Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension: Das Haus der Lügen von Stephanie Lam - ein Roman mit gewissem Thrill

Cover: Page & Turner Verlag

Das Haus der Lügen
von Stephanie Lam
erschienen 2015 als Klappenbroschur mit 480 Seiten
ISBN: 978-3-442-20445-8
und hier geht es zur Verlagsseite - klick
 

Zum Inhalt:
 

Eine alte Villa an der Südküste
Englands – und in jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis.

1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis ...

1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft ...

 
Mein Leseeindruck:
 
Okay, ich gebe es zu: Ich habe mich wieder mal vom Cover blenden lassen - obwohl das bei diesen düsteren Farben kaum möglich ist. Aber auch der Klappentext klang so spannend, dass ich schon fast einen Thriller vermutet hatte.
Der aufmerksame Leser dieser Rezension wird nun bereits festgestellt haben, dass ein "ABER" nun folgen wird. Und richtig: Dieses Buch konnte mich einfach nicht überzeugen.
Aber mal der Reihe nach:
In diesem Debüt beschreibt die Autorin eine spannende und geheimnisvolle Familiengeschichte. Ein Geheimnis jagt das Andere.  Auch die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben, so dass man sich schnell ein Bild machen und Handlungen nachvollziehen kann. Durch die Beschreibungen werden auch die einzelnen Charakteren deutlich und man entwickelt Gefühle. Misstrauen, Ärger, aber auch Freude durchlaufen die Gefühlswelt des Lesers. Auch die beiden Handlungsstränge (1924 und 1965) sind deutlich gekennzeichnet und verlaufen zum Schluss hin, ineinander. Soweit der Teil, der mich begeistert hat.
Nun jedoch kommen die Punkte, der mich wenig begeistern konnten. Am Anfang hatte ich grosse Probleme mich in die Geschichte einzubinden, was wohl damit zusammen hängt, dass mir die Bedeutung bzw. Funktion des Hauses nicht klar war. Meiner Meinung nach, fängt das Buch auch erst ab Kapitel 2 so richtig an.  Für mich war es dann ein ewiges Auf und Ab an Spannung. Kaum hatte ich in der Geschichte wieder Fuß gefasst, wurde es auch schon wieder langatmig. Erst im letzten Drittel des Buches kam wirkliche Spannung auf, die nun auch bis zum Schluss ging.
Aber trotz der Langatmigkeit, hatte die Story auch etwas fesselndes, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Fazit:
 
Ist es nun ein Roman? Oder der Versuch eines Thrillers? Oder ein Roman mit einem Kick an Thrill? Ich weiß es nicht. Deshalb fällt es mir auch schwer, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen.
Eine Leseempfehlung möchte ich nicht aussprechen, da mir die Geschichte einfach zu viele Länge hatten.
Als Debüt war es okay, mit viel Luft nach oben. Jedoch werde ich die Autorin im Auge behalten, da ich großes Potential vermute. Und wie sagt man: Aller Anfang ist schwer.

Ein Satz der mich sehr beeindruckt hat:

Die schönsten Dinge sind die, auf die man warten muss (Seite 7)

Meine Bewertung:

leider nur 3 Sterne

Vielen Dank an den Page & Turner Verlag sowie an das Bloggerportal für das Leseexemplar.
 
 
© by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog