Dienstag, 13. Oktober 2015

Rezension: Spielmanns Fluch

Cover: Husum Verlag

Spielmanns Fluch
von Jörgen Bracker
erschienen 2015 im Husum Verlag
ISBN 978-3-89876-801-6
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Klappentext:
 
Hamburg im Dreißigjährigen Krieg: Die Truppen des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg plündern und brandschatzen die Vierlande. Festungsbaumeister von Valckenburgh soll die Eindringlinge zurückschlagen und bedient sich dabei des ortskundigen Bauernjungen Jonas, um korrupte Mitglieder des Rates und Geschäftemacher im schwunghaften Waffenhandel auszuspähen. Als Jonas sich jedoch leidenschaftlich in einen jungen Spielmann verliebt, der zusammen mit dem aus Prag geflohenen Winterkönig 1621 nach Hamburg kommt, gerät er vollends in ein Netzwerk aus politischen Verwicklungen, Intrigen und Eifersucht, das ihn und seine Verbündeten an den Rand des Verderbens bringt – elbabwärts in eine Flammenhölle!
Ein fesselnder Roman um die blutigen Auseinandersetzungen im Strudel des Dreißigjährigen Krieges vor dem Hintergrund historischer Ereignisse.
 
Mein Leseeindruck:
 
Okay, ja, ich gebe es zu - ich bin ein Cover-Käufer. Soll heißen, dass für mich tatsächlich das Cover beim Kauf beeinflusst.
Beim vorliegenden Buch hatte ich nun das grosse Glück, dass ich zur Leserunde ausgelost wurde. Beworben hatte ich mich, aufgrund des Covers und weil ich ein großer Fan historischer Romane bin.
Meine Erwartung an die Geschichte war also komplett auf das Cover beschränkte. Ein Musikant, um genauer zu sein, ein Lautenspieler.
Schon auf den ersten Seiten kam jedoch die Ernüchterung. Ein sehr holprigen, unrunde Schreibstil, der es mir nur schwerlich machte, in die Geschichte einzubinden. Der Autor hatte sich zwar während der Leserunde dazu erklärt, letztendlich sitze ich jedoch als Leser vor dem Buch.
Beim weiteren Fortgang der Geschichte wurde mir klar, dass sich der Autor wohl irgendwie sehr wissenschaftlich an die Geschichte gemacht hatte, da oftmals die historischen Romanaspekte in den Hintergrund getreten sind. Vielmehr war der Glanz in den Augen des Autors zu erkennen, als von der Explosion des Schiffes erzählt wurde. Hier hatte ich den Eindruck, als sprudelten die Worten dem Autor nur so heraus. Für mich blieb jedoch der Roman auf der Strecke. Am Schluss des Buches habe ich dann gelesen, dass mich mein Eindruck nicht getäuscht hat.
Anzumerken wäre auch, dass sich der Autor stellenweise einer sehr einfachen Sprache bedient. z.B. kotzen, kacken, etc.
Aber um nicht nur zu meckern, möchte ich auch ein Lob aussprechen. Nicht nur das Cover hat mir sehr gut gefallen, sondern auch das Namensverzeichnis am Ende.(Leider habe ich dieses auch erst am Ende entdeckt) 😃,

Fazit:
 
Ein historischer Roman, bei dem der "Roman" leider etwas zu kurz kommt. Wen dieses jedoch nicht stört, oder auf der Suche nach Fakten ist, wird dieses Buch mit großem Vergnügen lesen.

Meine Bewertung:
 
3 Sterne
 
 


Vielen Dank dem Autor Jörgen Bracker für das Leseexemplar. Sowie lovelybooks für die Durchführung der Leserunde.

© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog