.

  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: 1888
  • Originaltitel:
  • Autor: Thomas Beckstedt
  • Verlag: Braumüller Verlag
  • Ausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
  • Genre: Historischer Roman/Thriller
  • Seitenzahl: 420 Seiten
  • ISBN: 978-3-99200-129-3
  • Erscheinung: 09.03.2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -




Donnerstag, 10. März 2016

Rezension: Todesflehen



- Klappentext -

Ryder Creed kehrt gerade von einem Einsatz zurück, als seine Drogenhündin Grace überraschend bei einem jungen Mädchen am Flughafen anschlägt. Doch Amanda ist keine Täterin, sondern Opfer. Sie wird zum Schmuggel gezwungen und schwebt in Lebensgefahr. Amanda erkennt ihre Chance und fleht Creed um Hilfe an. Der Hundeführer benachrichtigt seine Kollegin Maggie O’Dell vom FBI. Gemeinsam wollen sie die Hintermänner finden und stoßen dabei auf die Todesliste eines Auftragskillers – und Creeds Name ist der nächste …


- Mein Leseeindruck -

Wow, bereits der Titel versprach Spannung, Action und Unterhaltung. Ganz klar .... dieses Buch wollte ich haben. Und da ich zudem noch ein Serienjunkie bin, gab es für mich kein Halten mehr.... das Buch musste her.

Eigentlich wollte ich dann auch nur mal kurz einen Blick in das Buch werfen und schwupps.... schon war ich bei Seite 73.
Die Autorin, Alex Kava, versteht es, den Leser zu fesseln. Auch in ihrer neuen Serie mit dem charmanten Hundeführer Ryder Creed und der bereits bekannten FBI-Profilierin Magie O'Dell, ist ihr wieder ein sensationelles Werk gelungen.
Auf fast 350 beschreibt sie die megaspannender Geschichte um ein junges Mädchen, das als Drogenkurier missbraucht wird. [Spoiler]Immer und immer wieder muss Amanda Kondome schlucken, die mit Drogen gefüllt sind, um diese dann über die Grenze zu schmuggeln. Wer würde hinter so einem jungen Mädchen schon Drogen vermuten. Wer? Grace! Der Drogenhund von Creed. Die Hündin schlägt nämlich am Flughafen an. Und dann nimmt alles seinen Lauf.

Als zweiten Handlungsstrang erleben wir die FBI Profilerin, die von Creed zu Hilfe gezogen wird. Beide ahnen gar nicht, worauf sie sich da eingelassen haben.

Die Protagonisten erscheinen alle sehr gut aufeinander abgestimmt und ergänzen sich hervorragend. Alle Handlungen sind schlüssig und nachvollziehbar.

Besonders hat mir Grace gefallen. Die Dogenhündin würde ich ebenfalls als Protagonist sehen, da sie eine sehr erhebliche Rollen spielt. Sie zeigt klares tierisches Verhalten, aber auch sehr kluge Entscheidungen. Ein Hund, wie es sich wohl jeder Hundebesitzer wünscht.

 

- Fazit -




Wer echten Thriller liebt, wird mit diesem Serienbeginn seine wahre Freude haben. Ein Anfang, der wirklich Lust auf die Fortsetzung macht, da einfach alles enthalten ist. Spannung, Action, Unterhaltung, Freundschaft... einfach alles.
Ich bin schon sehr auf Band 2 gespannt, vor allem, wie es auch mit Grace bzw. den anderen Hunden weiter geht.


  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Todesflehen
  • Originaltitel: Breaking Creed
  • Autor: Alex Kava
  • Verlag: Diana Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 352 Seiten
  • ISBN: 978-3-453-35854-6
  • Erscheinung: 08.03.2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -


Dienstag, 8. März 2016

Rezension: König in Ketten


- Klappentext -

Er ist gebrochen, in Ketten und fernab jeder Zivilisation – aber sein Wille ist frei.

Darne entflieht dem Leben als Bauer auf dem elterlichen Hof, um endlich Abenteuer zu erleben. Doch als er ein wenig über den Durst trinkt, verkündet er, dass er ein viel besserer König wäre als der derzeitige Herrscher. Für diesen »Aufruf zur Rebellion« werden ihm zehn Jahre Zwangsarbeit auferlegt. Getrieben von dem Wunsch nach einem gerechten Herrscher und der Gier nach Rache wegen dieser übertrieben harten Strafe, fasst Darne einen folgenschweren Entschluss: Er wird seine Ketten abschütteln – und er wird König werden!


- Mein Leseeindruck -

Der aufmerksame Leser meiner Rezensionen wird inzwischen wissen, dass ich ein absoluter Cover-Käufer bin. Genau aus diesem Grund wollte ich auch das vorliegende Buch haben. Ein Langschwert mit Ketten.... das hatte mich schon sehr neugierig gemacht.
Der Rückentext klang ebenso interessant, und auch der Prolog machte mich neugierig. Was genau war das Lederland? Und was hatte es mit dem Fetten Mann auf sich.
Schnell hatte ich mich dann auch in die Geschichte eingelesen. Aber schon nach einigen Seiten habe ich festgestellt, dass die Charakteren mir irgendwie zu farblos sind. Klar, einige Großmäuler sind dabei, die auch gerne mal etwas derber auftreten, aber ansonsten konnte mich niemand so richtig fesseln.
Auch die Geschichte selbst plätschert so ein bisschen vor sich hin. Zwar nicht langweilig, aber auch nicht wirklich rasant und spannend. Ich würde eher sagen, dass man einfach nur liest.
Sehr gut fand ich zu Beginn das Personarium. So war gleich klar, mit wem man es zu tun hatte
 

- Fazit -

Es ist ein Fantasyroman, der einfach nett zu lesen ist. Sprachlich sehr modern, jedoch ein wenig mitreißende Geschichte.


  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: König in Ketten
  • Originaltitel: König in Ketten
  • Autor: Michael Marcus Thurner
  • Verlag: blanvalet Verlag
  • Ausgabe: Paperback, Broschur
  • Genre: Science Fiction
  • Seitenzahl: 512 Seiten
  • ISBN: 978-3-7341-6055-4
  • Erscheinung: 21.12 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -




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Montag, 7. März 2016

Rezension: Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit - ein Zeitreisen Roman


- Klappentext -

Die langjährigen Freunde Andrew und Brian aus Edinburgh erhalten von der neuen Geschichtslehrerin, die ihnen sehr geheimnisvoll erscheint, einen Auftrag über eine Semesterarbeit. Sie suchen nach ihrer Empfehlung in der Bibliothek Bücher über das Mittelalter. Sie finden auch ein rotes Buch, das unterwegs seinen Titel wechselt. Es verspricht ein Abenteuer. Mit Jillian, Andrews jüngerer Schwester, erleben die beiden darauf die Geschichte näher, als ihnen lieb ist. Findet Jillian dabei endlich den Mut, ihrem geheimen Schwarm Brian näher zu kommen? Können die drei wieder zurückkehren? Wen treffen sie in der Vergangenheit?


- Mein Leseeindruck -

Hui....was war das denn? Erste Schreibversuche? Aber ich beginne mal von vorn.

Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich sehr gerne Zeitreisen Romane lese. Ich bin im Laufe der Jahre ein echter Fan davon geworden, da ich mich gerne gedanklich in eine andere Zeit "beamen" lasse. Leider erlebt der erfahrene Leser es immer öfter, dass Neu- oder Jungautoren sich an "den Großen" messen wollen und ihre Gedanken ebenfalls zu einer Geschichte formen. Das Geld für Lektorat und Korrektorat wird dann leider gespart. In dem vorliegenden Buch scheint es nun wieder so ein Fall zu sein.

Eigentlich ein toller Grundgedanke der Geschichte, nur leider schlecht umgesetzt. Vielleicht hätte hier ein Lektorat weiter geholfen. Die Sätze klingen sehr holprig und unausgereift. Es ist der Gedanke der Autorin zu erkennen, jedoch schafft sie es nicht, diese Gedanken in Worten zu fassen. Immer wieder trifft man auf kurze, abgehackte Sätze, die zudem auch unlogisch oder verworren sind. Wie bereits geschrieben, der Gedanke der Autorin ist erkennbar, jedoch nicht umgesetzt.

Die Protagonisten blieben für mich die ganze Zeit über sehr blass. Es wurden sehr wenig über die jeweiligen Charakteren ausgesagt, so dass ich keinerlei Bezug zu ihnen finden konnte.

- FAZIT -
 
Ich würde vorschlagen, dass vor einer weiteren Neuauflage, die gesamte Geschichte nochmals neu überdacht und umgeschrieben werden sollte. Auch im Hinblick darauf, dass eine Geschichte, einen Anfang und ein Ende hat. Einen Anfang, um den Leser langsam mit den Protagonisten vertraut zu machen und zur Geschichte zu führen. Aber auch ein Ende, um alles abzurunden.
Auf mich wirkte dieses Buch lediglich wie ein Schreibversuch, aber nicht als ernst zunehmendes Buch.
 


© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit
  • Originaltitel: Ein unfreiwilliger Trip in die Vergangenheit
  • Autor: Britta Keller
  • Verlag: BookRix
  • Ausgabe: ebook
  • Genre: Jugendroman
  • Seitenzahl: 144 Seiten
  • ISBN: 978-37378629248
  • Erscheinung: Januar 2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -


Sonntag, 6. März 2016

Rezension: Winteräpfel - ein historischer Roman


- Klappentext -

Ein Telegramm ihres Bruders Carl, Pächter des »Feldberger Hofs«, ruft Fanny Mayer im Februar 1881 von ihrer Dienststelle im vornehmen Basler Haus auf den rauen Feldberg. Dort oben erwarten sie ein mutterloses Kind, ein angeschlagener Bruder, ein verlassenes Gasthaus und ein paar alte Pfannen. Und dieser elende Winter, der sie wie lebendig begraben von der Welt trennt. Bis eines Abends ein seltsamer Gast bei ihr anklopft …
Fanny Mayer fügt sich ihrem Schicksal, wendet es zum Besten und wird als »Feldbergmutter« weit über die Landesgrenzen hinaus zum Sinnbild badischer Gastlichkeit. Ihrer Zeit immer einen ¬Gedankenschritt voraus, macht sie sich mit dem aufkommenden »Schneeschuhlauf« den Winter zum Freund und den »Feldberger Hof« zum Nabel der Welt.



- Mein Leseeindruck -

Das tolle Cover vermittelt direktes Winterfeeling. Man kann förmlich das Geräusch des fallenden Schnees vernehmen. Das Knirschen des Schnees unter den Kufen des Schlittens.... absolutes Winterfeeling.
Sofort verspürte ich den Drang in diesem Buch zu lesen, die Fotos zu betrachten und mich von der Autorin in eine Zeit versetzen zu lassen, in der zwar die erste Elektrische Eisenbahn gebaut, die erste Tollwut-Schutzimpfung entwickelt wurde und die Frauen um ihr Wahlrecht gekämpft haben, aber auch jene Zeit, in der es Menschen wie Fanny Mayer gab. Fanny, die völlig selbstlos ihr bisheriges Leben aufgegeben hatte, weil ihr Bruder plötzlich mit einem Neugeborenen alle da stand. Gerade war seine Frau gestorben, da zieht seine Schwester bei ihm ein. Eigentlich nur vorübergehend, so war zumindest der Plan. Aber man ahnt es schon. Das Leben geht manchmal seltsame Wege.

Durch Heidi Knoblichs einfühlsamen Schreibstil, erlebt der Leser, wie sich Fannys Welt langsam aber sicher verändert. Bedingt auch durch Armand Truffaut.  Mehr möchte ich jedoch nicht über Armand verraten. Fanny, die sehr geradlinig, aufrichtig und abergläubisch ist, erfährt auf dem Feldberger Hof, die andere Seite des Lebens. Aber durchaus ein Leben, in dem sie sich sehr wohl fühlt.

Neben der Geschichte, haben mir auch die Karten zu Beginn und zum Ende des Buches gefallen. Sie ermöglichen einen schönen Ausblick auf den Feldberg nebst den umliegenden Dörfern und Städten.
Auch das Portrait von Fanny Mayer finde ich sehr gelungen, da es geholfen hatte, mit die Protagonistin noch besser vorstellen zu können, obwohl die Autorin Fanny perfekt charakterisiert hat.

Die Worterklärungen im Glossar helfen zusätzlich, die Sprache besser zu verstehen. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich Begriffen mehrmals laut ausgesprochen habe um deren Bedeutung herauszufinden und die Sprache bzw. den Dialekt etwas nachzuahmen. (Hierzu verweise ich auf das Wort "Stierenaugen", dessen Bedeutung ich nur erahnen konnte, aber keine Sorge, auch dieser Begriff ist im Glossar erklärt)

Da mir das Buch als Jubiläumsausgabe "125 Jahre Skilauf im Schwarzwald" vorliegt, möchte ich auch unbedingt noch auf die tollen Fotos im Anhang verweisen. Wunderschöne Fotos wurden hier zur Verfügung gestellt.
 

- Fazit -

Ich habe wirklich jede Seite dieses Buches genossen. Die Worte waren sehr gefühlvoll gewählt, die Protagonisten beeindruckend charakterisiert, die Umgebung detailliert beschrieben.  Die ganze Geschichte wirkte so realistisch, das man fast schon den Duft der Äpfel riechen konnte.
Vielen Dank für die tollen Lesestunden

  
© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Winteräpfel
  • Originaltitel: Winteräpfel - aus dem Leben der Feldbergmutter Fanny Mayer
  • Autor: Heidi Knoblich
  • Verlag: Siberburg Verlag
  • Ausgabe: gebundene Jubiläumsausgabe
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 224 Seiten
  • ISBN: 978-3-8425-1425-6
  • Erscheinung: Oktober 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -


 

Freitag, 4. März 2016

Rezension: Der Löwe des Kaisers - ein historischer Roman von Cornelia Kempf

- Klappentext -

Ein mächtiger Herrscher.
Sein ehrgeizigster Herzog.
Und zwei Brüder zwischen den Fronten der Macht.
Die Zwillinge Einhard und Gunnar von Arsberg wachsen als junge Knappen auf der Burg Wallberg heran. Noch bevor sie in den Ritterstand erhoben werden, reissen die Ereignisse der Geschichte die Brüder auseinander: Gunnar folgt Kaiser Friedrich Barbarossa; Einhard wird Gefolgsmann des mächtigen Herzogs des Reiches: Heinrich dem Löwen. Auf dem Schlachtfeld stehen sich die beiden Brüder eines Tages gegenüber… Ein bildgewaltiges Ritterepos, das die Mosaiksteine der Geschichte aneinander fügt und mit einer Prise Autorenfreiheit verbindet.



- Mein Leseeindruck -

Als großer Historienfan war ich über den Umfang bzw. dem Gewicht des Buches doch etwas erschrocken. Puh, hoffentlich handelt es sich nicht nur um trockenes Geschichtswissen. Aber ...... weit gefehlt. Von trockenem Wissen - keine Spur. Ganz im Gegenteil, stellenweise musste ich sogar laut lachen. Aber mal schön der Reihe nach.

Die Autorin, Cornelia Kempf, beschreibt auf ca. 600 Seiten das Leben zweier Brüder in den Jahren 1152 - 1174.  Ein Leben, das durch die Kriegswirren und Machtkämpfe sehr geprägt ist. Aber auch ein Leben, wie es unterschiedlich nicht sein könnte. Unterschiedlich, aber doch wiederum sehr ähnlich.

Der Leser wird durch den ausgeprägten Schreibstil und die detaillierten Beschreibungen in die vergangene Zeit versetzt. Eine Zeit, die wir alle zwar aus dem Geschichtsunterricht kennen, jedoch erleben wir hier Einhard und Gunnar auf unserer gedanklichen Zeitreise. Durch diese beiden Protagonisten wird die Geschichte absolut realistisch und gefühlsnah. Beide Charakteren werden so detailliert beschrieben,  dass man mit ihnen fühlt. Kleine heitere Szenen schaffen es immer wieder, die trockenen Geschichtsdaten aufzulockern.

