Sonntag, 28. Februar 2016

Rezension zu: Killerverse - der zweite Band aus der Johnny Thiebeck Reihe von Ben Bauhaus

- Klappentext -

Jemand ermordet nach und nach die Mitglieder einer Reisegruppe, die vor Jahren zusammen in Irland waren. Er klebt seinen Opfern die Augen, Nasen und Münder zu und lässt sie ersticken. Neben den Leichen finden sich Zeilen eines irischen Kinderreims. Der ehemalige Kommissar Johannes Thiebeck wird von der jungen LKA-Beamtin Henni Herzog hinzugezogen, für die der Fall persönlich ist: Ihre eigene Schwester hat damals auch an der Reise teilgenommen. Thiebeck beginnt zu ermitteln, doch die Betroffenen hüllen sich in Schweigen. Eines steht jedoch fest. Etwas Schreckliches muss vorgefallen sein, damals während des schweren Sturms in den Wicklow Mountains …


- Meine Leseeindruck -

Schon seit längerem bin ich um dieses Buch herum geschlichen. Das Cover, der Titel.... all dieses hatte mich sehr neugierig gemacht.
Sehr schnell wird klar, dass es sich um den Nachfolgeband von Bullet Schach handelt. Immer wieder wurde Andeutungen gemacht, meines Erachtens so viele, dass ich mir überlege, ob ich den Vorgänger überhaupt noch lesen muss. Ob das strategisch wirklich so clever war?

Dem Autor, Bens Bauhaus, ist mit seinem Protagonisten Johnny Thiebeck, ein außergewöhnlicher Ermittler gelungen. Ein Ermittler, der körperlich wie ein Bär auszusehen scheint. Hobbyboxer ist, und auch sonst in seiner Ausdrucksweise nicht gerade zimperlich ist. Jedoch trifft auch hier eine raue Schale auf einen weichen Kern.

Auch die Geschichte selbst mit dem angelsächsischen Kinderreim hatte mir sehr gut gefallen. Ein Kinderreim , der aus heutiger Sicht sehr gruselig klingt. Aber kennen wir nicht alle ein Reim aus Kindertagen, der heute, na ja... sagen wir mal... politisch nicht mehr korrekt ist?

Eine zweite Person hat mir ebenfalls sehr gut gefallen: Die Kriminalpsychologin Körner. Intelligent, und sehr unterhaltsam. Gerade auch durch den Altersunterschied von Thiebeck und Körner, hat der Krimi großen Unterhaltungswert.

Einen Satz fand ich besonders schön: "Manchmal ist es besser, aufzustehen und in den Schrank hineinzusehen, als sich die ganze Nacht auszumalen, was für ein Monster sich dort drin verstecken könnte." (Seite 87)
 

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Killerverse
  • Originaltitel: Killerverse
  • Autor: Ben Bauhaus
  • Verlag: LXY Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 480 Seiten
  • ISBN: 978-3-8025-9614-8
  • Erscheinung: 14.02.2016
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -

Aus der Reihe Johnny Thiebeck sind bislang erschienen:

1. Bullet Schach
2. Killerverse
3. Puppenruhe (erscheint am 01.07.2016)



Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension: Die Betrogene - ein Krimi von Charlotte Link




- Klappentext -

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.



- Meine Leseeindruck -



Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen.
Als Coverkäufer habe ich mich hier auch wieder fehlleiten lassen. Der Titel zusammen mit dem Klappentext hatte mir gute Unterhaltung und Spannung versprochen.
Die Autorin, Charlotte Link, hatte mich mit diesem Buch einfach nicht berührt. Ständige Wiederholungen, auch ganz Sätze, haben die Seiten gefüllt. Nicht neues und nichts spannendes. Sehr schade.
Dabei hatte ich bislang Ihre Romane sehr gerne gelesen. Jedoch stelle ich in der nächsten Zeit eine gewisse Schwäche fest. Ist der Druck auf die Autorin zu groß? Fällt ihr nichts neues mehr ein?
Ich war jedenfalls enttäuscht.
 

- Fazit -
 
Protagonisten - farblos, Handlung - langweilig, Spannung - nicht vorhanden.
Ständige Wiederholungen - sehr schade!

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Die Betrogene
  • Originaltitel: Die Betrogene
  • Autor: Charlotte Link
  • Verlag: blanvaletVerlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Kriminalroman
  • Seitenzahl: 640 Seiten
  • ISBN: 978-3-7341-085-7
  • Erscheinung: 02.09.2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -


Dienstag, 23. Februar 2016

Rezension: Hit & Run - ein Thriller von Doug Johnstone


 


- Klappentext -

Vollgepumpt mit Rote-Beete-Schnaps und Pillen fahren Billy Blackmore, seine Freundin und sein Bruder von einer Party nach Hause. Es ist mitten in der Nacht, die kurvige Straße hoch über Edinburgh ist leer – bis auf einen Fußgänger, der ihnen plötzlich auf die Motorhaube knallt. Panisch beseitigt das Trio alle Spuren und fährt davon. Doch der Albtraum nimmt kein Ende: Als angehender Gerichtsreporter bekommt Billy den Auftrag, über den tödlichen Unfall mit Fahrerflucht zu berichten ...



- Meine Leseeindruck -

Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen. Kurvenreichen Straße, drei Freunde, Alkohol... ein Unfall..... das klingt nach Action und Adrenalin. Dachte ich!
" Ein Wahnsinnsthriller", so betitelt Ian Ranking dieses Buch. Hm...ob er ein anderes Buch gelesen hat?

Ich konnte jedenfalls weder Wahnsinn noch Thriller finden. [Achtung Spoiler]Die drei Freunde, bekifft und besoffen haben einen Unfall und entsorgen die Leiche. Für einen klitzekleinen Moment hatte es der Autor, Doug Johnson, wirklich geschafft, das Gefühlschaos der Drei zu beschreiben. Retten und Strafen kassieren, oder entsorgen und keiner erfährt davon. Der Autor hat sich für das Entsorgen der Leiche entschieden, in dem die Drei den Toten eine Böschung runter werfen. Klar, dass die Leiche nun gefunden wird. Und auch klar, dass das nicht irgendeine Leiche ist. Soviel zur Story, denn mehr passiert auch nicht.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch ein Zufallsprodukt ist, oder der Autor wirklich sehr viele Stunden mit dem Schreiben verbracht hat. Auf mich wirkte die Story einfach langweilig. Spannung auf einer Seite am Anfang, dann nur noch Geplätscher. Wo ist der Wahnsinnsthriller, den Ian Rankin hier so anpreist?


- Fazit -
 
Protagonisten - farblos, Handlung - langweilig, Spannung - nicht vorhanden.
Sehr schade!

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
  • Titel: Hit & Run
  • Originaltitel: Hit and Run
  • Autor: Doug Johnstone
  • Verlag: btb Verlag
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Genre: Thriller
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • ISBN: 978-3-442-74931-7
  • Erscheinung: 10.08.2015
  • Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -








Donnerstag, 18. Februar 2016

Rezension: Schrecklich amüsant - ein Hörbuch von David Foster Wallace


- Klappentext -

Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik? Warum nicht? Im Auftrag von Harper"s Magazine hat sich David Foster Wallace tapfer für eine Woche an Bord des Luxusdampfers Zenith begeben. Er kämpft gegen die Angst, von seiner ungemein effizienten Unterdruck-Toilette entsorgt zu werden; er beobachtet 500 amerikanische Leistungsträger beim Ententanz; er hört erwachsene US-Bürger am Info-Counter fragen, ob man beim Schnorcheln nass wird, ob die Crew ebenfalls an Bord schläft oder um welche Zeit das Mitternachtsbuffet eröffnet wird.
 
- Meine Eindruck -

Hm... was soll ich sagen? Womit fange ich an? Vielleicht erstmal beim Titel.
Da ich ein absoluter Cover-Käufer bin, ist mir der Titel sofort ins Auge gesprungen. Schrecklich amüsant. Klingt interessant und unterhaltsam.... dachte ich.
Wer hat nicht schon mal davon geträumt, eine tolle, lange Kreuzfahrt zu machen? Aber jeder tut es, unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten. So ist es auch in diesem vorliegenden Werk. Mit dem einen, winzigkleinen Unterschied, dass es unglaublich langweilig klingt, wenn von den Menschen erzählt wird.
Ich konnte zumindest nichts wirklich unterhaltsames feststellen.
Okay zu gegeben, ein paar Mal hatte ich ein leichtes Grinsen im Gesicht. Aber nennt man das schon "amüsiert"? Nee, bei weitem nicht.


- Fazit -
 
Wie der Untertitel schon sagt "aber in Zukunft ohne mich".

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


 
Daten zum Hörbuch:
Titel: Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich
Autor: David Foster Wallace
Verlag: der Hörverlag
Ausgabe: Hörbuch CD
Laufzeit: 275 Minuten
ISBN: 978-3-86717-650-7
Erscheinung: 19.05.2010
Weitere Informationen zu Verlag und Hörbuch findest du - hier -





Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension: unfehlbar - das Thrillerdebüt von Bruce McCabe





- Klappentext -

San Francisco in der nahen Zukunft: Im Silicon Valley hat eine Technologiefirma Roboter entwickelt, die sich von echten Menschen kaum unterscheiden und ein scheinbar normales Leben führen. Eine wachsende Zahl religiöser und politischer Gruppen verteufelt diesen Fortschritt mit zunehmend radikalen Parolen. Als ein Bombenanschlag die Stadt erschüttert, wird Daniel Madsen beauftragt, den Attentäter zu finden. Er gehört einer kleinen Eliteeinheit des FBI an, die mit neuesten Technologien ermittelt. Madsen bleibt nicht viel Zeit, denn der Täter kann jederzeit erneut zuschlagen. Und er muss abtauchen in eine düstere Welt aus Gewalt, Sex und Korruption …



- Meine Leseeindruck -

Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war. Laut Klappentext sollte es sich ja um einen Thriller handeln, der in naher Zukunft spielen sollte.
Zögernd habe ich dann die ersten Seiten gelesen und was soll ich sagen.... Hammer!

Thrill pur und Fiction wird nur ganz leicht angekratzt. Und das auch nur, weil  ... ach nein, ich möchte nicht zu viel verraten.

Meiner Meinung nach, ist dem Autor, Bruce McCabe, mit seinem Debüt wirklich ein tolles, spannendes und actionreichen Werk gelungen.  Durch seine bildhafte Sprache wirkt der Thriller sehr lebendig.  Ich hatte nie das Gefühl, der Geschichte nicht folgen zu können. Eher im Gegenteil. Ich wollte immer mehr. Mehr wissen, mehr lesen.
Was auch an dem Protagonisten, FBI Special Agent Daniel Madsen, lag. Eine sehr interessante Figur.
Aber nicht nur die Protagonisten, auch der Detektor oder auch die Replikanten und das Dollhouse. Alles wirkte auf mich, wie ein großartiger Actionfilm. Typisch amerikanisch zwar, aber nie langweilig.


- Fazit -
 
Ich würde mich freuen, wenn es schon bald eine Fortsetzung geben würde, da mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite absolut begeistert hat.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Daten zum Buch:
Titel: Unfehlbar
Originaltitel: Skinjob
Autor: Bruce McCabe
Verlag: blanvalet Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Thriller
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0173-1
Erscheinung: 18.01.2016
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -










Dienstag, 16. Februar 2016

Rezension: Ich bin kein Serienkiller - ein ganz besonderer Debüt-Thriller - von Dan Wells






- Klappentext -

Der 15-jährige John will ein ganz normaler Teenager sein, die Schule besuchen und Mädchen kennenlernen. Doch er weiß, dass in ihm ein düsteres Geheimnis schlummert. Es ist nicht nur das Interesse an Serienkillern, das sein ganzes Leben bestimmt, nicht nur seine Faszination vom Tod. Es ist die Furcht, dass er eines Tages selbst zum Killer wird. Denn John trägt ein Monster in sich. Und als unerklärliche Morde in der Stadt geschehen, muss er sich nicht nur einem dämonischen Gegner stellen, sondern auch sich selbst …


- Meine Leseeindruck -

Schon lange hatte ich dieses Buch auf meiner Wunschliste. All die bisherigen Rezensionen und Leserstimmen hätten mich sehr neugierig gemacht. Und was soll ich sagen?
Oh mein Gott! Wow! Mir fehlen die Worten!

Das vom Piper Verlag als Thriller deklarierte Buch ist irgendwie anders. Nicht einfach nur ein Thriller, sondern ein ganz besonderer Thriller. Es beschreibt nämlich die Ereignisse aus dem Blickwinkel eines Psychopathen.

Aber es ist nicht irgendein Psychopath, sondern der fünfzehnjährige John. John ist der Sohn einer Bestattungsunternehmerin. Dort lernt er schon früh den Umgang mit den Toten, in dem er seiner Mutter bei der Arbeit hilft. Da wäre z.B. das Waschen und einbalsamieren der Leichen. John gibt selbst an, dass er trockene, alte, runzlig Haut mag und hat einen Faible für Serienmörder. Schon seit vielen Jahren ist es deshalb auch in psychiatrischer Behandlung.
Als im Ort nun Morden geschehen, seht er darin das Werk eines Dämon. Er setzt alles daran, den Mörder zu finden.

- Fazit -
 
Mit seinem Debüt hat mich der Autor total begeistert. Die Charaktereigenschaften des Protagonisten sind so lebhaft dargestellt, dass ich seine Gedanken - zumindest ansatzweise - nachvollziehen konnte. Er ist teilweise wirklich erschreckend, wie hemmungslos über die Toten geschrieben wird. Aber niemals pietätlos. Es werden vielmehr die blanken Fakten aufgezählt. Schnörkellos und schonungslos.

Interessant fand ich auf die These, dass 95 % aller Serientäter die gleichen drei Merkmale aufweisen: Bettnässen, Pyromanie und Tierquälerei.
Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, da es  irgendwie krank ist. Krank, im Sinne von anders. Anders und erschreckend. Aber auch wieder anders und doch normal.

Wer dieses Buch gelesen hat wird verstehen, was ich damit meine.
Für Thrillerleser mit guten Nerven kann ich dieses Buch absolut empfehlen.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Daten zum Buch:
Titel: Ich bin kein Serienkiller
Originaltitel: I am not a Serial killer
Autor: Dan Wells
Verlag: Piper Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Thriller
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-492-226771-7
Erscheinung: 01.11.2010
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Montag, 15. Februar 2016

Rezension zu: Blaubeermorde - ein Kriminalroman von Mareike Marlow





- Klappentext -

Tessa, 32, träumt vom Leben auf dem Land, mit Rüschchen-Schick und Obstkuchen. Jana, 63, lebt auf dem Land, mit Gummistiefeln und Misthaufen. Eigentlich haben die beiden nichts gemeinsam. Bis auf die Tatsache, dass sie Halbschwestern sind – und das Haus am See, das sie zusammen geerbt haben. Ach ja, und natürlich die Leiche in ebenjenem See ... Mit norddeutscher Gelassenheit und Berliner Elan machen die ungleichen Schwestern sich an die Lösung ihres ersten Mordfalls.


- Meine Leseeindruck -

Bei der Buchpräsentation des Verlages ist mein Augenmerk auf den Titel des vorliegenden Buches gefallen. Blaubeermorde- was sich wohl dahinter verbergen würde? Landatmosphäre? Oder ein Lebensmittelskandal? Deshalb war der Blick auf den Klappentext unausweichlich. Und nun war klar - diesen Krimi muss ich haben.

Die Autorin, Mareike Marlow, verschafft mit ihren Worten eine eher etwas ruhige Stimmung. Nichts Aufwühlendes, nichts Blutdrucksteigendes. Einfach ein ganz ruhiger Roman, äh... Krimi.

Denn das ist eigentlich auch schon das Manko. Die kriminalistische Handlung setzt erst sehr spät ein und dann auch wieder sehr ruhig. Jedoch haben wir vorangestellt einen durchaus interessanten und unterhaltsamen Roman. Klar, irgendwie müssen die beiden Schwestern ja zu einander finden, aber für einen Krimi war mir dieser Weg dahin oftmals etwas langwierig.

Man merkt schnell an der Ausdrucksweise, dass die Autorin sehr naturverbunden ist. Dieses spiegelt sich in ihren Beschreibungen stets wieder. Aber nie zu Aufdringlich, eher so, dass man als Leser den Duft des Misthaufen beim Lesen in der Nase hat.

Sehr gut hat mir das Alter der Ermittlerinnen gefallen. Alt trifft jung. Durchweg eine interessante Mischung.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die leckeren Rezepte am Ende des Buches. Tolle Idee!

- Fazit -
 
Wer auf Krimis steht, in denen nicht das Blut in Strömen fließt oder Action pur herrscht, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ein ruhiger Krimi, der jedoch sehr unterhaltsam ist.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Daten zum Buch:
Titel: Blaubeermorde
Originaltitel: Blaubeermorde
Autor: Mareike Marlow
Verlag: Knaur Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 272 Seiten
ISBN: 978-3-426-51699-7
Erscheinung: 01.02.2016
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -





Sonntag, 14. Februar 2016

Rezension: Salz & Stein - zweiter Teil der Tella Reihe von Victoria Scott




- Klappentext -

»Vor sechs Wochen sind einhundertzweiundzwanzig Kandidaten in den Dschungel gegangen, um im Brimstone Bleed gegeneinander anzutreten. Vor drei Wochen sind sechsundsiebzig Kandidaten zu dem gleichen Zweck in die Wüste gegangen. Und heute sind vierundsechzig übrig, um die beiden letzten Etappen des Rennens in Angriff zu nehmen.«

Das Brimstone Bleed geht in die zweite und letzte Runde. Tella hat mehr als einen Freund verloren. Einzig ihr Pandora Madox ist tapfer an ihrer Seite. Kann sie das Rennen gewinnen und ihren Bruder retten? Kann sie die Veranstalter des Brimstone Bleed ein für alle Mal vernichten, damit niemand mehr so leiden muss wie sie? Und was geschieht mit Guy und ihr – kann die Liebe über alles siegen, oder bleibt sie auf der Strecke?



- Meine Leseeindruck -

Wer den ersten Band gelesen hat, wird sich ebenfalls über den Cliffhanger geärgert haben. Umso mehr habe ich mich über den vorliegenden Nachfolgeband gefreut.

👍
 
Auch hier treffen wir wieder auf die bekannten Protagonisten und deren Pandoras. Sehr schön fand ich, dass dieser zweite Band ohne Wiederholungen an den ersten Band anknüpft und ich sofort weiter lesen konnte. 
Sehr gut hat mir auch die Entwicklung der Protagonisten gefallen gefallen, obwohl es schon auch vorhersehbar war. Gerade das Zusammentreffen mit Harper hat mich berührt.
Traurig, dass ihr Tochter schon gestorben war. Aber eben auch passend zum Fortgang der restlichen Charakteren und Handlungen.

👎
 
Negativ aufgefallen ist mir, dass das Buch schon wieder mit einem Cliffhanger endet, wo doch nur zwei Bünde angekündigt waren. Somit lässt sich wohl die Autorin noch ein Hintertürchen offen.

 
- Fazit -
 
Auch mit diesem zweiten Band konnte mich die Autorin in eine andere Welt versetzen. Eine bessere Welt? Nein, auf keinen Fall. Aber eine andere, interessante Welt. Eine Welt, in der Mensch und Tier zusammen arbeiten. Aber auch eine Welt, die von Macht besessen ist.
Mir gaben die beiden Bände sehr gut gefallen, jedoch dieser Cliffhanger am Ende des zweiten und eigentlich Abschlussbandes stört mich.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 
 


Daten zum Buch:
Titel: Salz & Stein
Originaltitel: Salz & Stone
Autor: Victoria Scott
Verlag: cbt Verlag
Ausgabe: gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Genre: Jugendbuch
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3-570-16345-0
Erscheinung: 23.11.2015
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Freitag, 12. Februar 2016

Rezension: Und draußen stirbt ein Vogel - ein Thriller von Sabine Thiesler






- Klappentext -

Hasserfüllt beobachtet er die Autorin Rina Kramer bei ihrer Lesung. Jedes Wort von ihr macht ihn wütend. Sie hat ihn bestohlen, hat seine Ideen und Gedanken geraubt. Er reist ihr nach, findet sie in ihrem idyllischen Landhaus in der Toskana und mietet sich bei ihr ein. Wie ein harmloser Urlauber, aber besessen davon, sie zu vernichten.

Rina ahnt nicht, was der eigentümliche Gast plant. Als sie endlich die Gefahr erkennt, ist es bereits zu spät.




- Meine Leseeindruck -

Da ich schon einige Bücher der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt, was sich Sabine Thiesler dieses Mal hatte einfallen lassen.

Schon beim betrachten des Covers hatte mich eine bedrückende Enge erfasst. Als ich den Klappentext dann noch gelesen hatte, war meine Neugier schlussendlich geweckt.

Wie von der Autorin gewohnt, entführt sie uns wieder in die Toskana. Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, die sehr bildhaft dargestellt werden. Ich konnte fast schon selbst die warme Sommerluft spüren und den Duft der Blumen einatmen.

Aber zurück zum Thriller. Tja, und hier fängt mein eigentliches Problem auch schon an. Da ich ja zuvor den Klappentext gelesen hatte, war ich nun sehr gespannt. Aber .... nichts geschah. Viele Nebenstränge und Geplänkel, aber nur sehr wenig Spannung. Ich war sehr oft geneigt einige Seiten zu überblättern.
Im letzten Drittel etwa, hat der Thriller dann doch noch etwas an Fahrt zugelegt, aber nur um einen Schluss zu finden, der mich irritiert zurück lässt. War das wirklich alles? Mit vielen Fragezeichen habe ich dann das Buch zur Seite gelegt..

 
- Fazit -
 
Ich hoffe, dass die Autorin in ihrem nächsten Buch wieder zu gewohnter Spannung zurück findet. 
Eine Leseempfehlung möchte ich für das vorliegende Buch nicht aussprechen, da es mir zu viele Längen und zu wenig Spannung aufweist.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 
 


Daten zum Buch:
Titel: Und draußen stirbt ein Vogel
Autor: Sabine Thiesler
Verlag: Heyne Verlag
Ausgabe: gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Genre: Thriller
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3-453-26968-2
Erscheinung: 11.01.2016
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -




Donnerstag, 11. Februar 2016

Rezension: Moorfeuer - Band 2 der Hauptkommissar Waechter Reihe von Nicole Neubauer




- Klappentext -

In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?



- Meine Leseeindruck -

Als ich gelesen hatte, das die Autorin von "Kellerkind" nun einen Fortsetzungsband geschrieben hatte, wollte ich dem Ganzen doch noch mal eine Chance geben.

Schon das Cover hatte mich sehr neugierig gemacht, da es den Anschein erweckt, als würde das Gras brennen. Was ja wiederum passend zum Titel wäre.
Der Prolog versprach viel Spannung und unterhaltsame Stunden. Jedoch hatte ich nach den ersten Seiten das Gefühl, als würde die Autorin, Nicole Neubauer, einen vermeintlich "witzigen" Krimi schreiben wollen. Etliche Metaphern, die so gar nicht nach meinem Geschmack waren, zierten die Seiten. z.B. "Sie würden noch oft Welpen treten müssen." Möglicherweise benutzt man diesen Satz in anderen Regionen als eine Art Redensart, ich finde sie jedoch geschmacklos und unpassend.

Auch die privaten Geschichten der Kommissare haben sich aus dem Vorgängerband wieder gespiegelt. Man könnte auch sagen dass die Autorin ihrem Schreibstil treu geblieben ist. Für mich hätten die Nebenstränge jedoch viel zu viel Raum eingenommen.

Kaum hatte die Geschichte etwas an Fahrt und Spannung zugenommen, kam auch gleich wieder der Bruch und seitenlanges Gefasel.

Da ich die Protagonisten bereits aus Band 1 (Kellerkind) kannte, musste ich feststellen, dass sie sich nicht wirklich weiter entwickelt hatte. Immer noch planlos, unordentlich und irgendwie auch nervig.

 
- Fazit -
 
Leider konnte mich dieses Buch nicht begeistern. Nachdem ich die Hoffnung hatte, das nach dem Debüt ein bisschen mehr Struktur in den Krimi kommen würde, wurde ich leider mit der vorliegenden Fortsetzung enttäuscht.
Meine Empfehlung bleibt deshalb stark verhalten.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 
 


Daten zum Buch:
Titel: Moorfeuer
Autor: Nicole Neubauer
Verlag: blanvalet Verlag
Ausgabe: Taschenbuch, Klappbroschur
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0212-7
Erscheinung: 18.01.2016
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -







Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension: Mostviertler - ein Krimi aus Österreich von Helmut Scharner





- Klappentext -

Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist.



- Meine Leseeindruck -

Als großer Fan der Bücher des Gmeiner Verlages hatte mich dieses Cover sofort angesprochen. Eine schöne Kulisse, ein interessanter Titel und ein spannender Klappentext waren der Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.


👍
 
Schon die Widmung versprach Spannung, sowie der Prolog, der den Leser nach Niederösterreich ins Jahr 1998 mitnimmt. Rätselhaft, durch die Andeutungen und kurzen Kapitel hatte ich mich das Buch schon nach einigen Seiten neugierig gemacht.
Die Protagonisten wurden sehr gut und ausführlich dargestellt, auch das Umland wurde ausreichend beschrieben, so dass ich nach kurzer Zeit mir sowohl die Darsteller als auch die Örtlichkeiten sehr gut vorstellen konnte.

👎
 
Nun kam dann aber auch schon die Ernüchterung. Etwa ab der Mitte des Buches startet erst die kriminalistische Handlung. Zuvor erfährt man zwar viel von Land und Leute, was jedoch für den Kriminalroman unbedeutend ist. Auch die seitenweise sexuellen Beschreibungen ließen eigentlich auf ein ganz anderes Genre schließen.
Schade fand ich auch, dass die Personen so offensichtlich agiert haben. Beispielsweise Chan, bei dem die Absichten schon von Anfang an klar waren. Hier hätte ich mir etwas mehr Verwirrung gewünscht. Oder aber auch der sexuelle Trieb einzelner Protagonisten. War das für den Krimi wirklich zielführend oder nur seitenfüllend?

- Fazit -
 
Zum Schluss hin wird deutlich, dass der Autorin bereits einen Nachfolgeband plant. Möglicherweise wurde deshalb auch die Spannung minimalsiert um nicht das ganze Pulver hier schon zu verschließen.

Für mich hat dieses Buch leider meine Erwartungen nicht ganz befriedigt, möglicherweise auch, weil im Klappentext viel zu viel verraten wird.

© Diana Jacoby für Chattys Bücherblog
 
 


Daten zum Buch:
Titel: Mostviertler
Autor: Helmut Scharner
Verlag: Gmeiner Verlag
Ausgabe: Paperback
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 406 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1850-1
Erscheinung: 02/2016
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Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension: Rote Sonne, schwarzes Land von der Bestsellerautorin Barbara Wood




- Klappentext -

Kenia 1963: Deborah flieht aus einem brennenden Land vor einer verbotenen Liebe. Einst war ihre Familie nach Kenia gekommen, um den Eingeborenen die Segnungen der modernen Medizin zu bringen. Doch die angesehene und gefürchtete Medizinfrau Wachera kämpfte entschlossen um die Erhaltung afrikanischer Traditionen....


- Meine Leseeindruck -

 Ich habe dieses Buch nun im Rahmen einer Challenge zum zweiten Mal gelesen und bin immer noch total begeistert.

Die Autorin schafft es immer wieder, mich mit ihren Worten und dem Schreibstil an die Geschehnisse zu binden. Einfühlsam, aber nicht als Liebesroman verpackt, wird dem Leser das Leben im damaligen Kenia dargebracht. Damals als die Kolonialzeit noch gelebt wurde, mit all ihren Ausbeutungen.

Sehr präzise wird das nicht gerade anheimelnde Leben der "Schwarzen" unter der Herrschaft der "Weißen" beschrieben. Ein Leben, das oft nicht wirklich lebenswert war. Ausbeutungen, Okkultismus.... um nur ein paar Schlagworte zu verwenden.

Begeistert war ich von der Beschreibung des Landes und der Menschen. Die Beschreibungen sind so detailliert, dass ich fast schon den Duft von Hibiskus in der Nase hatte.
Wunderschöne Beschreibungen, aber nie zu schnulzig.


- Fazit -
 
Wer hier einen reinen Liebesroman erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer jedoch einen Roman erwartet, in dem Emotionen, fremde Kulturen und Gebräuche sich abwechseln, wird seine wahre Freude an dem Buch haben.
Für mich ist dieses Buch, auch nach zweimaligen lesen, noch immer 5 Sterne wert.

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog


Daten zum Buch:
Titel: Rote Sonne, schwarzes Land
Autor: Barbara Wood
Verlag: Fischer Verlag
Ausgabe: Taschenbuch
Genre: Frauenromane
Seitenzahl: 768 Seiten
ISBN: 978-3-596-19283-0
Erscheinung: 01.01.1989
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -





Donnerstag, 4. Februar 2016

Rezension: Das Joshua-Profil - der Spiegelbestseller von Sebastian Fitzek




- Klappentext -

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


- Meine Leseeindruck -

Lange hatte ich schon darauf gewartet, endlich dieses Buch in Händen zu halten. Da ich bislang alle Fitzek Thriller gelesen hatte, war ich nun sehr gespannt. Gerade weil er auch etwas anders werden sollte.
Und was soll ich sagen...? WOW!!!

👍
 
Bereits nach den ersten Zeilen hatte mich die Geschichte voll in Griff. Von einem Autor zu lesen, der sich als Autor beschreibt und entsetzliche erlebt. Pädophilie.... ein wirklich furchtbarer Gedanke und schreckliches Thema, dem sich der Autor in diesem Buch widmet. Und wer die bisherigen Fitzek Thriller kennt weiß, dass der Autor recht schonungslos mit Worten umgeht. Und genau dieses Schonungslose, Knallharte ist das, was mich immer wieder fasziniert. So brutal es oft auch wird, der Autor bringt die Sache auf den Punkt und blendet dann ab. Dieses mittels eines neuen Kapitels. So schafft er es, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrecht zu erhalten.

Auch die Protagonisten sind sehr präzise beschrieben, so dass ich jederzeit mir die Person und Handlung sehr gut vorstellen konnte. Bei den beschriebenen Autofahrten z.B. hatte ich das Gefühl, das Bremsen quetschen selbst zu hören und auch selbst im Wagen zu sitzen.

Die Konstellation der Protagonisten war exakt gewählt.

- Fazit -
Mich hat dieser Thriller restlos begeistert. Mein Lesetipp!

(c) Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

Daten zum Buch:
Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabe: Hardcover
Genre: Thriller
Seitenzahl: 430 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2545-0
Erscheinung: 26.10.2015
Weitere Informationen zu Verlag und Buch findest du - hier -

Mittwoch, 3. Februar 2016

Rezension: Die Ehre des Scharfrichters von Joel F. Harrington

Cover: mit freundlicher Genehmigung des btb Verlags

Die Ehre des Scharfrichters
von Joel F. Harrington
erschienen 2015 als Taschenbuch mit 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-74973-7
 
 
- Klappentext -
 
Unter Mördern, Dieben, Dirnen: Schuld und Sühne in der frühen Neuzeit

Frantz Schmidt tötete fast 400 Menschen, unzählige weitere hat er gefoltert oder verstümmelt Und doch war er am Ende seines Lebens ein angesehener Mann. Ungewöhnlich ist nicht nur der Lebensweg des Meister Frantz, der im 16 Jahrhundert in Nürnberg als Henker arbeitete, sondern auch, dass er Tagebuch schrieb. Der Historiker Joel Harrington hat dieses einmalige Zeugnis nun erstmals umfassend ausgewertet und gibt in seinem packenden Buch seltene Einblicke in das Leben, Denken und Fühlen der Menschen zu Beginn der Neuzeit.
 
- Mein Leseeindruck -

Schon lange interessiere ich mich für die Geschichte und das Leben eines Scharfrichters im Mittelalter. Aus diesem Grund verbringe ich auch einen Teil meiner Freizeit in einer historischen Gruppe, die sich mit dem Leben und Wirken eines Scharfrichters befasst.

Viele Mythen kreisen um das Aussehen und das Leben eines Meisters Frantz oder wie sie auch immer geheißen haben. Vieles wurde in diese Scharfrichter- und Henkerdynastien im Laufe der Jahre hinein interpretiert. Auch immer wieder kommt die Frage auf, hatte er nun eine Maske bzw. Haube oder nicht. Auch herüber streiten sich die Gelehrten.

Heute liest sich die Geschichte eines Henkers immer spannend, dennoch war es ein Beruf wie jeder andere auch. Ohne diesen Berufszweig, der sich nicht nur mit der Vollstreckung des Rechtsspruch beschäftigte, wären viele Dörfer den Seuchen erliegen. Denn z. B. auch als Abdecker waren  die Scharfrichter beschäftigt. All die toten Tier wurde aufgesammelt und wie man heute sagen würde, für Forschungszwecke verwendet. Damals hatte man eine andere Einstellung zu Mensch und Tier und auch die Kirche tat ihr Bestes, die Menschen in gut und böse zu unterteilen.

Wichtige und nützliche Salben wurden im Hause des Scharfrichters hergestellt. Und auch so manches Pülverchen zur Schmerzlinderung hatte dort seinen Besitzer gewechselt.

Im vorliegenden Buch beschreibt der Autor aber nicht nur das Arbeiten, Handeln und den Beruf, sondern auch das Leben und die Emotionen. Ein Scharfrichters war nicht so eiskalt, wie er heute ftmals in Film und Fernsehen dargestellt wird. Nein, oftmals hätten sie mit ihrem Gewissen, ihren Gefühlen und ihren Emotionen zu kämpfen wenn es darum ging, den Richterspruch auszuführen.
Sehr schön beschreibt der Autor, wie der Sohn eines Scharfrichters schon in sehr jungen Jahren an das Wirken heran geführt wurde. Wie gelehrt wurde, aber auch mit welchen Gedanken die Dynastie fortgeführt wurde.

- Fazit - 
 
Mich hat dieses Sachbuch sehr begeistert. Es ist lebhaft dargestellt, ohne zuviel trockene, geschichtliche Handlungsstränge. Lehrreich und unterhaltend.

©Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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Dienstag, 2. Februar 2016

Rezension: Unter dem Eis - der zweite Band aus der Judith Krieger Reihe von Gisa Klönne

Cover: mit freundlicher Genehmigung des Ullstein Verlags

Unter dem Eis
von Gisa Klönne
erschienen 2007 als Taschenbuch mit 384 Seiten
ISBN:  9783548267654
 
 
 
- Klappentext -
 
Köln im Hochsommer. Die Hitze steht in den Straßen. Ein Junge und sein Hund verschwinden spurlos. Hauptkommissarin Judith Krieger ermittelt außerdem in einem sehr persönlichen Fall am anderen Ende der Welt: Ihre alte Schulkameradin Charlotte wird in Kanada vermisst. Hat der Mann, mit dem Judith in der kanadischen Wildnis eine leidenschaftliche Affäre beginnt, etwas damit zu tun? Als zu Hause in Köln ein weiterer Junge verschwindet, beginnt für Judith ein doppelter Wettlauf mit der Zeit.
 
- Mein Leseeindruck -
 


Nachdem mir der erste Band mit Judith Krieger nicht ganz so gut gefallen hatte, habe ich mich nun doch an die Fortsetzung gewagt. Und ich kann sagen... ich habe es nicht bereut!

👍
 
Wie bereits im ersten Band, lässt die Autorin auch hier wieder viele einzelne Handlungsstränge parallel laufen. Da wäre zum Einen das Verschwinden von Judith Freundin, dass sehr emotional beschrieben wird. Ständig hatte ich das Gefühl, in die Röller von Judith oder der vermissten Charlotte schlüpfen zu können. Beide Charakteren waren sehr ausgeprägt und die Handlungen nachvollziehbar. Das Gefühlschaos konnte ich sehr gut nachempfinden.

Aber auf der zweite Handlungsstrang mit dem vermissten Jonny hat mich sehr begeistert. Auch hier wurde die Emotionen sehr gut auf den Punkt gebracht.

Weitere kleine Handlungsstränge waren tatsächlich Randgeschehen, was sie Geschichte immer am Laufen hielt.

Der Spannungsbogen war für mich von der ersten bis zur letzten Seite spürbar, so das ich wirklich nur so durch die Seite geflogen bin.

👎
 
Einen kleine Wermutstropfen gab es mich dennoch. Durch die kleinen Randgeschehen, war die Geschichte zwar spannend, wurde aber auch auseinander gezogen. Vielleicht sollte man sich da doch etwas beschränken, damit der Leser den Fäden nicht verliert.

- Fazit -

Ein toller zweiter Band, der Lust macht, die Fortsetzungen zu lesen. Sobald man sich an den Schreibstil der Autorin gewöhnt hat, lässt einen das Geschehen nicht mehr los.
Ich möchte jedenfalls nun wieder mehr von der Protagonistin lesen und vergeben für dieses Buch 4 Sterne.

©Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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