Gunnars freche Art hatte mir hier besonders gut gefallen.
(Beispiel Seite 23:  Nachdem sich alle Beteiligten über ihre Heldentaten unterhalten haben, steht Gunnar auf und  sagt " Meine Herren, ich werde jetzt in den Burghof gehen, meinen Mageninhalt ganz heldenhaft bis auf die Galle entleeren, einen ritterlichen Furz ablassen und dann schlafen gehen!")
Einhard zeigt sich stattdessen immer etwas besonnener. Zwillinge also, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Alles kommt so ein bisschen ins Schwanken, als Gunnar auf die Idee kommt, dass Einhard mit ihm die Rollen tauscht. Ab hier dürfte nun klar sein, dass es nicht gut gehen kann.

 Natürlich wird auch auf die geschichtlichen Details eingegangen, jedoch liegt der Fokus stets auf den Zwillingen. So ist ein trockenes Geschichtsbuch, wie anfänglich befürchtet, ist absolut nicht zu befürchten.

Sehr gut hat mir auch das Personenregister zu Beginn des Buches gefallen. Hier wird klar nach fiktiven und historischen Personen unterschieden.

Aber auch ein Glossar ist zu finden. Zwar sehr minimiert, jedoch wird in der Geschichte selbst auch auf diverse Begriffen eingegangen, so dass sich im angesprochenen Glossar nur vier Begriffe mit ihren Definitionen befinden.

- Fazit -

Selten habe ich mich bei einem historischen Roman so gut unterhalten. Ich war keineswegs von den Daten oder Ereignissen überfordert ... dank den heiteren Szenen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin sehr gespannt, wie das Leben von Gunar und Einhard weiter geht.
 

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Der Löwe des Königs - Der Aufstieg
  • Originaltitel: Der Löwe des Königs - Der Aufstieg
  • Autor: Cornelia Kempf
  • Verlag: Ka MeRu Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Historischer Roman
  • Seitenzahl: 600 Seiten
  • ISBN: 978-3-906739-47-2
  • Erscheinung: Oktober 2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -




Dienstag, 1. März 2016

Rezension: Die Maggan-Kopie - Ein Debüt von Jacqueline Montemurri


- Klappentext -

Maggan ist eine junge Frau auf der Suche nach dem eigenen Ich. Wer ist sie wirklich? Und wer ist diese Svenja? Als Maggan erkennt, was aus ihr geworden ist, gerät sie zwischen die Fronten moderner Medizin und altem Leben.


- Meine Leseeindruck -

Tja, wieder mal habe ich mich von einem Titel und einem Cover blenden lassen. Schade.

Die Autorin, Jacqueline Montemurri, beschreibt in ihrem Zukunft-Thriller einen geklonten Menschen. Aber ich beginne mal von vorn.
 Eine junge Frau verliert nach einem Kletterunfall eine Niere und schwebt in absoluter Lebensgefahr. Das war schon mal der erste Punkt, über den ich gestolpert bin. Es wird im Buch so dargestellt, dass jeder Mensch, der eine Niere verliert in Lebensgefahr schwebt und eine Organtransplantation unumgänglich ist. Man weiß doch aber, dass es inzwischen viele Menschen gibt, die ein normales Leben mit nur einer Niere führen. Warum also diese Panikmache? Wollte man unbedingt etwas reißerisch klingen? Ich fand es jedenfalls unnötig.
Nichtsdestotrotz, es wird ein Klon gefunden! Ja, richtig gelesen. Jeder kann sich nun vorstellen was dann passiert. Aber ..... es ist bei weitem nicht so spektakulär, wie es klingt. Eher völlig emotionslos.
Weder die Gefühlwelt des Klons, noch die Protagonisten konnten mich irgendwie begeistern. Auch die Spannung war nicht gegeben.

Schade, denn ich hatte wirklich viel mehr erwartet.
 

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Maggan Kopie
  • Originaltitel: Die Maggan-Kopie
  • Autor: Jacqueline Montemurri
  • Verlag: Edition Paashaas Verlag EPV
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Zukunfts-Thriller
  • Seitenzahl: 192 Seiten
  • ISBN: 978-3-942614-18-4
  • Erscheinung: 16.05.2012
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -